Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Radiusköpfchen-Prothese nach Fraktur des Ellenbogens

Eine der häufigsten Verletzungen im Bereich des Ellenbogens ist die Fraktur (Bruch) des Radiusköpfchen. Oftmals geht diese Verletzung glimpflich aus. Das heißt, dass nur ein Teil des Radiusköpfchens, welches mit dem Oberarmknochen eine gelenkige Verbindung bildet, bricht. Ein Großteil der Gelenkfläche des Radiusköpfchens bleibt erhalten, die Funktion im Gelenk bleibt damit erhalten, und auch die Ellenbogenschmerzen klingen mit der voranschreitenden Frakturheilung ab.

Rekonstruktion des Radiusköpchen durch Schrauben und Plättchen

Daneben gibt es die Möglichkeiten, durch Kleinstfragment-Schrauben und Plättchen einen gebrochenen Radiuskopf auch anatomisch wieder zu rekonstruieren. Das heißt, dass die ursprüngliche Form und damit die Funktion des Radiusköpfchens im Ellenbogengelenk wieder hergestellt wird.

Irreparable Radiusfraktur: Resektion des Radiusköpchens

Bei manchen Frakturformen ist allerdings dies nicht mehr möglich. Das heißt, der Radiuskopf ist in so viele kleine Fragmente zerbrochen, dass eine Rekonstruktion nicht mehr möglich ist, und dann in der Regel eine Resektion, das heißt, eine Entfernung des Radiusköpfchens vorgenommen wird. Dieses hat allerdings für den Ellenbogen zumindest mittel- bis langfristig erhebliche Auswirkungen.

Einschränkungen durch eine Radiusköpchen-Fraktur

Anfangs ist die Beschwerdesituation am Ellenbogengelenk sicherlich erheblich gelindert. Der schmerzhafte Bruch ist entfernt. Zwischen dem Rest des Radius, das heißt, in der Regel zwischen dem Radiushals und dem Oberarmknochen, bildet sich eine knorpelig narbige Verbindung, die eine gelenkartige Verbindung vortäuscht. Diese Verbindung wird aber den Ansprüchen des Ellenbogengelenkes hinsichtlich Bewegung und vor allen Dingen der Belastungsfähigkeit nicht gerecht. Insbesondere bei jüngeren Patienten mit hohem Aktivitätsniveau seitens des Berufs oder seitens des Sportes stellen sich recht bald Probleme ein. So ist es oftmals schon nicht möglich, viele Bewegungen im Alltag, die ein Greifen, Ziehen, Hochheben und vor allen Drehbewegungen im Ellenbogengelenk vor allem schmerzfrei durchzuführen.

Vor allem die Stabilität ist beeinträchtigt. Das heißt, Liegestützen, Abstützungen über den Ellenbogen sind nicht mehr möglich, da der knöcherne Gegenhalt im Gelenk durch die Entfernung des Radiusköpfchens fehlt. Damit sind viele Berufe, auch mit geringer oder mittelgradiger körperlicher Belastung der oberen Extremität sehr eingeschränkt. Des Weiteren auch jegliche sportliche Belastung, die etwas derartiges erfordern, u.a. auch z.B. Krafttraining.

Radiusköpchen-Prothese

Eine therapeutische Alternative bietet hier die Implantation eines künstlichen Radiusköpfchens, einer sogenannten Radiusköpfchen-Prothese. Dieses Verfahren ist nicht neu und bereits seit Jahrzehnten in der klinischen Anwendung. Jedoch haben sich die implantierten Prothesenmodelle stets weiterentwickelt. Eine große Problematik der bislang verwendeten Prothesenmodelle war sicherlich das Voranschreiten des Knorpelschadens am gegenüberliegenden (Oberarmknochen), dem sogenannten Capitulum humeri. Des Weiteren treten Lockerungen des implantierten Prothesenstieles in dem Radiusknochen (Speiche) auf.

Probleme und Einschränkungen der Radiusknochen-Prothese

In beiden Fällen war das Problem, dass die therapeutischen Möglichkeiten zur Behandlung sehr eingeschränkt waren. Im Wesentlichen verblieb dann nur wiederum der Ausbau der Radiusköpfchen-Prothese mit den, wie weiter vorne im Text genannten, Nachteilen.

Möglichkeiten der neuen Radius-Prothesengeneration

Die heutzutage verwendeten Prothesenmodelle der neuesten Generation sind von ihrer Bioverträglichkeit erheblich verbessert. Die Belastung des knorpeligen Gelenkpartners am Oberarmknochen ist erheblich vermindert durch eine modulares und bewegliches Gelenkdesign, was über den Bewegungsumfang des Ellenbogens, als auch im Rahmen der Rotation die Gelenkknorpelbelastung deutlich vermindert. Auch ist die Einheilung des verwendeten Prothesenmateriales aufgrund neuer Metalllegierungen erheblich verbessert worden.

Nicht zuletzt bleibt auch die Möglichkeit des individuell angefertigten kongruenten Ersatzes des Gelenkpartners am Oberarmknochen durch eine spezielle Prothese, so dass auch hier die Möglichkeit einer vollprothetischen Versorgung beider Gelenkpartner nunmehr möglich ist.

Verbesserung der Lebensqualität nach Einbau einer Radiusköpchen-Prothese

Nach dem Eingriff einer Ellenbogengelenk-Prothese ist in der Regel die berufliche Belastbarkeit wieder in vollem Umfang gegeben, wenngleich auch selbstverständlich schwerste Belastungen zu einer vorzeitigen Abnutzung der Prothese, insbesondere des knorpeligen Gegenlagers am Oberarmknochen führen können. Daher ist es auch hier sicherlich notwendig, über geeignete Umstellungsmaßnahmen bereits im Vorfeld mit dem Patienten zu sprechen.

Auch im Rahmen der sportlichen Belastung müssen selbstverständlich die Möglichkeiten und Grenzen einer derartigen Operation mit dem Patienten besprochen werden, um hier nicht falsche Erwartungen zu wecken oder ggf. das Implantat so über die Maßen zu beanspruchen, dass mit einem vorzeitigen Verschleiß zu rechnen ist.

Insgesamt lässt sich auch sagen, dass aufgrund der neuen verwendeten Materialien und Design-Möglichkeiten der Radiusköpfchen-Prothese die therapeutischen Optionen zur Wiederherstellung eines voll funktionsfähigen Ellenbogens erheblich verbessert worden sind.

Diagnostik und Beratung vor der Prothesenoperation

Zur Diagnostik im Vorfeld der Ellenbogen-Prothese gehört selbstverständlich neben der klinischen Untersuchung auch eine ausgedehnte radiologische Untersuchung zur Operationsplanung. Diese umfasst neben konventionellen Röntgenbildern in meheren Ebenen auch eine hochauflösende Computertomographie sowie eine Kernspintomographie zur Darstellung des Weichteilgewebes.

Bei begleitenden Nervenschädigungen ist eine zusätzliche neurologische Untersuchung indiziert.

Nachsorge und stationärer Aufenthalt

Nach dem Eingriff ist ein kurzer stationärer Aufenthalt zu empfehlen. Bereits am 1. postoperativen Tag ist unter pysiotherapeutischer Anleitung und in Eigenregie das Ellenbogengelenk zu bewegen, um den erreichten Bewegungsumfang zu erhalten und eine Einsteifung des Ellenbogengelenkes zu vermeiden. Nach Abschluss der Wundheilung ist dann in der Regel der Beginn der aktiven Bewegungsübungen angezeigt. Dies ist in der Regel nach 14 Tagen erreicht.

Nach etwa 6 Wochen und einem komplikationslosem Verlauf kann dann mit einem intensiven Beübungsprogramm begonnen werden. Hier ist dann auch in steigendem Umfang auch die Möglichkeit eines dosierten Krafttrainings möglich.

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PD. Dr. med. Bastian Marquaß, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

PD. Dr. med. Bastian Marquaß, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

 

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