Orthopädische Gelenk-Klinik

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LWS-Schmerzen - Schmerzen der Lendenwirbelsäule

LWS-Schmerzen

Im untersten Abschnitt der Wirbelsäule, treten mit Abstand die meisten Rückenschmerzen auf. Die Lendenwirbelsäule trägt das gesamte Gewicht des Rumpfes. Die Wirbelkörper, die diese Last aufnehmen, sind aber im Vergleich zu den anderen Wirbelsäulenabschnitten klein. Die Wirbelgelenke der Lendenwirbelsäule werden im aufrechten Gang enorm belastet.

Die Bandscheiben, die als Puffer und Federung dienen, verlieren jeden Tag einen Teil der Flüssigkeit, die sie enthalten und schrumpfen. Über Nacht, im Liegen, wird diese Flüssigkeit zwar wieder aufgefüllt. Doch mit fortschreitendem Alter lässt das Ausmaß dieses 'Wiederauffüllens' nach, die Bandscheiben schrumpfen dauerhaft.

Das führt dazu, dass die Muskelspannung nachlässt. Die Lendenwirbelsäule wölbt sich nach vorn, der Hohlrücken wird ausgeprägter und vermehrt zusätzlich die Druckbelastung. Hier entstehen tiefsitzende Rückenschmerzen, die gürtelförmig ausstrahlen können. Im Bereich der Lendenwirbelsäule finden zudem die Bewegungen statt, die vom Rumpf in die Beine übergehen. Daran sind Muskelzüge wie der Hüftbeuger oder die sogenannten Adduktoren (Anziehmuskeln) beteiligt. Deshalb müssen bei der Untersuchung auch das Becken und die Beine genau betrachtet werden.

Welche Ursachen gibt es für LWS-Schmerzen?

Die vielfältigen Belastungen können mit der Zeit auch an den Bandscheiben zu dauerhaften Schäden führen. Hier ist im Lendenwirbelsäulenbereich insbesondere der Bandscheibenvorfall zu nennen. Dabei drückt ein Teil der Bandscheibe auf einen der großen Nervenstränge der Wirbelsäule, was neben Rückenschmerzen auch oft typische ausstrahlende Beinschmerzen verursacht.

Ein lange Zeit nicht erkannte Ursache für Rückenschmerzen ist der sogenannte diskogene Schmerz. Er entsteht, wenn Gefäße und Schmerzfasern in das Bandscheibengewebe, insbesondere in den Faserring der Bandscheibe einwachsen. hineinwachsen. Druckabhängige Rückenschmerzen sind die Folge. In einem fortgeschrittenen Stadium kann es zur Entwicklung einer Osteochondrose kommen. Die Osteochondrose beschreibt dabei den Verschleiß der Bandscheibe mit Reaktion der angrenzenden Wirbelkörper.

Oft tritt dann auch eine zunehmende Instabilität der Wirbelsäule auf, die bewegungsabhängige Schmerzen verursachen kann. Die Reaktion der Wirbelsäule durch Knochenanbauten kann dann wieder voranschreitende Beinschmerzen durch Einengung des Wirbelkanals und der Nervenstrukturen führen. Dieses als Spinalkanalstenose bezeichnete Krankheitsbild stellt dann oft das Endstadium eine langen Rückenleidensgeschichte dar.

Weitere Ursachen der LWS-Schmerzen können sein:

  • Missbildungen mit Fehlstellung der Wirbelsäule (Skoliose, Block- oder Keilwirbel)
  • Muskuläre Dysbalance
  • Entzündungen (Rheumatische Erkrankungen, Infektionen)
  • Osteoporose
  • Knochenbrüche
  • Tumore und Metastasen in der Wirbelsäule

Wie werden LWS-Schmerzen therapiert?

Zunächst können allgemeine Therapieansätze wie medikamentöse Schmerztherapie, Wärme- oder Kältebehandlungen, Krankengymnastik und Massagen, manuelle Therapie, Verbesserung des rückengerechten Alltagsverhaltens, Stromanwendungen sowie traditionelle Schmerztherapien den Schmerz lindern oder sogar heilen. Führen diese Anwendungen nicht zum gewünschten Erfolg, können spezielle Schmerztherapien z.B. in einer Schmerzklinik oder eine Operationen dem Patienten weiterhelfen.

Therapieverfahren

Literaturangaben

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