Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
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Arthroskopie des Ellenbogengelenks

Wie die meisten Gelenke des menschlichen Körpers lässt sich auch das Ellenbogengelenk arthroskopisch untersuchen und operieren. Das heißt, dass über einen kleinen operativen Zugang mit Hilfe eines nur 2,7 mm großen optischen Systems in das Gelenk geschaut werden kann.

Diese Technik ist, wie bei der allgemein bekannten Kniegelenks-Arthroskopie, wohl erprobt. Einziger Unterschied ist der komplexe Aufbau des Ellenbogengelenkes, welcher verschiedene operative Zugänge für das Endoskop sowohl ermöglicht, als allerdings auch erfordert.

Welche Erkrankungen des Ellenbogengelenkes lassen sich mit der Ellenbogengelenk-Arthroskopie behandeln?

Prinzipiell lässt sich heutzutage nahe jede schmerzhafte Erkrankung im Ellenbogengelenk mit der Arthroskopie erreichen und erfolgreich behandeln.

Die häufigsten Indikationen sind jedoch Störungen in dem Gelenkspiel. Das heißt z.B. bei vorkommenden freien Gelenkkörpern können diese arthroskopisch und somit schonend für das Gelenk entfernt werden.

Auch Knorpelschädigungen, Verklebungen, kleine Unfallfolgen wie knöcherne Absplitterungen oder dergleichen, lassen sich endoskopisch behandeln.

Insbesondere im Bereich der Knorpelchirurgie ist das arthroskopische Vorgehen Mittel der Wahl, das heißt, Knorpelzelltransplantation nach Schädigung des Gelenkknorpels degenerativ oder durch Unfälle bedingt, lassen sich hierdurch behandeln.

Gibt es Risiken bei der arthroskopische Operation am Ellenbogengelenk?

Wie bei jeder Operation gibt es allgemeine Operationsrisiken wie Infektionen oder ähnliches.

Das Ellenbogengelenk ist aufgrund seiner Komplexität und seiner räumlichen Nähe zu Blutgefäßen und Nervenstrukturen allerdings deutlich komplexer aufgebaut, als z.B. ein Kniegelenk, bei welchem sich die gefährdeten Strukturen nur in der Kniegelenkskehle befinden. Aus diesem Grunde ist es erforderlich, die operativen Zugänge so schonend wie möglich und unter genauer Beachtung der anatomischen Strukturen vorzunehmen. Auch erfordert das Ellenbogengelenk je nach Erkrankung verschiedene operative Zugänge.

Gibt es spezielle Anforderungen in der Nachbehandlung nach der arthroskopischen Ellenbogen-Operation?

In der Tat gibt es, je nach Art der durchgeführten Operation, unterschiedliche Nachbehandlungsschemata beim Ellenbogengelenk.

Allgemein ist allerdings insbesondere die Frühmobilisation sehr wichtig.

Das Ellenbogengelenk neigt, ähnlich wie das Schultergelenk aufgrund seiner Kapselstruktur, schnell zur Einsteifung. Das bedeutet, dass unter Umständen bei längerfristiger Ruhigstellung es zur Ausbildung eines Beuge- oder Streckdefizites kommt.

Im Falle einer alleinigen Entfernung von freien Gelenkkörpern im Ellenbogengelenk ist mit Ausnahme der Frühmobilisation mit keiner speziellen Nachbehandlung zu rechnen, so dass eine Wiedereinsetzbarkeit im Sport und auch im Beruf relativ schnell erreicht wird. Das heißt, nach wenigen Wochen ist bereits eine volle Belastung des Ellenbogengelenkes wieder erreicht.

Bei komplexeren Operationen, wie z.B. Knorpeloberflächenrekonstruktionen muss allerdings je nach Lokalisation unter Umständen mit mehrwöchiger Schonung des Ellenbogengelenkes und Vermeidung von Belastungen gerechnet werden.

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