Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

Alte Bundesstr. 58, 79194 Gundelfingen

Tel: (0761) 55 77 58 343

patienten@gelenk-klinik.de

Fußschmerzen und Fersenschmerzen richtig verstehen

Fußschmerzen sind häufig schwer einzuordnen. Die Füße gehören zu den komplexesten Bewegungsorganen des Menschen.

Fußschmerzen: Die Untersuchung der Beinhachse Bei der Untersuchung von Fuß-Schmerzen gehört die Untersuchung der Beinachse und die Stellung der Ferse zu den grundlegenden Aufgaben des Fußspezialisten © Gelenk-Klinik

Wenn nicht gerade ein Unfall geschehen ist, der den Schmerz erklärt, ist die Ursache häufig nur durch eine spezialisierte Untersuchung durch den Orthopäden in Erfahrung zu bringen. Wir wollen Ihnen dabei helfen, ihre Schmerzen und Beschwerden besser zu verstehen.

Sofort zum Arzt, bei...

Wann ist der Arztbesuch unerlässlich?

Einen orthopädischen Facharzt sollten sie aufsuchen, wenn die Schmerzen länger als drei Tage anhalten, unter Belastung zunehmen oder im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen stehen. Wenn die Schmerzen bewegungseinschränkend sind; zusätzlich erhöhte Körpertemperatur gemessen wird; die Hautoberfläche rötlich verfärbt ist; ein Gelenk geschwollen ist, sollte der Orthopäde möglichst sofort zu Rate gezogen werden.

Ursachen für Fußschmerzen

Folgen der Bewegungsarmut: Fußverfall

Der aufrechte Gang stellt täglich eine erhebliche Belastung für den Bewegungsapparat und insbesondere für die Füße dar. Das ganze Körper- Gewicht bei durchschnittlich 5000 Schritten am Tag lastet auf ihnen. Dabei sind Füße nicht nur mechanische Stützen, sondern mit Hilfe Ihrer Fußgewölbe auch hocheffiziente Dämpfungsorgane: Beim Springen oder Laufen lastet auf den Fußgelenken häufig ein Vielfaches des Körpergewichts. Ist die intrinsische Muskulatur des Fußes geschwächt, kann das Fußgewölbe diese Dämpfungsfunktion nicht mehr erfüllen. Die Folge sind Überlastungsschmerzen und Fehlstellungen des Fußes. Ausgehend von der Spreizfußfehlstellung folgen viele schmerzhafte Fußerkrankungen: Hallux valgus, Hallux rigidus, Schneiderballen, Morton Neurom und Mittelfußschmerzen allgemein.

Füsse müssen gefordert werden, damit Sie sich richtig entwickeln und Ihre Form behalten. Schon Kinder, deren Fußreifung immer von der Aktivität des Fußes abhängt, laufen heutzutage immer seltener barfuß: Das hemmt die Fußreifung und die Entwicklung der kindlichen Fußgewölbe.

Wie ist der Verlauf Ihrer Schmerzen?

Die allgemein auch bei Erwachsene immer geringer werdende Gehstrecke im modernen Alltag schwächen die Füße allgemein.

Dazu kommen häufig extreme Anforderungen der Schuhmode: Füße werden abgeschirmt und formverändernd eingeschnürt.

Die vielen kleinen Muskeln und Sehnen, die bei der Formung des Fußgewölbes aktiv zusammenarbeiten, können so immer seltener das wichtige Dämpfungssystem Fuß bei allen Anforderungen unterstützen.

Sport und Trauma als Ursache von Fußschmerzen

Werden die Füße einmal gefordert, werden häufig hohe Ausdauerbelastungen abverlangt. Viele Trainingsanfänger und Wiedereinsteiger übersehen, dass die Bindegewebe und Stützgewebe sich an Belastung viel langsamer, adaptieren als der Kreislauf und die Muskulatur.

Durch körperliche Belastung und Überlastung kann es zu entzündlichen Veränderungen am der Sehnen oder Bindegewebe kommen. Diese entzündlichen Veränderungen betreffen auch die zahlreichen Muskel- und Sehnenansätze.

Diese entzündlichen Fußschmerzen treten typischerweise erst nach einer nach ungewohnt langem Wandern oder Joggen folgenden Ruhephase auf. Die Schmerzen können stechend und heftig sein und den Patienten zu einem Schonhinken zwingen.

Teilweise werden durch den Abrieb in den Gelenken Gelenkreizungen mit Ergussbildung und Schwellung ausgelöst.

Die Gelenkschmierung ist durch die Entzündung vermindert oder verzögert. Nach dem Aufwärmen können die Fußschmerzen wieder verschwinden. Damit treten diese Schmerzen häufig als Anlaufschmerzen im Fuß auf. Sie heilen jedoch meist nach entsprechender Schonung wieder folgenlos von alleine ab.

Fast jeder leidet in seinem Leben einmal an überlastungsbedingten Fußschmerzen. Meist sind diese relativ harmlos und vergehen nach kurzer Zeit von alleine wieder.

Gehen die Schmerzen nicht nach 3 Tagen wieder zurück kann eine ernst zu nehmende Ursache dahinterstecken: Man sollte dann an eine Marschfraktur bzw. Stressfraktur oder an eine Sehnenreizung denken (z.B. Achillessehnentzündung).

  • Fehl- und Überbelastung:
    Häufig treten Fußschmerzen nach langdauernden Belastungen beim Wandern oder beim Joggen auf: Bei der Marschfraktur bzw. Stressfraktur erfolgt ein Ermüdungsbruch der Knochen. Meist sind die Mittelfußknochen betroffen. Die Marschfraktur ist von Schwellungen und stechenden Schmerzen beim Auftreten begleitet. Sie treten meist von einem Augenblick auf den nächsten auf.

  • Achillessehnenentzündung (Achillodynie): Die Achillessehne ist die Stärkste Sehne im menschlichen Körper. Sie verbinden den Wadenmuskel mit dem Fersenbein und sorgt für die Kraftübertragung und Dämpfung beim Laufen und Springen. Finden plötzliche Belastungswechsel statt kann die Achillessehne gereizt werden und sich schmerzhaft entzünden. Auch eine Fehlstellung des Fersenbeines kann den Ansatzpunkt der Achillessehne schmerzhaft werden lassen. Die Kraftwirkung wird dann nicht mehr optimal übertragen. Eine Achillessehnenentzündung kann unbehandelt bis zur Achillessehnenruptur führen. Weiterlesen zur Achillessehnenentzündung

  • Fersensporn: Der Fersensporn gehört zu den Sehnenansatzentzündungen (Sehnenansatztendinopathien). Sowohl der Achillessehnenansatz am Fersenbein ("oberer Fersensporn") als auch der Ansatz der an der großen Fußsohlensehne (Plantarsehne) am Fersenbein ("unterer Fersensporn") können auftreten. Weiterlesen zum Fersensporn

  • Umknicktrauma und Unfall:
    Bei Trauma oder Unfall besteht häufig wenig Interpretationsspielraum. der Patient erinnert sich meistens an den Vorgang. Der häufigste Unfall unter Beteiligung des Fußes sind Außenbandrupturen , Innenbandrupturen am Sprunggelenk und Riss des Syndesmosenbandes.

  • Schwellung und Schmerzen am Fußrücken (Spann)
    Fußwurzelarthrose - Arthrose des Lisfrancgelenks Der Fuß wird in die Abschnitte ZEHEN, MITTELFUSS und FUSSWURZEL eingeteilt. An der Fußwurzel sind meist die vorderen Gelenke - die Tarsometatarsalgelenke schmerzhaft von Überlastung betroffen. Die Fußwurzelgelenke sind sehr straff eingestellte Gelenke. Diese behalten immer ihre Form und geben bei Belastung nur leicht federnd etwas nach. Verletzungen dieser auch Tarsometatarsal- oder Lisfranc genannten Gelenke werden sehr häufig übersehen. Sie haben ein hohes Potential, bei nicht angemessener Behandlung, chronische, starke Fußschmerzen zu verursachen. © Viewmedica

    Am Fußrücken machen sich Probleme der Fußwurzelgelenke (Tarsometatarsal-Gelenke) bemerkbar. Diese Gelenke sind auch durch Sehnen und Bänder verbunden. Bei ungewohnten Laufanstrengungen kann dieser Bereich am Fußrücken deutlich anschwellen und schmerzhaft werden. Das kann nach Laufüberlastung oder beim Wandern von einer Sehnenscheidenentzündung, einer Schleimbeutelentzündung (Bursitis) oder Ganglienbildung (Aussackungen der Sehnenscheiden) der Fußsehnen herrühren.

    Da die straffen Fußwurzelgelenke auch leicht beweglich sind, kann auch eine Störung des Fußlängsgewölbes (Knick-Senkfuß) zu einer akuten, schmerzhaften Überlastung der Fußwurzelgelenke führen (auch Lisfranc-Gelenke oder articulatio tarsometatarsalis). Diese kurzfristigen Überlastungen der Sehnen und Weichteile am Fußrücken können durch Hochlegen, Schonung, Kühlung und entzündungshemmende Medikamente gut behandelt werden.

    Stützende Einlagen oder Verbesserung des Fußgewölbes durch Fußgymnastik und Kräftigung der vorderen Wadenmuskulatur können die Belastbarkeit des Fußgewölbes erhöhen.

    Auch Nerveneinklemmungen wie das vordere Tarsaltunnelsyndrom können belastungsabhängige Schmerzen am Fußrücken verursachen.

    Davon zu unterscheiden sind schwerwiegende Störungen der Fußwurzelgelenke durch Arthrose (Gelenkverschleiss): Die Fußwurzelgelenks-Arthrose führt ebenfalls zu Schmerzen am Fußrücken. In fortgeschrittenen Fällen von Fußwurzelarthrose kann häufig nur noch eine operative Versteifung (Arthrodese) der Fußgelenke die Belastbarkeit wiederherstellen.


  • Übergewicht: Auch einfaches Übergewicht kann zu einer statischen Überlastung des Fußes beim langen Stehen oder Gehen führen.

Überlastungsschmerzen durch Fußfehlstellungen

Podometrie, Pedobarografie Mit einer Fußdruckmessung kann der Bewegungsablauf des Fußes genau untersucht werden: Rote Flächen erfahren hohen Druck, blaue Flächen erfahren niedrigen Druck.

In Verbindung mit einer Fehlstellung des Fußes (Spreizfuß oder Knick-Senkfuß) kann so eine Überlastung oder Sehnenreizung wesentlich früher auftreten: Das Abrollverhalten des Fußes ist gestört.

Durch einen Hallux valgus (schmerzhafter Ballenzeh) kann es zu einem Übertrag der Gewichtsbelastung aus dem Großzehenbereich zu den sonst weniger belasteten Kleinzehen kommen. Die dadurch ausgelösten Mittelfußschmerzen bezeichnet der Spezialist als Transfermetatarsalgie.

Um diese Mechanismen zu verstehen, reicht eine Röntgen- oder MRT- Untersuchung häufig nicht aus. Der Orthopäde will den Bewegungsablauf verstehen, bevor er die Fußschmerzen richtig beurteilen kann: Man bezeichnet das als funktionelle Fußdiagnostik. Der Fußspezialist kann atypische Bewegungsabläufe der Füße mit einer Fußdruckmessung (Podometrie, Pedobarografie) genau untersuchen.

  • Arthrose der Fußgelenke und der Zehengrundgelenke:
    Der Fuß besteht aus vielen, mit beweglichen Gelenken verbundenen einzelnen Knochen. Diese Gelenke können - vor allem bei Fußfehlstellungen oder nach Knochennekrose - auch Arthrose entwickeln. Die typischen Zeichen für Arthrose sind anfangs Anlaufschmerzen.
    Wichtige Arthrose-Erkrankungen um Fußbereich: Hallux rigidus als Arthrose im Großzehengrundgelenk.
    Instabilität der Fußwurzelgelenke: Die Fußwurzelgelenke können auch Arthrose ausbilden. Ein seltenes Symptom dieser Arthrose der Fußwurzel ist ein "Dorsaler Fußhöcker" bzw. "Silfverskjöld-Exostose".
  • Druckstellen, Hühneraugen und Schwielen:
    Diese Symptome treten als Folge von Überlastung auf. Das muss nicht unbedingt eine Überlastung beim Wandern oder Joggen sein. Auch ungeeignete Schuhe können das auslösen: Folge von falschem Schuhwerk (zu eng oder zu klein, hohe Absätze, nicht dämpfende Sohlen).
    Ebenso führen Fehlstellungen des Fußgewölbes zu häufig schmerzhaften Überlastung von Knochen, Sehnen und Bindegewebe im Fuß. Ein typisches Symptom sind Schwielen an der Fußsohle (Hühneraugen) die etwa beim Spreizfuß auftreten.

  • Ballenschmerz an der Großzehe bei Hallux valgus:
    Der Hallux valgus ist eine weit verbreitete Fehlstellung der Großzehe. © Gelenk-Klinik.deDer Hallux valgus ist eine weit verbreitete Fehlstellung der Großzehe. © Gelenk-Klinik.de Der Hallux valgus ist eine Folge des Spreizfußes. Die abgespreizte Großzehe kann auch zu schmerzhafter Arthrose im Großzehengrundgelenk führen (Hallux rigidus). Häufig entzünden sich die Schleimbeutel im Bereich des Fußballens und schwellen schmerzhaft an (Bursitis). Dadurch wird die bei Hallux valgus vorhandene Exostose noch verstärkt und wird - vor allem bei Konflikt mit den Schuhen - äußerst schmerzhaft. Ebenfalls von den Vorfußerkrankungen abgeleitet sind Hammer- und Krallenzehen: Das sind Fehlstellungen der Kleinzehen, die durch die Schiefstellung der Großzehe und durch die Überlastung der Kleinzehen hervorgerufen werden könne. Als besondere Zehenfehlstellung der Kleinzehe gilt der Schneiderballen: Der Kleinzeh ist hier im Zehengrundgelenk abgeknickt und verursacht, wie der Hallux valgus, eine Exostose am Grundgelenk, die sich schmerzhaft entzünden kann (Bursitis). Der Schneiderballen ist analog zum Hallux valgus.

  • Knick-Senkfuß-Fehlstellung
    die Knick-Senkfuß Fehlstellung führt zu einem Absinken des Fußlängsgewölbes. Die Zehen stehen dabei nach außen ab. Bei Erwachsenen ist die Ursache des Knick-Senkfußes meist eine geschwächte Tibialis posterior Sehne: Sie leistet einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung des Fußlängsgewölbes. Der erworbene Knick-Senkfuß tritt meist im Alter von 40-50 Jahren erstmals auf, und kann unter Belastung sehr schmerzhaft werden.
    Weiterlesen zum Knick-Senkfuß.

Knochennekrose (Osteonekrose) am Fuß

  • Knochennekrose bzw. Osteonekrose im Fußbereich:
    Die Knochennekrose der Zehengelenke: (Morbus Köhler) ( ist eine Nekrose der Fußwurzelknochen im Bereich der Zehengrundgelenke. Diese verlieren durch die Nekrose Ihre Form und werden schmerzhaft. Im Laufe des Lebens können Patienten mit Osteonekrose auch Arthrose entwickeln.

  • Knochennekrose am Sprungbein (Talusnekrose):
    Die Talusnekrose ist ein Knochensterben (Osteonekrose) am Sprungbein. Es verursacht einen dumpfen, tiefliegenden, chronischen Schmerz tief im Sprunggelenk. Häufig ist ein Unfall (Trauma) der Auslöser für die Talusnekrose.

Reißende, Stechende, Brennende Fußschmerzen oder Taubheit durch Nervenkompression

Fußnerven sind eine Quelle von Fußschmerzen durch Nervenkompression Ansicht des Fußes von der Fußsohle aus: Die zahlreichen Nerven tragen zur Sensibilität und Geschicklichkeit des Fußes bei. Werden diese Nerven eingeklemmt, entstehen neurogene Fußschmerzen wie Morton Neurom, Tarsaltunnelsyndrom oder Kompression des Baxter-Nervs an der Ferse. © Viewmedica Untersuchung des Morton Neuroms Klinische Untersuchung eines schmerzhaften Morton Neuroms durch Tastuntersuchung. © Gelenk-Klinik.de

Am Fuß verlaufen zahlreiche wichtige Nerven, die dieses wichtige Bewegungsorgan mit Gefühls- und Steuerungssignalen für Muskeln und Gleichgewicht versorgen. Nerveneinklemmungen oder Nervenverletzungen verursachen am Fuß ein weites Spektrum an Missempfindungen. Die Schmerzen können von dumpfen Schmerzen und Taubheit ("eingeschlafene Füße" oder Zehen) bis zu brennenden oder scharfen Schmerzen reichen, die jeden Schritt zur Qual machen.

Die wichtigsten Nerveneinklemmungen am Fuß:

  • Morton Neurom oder Morton Neuralgie:
    Einklemmung des Nervus Medianus an der Fußsohle durch Bildung einer bindegewebigen Geschwulst. Der Name Neurom ist etwas irreführend: Es handelt sich nicht um eine Gewebswucherung der Nervenzelle, wie der Name nahelegt. Vielmehr ist das Morton Neurom ein Nervenkompressionssyndrom, das die Hülle des Nerven zum Anschwellen bringt und dadurch schmerzhaften Druck auf den Nerven ausübt. Häufig fühlt es sich an wie eine Murmel im Schuh.
    Weiterlesen zu Morton Neurom

  • Tarsaltunnelsyndrom:
    Anatomie des Tarsaltunnelsyndroms Anatomie des Tarsaltunnelsyndroms: Die Fußsohle wird von verschieden Nerven versorgt. Dies ist die einzige Kontaktstelle zum Boden beim aufrechten Gang und Stand. Die Gefühlswahrnehmung ist sehr wichtig für die Steuerung des Gleichgewichts © Dr. Thomas Schneider Einklemmung von Nerven am "Tarsaltunnel" im Bereich des Sprunggelenks. Der Tarsaltunnel ist eine enge Durchtrittsstelle für den im Fuß weit verzweigten Schienbeinnerven (Tibialisnerv). Wenn die Durchtrittsstelle im Bereich des Sprunggelenks stark eingeengt wird, entstehen die für Nervenkompressionen typischen brennenden Fußschmerzen im Innervierungsgebiet des Tibialisnerven (Schienbeinnerv). Das Tarsaltunnelsyndrom kann Schmerzen im Bereich des Fußrückens oder brennende Schmerzen im Fuß - vor allem der ersten beiden Zehen - verusachen. Häufig wird das Tarsaltunnelsyndrom versträrkt durch das Tragen hoher, eng geschnürter Schuhe (Wanderschuhe, Skistiefel oder Skischuhe)
    Weiterlesen zu Tarsaltunnelsyndrom

  • Baxter Nerv: Einklemmung des Baxter Nervs, meist durch Muskelwachstum und resultierende Nervenkompression, verursacht neurogene Nervenschmerzen und wird oft mit dem Fersensporn verwechselt.
    Weiterlesen zu Fersenschmerzen

  • Bandscheibenvorfall mit eingeklemmtem Nerv: Nerveneinklemmungen müssen nicht im Bereich des Fußes erfolgen, um brennende schmerzen, Taubheit und Ameisenlaufen im Fuß auszulösen. Alle peripheren Nerven entspringen an den Nervenwurzeln der Wirbelsäule aus dem Rückenmark. Findetim Rückenmark, etwa durch eine Rückenmarksstenose oder einen Bandscheibenvorfall eine Nerveneinklemmung (Nervenkompression) statt, können die Folgen entlang des gesamten Versorgungsgebietes des Nerven bis in den Fuß hinabreichen und dort Missempfindungen, Schmerz und Taubheit hervorrufen.
    Weiterlesen zum Bandscheibenvorfall

Stoffwechselerkrankungen als Ursache von Fußschmerzen

Durchblutungsstörungen sind Häufig Ursachen von Fußschmerzen In dieser Abbildung sind die Arterien rot, die Venen des Fußes grau dargestellt. Durchblutungsstörungen sind häufig Ursachen von Fußschmerzen. Dazu gehören vor allem die periphere arterielle Verschlusskrankheit oder auch der diabetische Fuß. © Viewmedica
  • Gicht: Störung des Harnsäurestoffwechsels
  • Diabetes mellitus: Diabetes kann Wundheilungsstörungen begünstigen
  • Schaufensterkrankheit (paVK): Periphere arterielle Verschlusskrankheit ist eine Verstopfung der Arterien.
  • Nervenschäden (Polyneuropathie): können sehr schmerzhaft sein. Sie können ebenfalls durch Stoffwechseldefizite ausgelöst werden.
  • Alkoholmissbrauch: Durch die toxische Wirkung von Alkohol auf Nerven und Gewebe können Schmerzsyndrome ausgelöst werden.

Dermatologische Ursachen für Fußschmerzen

Nicht nur die Bewegungsorgane und der Stoffwechsel, auch die Haut und Zehennägel können Ursache für Fußschmerzen sein.

  • Eingewachsener Zehennagel
  • Fußinfektionen, Fußpilz

Infektionserkrankungen als Ursache

  • Hautkrankheiten und Wundheilungsstörungen am Fuß, z.B. auch beim diabetischen Fuß
  • Rheumatiode Arthritis: Rheuma ist im engeren Sinn eine entzündlich wirkende Autoimmunerkrankung die die Fußgelenke angreifen kann

Fachärztliche Untersuchung von Fußschmerzen

Im Arztgespräch wird sich Ihr Arzt erkundigen, seit wann die Fußschmerzen bestehen. Ab 3 Monaten wird von chronischen Fußschmerzen ausgegangen.

Wenn ein Unfall, eine Überlastung oder eine Sportverletzung vorliegt, wird über das auslösende Ereignis gesprochen.

Der Arzt kann sich auch Ihre Schuhe ansehen. Einseitiger Abrieb an der Schuhsohle lässt Rückschlüsse auf Ihr Abrollverhalten und Ihre Fußstellung beim Gehen zu.

Das Abrollverhalten oder die Gewichtsverteilung beim Stehen kann zudem noch mit einer computerunterstützen Fußdruckmessung genau bestimmt werden (Pedobarographie oder Podometrie).

Mit Vibrationsgeräten (Stimmgabel) und anderen Methoden wird der Tastsinn und die Nervenfunktion im Fuß untersucht. Beobachtung verschiedener Übungen bei der Klinischen Untersuchung wie Fersengang oder Zehenspitzengang erlaubt Rückschlüsse auf die Funktion verschiedener Sehnen und Bänder in Fuß und Unterschenkel. Verschiedene Laboruntersuchungen können abklären, ob die Fußschmerzen die Ursache in Stoffwechselproblemen oder Infektionen haben.

Behandlung mit Physiotherapie und Eigenübungen

Je nach Art und Schwere des Defekts kann sogar mit konservativen Behandlungsmethoden wie Fußgymnastik, Großzehenadduktion, medikamentöser Behandlung, speziellen Schienen und Schuhzurichtung noch ein gutes Resultat erzielt werden. Leider melden sich viele Patienten erst dann bei, wenn sie schon erhebliche Fehlstellungen an den Füßen haben.

Wichtige OP-Verfahren zur Behandlung von Fußschmerzen

Wenn die Schmerzsymptomatik nicht abklingt, hilft nur die Operation mit dem Ziel des Ausgleichs der Zugwirkungen im Fuß und der Aufhebung der Pronation, sowie der Wiederherstellung der Kongruenz, was wiederum zu einer Balance der Muskeln, insbesondere der Adduktoren führt.

Die so genannte Chevron-Osteotomie ist beispielsweise ein gängiges Verfahren zur Hallux-Valgus-Korrektur. Daneben gibt es noch weitere Verfahren, die je nach Art der Fehlstellung geeignet sind, auch große Winkelabweichungen zu beheben.

Die Fußschule ist Bestandteil der Rehabilitation nach der Fuß-OP

Bei der Nachbehandlung kommt es dann darauf an, dass die muskuläre Balance wieder hergestellt und der Fuß ausreichend stabilisiert und gekräftigt wird.

Das wird durch mobilisierende Übungen und Massagen sowie mit speziellen Hilfsmitteln erreicht.

Was hilft gegen die Fußschmerzen?

Selbst kann man versuchen, eine Überbelastung durch langes Stehen oder Gehen und Fehlbelastung der Füße zu vermeiden. Dies sollte durch bequemes, gut passendes Schuhwerk mit Einlagen und dämpfendem Absatz unterstützt werden. Ebenso sollte Fußgymnastik zur Stärkung der Muskulatur durchgeführt werden, die Waden und Fußsohlen gedehnt und die Füße sorgfältig gepflegt werden. Desweiteren haben Fußbäder, Fußmassagen und Gewichtreduktion einen positiven Einfluss auf Fußschmerzen.

Akut auftretende Fußschmerzen durch Fehl- oder Überbelastung verschwinden in der Regel von selbst wieder. Manchmal muss der Fuß durch Bandagen, Salben- oder Gipsverbände ruhig gestellt werden, damit er sich wieder erholen kann. Starke Schmerzen können mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln gelindert werden, die Ursache wird dadurch aber nicht behoben. Bei Schmerzen in den Fußgelenken helfen örtliche Betäubungsmittel oder Kortisonpräparate, die in das Gelenk gespritzt werden. Bei manchen Ursachen verhilft nur eine Operation zur Schmerzlinderung. Über die geeignete Therapieform berät der Orthopäde ausführlich.

 

Literaturangaben

  • Evans, A. M. & Rome, K. (2011). A review of the evidence for non-surgical interventions for flexible pediatric flat feet.. European journal of physical and rehabilitation medicine.
  • Hawke, F., Burns, J., Radford, J. A. & du Toit, V. (2008). Custom-made foot orthoses for the treatment of foot pain.. Cochrane database of systematic reviews (Online), CD006801.
  • Niethard, F. U., Pfeil, J. & Biberthaler, P. (2009). Orthopädie und Unfallchirurgie. Stuttgart : Thieme.
  • Orthofer, P. (2004). Orthopädietechnik. Huber Hans.
  • Valderrabano, V., Engelhardt, M. & Küster, H. -. (2008). Fuß & Sprunggelenk und Sport: Empfehlungen von Sportarten aus orthopädischer und sportmedizinischer Sicht. Deutscher Arzte-Verlag.
  • Wülker, N. (2005). Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie. Stuttgart : Thieme.
Bewertung: 
Eigene Bewertung: Keine. Durchschnittlich 4.3 (93 votes)

Wir suchen einen Wirbelsäulenspezialisten

Wir suchen einen engagierten FA für Orthopädie und/oder Unfallchirurgie oder Neurochirurgie zur Unterstützung unserer Wirbelsäulenabteilung.

Vortrag 27.09.16, 19:30

Dr. med. Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie Dr. med. Thomas Schneider, Orthopäde
"Fortschritte in der Therapie von Spreizfuß, Hallux valgus und Fehlstellungen der Zehen"

 

Dr. med. Martin Rinio, Facharzt für Orthopädie Dr. med. Martin Rinio, Orthopäde
"Arthrose und Schmerzen im Sprunggelenk: So erhalten Sie ihr Gangbild"

Abteilung Fuß-Chirurgie

Dr Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

Dr. med. Thomas Schneider
Facharzt für Orthopädie an der Gelenk-Klinik

 
Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Freiburg Dr. med. Martin Rinio, Facharzt für Orthopädie
Chirurgie und Unfallchirurgie an der Gelenk-Klinik

Physiotherapie & Reha

Geprüfte Qualität

Beratung in der Gelenk-Klink

EndoProthethikZentrum (EPZ) Gelenk-Klinik

  • Geprüfte Qualität und Erfahrung mit über 200 Prothesen/Jahr
  • Geprüfte Aus- und Weiterbildung unserer Spezialisten
  • Qualität in Diagnose, Operation und Nachsorge
  • Geprüfte Beratung und Aufklärung unserer Patienten

Weiterlesen: EndoProthetikZentrum (EPZ)