Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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79194 Gundelfingen
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Steifer Ellenbogen: Gelenksteife und Schmerzen im Ellenbogen

  1. Anatomie kurz gefasst: Aufbau des Ellenbogengelenkes
  2. Ursachen: Wie entsteht ein steifer Ellenbogen?
  3. Symptome: Welche Beschwerden begleiten den steifen Ellenbogen?
  4. Diagnose: Wie erkennt der Arzt eine Ellenbogensteife?
  5. Therapie: Wie behandelt der Spezialist den steifen Ellenbogen?
  6. Nachbehandlung der Ellenbogensteife
Frau mit Ellenbogenschmerzen Der Ellenbogen ist ein hoch bewegliches Gelenk. Er ermöglicht uns sowohl Beuge- und Streckbewegungen als auch Drehungen des Unterarms nach innen und außen. Eine Gelenksteife im Ellenbogen beeinträchtigt viele Tätigkeiten in Beruf und Alltag und führt zu großem Leidensdruck. © peakSTOCK, iStock

Essen zum Mund führen, eine Brille aufsetzen oder die Haare kämmen ‒ ohne das enorm bewegliche Ellenbogengelenk wäre uns dies alles nicht möglich. Das Ellenbogengelenk gehört zu den Drehscharniergelenken. Diese ermöglichen uns neben dem Strecken und Beugen zusätzlich eine Drehbewegung. Um Gegenstände zu greifen, strecken wir den Ellenbogen und drehen die Handfläche nach unten. Eine Beugung und Drehung im Ellenbogen erlaubt uns, Dinge zum Kopf zu führen.

Von Ellenbogensteife spricht man, wenn nach einem Unfall, einer Operation oder einer anderen Erkrankung die Fähigkeit zur Beugung und Streckung sowie Umwendbewegungen des Unterarmes gestört ist. Eine verringerte und schmerzhafte Beweglichkeit des Ellenbogengelenkes schränken die Funktion des Armes bei den Betroffenen gravierend ein. Die Patienten sind im Beruf und in ihren Freizeitaktivitäten deutlich beeinträchtigt.

Die orthopädischen Fachärzte der Gelenk-Klinik erarbeiten nach gründlicher Diagnostik ein Therapiekonzept zusammen mit dem Patienten. Dieses umfasst eine Vielzahl sehr aussichtsreicher konservativer Behandlungsformen. In wenigen Fällen Sind diese nicht erfolgreich, sieht der Gelenkspezialist die minimalinvasive Arthrolyse als beste Option, um dem Patienten wieder zu Schmerzfreiheit und optimaler Beweglichkeit zu verhelfen.

Anatomie kurz gefasst: Aufbau des Ellenbogengelenkes

Das Ellbogengelenk verbindet den Oberarmknochen (Humerus) mit den beiden Unterarmknochen Elle (Ulna) und Speiche (Radius). Nach hinten gelegen (dorsal) kann man einen prominenten Höcker der Elle, das Olekranon, ertasten. An der inneren (medialen) und äußeren (lateralen) Seite befinden sich zwei kleinere Knochenvorsprünge. Diese drei knöchernen Eckpunkte dienen als Ansätze für Sehnen und Muskeln.

Das Ellenbogengelenk hat einen sehr großen Bewegungsradius: Der Unterarm lässt sich bis zu 150 Grad beugen (Flexion) und ‒ insbesondere bei Kindern und Frauen ‒ manchmal bis zu 10 Grad über die Neutralstellung hinaus überstrecken (Extension). Um jeweils 90 Grad kann der Unterarm einwärts (Pronation) und auswärts (Supination) gedreht werden. Aufgrund der möglichen Beuge- und Streckbewegung sowie der Einwärts- und Auswärtsdrehung bezeichnet man den Ellenbogen als Drehscharniergelenk.

Das Ellenbogengelenk besteht aus drei Gelenkkomponenten, die eine funktionelle Einheit bilden und von einer gemeinsamen Gelenkkapsel umfasst werden:

  • Gelenk zwischen Oberarmknochen und Elle
  • Gelenk zwischen Oberarmknochen und Speiche
  • gelenkige Verbindung im oberen Teil zwischen Elle und Speiche, die Umwendbewegungen des Unterarms ermöglicht
Anatomie des Ellenbogens Das Drehscharniergelenk des Ellenbogens besteht aus den drei Gelenkpartnern Oberam, Elle und Speiche, die von einer gemeinsamen Gelenkkapsel umgeben sind. Bänder zwischen den Knochen stabilisieren das Ellenbogengelenk. Eine Einklemmung des Ellennervs (Nervus ulnaris, gelb dargestellt) kann zu Schmerzen und Taubheitsgefühl im Unterarm führen. © bilderzwerg, Adobe Stock

Ursachen: Wie entsteht ein steifer Ellenbogen?

Ursachen für Ellenbogensteife:

  • Vernarbungen nach Traumata
  • lange Schonhaltung des Unterarms
  • Blockade durch knöcherne Veränderungen
  • zu lange Ruhigstellung nach Unfall oder OP
  • lockerer Bandapparat
  • Verknöcherung im Weichteilgewebe

Dem Beschwerdebild eines steifen Ellenbogens mit eingeschränkter Beweglichkeit und Schmerzen kann eine Vielzahl von Auslösern zugrunde liegen. Ein Grund für einen steifen Ellenbogen ist eine lange Schonhaltung des Arms nach einer Verletzung (z. B. im Gips) oder eine Ruhigstellung nach einer Operation. Dies führt zur Schrumpfung oder Verdickung der Gelenkkapsel.

Ellenbogensteife durch Vernarbungen

Nach einer Verletzung des Ellenbogengelenkes kommt es häufig im Rahmen des natürlichen Heilungsprozesses zur Narbenbildung innerhalb der Gelenkkapsel. Eine Ellenbogenverrenkung (Luxation) oder ein Bruch im Ellenbogenbereich gelten als typische Auslöser einer Vernarbung, die teilweise über das normale Maß hinausgeht.

Die Verwachsungen und Narben im Gelenk begleitet oft eine geschrumpfte und verdichtete Gelenkkapsel. Diese Veränderungen bezeichnet man als Arthrofibrose, da sich innerhalb des Ellenbogengelenkes eine pathologisch erhöhte Menge Bindegewebe befindet. Diese krankhaften Veränderungen sind die Folge von entzündlichen Prozessen im Ellenbogen im Bereich verletzter Weichteilstrukturen.

Schonhaltung kann zu Einsteifung führen

Patienten mit Ellenbogenschmerzen nehmen automatisch eine Schonhaltung mit leichter Beugestellung des Unterarmes ein, da man in dieser Position die größtmögliche Entspannung im Gelenk erreicht. Die Schonhaltung kann mittelfristig eine Kapselschrumpfung mit nachfolgender Steife im Ellenbogengelenk verursachen.

Ellenbogensteife durch knöcherne Blockaden

Die Beweglichkeit des Ellenbogengelenkes kann durch folgende Ursachen mechanisch eingeschränkt sein:

  • Fehlverheilte Knochenbrüche führen zu einer Stufenbildung im Bereich der Gelenkflächen und machen damit eine reibungslose Ellbogenbewegung unmöglich.
  • Freie Gelenkkörper aus Knochen oder Knorpelgewebe können im Gelenkspalt eingeklemmt werden und so die Bewegung des Ellenbogens blockieren.
  • Knochensporne (Osteophyten) behindern das Gleiten der Gelenkflächen zueinander. Im Ellenbogen bilden sich Knochensporne aufgrund von Gelenkverschleiß (Arthrose). Schlägt ein Osteophyt an der gegenüberliegenden Gelenkfläche an, kann der Patient den Arm nur noch eingeschränkt beugen und strecken.

Gelenksteife durch zu lange Ruhigstellung

Auch eine lang andauernde Schonung des Gelenkes nach einem Unfall oder einer Operation ist ein bedeutender Risikofaktor für die Ausbildung einer Ellenbogensteife. Erfahrungsgemäß reagiert das Ellenbogengelenk auf eine dauerhafte Ruhigstellung sehr sensibel und neigt zur Einsteifung. Die verdickte Gelenkkapsel verliert an Elastizität und die Patienten spüren, dass ihr Bewegungsumfang deutlich eingeschränkt ist. Vor allem durch eine langwierige Ruhigstellung im Gips kann es zu einem steifen Ellenbogen kommen.

Gelenksteife durch lockere Bänder

Paradoxerweise schließt ein lockerer Bandapparat des Ellenbogens eine zunehmende Einsteifung nicht aus, sondern kann sie sogar verursachen. Eine Bandinstabilität des Ellenbogengelenkes ‒ beispielsweise als Folge eines Unfalls oder durch chronische Überlastung in Beruf oder Sport ‒ führt zu Schmerzen und Entzündungen. Die schmerzbedingte Schonhaltung und die entzündlich bedingten Weichteilveränderungen können dann langfristig eine Ellenbogensteife auslösen.

Knochenneubildungen im Weichteilgewebe (heterotope Ossifikation)

Ein Bruch nahe des Ellenbogengelenks oder Verletzungen an der Gelenkkapsel, den Muskeln oder Bändern kann eine heterotope Ossifikation auslösen. Hiermit bezeichnet man eine gutartige Neubildung von Knochengewebe außerhalb des Skelettsystems. Unabhängig von einer Gelenkverletzung beobachtet man Ossifikationen auch nach einem Schädel-Hirn- oder Rückenmarkstrauma. Knochenneubildungen im Weichteilgewebe können auch genetische Ursachen haben.

Die Patienten berichten über Schmerzen im betroffenen Ellenbogengelenk und über fortschreitende Bewegungseinschränkungen. Im Verlauf kann ein vollständiger Funktionsverlust des Armes mit Versteifung des Ellenbogengelenkes eintreten.

Um die Gelenkfunktion wenigstens teilweise wiederherzustellen, entfernt der Ellenbogenspezialist die Verknöcherungen chirurgisch. Aufgrund der veränderten anatomischen Strukturen gestaltet sich der operative Eingriff oft anspruchsvoll und nicht selten folgt ein Rezidiv (Wiederauftreten der Ossifikation).

Symptome: Welche Beschwerden begleiten den steifen Ellenbogen?

Symptome der Ellenbogensteife:

  • eingeschränkte Streck- und/oder Beugefähigkeit des Unterarmes
  • hpts. zu Beginn Schmerzen
  • ebenfalls zu Beginn Schwellungen und Rötungen

Bei der Ellenbogensteife ist das Gelenk unterschiedlich ausgeprägt schlecht beweglich, bis hin zur vollkommenen Versteifung. Dabei unterscheidet man zwischen Einschränkungen der Streckung (Extensionsdefizit) und Einschränkungen der Beugefähigkeit (Flexionsdefizit). Meist handelt es sich um Mischbilder der Gelenksteife mit einhergehendem Streck- und Beugedefizit. Auch die Umwendbewegung im Ellenbogen kann betroffen sein.

Ist eine Ellenbogensteife erst einmal eingetreten, wird sie seltener von Schmerzen begleitet. Schmerzen, Rötungen und Schwellungen des Ellenbogengelenkes treten zuvor durch die Ursachen der Gelenksteife auf. Manchmal begleitet ein Knacken oder Reiben im Ellenbogengelenk die Bewegungseinschränkung.

Diagnose: Wie erkennt der Arzt eine Ellenbogensteife?

Untersuchungen bei Verdacht auf Ellenbogensteife:

  • Anamnese
  • körperliche Untersuchung
  • MRT, CT, DVT

Die Diagnostik umfasst eine genaue klinische und apparative Untersuchung durch den behandelnden Orthopäden. Auf diese Weise kann er den Umfang der Bewegungseinschränkungen sowie eventuelle Nervenverletzungen und Bandinstabilitäten vollständig erfassen.

Arzt-Patienten-Gespräch und klinische Untersuchung

Eine Ellenbogensteife beeinträchtigt das körperliche Wohlbefinden des Patienten so stark, dass der Betroffene im Gespräch dem Arzt direkt von seinen Beschwerden berichtet. Fast immer kann der Arzt die Gelenksteife im Ellenbogen direkt feststellen.

Die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und die ärztliche Untersuchung helfen dem behandelnden Arzt, andere Erkrankungen des Ellenbogens wie beispielsweise eine Luxation (Ausrenkung), freie Gelenkkörper im Gelenkspalt oder einen Riss des ulnaren Seitenbandes auszuschließen.

Bildgebende Diagnostik: MRT, CT und DVT

Röntgenaufnahmen ergänzen die Ergebnisse der klinischen Untersuchung. Zur Darstellung von Veränderungen an Weichteilstrukturen wie der Gelenkkapsel und den Sehnenansätzen bringen zusätzliche Untersuchungen mittels Magnetresonanztomografie (MRT) genaue Aufschlüsse.

Bildgebende Untersuchungen mittels Computertomografie oder der digitalen Volumentomografie (CT bzw. DVT ) sind besonders hilfreich, um über die dreidimensionale Darstellung Blockaden im Gelenk zu erkennen und anschließend gezielt zu behandeln.

Therapie: Wie behandelt der Spezialist den steifen Ellenbogen?

Die Entscheidung für eine passende Behandlung orientiert sich an den Beschwerden des Patienten und deren auslösender Ursache.

Eine intensive Physiotherapie, spezielle Schienen und physikalische Therapiemöglichkeiten können deutliche Verbesserungen einer rein weichteilbedingten Bewegungseinschränkung erzielen. Entzündungsreaktionen und Schmerzen im Ellenbogengelenk behandelt der Orthopäde begleitend mit Medikamenten.

Ist eine vollständige Ellenbogensteife erst einmal eingetreten, wird es hingegen schwer, diese ausschließlich mit Physiotherapie und Eigenübungen zu verbessern. Auch bei mechanischen Ursachen wie beispielsweise Knochenneubildungen hilft meist nur noch eine Operation.

Konservative Behandlung bei Ellenbogensteife

Zur Behandlung einer Ellenbogensteife schöpft der behandelnde Arzt zunächst sämtliche Möglichkeiten einer nichtoperativen Therapie aus. Erst dann steht ‒ immer in Absprache mit dem Patienten ‒ ein operativer Eingriff in Form einer Arthrolyse zur Diskussion.

Konservative Therapie des steifen Ellenbogens:

  • Physiotherapie
  • Kältebehandlung
  • schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente

Physiotherapie bei steifem Ellenbogen

Aktive und passive Dehnungs- und Mobilisationsübungen sowie manuelle Therapie können die Beweglichkeit des Ellenbogens verbessern. Eine intensive Beübung und eine konsequente Durchführung der erlernten Techniken ist dabei unerlässlich für einen nachhaltigen Erfolg.

Kältebehandlung und Schmerzmedikation begleiten die Physiotherapie

Bei Ellenbogensteife können verschiedene nichtoperative Behandlungsmethoden die intensive Physiotherapie begleiten:

Mithilfe von Kälteanwendungen ‒ zum Beispiel in Form von Kältenebel oder mit kalten Flüssigkeiten befüllten Manschetten ‒ werden in vielen Fällen die Schmerzen gelindert.

Beschwerden und Ellenbogenschmerzen, deren Ursache in einer Entzündung liegen, können begleitend durch den Facharzt mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten aus der Gruppe der NSAR behandelt werden. Zu den NSAR (nichtsteroidalen Antirheumatika) zählen beispielsweise Präparate mit den Wirkstoffen Ibuprofen und Diclofenac.

Entsprechend der Erfahrung der Ellenbogen-Experten der Gelenk-Klinik ist eine bestehende Ellenbogensteife nur schwer ausschließlich mit Physiotherapie, Eigenübungen, Kälte und Schmerzmedikamenten behandelbar. Stets in Abstimmung mit dem Patienten wägt der Facharzt die Möglichkeiten eines operativen Vorgehens ab.

Operative Therapie bei Ellenbogensteife: Arthrolyse

Lässt sich die Beweglichkeit des Ellenbogengelenkes mittels nichtoperativen Maßnahmen kaum oder gar nicht verbessern und der Patient leidet unter der eingeschränkten Beweglichkeit des Ellenbogens, steht als Alternative ein operativer Eingriff zur Diskussion. Entscheidend für die Durchführung einer Operation ist der Wille des Betroffenen, sich nach einer operativen Arthrolyse intensiv in die Nachbehandlung einzubringen.

Die Arthrolyse ist ein chirurgisches Verfahren, das die Beweglichkeit eines Gelenks wiederherstellt. Während einer Arthrolyse löst der Operateur Verklebungen und Narben und durchtrennt gezielt einen Teil der Gelenkkapsel. Noch während der Operation testet er den verbesserten Bewegungsradius des Ellenbogens.

Auch knöcherne Blockaden im Gelenk wie freie Gelenkkörper oder Knorpelkanten kann der Operateur während einer Arthrolyse vorsichtig abfräsen oder glätten. Er verhindert auf diese Weise das Fortschreiten einer arthrosebedingten Schädigung der Gelenkflächen.

Unter Umständen löst der Arzt Verklebungen im Bereich des Ellennervs (Nervus ulnaris) und schützt ihn so vor einer weiteren Schädigung.

Die Operation erfolgt entweder minimalinvasiv mit der sogenannten “Schlüssellochtechnik” (arthroskopisch) oder in einem offenen Eingriff am Ellenbogengelenk. Welches Verfahren für den Patienten geeignet ist, entscheidet der behandelnde Orthopäde anhand der Beschwerden des Patienten. Zusätzlich entscheiden das Ausmaß und die genaue Ursache der Gelenksteife.

Kamerabild vor Arthrolyse im Ellenbogengelenk Arthroskopie: Zustand vor endoskopisch durchgeführter Arthrolyse im Ellenbogengelenk. © Gelenk-Klinik Kamerabild nach Arthrolyse im Ellenbogengelenk Der Operateur hat mit einem speziellen Instrument Vernarbungen und Verwachsungen innerhalb des Gelenkes gelöst (Pfeile). © Gelenk-Klinik

Nachbehandlung der Ellenbogensteife

Im Anschluss an eine Arthrolyse nimmt die Nachbehandlung einen sehr wichtigen Stellenwert für ein langfristig optimales Ergebnis ein. Die Nachbehandlung eines steifen Ellenbogens umfasst eine möglichst frühzeitige physiotherapeutische Beübung. Diese Maßnahme vermeidet eine erneute Ausbildung von Verwachsungen und Vernarbungen im Gelenkbereich. Eine begleitende, angepasste Schmerztherapie ermöglicht es dem Patienten, die Übungen durchzuführen.

Der Patient sollte in den ersten Wochen nach einer Arthrolyse aktiv mitarbeiten und die erlernten Übungen regelmäßig und konsequent durchführen. Dies ist die Voraussetzung, damit das bei der Operation erzielte Bewegungsausmaß vollständig und langfristig erhalten bleibt.

Die Zeit der Nachbehandlung wird regelmäßig von sogenannten Quengelgipsen begleitet. Dafür erhält der Patient Gipsformen in der maximal erreichbaren Beuge- und Streckposition. Diese Gipse werden in den ersten Tagen nach der Operation im Abstand von wenigen Stunden immer wieder gewechselt. Auch der Einsatz von verstellbaren Quengelschienen ist für die erste Zeit nach der Operation und auch für zu Hause üblich.

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PD. Dr. med. Bastian Marquaß, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

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