Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
Tel: (0761) 55 77 58 0
Mail: patienten@gelenk-klinik.de

Ligamys-Implantat

Das Ligamys-Implantat ist eine innovative Operationstechnik zur Wiederherstellung eines gerissenen Kreuzbandes. Der Operateur bringt dafür einen Monoblock mit einliegender Feder ins Schienbein (Tibia) ein. Von da aus führt er einen Faden durch das Kniegelenk bis zum Oberschenkelknochen (Femur). Dieser Polyethylenfaden verhindert, dass die beiden Knochen sich gegeneinander verschieben und sorgt dafür, dass die Stümpfe des gerissenen Kreuzbandes wieder zusammenwachsen können. Die Kreuzbandnaht kommt dabei ohne ein körpereigenes Sehnentransplantat aus und bietet so eine schonende Möglichkeit zur Therapie eines frischen Kreuzbandrisses. Die Ruptur sollte für ein optimales Ergebnis nicht länger als 21 Tage zurückliegen.

Kreuzbandriss: Symptome, Diagnose, Behandlung

Klinische Untersuchung bei Kreuzbandriss Der Arzt kann die Funktion des Kreuzbandes klinisch durch eine Reihe von Tests gut überprüfen. © Gelenk-Klinik

Das Kreuzband stabilisiert im Knie Femur (Oberschenkel) und Tibia (Unterschenkel). Nach einem Kreuzbandriss ist bei jedem Schritt die Beweglichkeit der Gelenkpartner stark vergrößert. Das führt langfristig zur Abnutzung der Weichteile im Kniegelenk. Die Belastung auf Knorpel und Meniskus steigt und eine Arthrose kann resultieren.

Die Funktion der Kreuzbänder wird verständlich, wenn man sich die Biomechanik beim Treppenlaufen anschaut. Das vordere Kreuzband hält beide Partner des Kniegelenks exakt in ihrer Position und fixiert den Oberschenkelknochen über dem Schienbein. Der Oberschenkel würde mit einem Kreuzbandriss beim Abwärtsgehen durch die Gewichtsbelastung über den Unterschenkel nach vorne gleiten. Bei jüngeren und aktiven Patienten empfehlen wir nach einem Kreuzbandriss immer eine Stabilisierung durch eine Kreuzbandplastik.

Kreuzbandoperation: Kreuzbandplastik, Kreuzbandnaht und Refixation

Ruptur der Kreuzbänder im Kniegelenk. Deutlich sichtbar ist das verletzte vordere Kreuzband. Bei einem Kreuzbandriss können auch die Seitenbänder des Kniegelenks verletzt werden. © Istockphoto.com/MedicalArtInc

Das vordere und das hintere Kreuzband stabilisieren das Kniegelenk. Ein Kreuzbandriss führt zu einem instabilen Kniegelenk. Aus einem unbehandelten Kreuzbandriss kann dauerhaft ein instabiles Knie und später eine Kniearthrose resultieren. Die Kreuzbänder sind unverzichtbare Stabilisatoren der Beinachse de Menschen. Ein vorderer Kreuzbandriss heilt nicht spontan. Kreuzbandinstabilität führt durch wiederholte Mikroverletzungen am Knorpel und Meniskus in der Regel zur Entwicklung von Folgeschäden im Kniegelenk.

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