Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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79194 Gundelfingen
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"Liebenswert Magazin" 31.10.2019 mit Prof. Dr. Sven Ostermeier: "Knie knacken und knirschen: Was Sie beachten sollten"

Knie knacken und knirschen: Was Sie beachten sollten mit Prof. Dr. Sven Ostermeier in Liebenswert 31.10.2019 Knie knacken und knirschen: Was Sie beachten sollten mit Prof. Dr. Sven Ostermeier in Liebenswert 31.10.2019

Täglich belasten wir unsere Knie enorm. Irgendwann fangen sie dann an zu knacken oder gar zu knirschen. Sind knackende Knie eigentlich schlimm und ab welchem Punkt sollte ein Arzt aufgesucht werden? Fragen über Fragen, die wir für Sie nun geklärt haben.

Was hat es zu bedeuten, wenn die Knie knacken? Was soll ein Knirschen aussagen? Fragen, die wir Ihnen im Folgenden beantworten. Aber auch, wie Sie sich selbst helfen können und wann ein Arztbesuch unvermeidlich wird, haben wir für Sie herausgefunden.

Welcher Belastung müssen unsere Knie täglich standhalten?

Unser Kniegelenk setzen wir Tag für Tag einer großen Belastung aus. Allein rund 5000 Mal täglich beugen wir es und bei jeder Kniebeuge muss es das sieben- bis achtfache unseres Körpergewichts stemmen. Das ist extrem viel. Kein Wunder, dass dieses sehr komplexe Gelenk irgendwann anfängt zu meckern.

Was sagen uns die Knie mit dem Knacken?

Bei manchen Menschen ist das Knacken der Knie ab einem bestimmten Zeitpunkt gang und gäbe. "Doch Sorgen machen müssen wir uns deshalb nicht“, sagt Professor Dr. Sven Ostermeier, leitender Orthopäde und Knie-Experte der Gelenk-Klinik Gundelfingen. "Ursache ist meist eine schwache Oberschenkelmuskulatur oder eine harmlose Beinfehlstellung. Dadurch bewegt sich die Kniescheibe nicht mehr so geschmeidig und geräuschlos in ihrer Gleitrinne“, so der Orthopäde.

Was verrät das Knie mit Knirschen?

Fangen die Knie hingegen an zu knirschen, ist Vorsicht geboten. Hören sich Ihre Knie an, wie das Mahlen einer Kaffeemühle, könnte ein Knorpelschaden vorliegen. Ursachen sind meist eine zu starke Reibung oder ein falscher Druck auf die Kniescheibe.

Die intakte Knorpelschicht soll eigentlich verhindern, dass die Knochen direkt aufeinander reiben. Ist ein Knirschen zu hören, ist diese Schutzfunktion nicht unbedingt gegeben und es sollte ein Arztbesuch vereinbart werden.

Wann muss ein Arzttermin vereinbart werden?

Nach Schätzungen leiden zwischen fünf bis zehn Millionen Menschen in Deutschland an Knieschmerzen. Doch Knieschmerzen sind nicht als Problem, sondern als Warnsignal zu verstehen. Denn sie wollen uns sagen, dass in unserem Kniegelenk irgendetwas nicht in Ordnung ist. Daher sollte man nicht nur bei einem hörbaren Knirschen einen Arzt aufsuchen, sondern auch bei folgenden Symptomen:

  • Starke anhaltende Knieschmerzen
  • Schwellung, Rötung oder Überwärmung des Kniegelenks
  • Fieber in Verbindung mit Knieschmerzen
  • Instabilität des Knies
  • Formveränderung des Kniegelenks

Die PECH-Regel als akute Maßnahme

Wer jedoch beispielsweise aufgrund eines kleinen Sturzes akute Knieschmerzen hat, kann mit der Anwendung der PECH-Regel seine Schmerzen lindern. Tritt nach ein paar Tagen keine Besserung auf, sollten Sie dennoch einen Arzt aufsuchen.

PECH-Regel:

  • Pause: Schonen Sie Ihr Knie und entlasten Sie es weitestgehend.
  • Eis: Kälte wirkt nicht nur schmerzlindernd, sondern auch abschwellend.
  • Compression: Mit einem einfachen Kompressionsverband aus elastischen Binden Druck auf das Kniegelenk ausüben. So kann die Schwellung verringert werden.
  • Hochlagern: Das Bein hochlegen, so vermeiden Sie, dass sich Gewebeflüssigkeit im Kniegelenk ansammelt.
Liebenswert online 31.10.2019
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