Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

Alte Bundesstr. 58, 79194 Gundelfingen

Tel: (0761) 55 77 58 343

patienten@gelenk-klinik.de

Schmerzkatheter Behandlungen nach Racz

Seit 1998 wenden wir sehr erfolgreich eine Methode an, die ursprünglich aus den USA kommt. Ohne offene Operation kann man damit die häufigsten Rückenleiden wirksam und dauerhaft bekämpfen. Diese Lösung wurde von dem bekannten Wissenschaftler und Schmerzspezialist Prof. Gabor Racz entwickelt. Bei akuten und chronischen Wirbelsäulenproblemen ermöglicht ein speziell dafür konstruierter elastischer Katheter, den Schmerz direkt an der Nervenwurzel zu bekämpfen.

Dadurch gelangen die Wirkstoffe ohne Umwege gezielt an die betroffene Nervenwurzel.

Ablauf einer Schmerzkatheter Behandlungen nach Racz

Wirkungsweise des Racz Schmerzkatheters

Die Abschwellung und Entwässerung des entzündeten Gewebes erfolgt nach dem osmotischen Prinzip was zur Entwässerung und Abschwellung führt. Dabei wird konzentrierte Kochsalzlösung in Kombination mit schmerz- und entzündungshemmenden Mitteln zielgenau an die betroffene Nervenwurzel injiziert. Zusätzliche Einspritzungen von Enzymlösungen lösen rückenmarksnahe Vernarbungen und Verklebungen auf.

Durchführung des Eingriffs

In örtlicher Betäubung wird eine hochelastische Spezialkanüle durch einen kleinen Schnitt von ca. 2mm in den Epiduralraum der Wirbelsäule eingeführt. Für Lenden- und Brustwirbelsäulenbeschwerden erfolgt der Zugang im Steißbeinbereich(Hiatus sacralis), bei Beschwerden an der Halswirbelsäule gelangt man über den Brustwirbelbereich zum betroffenen Gebiet. Der ganze Eingriff findet unter ständiger Kontrolle mit dem Röntgenbildwandler statt und kann deshalb zielgenau gesteuert werden. Der Katheter besteht aus einem besonders verträglichen Kunststoffschlauch mit einer elastischen Stahlfeder an der Spitze. Der ganze Eingriff dauert ca. 30 Minuten.

Da die Applikation der Medikamente noch insgesamt viermal wiederholt wird, bleiben die Patienten zwei bis drei Tage stationär in der Gelenk-Klinik. Die Folgeinjektionen erfolgen dann einfach durch den vorhandenen Katheter. Dabei ist in den Zeiten zwischen den Applikationen keine Bettruhe erforderlich, der Patient darf sich frei bewegen.

Juristische Situation

Obwohl wir seit mehr als 10 Jahren sehr gute Resultate mit diesem Verfahren erzielen und zahlreiche zufriedene Patienten dadurch schmerzfrei sind, lehnen manche Kostenträgern die Erstattung ab, weil es bislang noch keine offiziell anerkannte Studie gibt, welche nach den speziellen Kriterien der based evidence medicine die Wirksamkeit belegen.

Damit entspricht dieses Verfahren nicht dem derzeitigen anerkannten medizinischen Standard in Deutschland.

Unsere langjährigen durchweg positiven Erfahrungen bestärken uns jedoch darin, dieses schonende und effektive Verfahren weiterhin anzuwenden. Dies entspricht im Übrigen den Ergebnissen einer aktuellen Studie des Klinikums rechts der Isar der TU München über den Wirksamkeitsnachweis der minimal invasiven perkutanen epiduralen Neurolyse nach Racz (L. Gerdesmeyer et.al. Springer Verlag ISSN: 0932-433X).

Sicherheits- Standard

Um die höchstmögliche Sicherheit für die Patienten zu gewährleisten, halten wir uns dabei an folgende Standards:

Erfahrungsaustausch mit anderen Wirbelsäulenspezialisten

Durchführung nur im hochsterilen Reinraum-OP

keine Anwendung ohne Röntgenbildwandlerkontrolle

kontinuierliche Kontrolle der Vitalparameter mt EKG, Blutdruck und Sauerstoffsättigung

spezielle Aus- und Fortbildung der Fachärzte in Kathetertechnik

stationäre Überwachung

ständige Anwesenheit eines Facharztes für Anästhesie

In welchen Fällen kann der Racz-Katheter eingesetzt werden?

Vorteile des Verfahrens

  • risikoarme Therapie
  • minimalinvasiv
  • keine Vollnarkose
  • hohe Erfolgsquote
  • keine Narbenbildung
  • keine offene Operation
  • keine langen Klinikaufenthalte
  • schnell arbeits- und alltagsfähig
  • in den USA erprobt und etabliert
  • jederzeit wiederholbar
  • ideal auch bei voroperierten Patienten
  • gezielte Ursachenbekämpfung
raczkatheder_schmerzkatheder1. Einführen des Schmerzkatheters bis an die schmerzverursachende Bandscheibe. 2. Applikation der Medikamente. 3. Entwässerte und geschrumpfte Bandscheibe.

Literaturangaben

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