Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Schultereckgelenk: Symptome und Behandlung bei Verletzung nach Sturz auf die Schulter

  1. Wie entsteht eine AC-Gelenk-Verletzung?
  2. Welche Sofortmaßnahmen sollten bei einer Verletzung des AC-Gelenks getroffen werden?
  3. Welche Symptome treten bei der AC-Gelenk-Verletzung auf?
  4. Diagnose der Schultergelenkverletzung
  5. Wie wird eine AC-Gelenk-Verletzung behandelt?
  6. Übungen zur Stabilisierung des Schultereckgelenks
  7. Heilungsdauer nach Verletzung des Schultereckgelenks
Anatomie der SchulterDas Schlüsselbein (Klavikula) und das Schulterblatt (Akromion) bilden gemeinsam das Schultereckgelenk. © bilderzwerg, Fotolia

Das Schultereckgelenk oder auch AC-Gelenk (Akromioklavikulargelenk) ist die gelenkige Verbindung zwischen dem Schulterdach (Akromion) und dem äußeren Ende des Schlüsselbeins (Klavikula). Es ist der höchste Punkt der Schulter.

Die Verletzung des AC-Gelenkes ist eine typische Sportverletzung. Man bezeichnet sie auch als

  • Schultereckgelenksverrenkung,
  • Schultereckgelenkssprengung oder
  • AC-Gelenk-Sprengung.

Das AC-Gelenk unterstützt das Heben des Armes über Kopfhöhe. Ist es verletzt, kann der Arm nicht mehr gehoben werden. AC-Gelenk-Verletzungen sind häufig Folge von Sportunfällen. Meist ist ein Sturz auf die Schulter Auslöser der Verletzung.

Die Art der Verletzung kann dabei sehr unterschiedlich ausfallen. Es können je nach Schwere des Traumas die Bandverbindungen zwischen Schulterdach und Schlüsselbein betroffen sein. Auch die Bänder zwischen Schlüsselbein und dem Krähenschnabelknochen (Processus coracoideus), ein Fortsatz des Schulterblattes, können reißen.

Wie entsteht eine AC-Gelenk-Verletzung?

Die AC-Gelenk-Verletzung entsteht am häufigsten durch direkten Sturz auf die Schulter. Vor allem Sportverletzungen wie ein Sturz vom Fahrrad oder ein Anprall gegen die Bande beim Eishockeyspiel sind häufige Auslöser für eine Schulterverletzung.

Welche Sofortmaßnahmen sollten bei einer Verletzung des AC-Gelenks getroffen werden?

Bei Verdacht auf eine Verletzung des Schultereckgelenks sollte die Schulter sofort ruhiggestellt werden. Dafür fixiert man den betroffenen Arm vor dem Bauch des Patienten. Ein Dreieckstuch kann helfen, die Schmerzen zu reduzieren. Zusätzlich sollte die Schulter gekühlt werden, um Schwellungen entgegenzuwirken. Betroffene sollten unmittelbar einen Arzt aufsuchen.

Welche Symptome treten bei der AC-Gelenk-Verletzung auf?

Untersuchung des Schultereckgelenks Die Verletzung des Schultereckgelenks führt vor allem zu einer Bewegungseinschränkung bei der Innenrotation des Armes. Der Schulterspezialist prüft diese Bewegungsrichtung und übt dabei einen leichten Druck auf das AC-Gelenk aus. © Gelenk-Klinik

Sind bei der AC-Gelenk-Verletzung Bandstrukturen zwischen Schlüsselbein und dem Krähenschnabel verletzt worden (coracoclaviculäre Bänder), verschiebt sich das Schlüsselbein nach oben. Der Mediziner spricht auch vom Klaviertastenphänomen. Patienten empfinden diese Verletzung als sehr schmerzhaft. Das Gelenk ist geschwollen und der Arm kann meist nur noch sehr eingeschränkt bewegt werden. Vor allem das Heben des Armes bereitet Patienten mit AC-Gelenk-Verletzung Probleme. Zudem können Betroffene aufgrund der Schmerzen nicht auf der verletzten Schulter liegen (Nachtschmerzen).

Diagnose der Schultergelenkverletzung

Die Verletzung des Schultereckgelenks wird heutzutage anhand einer Klassifikation nach Rockwood in sechs Stadien eingeteilt. Sie ergänzt die etwas ältere Einteilung nach Tossy, welche ebenfalls eine Aussage über die Schädigung der Bandstrukturen und damit über die Verletzung des AC-Gelenkes gibt. Die Klassifikation des Schweregrads nimmt der Arzt anhand eines Röntgenbildes unter Belastung vor. Dabei hängt ein Gewicht am betroffenen Arm, das die Fragmente auseinanderzieht. Je weiter die Fragmente in dieser Bildgebung voneinander entfernt sind, desto schwerer ist die Verletzung.

Auch der Zustand der Sehnen und Bänder spielt eine Rolle bei der Einteilung der Schweregrade nach Rockwood bzw. Tossy. Dieser lässt sich im MRT (Magnetresonanztomografie) bzw. Ultraschall (Sonografie) feststellen. An dieser Stelle erfolgt auch die diagnostische Abgrenzung (Differentialdiagnose) zu anderen Schulterverletzungen, die beispielsweise die Rotatorenmanschette betreffen. Bei schwer zu diagnostizierenden Verletzungen kann auch eine Betäubung (Anästhesie) des AC-Gelenks erfolgen. Halten die Schmerzen trotz Betäubung weiter an, ist eine andere Struktur ursächlich für die Beschwerden.

  • Rockwood I: Es liegt reine Verletzung der Bandverbindung zwischen Schlüsselbein und Schulterdachknochen ohne Hochstand der Klavikula vor. Im Röntgenbild ist der Gelenkspalt leicht vergrößert.
  • Rockwood II: Die coracoclaviculären Bänder, also der Bänder zwischen Schlüsselbein und Krähenschnabelknochen, sind verletzt. Der Bandapparat und die Gelenkkapsel im Gelenk zwischen Schulterdach und Schlüsselbein ist gerissen. Die Klavikula steht leicht hervor und der Gelenkspalt des Schultereckgelenks ist im Röntgenbild sichtbar vergrößert.
  • Rockwood III: Der Gelenkspalt ist im Röntgenbild deutlich vergrößert bei komplettem Riss aller drei Bänder mit Höherstand des Schlüsselbeins (Klaviertastenphänomen). Die zwischen Delta- und Trapezmuskel liegende Fascia deltotrapezoidea ist intakt.
  • Rockwood IV: Kompletter Riss aller drei Bänder und der Gelenkkapsel mit Verletzung der Fascia deltotrapezoidea. Das äußere Ende der Klavikula steht deutlich hervor und ist gegen den Schulterdachknochen verschoben. Der Gelenkspalt des Schultereckgelenks zeigt sich bei Luxation der Klavikula verschmälert und die Schulter fühlt sich instabil an.
  • Rockwood V: Alle Bänder des akromioklavikulären und korakoklavikulären Bandapparats, die Gelenkkapsel und die Fascia detotrapezoidea sind gerissen. Die Außenseite der Klavikula steht deutlich hervor und der Gelenkspalt ist im Röntgenbild verbreitert.
  • Rockwood VI: Dieses seltene Stadium beinhaltet alle Verletzungen aus Grad V mit einer zusätzlichen Luxation der Klavikula unter den Krähenschnabelfortsatz.

Oftmals lässt sich die Diagnose auch schon anhand des Unfallhergangs herleiten. Stürze auf den Ellenbogen führen häufig zu einer Ruptur der Supraspinatussehne, die Teil der Rotatorenmanschette ist und die Schulter stabilisiert. Bei Stürzen auf die Schulter kann man eher von einer Verletzung des Schultereckgelenks ausgehen.

Wie wird eine AC-Gelenk-Verletzung behandelt?

Die Art der Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Verletzung des Schultereckgelenks.

Bei Grad I und II sind in der Regel keine operativen Maßnahmen erforderlich. Meist reicht eine konservative Therapie mit Ruhigstellung und Sportpause aus.

Eine Verletzung der Fascia deltotrapezoidea, also der zwischen Delta- und Trapezmuskel liegenden Muskelhaut aus Bindegewebe, erfordert immer eine Operation (Grad IV bis VI). Bei Grad III nach Rockwood kann sowohl konservativ als auch operativ vorgegangen werden. Der Arzt spricht die Maßnahmen dabei individuell mit dem Patienten ab.

Übungen zur Stabilisierung des Schultereckgelenks

Grad I und II nach Rockwood: Nach der Ruhigstellung, die je nach Schweregrad mehrere Tage bis zu 2 Wochen andauert, sind funktionelle Übungen zur Stabilisierung und Kräftigung des Schultergelenks sinnvoll. So führen Sie die Schulter schnellstmöglich zu ihrer ursprünglichen Kraft und Beweglichkeit zurück.

Grad II und IV nach Rockwood: Je nach Operationstechnik und Schweregrad der Verletzung ist das Bewegungsausmaß der Schulter limitiert. In den ersten beiden Wochen sollten Sie Bewegungen nur assistiv (mit Unterstützung) durchführen. Klären Sie deshalb unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt und Therapeuten, welche Bewegungen Ihnen erlaubt sind. Die Phase der limitierten Bewegung dauert in der Regel bis zu 6 Wochen. Aufgrund der fehlenden Aktivität kommt es danach häufig zu Bewegungseinschränkungen, Muskelverhärtungen, Ausweichbewegungen und Schonhaltungen.

Die folgenden Übungen können Sie nach Freigabe aller Bewegungen und Belastungen mit Widerstand durch Ihren behandelnden Arzt durchführen. Manche dieser Übungen dürfen Sie auch in einem früheren Stadium ausführen. Klären Sie dies unbedingt vorher mit Ihrem zuständigen Arzt oder Therapeuten. Beachten Sie zudem, dass Sie die Übungen nie unter starken Schmerzen ausführen.

Übungen zur Dehnung und Mobilisation der Schulter

Häufig verspannen sich der Schulter-Nacken-Bereich und die Brustmuskulatur aufgrund von Schonhaltungen und Ausweichbewegungen. Diese sind schmerzhaft und behindern zudem die Schulter in der freien Bewegung. Die folgenden Übungen helfen Ihnen dabei, die Spannung in der Muskulatur zu reduzieren und die Beweglichkeit zu verbessern.

Übung 1: Dehnung der Nackenmuskulatur

 Schulter-Übung 1: Dehnung der Schulter- und NackenmuskulaturSchulter-Übung 1: Dehnung der Schulter- und Nackenmuskulatur. © Gelenk-Klinik.de

Stehen oder sitzen Sie aufrecht.

Drücken Sie die Schulter auf der zu dehnenden Seite nach unten Richtung Boden. Neigen Sie Ihren Kopf zu der Seite, welche Sie nicht dehnen möchten. Beugen Sie nun Ihren Kopf leicht nach vorne bis Sie eine Dehnung im Schulter-Nackenbereich verspüren. Wenn Sie die Dehnung verstärken möchten, legen Sie Ihre freie Hand auf dem Kopf ab und erhöhen Sie damit den Zug.

Halten Sie diese Dehnposition für etwa 30 Sekunden.

Übung 2: Schultern nach oben ziehen

 Schulter-Übung 2: Schulter nach oben ziehenSchulter-Übung 2: Schulter nach oben ziehen. © Gelenk-Klinik.de

Stehen oder sitzen Sie mit geradem Rücken.

Ziehen Sie beide Schultern nach oben in Richtung der Ohren und halten Sie diese Spannung für ca. 5 Sekunden. Bringen Sie die Schultern dann wieder nach unten und ziehen Sie Ihre Rückenmuskulatur in Höhe der Schulterblätter zusammen. Führen Sie Ihre Schultern also nach hinten, öffnen die Brust und halten Sie diese Position für ca. 5 Sekunden.

Sie können den Trainingseffekt steigern, indem Sie Gewichte verwenden.

Wiederholen Sie diese Übung 10-mal. Für ein effektives Training absolvieren Sie 3 Sets mit jeweils 30 Sekunden Pause dazwischen.

Übung 3: Dehnung im Türrahmen

 Schulter-Übung 3: Durch Dehnung des Brustmuskels die Zentrierung des Schultergelenks fördern.Schulter-Übung 3: Durch Dehnung des Brustmuskels die Zentrierung des Schultergelenks fördern. © Gelenk-Klinik.de

Stellen Sie sich in einen Türrahmen und lehnen Sie sich mit beiden Armen – die Hände ein wenig oberhalb ihres Kopfes – dagegen. Lehnen Sie sich nach vorne, bis Sie die Dehnung an der Vorderseite Ihrer Schultern spüren.

Halten Sie diese Dehnposition für mindestens 30 Sekunden.

Übungen zur Kräftigung der Brust- und Schultermuskulatur

Die Bewegungen der Schulter erfordern eine feine Abstimmung aller beteiligten Muskelgruppen. Diese Zusammenarbeit ist nach einer Ruhigstellung häufig beeinträchtigt. Mit den folgenden Übungen aktivieren Sie wichtige Muskelgruppen und sorgen so für ein besseres Zusammenspiel der Muskeln.

Übung 4: Wand-Push-ups aus der Schulter heraus

 Schulter-Übung 4: An der Wand abstützenSchulter-Übung 4: An der Wand abstützen und Schulterblätter nach hinten ziehen. © Gelenk-Klinik.de

Stehen Sie vor einer Wand.

Stützen Sie sich mit ausgestreckten Armen auf Schulterhöhe leicht gegen die Wand. Versuchen Sie nun, sich von der Wand weg zu stemmen. Die Arme und Ellenbogen bewegen sich dabei nicht. Die Bewegung erfolgt aus der Schulter und dem Schulterblatt. Lassen Sie sich danach wieder Richtung Wand sinken. Auch hier gilt: Die Bewegung erfolgt aus den Schultern und den Schulterblättern.

Wiederholen Sie diese Übung 10-mal. Absolvieren Sie 3 Sets mit jeweils 30 Sekunden Pause dazwischen.

Übung 5: Außenrotation der Schulter gegen Widerstand

 Schulter-Übung 5: Durch Außenrotation das Schultergelenk zentrieren. Schulter-Übung 5: Durch Außenrotation das Schultergelenk zentrieren. © Gelenk-Klinik.de

Stehen oder sitzen Sie aufrecht. Die Ellenbogen sind 90 Grad angewinkelt, die Hände etwas weniger als schulterbreit voneinander entfernt. Zwischen Ihren Händen halten Sie ein leicht gespanntes Band.

Drehen Sie die Arme nach außen, indem Sie die Schulterblätter nach innen und unten ziehen. Die Brustmuskulatur dehnt sich. Halten Sie die Position für ca. 5 Sekunden. Kehren Sie in die Ausgangsposition zurück. Geben Sie dabei kontrolliert dem Zug des Bandes nach.

Wiederholen Sie diese Übung 10-mal. Absolvieren Sie 3 Sets mit jeweils 30 Sekunden Pause dazwischen.

Schulter-Übung 5 Variante: Die gleiche Übung ohne Band und damit ohne Widerstand durchführen. Schulter-Übung 5 Variante: Die gleiche Übung ohne Band und damit ohne Widerstand durchführen. © Gelenk-Klinik.deEinfachere Alternative: Die gleiche Übung ohne Band und damit ohne Widerstand durchführen.

Übung 6: Adduktion der Schulter

 Übung 6: Schulter gegen Widerstand nach unten ziehenÜbung 6: Schulter gegen Widerstand nach unten ziehen. © Gelenk-Klinik.de

Befestigen Sie ein Band sicher und hoch vor sich. Eine Möglichkeit besteht darin, es in der Tür einzuklemmen. Stehen Sie seitlich mit dem betroffenen Arm zur Wand/Tür.

Greifen Sie das Band so, dass sie mit leicht abgespreiztem Arm etwas Spannung auf dem Band haben. Ziehen Sie nun den Arm seitlich an den Körper. Halten Sie die Position für ca. 5 Sekunden. Kehren Sie in die Ausgangsposition zurück. Geben Sie dabei kontrolliert dem Zug des Bandes nach.

Wiederholen Sie diese Übung 10-mal. Absolvieren Sie 3 Sets mit jeweils 30 Sekunden Pause dazwischen.

Übungen zur Förderung der Schulterbeweglichkeit

Die folgenden Übungen eignen sich besonders, um die Beweglichkeit der Schulter wiederherzustellen, wenn rein aktive Bewegungen noch schmerzhaft sind oder zu starke Ausweichbewegungen erzeugen.

Übung 7: Unterstütztes Heben des Armes

 Schulter-Übung 7: Durch den Seilzug die Beweglichkeit des Schultergelenks verbessernSchulter-Übung 7: Durch den Seilzug die Beweglichkeit des Schultergelenks verbessern. © Gelenk-Klinik.de

Befestigen Sie ein Seil an einer höheren Stelle, sodass sich beide Enden bewegen lassen (optimalerweise über eine Rolle o. Ä.).

Fassen Sie nun mit jeder Hand ein Seilende und ziehen Sie den betroffenen Arm mit Ihrem gesunden Arm nach oben, indem Sie an dem entsprechenden Seilende ziehen. Der betroffene Arm kann bei dieser Bewegung leicht mitwirken. Lassen Sie anschließend den Arm wieder in die Ausgangsposition zurücksinken. Bremsen Sie die Bewegung mit dem gesunden Arm ab.

Wiederholen Sie diese Übung 10-mal. Absolvieren Sie 3 Sets mit jeweils 30 Sekunden Pause dazwischen.

Übung 8: Unterstütztes Strecken des Armes

 Schulter-Übung 8: Streckung des Armes auf einer TischplatteSchulter-Übung 8: Streckung des Armes auf einer Tischplatte. © Gelenk-Klinik.de

Sitzen Sie aufrecht an einem Tisch. Der betroffene Arm liegt auf einem Handtuch/Staubtuch o. Ä., um eine gute Rutschfähigkeit zu gewährleisten.

Strecken Sie langsam den betroffenen Arm auf dem Tisch aus. Dabei beugen Sie den Oberkörper nach vorne, um die Streckung zu verstärken. Richten Sie sich anschließend wieder auf. Der Arm bleibt immer im Kontakt mit dem Tisch und wird zu keinem Zeitpunkt abgehoben.

Wiederholen Sie diese Übung 10-mal. Absolvieren Sie 3 Sets mit jeweils 30 Sekunden Pause dazwischen.

Übung 9: Unterstütztes Abspreizen des Armes

 Schulter-Übung 9: Seitliches Abspreizen des ArmesSchulter-Übung 9: Seitliches Abspreizen des Armes. © Gelenk-Klinik.de

Sitzen Sie aufrecht an einem Tisch. Der betroffene Arm liegt auf einem Handtuch/Staubtuch o. Ä., um eine gute Rutschfähigkeit zu gewährleisten.

Spreizen Sie den Arm langsam zur Seite ab. Dabei beugen Sie den Oberkörper seitlich über den Tisch, um die Bewegung zu erweitern. Kehren Sie in die Ausgangsposition zurück. Der Arm wird nicht abgehoben, sondern bleibt immer im Kontakt mit dem Tisch.

Wiederholen Sie diese Übung 10 mal. Absolvieren Sie 3 Sets mit jeweils 30 Sekunden Pause dazwischen.

Heilungsdauer nach Verletzung des Schultereckgelenks

GilchristverbandNach einer Operation am AC-Gelenk wird die Schulter für 3 Wochen in einem Gilchristverband ruhiggestellt. © Dan Race, FotoliaNach der Operation des Schultereckgelenks sollte der Patient den betroffenen Arm für ca. 6 Wochen nicht belasten. In den ersten 3 Wochen trägt er einen Gilchristverband (Schlingenverband), der das Schultergelenk ruhigstellt. Dieser zieht die Schulter nach hinten und fördert das Einheilen der Knochenfragmente in der richtigen Position. Nach 6 Wochen ist eine leichte Belastungung möglich. Mit der Wiederaufnahme des Sports sollte der Patient ein halbes Jahr warten, um Komplikationen an Bändern und Gelenkkapsel zu vermeiden.
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