Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

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Kniespezialist Freiburg untersucht die Kniearthrose

Was bedeutet Schmerz in der Orthopädie?

Schmerz ist ein biologisches Warnsignal

Schmerz sind Signale für uns, dass etwas in unserem Körper nicht in Ordnung ist. In der Regel zeigen sie uns zuverlässig die Region ihrer Entstehung an und geben damit Hinweise auf ihre mögliche Ursache. In etlichen Fällen hat das Gebiet der Schmerz- Symptome jedoch wenig bis gar nichts mit dem Bereich zu tun, in dem die Schmerz tatsächlich entstanden sind. Häufig sind orthopädische Probleme für vermeintlich organische Beschwerden verantwortlich und umgekehrt. Oder die Schmerz tauchen an einer von ihrem Entstehungsort weit entfernten Stelle auf, und erschweren es dadurch, ihren wahren Grund zu entdecken.

Die Ursachen für Schmerz liegen oft woanders

Das menschliche Skelett ist eine Gliederkonstruktion. Das heißt, dass jeder Ausfall eines Segments dazu führt, dass ein anderes Gelenk überlastet wird. (Aus diesem Grund sind Versteifungsoperationen eines Gelenks für uns der allerletzte Ausweg, den wir möglichst vermeiden.)

Fehlbewegungen in dieser Gliederkette bedingt durch Fehlstellungen, Unfälle, Arthrose o.Ä. führen folglich zu Fehlbelastungen an anderer Stelle. Die daraus entstehenden Blockierungen, zum Beispiel der oberen Kopfgelenke an der Schädelbasis, können Minderdurchblutungen verursachen oder auf die Arterie der Gleichgewichtsorgane drücken. Die daraus resultierenden Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel, Seh- und Hörstörungen oder sogar Tinnitus werden in den seltensten Fällen causal mit orthopädischen Ursachen in Verbindung gebracht.

Ebenso wenig vermutet man in einer ausgeprägten Großzehengrundgelenksarthrose den Auslöser von starken Kopfschmerzen.

Aber auch einseitige Brustschmerzen haben ihren eigentlichen Grund oft nicht in kardiologischen Problemen. Etliche Patienten, die mit vermeintlicher Herzinfarkt- Symptomatik den Kardiologen konsultieren leiden glücklicherweise „nur“ unter einer Blockierung der Rippenwirbelgelenke.

Umgekehrt können unentdeckte Magengeschwüre für Schmerz im Übergang zwischen Brust- und Lendenwirbelsäule sorgen und Lebererkrankungen Schmerz bis in die rechte Schulter projizieren.

Nicht selten strahlen Hüftgelenkserkrankungen auf Oberschenkel und Kniegelenke aus und verursachen dort Beschwerden. Wirbelsäulenschmerzen werden oft entsprechend der Lokalisation der betroffenen Nervenfasern an weit entfernt liegende Körperareale transportiert - beispielsweise an den Fußaußenrand, das Großzehengrundgelenk oder die Fußsohle. Veränderungen an der Halswirbelsäule können bis in die Fingerspitzen oder das Handgelenk ausstrahlen.

Nicht jeder empfindet den Schmerz gleich

Die Einschätzung der Schmerzsymptomatik wir auch dadurch erschwert, dass Schmerzempfindung etwas sehr Persönliches ist. Jeder Mensch hat eine ganz eigene Schmerzwahrnehmung und empfindet die Intensität von Schmerz unterschiedlich stark. Was für den einen ein leichtes Ziehen ist, lässt den anderen „durch die Decke gehen“. Zahlreiche Studien belegen die große Bandbreite der individuellen Schmerzempfindlichkeit.

Bei relativ schmerzresistenten Menschen besteht jedoch die Gefahr, dass Probleme zu spät erkannt und behandelt werden. Gerade bei Knorpelschäden oder Meniskusrissen, die wenig oder keine Schmerz auslösen empfiehlt es sich, vor allem besonders auf sog. Sekundärsymptome wie Bewegungseinschränkungen, Ergüsse und Einklemmungen zu achten, um Folgeschäden zu vermeiden.

Das "Schmerzgedächtnis"

Durch das sog. „Schmerzgedächtnis“ des Körpers kann sich die Schmerz- Skala im Laufe des Lebens verändern. Vor allem bei chronischen Schmerz werden auf Rückenmarksebene neuronale Verknüpfungen gebildet, die selbst dann bestehen bleiben wenn die Ursache des Schmerzes behoben und der auslösende Schmerzimpuls beseitigt ist.

Je mehr solcher Verknüpfungen angelegt wurden, desto reizempfindlicher reagiert der Organismus bei künftigen Schmerz. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig zu therapieren, damit sich die Scherz- Spirale nicht immer weiter auf der Skala nach oben schraubt.

Durch unsere langjährige schmerztherapeutische Erfahrung stehen uns viele Möglichkeiten der Behandlung offen. Zum einen muss der Schmerz gestoppt und das Schmerzgedächtnis gelöscht werden, medikamentös oder mit anderen, häufig naturheilkundlichen Methoden. Zum anderen gilt es die Ursache zu finden und zuverlässig zu beheben. Hierbei kommen die gesamte moderne Diagnostik und das volle Spektrum der konservativen und operativen Orthopädie sowie unsere langjährige Erfahrung zum Tragen.

Bei andauernden Schmerz zum Arzt

Sicherlich sollte man nicht hinter jedem Schmerz gleich eine schlimme Krankheit vermuten, aber man darf die Warnsignale des Körpers auch nicht absichtlich übersehen. Es lohnt sich in jedem Fall bei andauernden Schmerz den Rat von einem Facharzt – auch von mehreren Fachgebieten einzuholen.

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Fachärzte für Orthopädie

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Facharzt für Orthopädie an der Gelenk-Klinik

Dr Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie in Freiburg Dr. med. Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie an der Gelenk-Klinik Freiburg

Facharzt für Orthopädie in Freiburg Prof. Dr. med. Sven Ostermeier, Facharzt für Orthopädie an der Gelenk-Klinik

Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Freiburg Dr. med. Martin Rinio, Facharzt für Orthopädie, Chirurgie und Unfallchirurgie an der Gelenk-Klinik

Vortrag 25.04.17, 19:30

"Knie und Hüftschmerzen"
Prof. Dr. Sven Ostermeier, Facharzt für Orthopädie Prof. Dr. med. Sven Ostermeier
"Erhalt des Kniegelenks durch Knorpeltherapie und Knieteilprothesen"
Dr. med. Martin Rinio, Facharzt für Orthopädie Dr. med. Martin Rinio
"Hüftarthrose verhindern oder minimalinvasiv oper- ieren: Hüftarthroskopie und Kurzschaftprothesen"