Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

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Orthopaedische Spezialisten für Schulter

Schulterschmerzen: Symptome, Ursachen, Therapie

  1. Wann sollten Sie mit Schulterschmerz zum Arzt?
  2. Wie untersucht der Arzt Schulterschmerzen?
  3. Unfallbedingte Schulterschmerzen
  4. Chronische Schulterschmerzen
  5. Entzündliche Schulterschmerzen
  6. Degenerative Erkrankung von Sehnen an der Schulter
  7. Schulterimpingement und Degeneration der Rotatorenmanschette
  8. Diffuse Schulter- und Nackenschmerzen (Folgen der sitzenden Lebensweise)
  9. Schmerzen am Schulterblatt
  10. Schlafbehindernde Nachtschmerzen in der Schulter
  11. Einfache Übungen für zu Hause bei Schulterschmerzen
  12. Operationen bei Schulterschmerzen: Arthroskopie, Knorpeltherapie und Endoprothesen

Jeder kann von Schulterschmerzen betroffen sein. Sie treten bei Männern und Frauen gleich häufig auf. Schulterschmerzen können isoliert im Schultergelenk bei bestimmten Bewegungen auftreten. Sie können aber aber auch aus dem Nacken in den ganzen Arm hinein ausstrahlen. Es gibt auch aufsteigende Schulterschmerzen, die im Handgelenk beginnend bis in die Schulter hinauf ausstrahlen (z.B. bei Karpaltunnelsyndrom).

Schulterschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben: Häufig Muskelverspanungen, Erkrankungen von Knochen und Gelenken, Haltungsschäden, Muskel und Bandverletzungen, und sogar - zum Glück selten - Tumore und Knochenerkrankungen.

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Die Häufigkeit akuter und chronischer Schulterschmerzen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.

Schulterschmerzen sind ernst zu nehmen. Viele Erkrankungen der Schulter können wir im Frühstadium effektiv und wirksam behandeln: Meist ist Physiotherapie und physikalischer Therapie vollkommen ausreichend. Verpassen wir den optimalen Behandlungszeitraum, können auch bleibende Einschränkungen auftreten, die eine Operation notwendig machen.

Denn inzwischen klagt fast jeder zehnte Patient über Schulterschmerzen. Schulterschmerzen verursachen häufig quälende, stark einschränkende und langanhaltende Beschwerden. Besonders unangenehm sind Nachtschmerzen: Nach Verletzungen oder bei Entzündungen des Schulteregelenks können die Patienten häufig über Wochen nicht mehr auf der erkrankten Schulter liegen.

Viele Sehnen und Bänder stabilisieren die Schulter. Gemeinsam bilden Sie die Rotatorenmanschette. Schultergelenk: 1. Das GLENO-HUMERALE Gelenk aus Oberarmkopf und Gelenkspfanne (Glenoid) am Schulterblatts. 2. Das ACROMIO-CLAVICULARE Gelenk gebildet aus dem Schlüsselbein (Acromion)mit der oberen Spitze des Schulterblatts (Coracoid). Beide Gelenke können durch Trauma oder Arthrose Schulterschmerzen verursachen. © Viewmedica

Akute oder chronische Schulterschmerzen?

Schmerzen, die sofort nach einem Sturz, einem Aufprall oder einer Überlastung auftreten, bezeichnen wir als akute Schulterschmerzen. Akute Schulterschmerzen treten also nach einem Unfall plötzlich und unvermittelt auf. Zu den akuten Schulterschmerzen gehören Zerrungen, Prellungen oder Überdehnungen von Schultersehnen. Eine recht häufige Ursache für den akuten Schulterschmerz sind auskugelungen (Dislokationen) des Schultergelenks. Mögliche Ursachen sind aber auch Sehnenrisse oder Knochenbrüche (Frakturen) an der Schulter.

Demgegenüber stehen chronische Schulterschmerzen, die sich häufig über Monate hinziehen und allmählich auftreten. Chronische Schulterschmerzen können nicht mit einem bestimmten Unfallereignis in Verbindung gebracht werden: Sie beruhen auf degnerativem Verschleiß oder entzündlichen Veränderungen der Schulter. Eine Schulterarthrose ist ein typischer chronischer Verlauf. Nicht nur die Gelenkfläche ist betroffen. Auch die entzündliche Degeneration der Supraspinatussehne, der Verschleiß der Bizepssehne oder Kapselentzündungen des Schultegelenks ("Frozen Shoulder") verursachen chronische Schmerzen.

Für die Therapie des Schulterschmerzes ist es sehr wichtig, diesen Verlauf zu klären. Bei den akuten Schulterschmerzen stehen strukturelle Schäden im Vordergrund. Sie werden durch Schonung und Ruhigstellung behandelt. Bei Rissen und Brüchen muss häufig eine operative Refixierung der Sehnenfragmente oder Knochenfragmente erfolgen.

Bei chronischen Schulterschmerzen oder degnerativen Entzündungen geht es häufig darum, das schmerzhafte Entzündungsgeschehen unter Kontrolle zu bekommen und eine Schultersteife zu verhindern. Hier therapieren wir also eher konservativ: medikamentös und mit Hilfe der Physiotherapie

In manchen Fällen ist ein akuter Schulterschmerz oder ein chronischer Schulterschmerz nicht eindeutig zu trennen. Bei degenerativ vorgeschädigten Sehnen im Schultergelenk - dazu gehören z.B. die lange Bizepssehne oder die Supraspinatussehne - kann schon ein relativ kleines Trauma zu einem Sehnenriss führen. Bei einer nicht vorgeschädigten Sehne würde ein Schlag auf den Ellenbogen häufig keine Folgen haben. Auch bei Strukturschäden auf Grund einer degenerativen Vorschädigung stellen wir die konservative Therapie der Schulterschmerzen mit Hilfe der Physiotherapie in den Vordergrund: Sie werden also nicht wie akute, sondern eher wie chronische Schultzerschmerzen behandelt.

Was sind die möglichen Ursachen von Schulterschmerzen?

Schulterschmerzen Ursachen
  • Veränderungen in Knochen, Gelenken und Knorpeln.
  • Trauma und Unfall.
  • Haltungsschwäche.
  • Muskelverletzungen und Überanstrengung.
  • Stoffwechselprobleme und Entzündungen
  • Überanstrengung, Schwächung von Sehnen und Gleitgeweben.

Die längere Lebenserwartung führt zu einer höheren Rate von Schultererkrankungen im höheren Alter. Auch der gesellschaftliche Trend zu bestimmten Sportarten - auch im höheren Lebensalter - verursacht immer häufiger auch Schulterschmerzen.

Unzureichende Vorbereitung des Körpers und auch des Bewegungsapparates vor neuen und fordernden Aktivitäten sind ebenso Auslöser der Probleme, wie die allgemein immer geringer werdenden Bewegungsanforderungen in unserer Gesellschaft. Es gibt viele Möglichen Ursachen von Schulterschmerzen.

Schulterschmerzen kommen häufig nicht aus der Schulter selbst

Schulterschmerzen - Untersuchung der Halswirbelsäule ist ebenfalls erforderlich Schulterschmerzen - Untersuchung der Halswirbelsäule ist ebenfalls erforderlich. Radikulopathie, Bandscheibenvorfall oder spinale Stenose könne Schulterschmerzen verursachen. © Gelenk-Klinik

In der Mehrzahl aller Fälle resultiert der Schulterschmerz aber nicht aus einer Erkrankung des Schultergelenks. Meist sind es schulternahe Bereiche, wie Bänder, Sehnen oder die Muskulatur des Schultergürtels, die die Schmerzen auslösen.

Häufig sind Schmerzen in der Schulter eigentlich Schmerzen der Halswirbelsäule - also in die Schulter ausstrahlende Nackenschmerzen. Ausstrahlende Schmerzen in der Schulter können Schmerzen aufgrund von Nerveneinklemmungen (Radikulopathie auf Grund einer spinalen Stenose) oder wegen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule sein.

Was kann die Ursache sein? Selbsttest für Symptome Ihrer Schulterschmerzen

Verlauf Ihrer Schulterschmerzen - Unfall oder chronisch?

Sehr wichtig ist auch die Frage nach der Verursachung der Schulterschmerzen: Liegt den Beschwerden ein Unfall (Trauma) zugrunde? Häufig ist ein Unfallhergang ganz offensichtlich. Dann gibt es keine Probleme die Ursache der Schulterschmerzen aus dem Unfallhergang herzuleiten.

Manchmal ist die Unfallursache des Schulterschmerzes aber nicht so offensichtlich: Ein Sturz auf den Ellenbogen kann einen langfristigen Schaden an einer Schultersehne (Rotatorenmaschette) verursachen, der erst nach einiger Zeit zunehmend schmerzhaft wird.

Oft stellen sich Schulterschmerzen auch allmählich und schleichend ein und werden - oft in Abhängigkeit von bestimmten Bewegungen - immer stärker. Dauern die Schmerzen bereits länger als 3 Monate, spricht man von chronischen Schulterschmerzen.

Nachtschmerz im Schultergelenk

Schulterschmerzen in der Nacht beim Liegen auf der Schulter sind recht diagnostisch unspezifisch. Sie sind aber besonders quälend, weil die Schlafposition eingeschränkt ist und der Patient beim Umdrehen immer wieder aufwacht. Das macht Schulterschmerzen viel einschneidender als vieles andere.

Arthrose bzw. Verletzung des Schultereckgelenks, Bursitis, Kalkschulter oder Schulterarthrose sowie Entzündungen können diesen quälenden Nachtschmerz auslösen. Schulterschmerzen in der Nacht sind also ein schlimmes, aber leider kein diagnostisch sehr aussagekräftiges Symptom.

Auf jeden Fall sollten Sie sich mit Nachtschmerzen in der Schulter sofort in ärztliche Behandlung begeben.

Wenn Sie zwei oder mehr dieser Fragen mit "Ja" beantworten müssten, sollten Sie Ihre Schulter bei einem Facharzt zur Untersuchung vorstellen.

Der Schulterschmerz und die Bewegungseinschränkung des Schultergelenkes sind ein sehr häufiger Grund für einen Arztbesuch. Zum Glück ist die Ursache in den meisten Fällen trotz heftiger Schulterschmerzen sehr gut mit konservativen Methoden behandelbar.

Nicht nur ältere Menschen sind betroffen: In allen Altersgruppen können nächtliche Schulterschmerzen auftreten.

Wann zum Arzt mit Schulterschmerzen?

  • Bei sehr starken, stechenden Schulterschmerzen.
  • Wenn die Schulterschmerzen nie abklingen, also chronisch sind.
  • Chronisch wiederkehrende Schulterschmerzen.
  • Sturz auf die Schulter oder den Arm mit starken Schmerzen.
  • Immer nach einem Unfall.
  • Steifheit und Unbeweglichkeit von Arm und Schulter.
  • Ausstrahlen der Schulterschmerzen in Nacken oder Arm.
  • Gefühlsstörungen wie Taubheit, Ameisenlaufen oder Kribbeln.
  • Plötzliche linksseitige Schulterschmerzen, manchmal in Verbindung mit Schmerzen hinter dem Brustbein und Atemnot (Verdacht auf Herzinfarkt oder Angina pectoris).

Wie werden Schulterschmerzen untersucht?

Anamnese

Erfragen der Krankengeschichte und der Umstände der Schulterschmerzen. Die Dauer der Schmerzen, das erste Auftreten, der Verlauf, und der genaue Schmerzort sind wesentlich für die Einschätzung Ihrer Schulterschmerzen.

Inspektion Ihre Schulter und Ihres Oberkörpers

Für die Inspektion Ihrer schmerzenden Schulter machen Sie den Oberkörper frei. Die Untersuchung von Schulterschmerzen findet meistens bei nacktem Oberkörper statt. Schon beim Entkleiden findet der Arzt Hinweise auf schmerzbedingte Bewegungseinschränkungen und Schonhaltungen. Die äußerliche Inspektion des Oberkörpers zeigt Rückbildung von bestimmten Muskeln bei chronischen Schulterschmerzen. Der Arzt betrachtet bei entkleidetem Oberkörper die Schultern, auch im Seitenvergleich, und achtet auf Änderungen der Form, der Muskulatur, Schwellungen und Verdickungen oder knöcherne Veränderungen.

Abtasten

Durch Abtasten der Schulter findet der Arzt besonders schmerzhafte Bereiche (Druckschmerzhaftigkeit). Die Art des ausgelösten Schmerzes, der Ort - wo die Schmerzen durch Druck provoziert werden können - sind wichtig für das Verständnis der Schmerzursache.

Funktionsprüfung und Beweglichkeit des Schultergelenks

Untersuchung der Schulterschmerzen durch Druckausübung auf das Schultergelenk Druckschmerzhaftigkeit in der Untersuchung von Schulterschmerzen ist vor allem bei Entzündungserkrankungen der Schulter (Frozen Shoulder, Impingement) gegeben.

Ein äußerst wichtiger Teil der Untersuchung besteht in der klinischen Bewegungsprüfung. Der Schulterspezialist prüft die aktive Beweglichkeit (Patient bewegt selbst) und passive Beweglichkeit (Arzt führt den Arm) des Schultergelenks. Er bringt eine Reihe spezieller Schultertests für bestimmte Verletzungen und chronische Beschwerden zum Einsatz. Durch Armheben, Innenrotation, Kraftentwicklung gegen Widerstand, "Schürzengriff", also den Griff nach hinten, kann die Funktion der Knochen, Muskeln und Sehnen der Schulter genau geprüft werden.

Die Abhängigkeit der Schmerzentstehung von Bewegungen erlaubt genaue Rückschlüsse auf die geschädigte oder erkrankte Struktur. Auch Druckschmerzhaftigkeit (Schmerzreaktion bei Druck auf die Schulter) ist ein wichtiges diagnostisches Signal. Gerade an der Schulter ist eine differenzierte Klinische Untersuchung von besonderer Bedeutung, weil die Schulter frei an so vielen Muskeln und Sehnen aufgehängt ist. Bevor man anfängt zu röntgen, muss der Schulterspezialist eine genaue Vorstellung von der klinischen Situation gewonnen haben.

Bildgebung: Ultraschall

Untersuchung der Schulterschmerzen durch Ultraschall Die Ultraschalluntersuchung von Schulterschmerzen erlaubt die Darstellung aller Strukturen in auch Bewegung. Alle anderen bildgebenden Verfahren sind leider nur in Ruhe anwendbar.

Die Ultraschalluntersuchung erlaubt die dynamische Untersuchung von Sehnen und Weichteilen unter Bewegung. Auch Flüssigkeitseinlagerungen (etwa bei Bursitis) können mit Ultraschall gut beobachtet werden. Das Ultraschall kommt ohne Strahlenbelastung aus. Auf einem Bildschirm kann das Ergebnis der Ultraschall-Untersuchung sofort gesehen und besprochen werden.

Bildgebung: Röntgen

Untersuchung der schmerzhaften Kalkschulter durch Röntgen Röntgenuntersuchungen können um Beispiel schmerzhafte Kalkeinlagerungen in der Schulter direkt zeigen.

Die Röntgenuntersuchung erlaubt die Untersuchung des Skeletts. Röntgen zeigt auch Kalkeinlagerungen, häufige Ursache von Schulterschmerzen, in das Gewebe.

Auch die Dicke der Knorpelschicht kann über die Messung des Gelenkspaltes zwar indirekt, aber genau bestimmt werden. So kann etwa eine Schulterarthrose festgestellt werden. Auch eine schmerzhafte arthrotische Veränderungen des Knochens durch Osteophyten (Knochensporne) kann im Röntgenbild gezeigt werden.

Über die Messung des Abstands des Oberamkopfes zum Schulterdach kann das Röntgen auch bei Impingementbeschwerden diagnostisch helfen.

Bildgebung: Computertomografie (CT)

Die Computertomografie ist von der Röntgentechnik abgeleitet: Das CT stellt Röntgenbilder einzelner Schichten dar. So können Knochen, Sehnen und Weichteile gut dargestellt werden. Mit Kontrastmittel kann die Aussagekraft von CT-Bilder noch erhöht werden. So können auch Teilbereiche innerhalb der Knochen dargestellt werden. Ein gravierender Nachteil der CT-Untersuchung ist die damit verbundene hohe Belastung mit Röntgenstrahlen.

Bildgebung: Magnetresonanztomographie (Kernspintomographie)

Schulterschmerz mit dem Kernspintomografen untersuchen Schulterschmerz mit dem Kernspintomografen (MRT) untersuchen.

Die MRT-Untersuchung (Kernspintomografie) zeigt in Ruhe feingewebliche Zustände: Flüssigkeitseinlagerung, Ödeme und Beschaffenheit von Sehnen und Bändern. Die Abbildung erfolgt schichtweise. Durch die Arbeit mit magnetischen Feldern entsteht keine Strahlenbelastung. Vor allem Weichteilveränderungen, Entzündungen, Wassereinlagerungen als Ursache der Schulterschmerzen, können mit dem MRT besonders gut dargestellt werden.

Punktion: Untersuchung von Gewebsflüssigkeit bei Schulterschmerzen

Mit einer Punktion von Gewebsflüssigkeit aus der Schulter mit einer Nadel (meist unter Kontrolle durch Ultraschall) kann Gewebsflüssigkeit aus Schleimbeuteln oder dem Gelenks selbst gezogen und genau untersucht werden. Farbe und Konsistenz der Flüssigkeit geben Hinweise für die grundlegenden Krankheitsprozesse. Die Flüssigkeit kann auch mikroskopisch untersucht oder auf Keime und Entzündungen geprüft werden. So können viele Ursachen für Schulterschmerzen, wie z.B. Entzündungen, Synovitis und bakterielle Infektionen ermittelt werden.

Akute Schulterschmerzen sind meist unfallbedingt (traumatisch)

Vielfach ist ein Unfall (Trauma) Auslöser von Schulterbeschwerden. Meist sind das Stürze auf die Schulter, das Schultereckgelenk oder auf den Ellenbogen.

Ein Trauma als Auslöser von Schulterschmerzen ist aber nicht immer ganz einfach zu erkennen.

Häufig kann eine längere Zeit vergehen, zwischen dem unfallbedingten Schaden am Schultergelenk und dem Auftreten von Schulterschmerzen. Besonders trifft das auf Schäden an der Rotatorenmanschette zu.

Unfall, also Sturz auf dem Ellenbogen mit Ruptur der Rotatorenmanschette und Schulterschmerzen können durch die resultierende Instabilität Jahre auseinander liegen.

Fraktur des Oberarmkopfes (Humeruskopffraktur)

Symptome der Humerusfraktur
  • Stechende Schmerzen.
  • Bewegung eingeschränkt oder unmöglich.
  • Schwellung.
  • Hämatom (Bluterguss).

Die Fraktur des Oberarmkopfes entsteht durch einen Sturz der mit Hand, Ellenbogen oder Schulter abgefangen wird. Vor allem bei älteren Patienten deren Skelett durch Osteoporose geschwächt ist, kann die Oberarmkopffraktur auftreten. Die Oberarmkopffraktur ist äußerst schmerzhaft. Der Patient kann Nachts nicht auf die betroffene Schulter liegen. Die Beweglichkeit des Schultergelenks ist stark eingeschränkt.

Was hilft bei Oberarmfraktur?

Therapie der Humerusfraktur
  • Schienen, Ruhigstellen.
  • Operative Stabilisierung
  • Schulter-TEP

Die Oberarmkopffraktur muss durch Ruhigstellung oder, wenn die Bruchstücke verschoben sind, durch eine Operation behandelt werden. Bei Fraktur mit Beteiligung der Gelenkflächen kann die Operation eine Schulterprothese notwendig werden.

Schulterluxation (ausgekugeltes Schultergelenk):

Symptome der Schulterluxation
  • Starke, stechende Schmerzen.
  • Schwellung der Schulter.
  • Bluterguss (Hämatom).
  • Eingeschränkte Beweglichkeit.
  • Bewegungsstörungen und Gefühlsverlust wegen Nervenschäden.

Die hohe Beweglichkeit des Schultergelenks kann dazu führen, dass unter Überlastung der Oberarmkopf aus der Gelenkpfanne springt. Ursache ist hier stets ein Unfall oder eine Überdehnung. So sind bestimmte Sportarten (Kletterer, Turner) besonders häufig betroffen.

Oft werden bei der Schulterluxation auch noch Strukturen am Gelenk (Gelenklippe bzw. Labrum glenoidale) beschädigt. Das führt zur häufigen Wiederholung dieser sehr schmerzhaften Luxation, nachdem sie einmal aufgetreten ist.

Was tun bei Schulterluxation?

Therapie der Schulterluxation
  • Einrenken (Konservativ)
  • Operative Reposition.
  • Schulterarthroskopie

Es ist besonders wichtig, nach Schulterluxation das Gelenk so schnell wie möglich - möglichst innerhalb maximal 30 Minuten wieder einzurenken (Reposition).

Dieses Einrenken kann konservativ oder operativ erfolgen. Nach der Reposition ist ein Ruhigstellen der Schulter für bis zu drei Wochen erforderlich. Begleitverletzungen der Luxation an dem Weichteilgewebe der Schulter - Knorpel, Gelenklippe (Labrum), Gelenkkapsel und Rotatorenmanschette - können nur operativ (arthroskopisch) therapiert werden.

Schultereckgelenksprengung (AC-Gelenksprengung)

AC-Gelenkssprengung und SchulterschmerzenDie Verletzung des Schultereckgelenks (AC-Gelenks)führt vor allem zu einer Bewegungseinschränkung und stechenden Schulterschmerzen bei der Innenrotation des Armes. © Gelenk-Klinik

Die Sprengung des von Acromion (Schlüsselbein) und Clavicula (Schulterblatt) gebildeten AC-Gelenks ist eine weit verbreitete Folge von Fahrrad und Skiunfällen.

Der Sturz erfolgt typischerweise von oben auf die Schulter. Dadurch werden die Sehnen und die Gelenkkapsel des AC-Gelenks gesprengt.

Stechende Schmerzen und Bewegungeinschränkungen am Schultereckgelenk - besonders bei der Rotation des Armes nach innen - sind die Folge.

Symptome der ACG-Verletzung.
  • Stechende Schmerzen.
  • Stufe in der Schulter.
  • Heftige Nachtschmerzen.
  • Druckschmerzhaftigkeit.
  • Schmerzen bei der Einwärtsdrehung des Armes vor oder hinter dem Körper.

Die Instabilität des AC-Gelenks ist auch besonders schmerzhaft beim Tragen schwerer Gegenstände (z.B. Einkaufstaschen) am herabhängenden Arm. Die Schmerzen bei der Instabilität des Schultereckgelenks können auch bis in die Halsregion ausstrahlen.

Was tun bei AC-Gelenksverletzung?

Eine AC-Gelenkssprengung sollte je nach Schweregrad konservativ mit Verband (Gilchristverband) oder operativ mit einer Sehnen-Naht behandelt werden. Die Therapie hängt vom Schweregrad der CG-Verletzung ab.
Weiterlesen zu AC-Schultergelenk: Verletzung, Instabilität, Diagnose

Osteonekrose des Oberarmkopfes (Humeruskopfnekrose)

Symptome der Humerus-Nekrose
  • Leichte, über Wochen zunehmende Schulterschmerzen.
  • Quälende Nachtschmerzen.
  • Schonhaltung der Schulter.
  • Knacken und Reiben im Schultergelenk.

Eine der möglichen Folgen der Oberarmkopfraktur ist die Osteonekrose des Oberarmes: Blutgefässe innerhalb des Knochens werden unterbrochen.

Das führt zum Absterben des Knochens des Oberarmkopfes durch Knochennekrose (Osteonekrose).

Osteonekrose führt zu tiefliegenden, dumpfen Schulterschmerzen.

Durch die Osteonekrose im Oberarmkopf werden die Knochenzellen nicht mehr ernährt: Der Knochen wird immer schwächer, bis die Oberfläche schließlich ganz einbricht. Diese Osteonekrose kann die Funktion des Schultergelenks gefährden.

Was hilft bei Osteonekrose des Humeruskopfes?

Therapie der Humerusnekrose

Durch eine intensive Frühbehandlung der Osteonekrose kann die Durchblutung des Oberarmkopfes wiederhergestellt werden und die Gelenkfläche gerettet werden. Die Schulterschmerzen haben bei Osteonekrose also die Funktion eines wichtigen Frühwarnsystems. Dabei helfen konservative Therapien nur als Begleittherapie: Im Zentrum stehen operative Therapien. Durch die Anbohrung des Oberarmkopfes (Dekompression oder Entlastungsoperation) kann die Entstehung von Blutgefäßen stimuliert werden. Zentral ist hier ein frühes Operieren in den ersten Stadien der Humeruskopfnekrose.

Eine Spätfolge der Osteonekrose im Oberarm kann die Schulterarthrose sein: Wenn der Knochen des Oberarmkopfes schon eingebrochen ist, hilft eigentlich nur noch ein operativer Gelenkersatz mit Teilprothese oder Vollprothese.

Labrumläsion: Abriss der Gelenklippe am Schultergelenk

Symptome des Labrumrisses
  • Knacken und Schnappen der Schulter.
  • Instabilitätsgefühl der Schulter.
  • Stechende Schmerzen bei begleitender Kapselverletzung.
  • Schmerzen im Bereich der Achselhöhle.

Das Labrum glenoidale ist eine knorpelige, bindegewebige Umrandung der Pfanne (Glenoid) des Schultergelenks. Das Labrum spielt eine große Rolle bei der Führung und Zentrierung des Oberarmkopfes im Schultergelenk.

Ist das Labrum nach einem Trauma, Sturz oder nach einer Schulterdislokation (Ausrenken des Schultergelenks) beschädigt, wird das Schultergelenk instabil. Die Beschädigung des Labrum glenoidale (der Gelenk- Lippe), verursacht Schulterschmerzen im Bereich der Achselhöhle. Auf die Dauer ist nicht nur die Kraftentfaltung gehemmt: Der Labrumriss kann zu Schulterarthrose führen.

Was hilft bei Labrumriss?

Therapie des Labrumrisses
  • Teilentfernung.
  • Arthroskopische Naht.
  • Glättung des Randes.

Bei früher Versorgung hat der Labrumriss keine gravierenden Folgen. In aller Regel muss ein Labrumriss minimalinvasiv (arthroskopisch oder endoskopisch) genäht werden. Je nach Ausmass und genauem Ort der Labrumschäden erfolgt eine Naht oder teilweise Entfernung des Labruns mit Glättung des Randes.

Ruptur der Rotatorenmanschette (insbesondere der Supraspinatussehne)

Symptome des Rotatorenmaschettenrisses
  • Schulterschmerzen beim seitlichen Abspreizen des Armes oder nach vorne seitlich Wegführen des Armes deuten auf Veränderungen des Musculus supraspinatus hin.
  • Schulterschmerzen bei Außendrehung des Oberarmes bei am Körper anliegendem Ellenbogengelenk deuten auf eine Veränderung des Musculus infraspinatus hin.
  • Schulterschmerzen bei Innendrehung des Oberarmes bei am Körper anliegendem Ellenbogengelenk deuten auf eine Veränderung des Musculus subscapularis hin.
  • Schmerzen an der Schultervorderseite, die sich beim Innendrehen des Unterarms gegen einen Widerstand verstärken, deuten häufig auf eine Erkrankung der langen Bicepssehne hin.

Die Rotatorenmanschette ist ein Ring aus Muskeln und Sehnen. Dieser Ring sorgt für die Kraftentfaltung, die dem gesunden Schultergelenk in jede Richtung gegeben ist. Ist eine Sehne der Rotatorenmanschette beschädigt oder gar gerissen, werden bestimmte Bewegungsrichtungen schmerzhaft, die Muskulatur verkümmert. Grundsätzlich ist die kaute (unfallbedingte) Ruptur von der chronische Degeneration der Rotatorenmanschette zu unterscheiden. Oft tritt die chronische Erkrankung der Rotatorenmanschette infolge eines Engpassyndroms (Impingement) auf.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Supraspinatussehne der Rotatorenmanschette, die am häufigsten von Defekten der Rotatorenmanschette betroffen ist. Die Supraspinatussehne spielt eine zentrale Rolle bei der Kraftübertragung, die zur Hebung des Armes führt.
Weiterlesen zu Ruptur der Rotatorenmaschette

Was hilft bei Rotatorenmanschettenruptur?

Therapie der Rotatoren-Manschette

Bei der Degeneration der Rotatorenmanschette stehen konservative Therapien, vor allem Physiotherapie im Mittelpunkt.

Bei der traumatischen Ruptur der Rotatorenmanschette ist eine operative Wiederherstellung der Rotatorenmanschette, meist durch Naht der Supraspinatussehne, erforderlich.

Die Supraspinatussehne der Rotatorenmanschette der Schulter.Gerissene Supraspinatussehne der Rotatorenmanschette der Schulter. Sie liegt direkt unter dem knöchernen Schulterdach. © Viewmedica

Chronische Schulterschmerzen beruhen meist auf Verschleiß und Entzündung

Chronische Schulterschmerzen dauern länger als 3 Monate. Im Prinzip gibt es zwei Auslöser von chronischen Schulterschmerzen.

Stoffwechseldefizite und Störungen der Mikrozirkulation

Durch lokale Verminderung der Stoffwechselaktivität kann es zu Schmerzen, aseptischen (nichtbakteriellen) Infektionen und Gewebsveränderungen kommen. Frozen Shoulder (Adhäsive Kapsulitis), Kalkschulter (Tendinosis calcarea) und Schleimbeutelentzündungen (Bursitis) gehören als Entzündungserkrankungen oder entzündliche Einlagerung zu diesen Erkrankungen.

Schulterarthrose verursacht Schulterschmerzen Schulterarthrose führt zu Einschränkungen bei Kraftentwicklung und Beweglichkeit der Schulter. Bei Schulterarthrose wird der Widerstand gegen Druck von oben viel geringer. © Gelenk-Klinik

Schulterarthrose und Abnutzung des Schultergelenks (Omarthrose)

Symptome der Schulterarthrose
  • Schulterschmerzen
  • Unbeweglichkeit und Steifheit
  • Schmerzen besonders bei der Rotation (Drehen) des Armes.
  • Reibegeräusche (Krepitation) im Schultergelenk.
  • Morgendliche Anlaufschmerzen.

Schulterarthrose (Omarthrose) ist die fortlaufende Abnützung des Schultergelenks mit Knorpelverlust, schmerzhafter Einsteifung und zunehmender Kraftlosigkeit.

Wie in jedem anderen Gelenk auch, wird die Schulter durch Knorpelflächen beweglich und gleitfähig erhalten. Die Schulterarthrose verursacht typische, dumpfe und tiefliegende Schulterschmerzen. Diese Schmerzen können sich zum Beispiel beim Werfen oder beim Überkopfarbeiten belastungsabhängig verstärken.

Sind die Gelenkknorpel der Schulter durch Entzündung, Unfall oder Abnützung geschädigt, wird die Schulter nicht nur schmerzhaft, sondern versteift zunehmend.

Ein typischer Schmerz bei Schulterarthrose ist in der Achselhöhle zu spüren. Im Vergleich zu den gewichttragenden Gelenken der unteren Extremität (Hüftarthrose, Kniearthrose, Sprunggelenksarthrose) ist die Schulter aber recht selten von Arthrose betroffen. Arthrose tritt in der Schulter also seltener auf, als in den gewichttragenden Gelenke. Wenn Schulterarthrose Schmerzen verursacht, treten diese auch erst in höherem Lebensalter auf, als die Arthroseschmerzen anderer Gelenke.
Weiterlesen zur Schulterarthrose

Was tun bei Schulterarthrose?

Therapie der Omarthrose

Bei Schulterarthrose steht das gesamte Spektrum der konservativen Arthrosetherapie zur Verfügung. Besonders wichtig ist an der Schulter die Physiotherapie: Durch Zentrierung des Oberarmkopfes in der Gelenkpfanne mit Hilfe von Muskeltraining kann die Schulterarthrose verlangsamt oder weitgehend gestoppt werden.

An operativen Möglichkeiten steht auch Knorpelersatz (Knorpeltransplantation) zur Verfügung. Bei starkem Knorpelverlust gibt es bewährte Endoprothesen de Schultergelenks.

Schulterschmerzen bei AC-Gelenksarthrose Bei AC-Gelenksarthrose ist das Abspreizen des Armes - dabei vor allem der Winkel von 90°-120° - schmerzhaft.

AC-Gelenks-Arthrose der Schulter

Symptome der AC-Arthrose
  • Schmerzen beim Heben des Armes.
  • Druckempfindlichkeit des AC-Gelenks-
  • Nachtschmerzen beim Draufliegen.
  • Schwellung de AC-Gelenks.
  • Knochenanbauten (Osteophyten)

Auch das zweite Schultergelenk, das Akromio-Clavikulargelenk (AC-Gelenk) kann an schmerzhafter Arthrose erkranken. Man spricht hier von einer AC-Gelenks-Arthrose.

Bei einer AC-Gelenksarthrose ist der Schmerz oben auf dem Schultergelenk lokalisiert: Da wo bei Frauen der BH-Träger über die Schulter zieht. Arthrose im AC-Gelenk kann bis in die Halsregion ausstrahlen. Beim Abspreizen des Armes ist vor allem der Winkel von 90-120° schmerzhaft. AC-Gelenksarthrose ist auch schmerzhaft beim Tragen von Rucksäcken. Die Haltegurte von Rucksäcken bringen besondere Last auf das Schlüsselbein, das mit dem Schulterblatt zusammen das Gelenk bildet.
Weiterlesen zur AC-Gelenksarthrose

Was tun bei AC-Gelenksarthrose?

Therapie der ACG-Arthrose
  • Schmerzlinderung mit Antiphlogistika (Ibuprofen).
  • AC-Arthroskopie.
  • Gracilis-Sehnenplatik.

Das AC-Gelenk kann bei Arthrose minimalinvasiv operiert werden: Dabei wird das Gelenk von Osteophyten (Knochenanbauten) befreit

Wenn eine Bandverletzung am Schlüsselbein vorliegt, kann das Schulterblatt durch ein körpereigenes Sehnentransplantat wieder befestigt werden (Gracilis-Sehnenplastik).

Kalkschulter

Wenn Die Schulter auch nachts schmerzt und Sie nicht darauf liegen können, kann eine Kalkschulter vorliegen. Die Kalkschulter führt zu schmerzhaften Bewegungseinschränkungen der Schulter. Mit Kalkschulter können Sie den den betroffenen Arm nicht über Schulterhöhe oder über den Kopf heben.
Weiterlesen zu Kalkschulter

Entzündliche Ursachen von Schulterschmerzen

Es gibt viele Ursachen von Entzündungen. Dabei ist die eigentliche bakterielle Entzündung im Schultergelenk recht selten.

Häufiger sind Entzündungen auf Grund von schmerzhaften Veränderungen von Sehnen, Bändern und Gleitgeweben auf Grund von Überanstrengung. Dazu gehören auch degenerative Entzündungen der Rotatorenmanschette, Bizepssehne und der Schleimbeutel (Bursitis) im Schultergelenk.

Manche Entzündungen treten auf Grund langfristiger Veränderungen des Stoffwechsels auf, so z.B. bei Frozen Shoulder.

Schultergelenksentzündung oder Schleimhautentzündung (Synovitis)

Symptome der Gelenkschleimhautenzündung
  • Schwellung des Schultergelenks: Erguss oder "Wasser" in der Schulter
  • Stechende Schmerzen in der Schulter.
  • Hautrötung.

Das Schultergelenk ist - wie jedes Gelenk - innen von einer dünnen Gelenkschleimhaut ausgekleidet.

Diese Schleimhaut produziert Gelenksflüssigkeit (Synovialflüssigkeit oder Gelenkschmiere) zur Ernährung des Knorpels und zur Erhöhung der Gleitfähigkeit der Knorpelflächen im Schultergelenk.

An dieser Gelenkschleimhaut (Synovia) können Entzündungen auftreten, die die Gleitfähigkeit des Gelenks beeinträchtigen. Synovitis (oder Synovialitis) ist die nichtbakterielle Entzündung dieser Membran.

Durch Entzündung wird auch die Flüssigkeitsabsonderung erhöht: Es kommt zu einem schmerzhaften Erguss im Schultergelenk.

Ursache der Synovitis des Schultergelenks ist meist Überlastung oder eine Verletzung. Aber auch Viruserkrankungen, Stoffwechselerkrankungen (Gicht) oder Rheuma können zur Synovitis führen.

Was hilft bei Synovitis (Gelenksschleimhautentzündung) im Schultergelenk?

Therapie der Synovitis
  • Ruhigstellung und Entlastung
  • Kühlung
  • Schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente.
  • Schulterarthroskopie zur Entfernung der entzündeten Synovia.

Die wichtigste Maßnahme ist die Ruhigstellung und Entlastung der Schulter bei gleichzeitiger Kühlung. Schmerzlinderung mit Hilfe von entzündungshemmenden Medikamenten (Ibuprofen etc.) sollte mit dem Arzt abgesprochen werden.

Eine Synovitis kann durch Schulterarthroskopie behandelt werden: Die entzündete Schleimhaut wird dabei entfernt und wächst wieder als gesunde Schleimhaut nach. Bei bakteriellen Infektionen kann der Erreger durch eine Punktion des Schultergelenks nachgewiesen werden. Hier kann eine Behandlung durch Antibiotika. Oft muss sogar eine arthroskopische Spülung der Schulter mit Antibiotika helfen.

Entzündung des Schleimbeutels (Bursitis) in der Schulter

Symptome der Bursits der Schulter
  • Stechende Schulterschmerzen.
  • Besondere Schmerzen beim Armheben.
  • Nachtschmerzen.
  • Steifheit und Bewegungseinschränkung.
  • Manchmal Schwellung.

Die Schleimbeutel (Bursa) sorgen für die freie Beweglichkeit der Muskeln und Sehnen der Schulter gegeneinander.

Die vielen Muskeln und Sehnen der Schulter können sich dank der frei beweglichen Schleimbeutel mühelos gegeneinander verschieben.

Meist sind die Schleimbeutel (Bursa) im Schultergelenk problemlos und funktionieren einfach.

Doch sie können sich auch schmerzhaft entzünden: Reizungen, ungewohnte Belastungen oder Druck führt zu einer Entzündung des Schultergelenks. Meist tritt eine Bursitis des Schultergelenks auch als Begleiterkrankung zum subakromnialen Impingementsyndrom (Enge unter dem Schulterdach) auf: Bei Schulterimpingement kann es zu einer schmerzhaften Entzündung kommen. Sind die Schleimbeutel entzündet, führt das zu stechenden Schmerzen und Versteifung des Schultergelenks.

Was hilft bei Schleimbeutelentzündung der Schulter

Therapie der Bursitis
  • Kühlung mit kalten Kompressen.
  • Ruhigstellen.
  • Ibuprofen etc.
  • Warme Wickel die mit basischen Lösungen getränkt sind.
  • Operative Entfernung des Schleimbeutels.

Die erste Maßnahme gegen Schleimbeutelentzündung der Schulter ist Schonung und Ruhigstellung des Schultergelenks. Eine kühlende Kompresse kann abschwellen und Entzündungschmerzen reduzieren.

Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) können Schmerzen und Entzündung lindern.

Die arthroskopische Entfernung von vernarbten und entzündeten Schleimbeuteln kann diese Schulterschmerzen therapieren.
Weiterlesen zu Bursitis (Schleimbeutelentzündung)

Frozen Shoulder (Adhäsive Kapsulitis)

Symptome der Frozen Shoulder
  • Plötzliche Schulterschmerzen.
  • Fast immer einseitig.
  • Stechende Schmerzen.
  • Bewegungseinschränkung und Steifheit der Schulter.
  • Nachtschmerzen der Schulter.
  • Nach 4-6 Monaten nur noch Versteifung.
  • Später (ab 8.-12. Monat) über Monate dauerndes "Auftauen" der Schulter.

    Die Frozen shoulder ist eine schmerzhafte, nichtbakterielle Entzündung der Gelenkkapsel der Schulter. Dabei schrumpft und verklebt die Gelenkkapsel des Schultergelenks.

    Frozen Shoulder kann spontan entstehen: Man spricht hier von einer primären Frozen Shoulder.

    Dieses führt zu einer schweren, meist schmerzhaften Bewegungseinschränkung der Schulter. Die Ursache der primären Frozen shoulder ist noch immer nicht genau verstanden.

    Die Schultersteife kann auch als Folge einer Erkrankung oder Verletzung entstehen. hier spricht man von einer sekundären Frozen Shoulder

    Nach einer entzündlichen Akutphase bleibt die Schulter häufig über mehr als sechs Monate unbeweglich. Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen begünstigen die Frozen Shoulder. Die Frozen Shoulder löst sich meistens wieder spontan. Der Krankheitsverlauf über manchmal bis zu zwei Jahren ist für die betroffenen Patienten sehr einschränkend.
    Weiterlesen zu Frozen Shoulder (Adhäsive Kapsulitis)

    Was hilft bei Frozen Shoulder?

    Therapie der Frozen Shoulder
    • ZRT-Matrix-Therapie
    • Physiotherapie
    • Entzündungsmemmende Medikamente
    • Basenwickel an der Schulter.
    • Operation: Schulterarthroskopie.

    Frozen Shoulder wird fast immer konservativ behandelt. Sehr erfolgreich ist die Anwendung der physiotherapeutischen ZRT-Zell-Matrix-Therapie, um den entzündlichen Krankheitsverlauf deutlich abzukürzen. Sobald die Therapie der Entzündung erfolgreich war, kann mit Hilfe der Physiotherapie die Beweglichkeit des Schultergelenks trainiert werden. Als Eigenübung bei Frozen Shoulder hilfreich ist vor allem die Arm-Pendelübung.

    Als medikamentöse Therapie werden Entzündungshemmer wie Ibuprofen und Diclofenac verabreicht.

    In schweren Fällen kann versucht werden mit Hilfe der Schulterarthroskopie die Verklebung operativ zu lösen.

    Rheumatische Ursachen von Schulterschmerzen

    Symptome von Rheumaschmerzen der Schulter
    • Heftige Nachtschmerzen und Ruheschmerzen.
    • Tiefliegende Schmerzen.
    • Schwellung, Druckschmerzhaftigkeit und Überwärmung.
    • Steifheit der Schulter.
    • Beginnt häufig in den Fingern.
    • Allgemeine Erschöpfung, Müdigkeit.
    • Häufig Schmerzen beidseitig.

    Rheumatismus oder Polyarthritis ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von chronisch verlaufenden, entzündlichen Gelenkerkrankungen. Rheuma kann von den Gelenken auch auf Weichteile, Muskulatur und innere Organe übergreifen.

    Die Rheumatische Erkrankung wird stets durch Bluttests nachgewiesen. Auch entzündlich aktivierte Arthrose, wenn sie entzündlich aktiviert ist, kann zu rheumaähnlichen Symptomen führen. Durch eine internistische Untersuchung kann Rheuma als Ursache aber geklärt werden. Anders als Schulterarthrose beginnt Rheuma mit Veränderungen an den Fingergelenken und greift dann auf die Schulter über.

    Was hilft bei Rheumaschmerzen in der Schulter?

    Therapie von Rheumaschmerzen
    • Nichtsteroidale Antirheumatika.
    • Kortison.
    • Krankheitsmodifizierende Antirheumatika.
    • Physiotherapie, Ergotherapie

    Rheuma wird meist medikamentös mit antirheumatischen Schmerzmitteln und Entzündungshemmern behandelt.

    Zwischen den akuten Schüben sind intensive Bewegungsübungen, Bewegungsbäder und Physiotherapie angebracht, um die geschwächte Muskulatur wieder zu kräftigen.

    Neben den nur symptomatisch wirkenden Antirheumatika kennen die Rheumatologen noch krankheitsmodifizierende Antirheumatika, die nicht nur Schmerzen lindern, sondern auch das Rheuma beeinflussen (Methotrexat etc).

    Degenerative Erkrankung von Sehnen an der Schulter

    Einengung (Impingement) als Auslöser von Sehnen-Degeneration

    Schulterschmerzen bei Schulterimpingement Bei Schulterimpingement ist das Abspreizen des Armes - dabei vor allem der Winkel von 60°-90° - schmerzhaft.
    Symptome des Schulter-Impingements
    • Stechende, bewegungsabhängige Schulterschmerzen.
    • Tiefliegender Gelenkschmerz.
    • Seitliches Armheben ist zwischen 60° und 120° erschwert (painful arc).
    • Später Entzündung
    • Spätfolge Bursitis der Schulter, dann auch Ruheschmerz.

    Mit dem "Impingement der Schulter" ist die Einengung der Strukturen unter dem Schulterdach gemeint. Vor allem beim Abspreizen des Armes nach außen kommt es hier oft zum Kontakt zwischen dem Oberarmknochen und dem Schulterdach.

    Daurch kommt es immer zum Einklemmen von Muskeln und Sehnen. Vor allem die Supraspinatussehne der Rotatorenmanschette wird hierdurch beeinträchtigt. Die Supraspinatussehne degeneriert und kann irgendwann schon bei kleinen Belastungen reißen. Durch Riss der Supraspinatussehne wird die Enge unter dem Schulterdach noch vergrößert: Der Oberarm wird durch den Muskelzug ohne den Widerstand der Sehne weiter nach oben in Richtung Schulterdach gezogen.

    Das Engpass-Syndrom ist eine häufige Ursache von Schulterschmerzen. Der Verlauf alle wichtigen Muskeln und Sehnen unterhalb des Schulterdachs führt zu einer "Sollbruchstelle" in der Schulter. Werden diese weichteiligen Strukturen eingeengt. Es kommt zur Degeneration der Schultersehne oder zu Entzündungen. Besonders bei Belastung führt das Impingementsyndrom zu Schulterschmerzen.

    Handballer, Volleyballer, Tennisspieler, aber auch Überkopfarbeiter wie zum Beispiel Maler oder Arbeiter in der Industrie fordern die Beweglichkeit ihrer Schulter durch hohe Kraftentfaltung in der extremen Streckung heraus. Oft führt das zu den typischen Schulterschmerzen beim Impingementsyndrom.

    Die Schmerzen können von der Schulter in den Arm ziehen. Oft kann der Impingement-Schmerz der Schulter auch an den Ansatz des den Oberarm bedeckenden Deltamuskels. Für Patienten mit Impingementsyndrom ist dann oft überraschend, dass diese Muskelbeschwerden ihre Ursache im Gelenk selbst haben. Beim Abspreizen des Armes ist bei Impingement vor allem der Winkel von 60°-90° - also bis zum waagerecht ausgestreckten Arm - schmerzhaft (painful arc).
    Weiterlesen zum Thema Impingement der Schulter

    Was tun bei Schulterimpingement?

    Therapie des Schulterimpingements
    • Schmerzmittel
    • Physiotherapie
    • Operative Weitung des Subakromnialen Raumes.

    Im Vordergund der Therapie des Schulterimpingements steht die konservative Therapie. Die Schulterschmerzen können mit Hilfe von nichtsteroidalen Antirheumatika (Ibuprofen, Diclofenac) gelindert werden. Dazu gehört immer auch Entlastung: Die schmerzenden Bewegungen über Kopf sollten nicht mehr durchgeführt werden.

    Mit Hilfe von Physiotherapie kann das Schultergelenk wieder besser im Gelenk zentriert werden. Dafür muss die Muskulatur der Rotatorenmanschette langfristig gekräftigt werden. Geeignete Übungen bei Schulterimpingement zum Selbermachen finden Sie weiter unten.

    Durch Schulterarthroskopie kann Platz geschaffen werden: Dafür wird ein Teil des Schulterdachs mit einer Fräse abgetragen, um den Druck auf die Supraspinatussehne zu reduzieren.

    Entzündung und Riss Supraspinatussehne (Teil der Rotatorenmanschette)

    Riss der Supraspinatussehne
    • Schmerzen beim Armheben
    • Verspannung der Schulter und Nackenmuskeln.
    • Tiefliegende Schulterschmerzen
    • Ruheschmerzen.
    • Nachtschmerzen.

    Die Supraspinatussehne ist ein Teil der Rotatorenmanschette- sie verläuft zwischen Oberarm und Schulterdach. Durch diesen Verlauf ist die Supraspinatussehne bei Schulterimpingement besonders gefährdet, an Verschleiß oder Abnützung zu erkranken. Ein Sturz oder ein kleines Trauma ist dann häufig nur noch der letzte Auslöser für einen Riss der Supraspinatussehne, der sich als chronischer Prozess schon über Jahre andeutet. Eine Ruptur der Supraspinatussehne ist besonders schmerzhaft beim Abspreizen des Armes nach außen.
    Weiterlesen zum Thema Rotatorenmanschette

    Therapie des Risses der Supraspinatussehne

    • Entzündungshemmende Medikamente.
    • Physikalische Therapie.
    • Krankengymnastik.
    • Naht der Supraspinatussehne

    Entzündung und Ruptur der Bizepssehne

    Symptome des Bizepssehnen-Risses
    • Muskelschwäche im Oberarm.
    • Beim Abriss: Stechender Schmerz.
    • Probleme beim Heben von Gegenständen.
    • Probleme beim Einwärtsdrehen des Unterarmes.
    • Verschiebung des Muskelbauchs in Richtung Unterarm.

    Häufig begleitend zur Erkrankung der Supraspinatussehne sind Entzündungen oder gar eine Ruptur der Bizepssehne Auslöser von Schulterschmerzen. Die Bizepssehne wird bei Schulterimpingement ebenfalls unter Druck gesetzt, wird permanent gequetscht, und kann sich schmerzhaft entzünden.

    Ist die Bizepssehne lediglich gereizt, spricht man von Bizepssehnentendinitis. Ein typischer Test der Bizepssehnenfunktion ist die Beugung des Armes im Ellenbogen gegen einen Widerstand. Der Arzt kann auch durch Druck auf den vorderen Bereich der Rotatorenmanschette einen typischen Schulterschmerz auslösen. Bei langdauerndem Verschleiß der Bizepssehne kann es auch zu einer Ruptur kommen: Nach Ruptur zeigt sich eine typische Verdickung des nach Sehnenriss tief sitzenden Muskelbauches des Bizepsmuskels.

    Was tun bei Riss der Bizepssehne

    Therapie des Bizepssehnenrisses
    • Ruhigstellung mit Gipsverband.
    • Operative Naht der Bizepssehne.

    Die Wiederherstellung der Sehnenfunktion ist nur durch ein operatives Wiederannähen der Bizepssehne möglich.

    Wenn es Operationsrisiken gibt, die das Wiederannähen verhindern, wird nach Bizepssehnenriss der Oberarm für eine Woche ruhig gestellt.

    Psyche, Überlastung, Nerveneinklemmung

    Der schmerzauslösende Mechanismus, mit dem Verspannungen, Stress oder Nerveneinklemmungen heftige Schulterschmerzen verursachen können, wird immer besser verstanden.

    Wenn Muskelverspannungen permanent werden sinkt die Stoffwechselaktivität drastisch ab. Die Gewebe werden nicht mehr gut mit Sauerstoff versorgt. Unterversorgte Muskulatur wird hart, weil die Energiebildung im Gewebe nicht mehr intakt ist. Man spricht hier von kontrakter Muskulatur

    Muskelverspannungen:

    • Stechende oder dumpfe Schmerzen
    • Steifheit in Schulter und Nacken.
    • Bewegungsabhängige Schmerzen.
    • Verhärtete Muskulatur.

    Ursache von Muskelverspannungen der Schulter ist häufig monotone Arbeit in verkrampften Positionen in Verbindung mit Bewegungsmangel die Ursache der Schulterschmerzen. Die Verspannung reduziert den Stoffwechsel in der die Schulter umgebende Muskulatur. Die Muskulatur wird also immer härter. Das ist ein sich selbst verstärkender Teufelskreis.

    Was tun bei verkrampfer Schultermuskulatur?

    Therapie von Muskelverspannung
    • Schmerzmittel.
    • Mittel gegen Muskelkrämpfe.
    • Ausreichend Bewegung.
    • ZRT®-Matrix-Therapie
    • Physiotherapie, Massage, Dehnung.

    In der Regel können wir verkürzte und verhärtete Muskeln und ihre Umgebung nur mit Physiotherapie, insbesondere mit stoffwechselfördernder Zellbiologischer Regulationstherapie, durchbrechen können.

    Psychische Komponenten wie Konflikte oder Stress erhöhen weiterhin die Spannung der Schultermuskulatur und können zu chronischen Schulter- und Nackenschmerzen führen. Verspannungen im Schulter-Nackenbereich können aber auch die Folge eines Sehnenrisses (Rotatorenmanschettenruptur) sein. Die Verspannung entsteht, wenn andere Muskeln versuchen, die ausgefallene Funktion bei der Stabilisierung der Schulter zu übernehmen.

    Muskuläre Dysbalancen am Schultergelenk

    Muskuläre Ungleichgewichte am Schultergelenk können zu einer Vielzahl an oft diffusen Beschwerden führen. Ursache ist oft die sitzende Lebensweise mit nach vorne hängenden Schultern. Der Brustmuskel verkürzt sich, das Schlüsselbein wird nach vorne gezogen. Dadurch vermindert sich der Raum unter dem Schulterdach, der zur für Bewegungen Verfügung steht. Man bezeichnet diese Situation als Scapuladyskinesie. (Scapula = Schulterblatt, Dyskinesie=Bewegungsstörung). Aus dieser im Alltag antrainierten Bewegungsstörung resultieren diffuse Schulterschmerzen im Gelenk. Teilweise auch springende Schmerzen an verschiedene Schulterregionen (Schulterblatt, Schultereckgelenk, Schlüsselbein, Brustbein). Die Scapula-Dyskinesie kann vor allem mit Hilfe physiotherapeutischer Methoden (v.a. ZRT-Matrix-Therapie und Trainingstherapie) sehr gut behandelt werden.

    Konservative Behandlung der Schulterschmerzen

    Konservative Therapie

    • Physiotherapie
    • ZRT®-Matrix-Therapie
    • Stoßwellentherapie
    • Entzündungshemmende Schmerztabletten
    • wIRA-Lampe (Wärmetherapie durch wassergefiltertes Infrarot)
    • Säure-Basentherapie (Basensalze, Balneotherapie, Warme Wickel)

    Schulterschmerzen lassen sich mit wenigen Ausnahmen sehr gut durch konservative Verfahren behandeln. Grundlage jeder Behandlungsentscheidung ist natürlich eine genaue Diagnose: Art und Stadium der Erkrankung müssen genau bestimmt werden. Erst dann kann ein passender Behandlungsplan für die konservative Therapie erstellt werden.

    Unabhängig von der Diagnose kann Schulterschmerz in der Regel mit physikalischer Therapie gelindert werden. Die Verfahren der Zellbiologischen Regulationstherapie (ZRT-Matrix-Therapie) haben sich gerade bei Schulterbeschwerden sehr gut bewährt.

    Einfache Übungen für zu Hause bei Schulterschmerzen

    Die Funktion der Schulter ist von der gleichmäßigen Spannung der Muskeln anhängig, die das Gelenk als funktioneller Ring umgeben: Der Rotatorenmanschette. Übungen, die die Funktion der Rotatorenmanschette stärken, wirken direkt gegen Schulterschmerz. Eine bessere Funktion der Schulter sowie Zentrierung des Schultergelenks durch eine angemessen arbeitende Rotatorenmaschette beugt auch Schulterarthrose und Schulterimpingement vor. Diese Übungen sind auch geeignet, Schulterschmerzen bei Schulterarthrose zu vermindern und die Arthrose zu verlangsamen.

    Übung 1: Durch den "Seilzug" die Beweglichkeit des Schultergelenks verbessern

     Schulter-Übung 1: Durch den Seilzug die Beweglichkeit des Schultergelenks verbessern Schulter-Übung 1: Durch den Seilzug die Beweglichkeit des Schultergelenks verbessern. © Gelenk-Klinik.de

    Durchführung: "Seilzug" Schulter durch ein in der Tür eingeklemmtes Seil nach oben ziehen - so hoch wie möglich. Bis zu 10 mal wiederholen.

    Sinn der Schulterübung: Mobilisieren, also beweglich machen der Schulter. Anregen des Stoffwechsels, etwa bei Frozen Shoulder, Schulterimpingement, Rotatorenmanschettenriss.

    Übung 2: Gegen Widerstand mit der Schulter nach unten ziehen

     Übung 2: Gegen Widerstand mit der Schulter nach unten ziehen Übung 2: Gegen Widerstand mit der Schulter nach unten ziehen © Gelenk-Klinik.de

    Durchführung: Nach unten ziehen" In der Tür eingeklemmtes Theraband nach unten ziehen, Training der Adduktoren des Schultergelenks. Vorsicht: Ausweichbewegung vermeiden, Schulter nicht nach oben ziehen.

    Sinn der Schulterübung:Führt zur Normalisierung der Position des Schulterkopfes bei Schulterimpingement.

    Übung 3: Wischübung I zur Seite"

     Schulter-Übung 3: Wischübung I verbessert die Beweglichkeit der Schulter Schulter-Übung 3: Wischübung I verbessert die Beweglichkeit der Schulter. © Gelenk-Klinik.de

    Durchführung: Mit angewinkeltem Arm langsam über eine Tischplatte wischen, Ausweichbewegung der Schulter vermeiden; leichter Einsatz des Körpergewichts.

    Sinn der Schulterübung: Dehnung der Schulter bei Schultersteife, Mobilisierung und Verbesserung des Schulterstoffwechsels.

    Übung 4: Wischübung II nach vorne

     Schulter-Übung 4: Wischübung II nach vorne Schulter-Übung 4: Wischübung II nach vorne © Gelenk-Klinik.de

    Durchführung: Gerade nach vorne wischen und dadurch Schulter mobilisieren. Bis zu 10 mal Wiederholen.

    Sinn der Schulterübung: Mobilisierung bei Schultersteife (Frozen Shoulder) und Einengung der Schulterkapsel.

    Übung 5: Mit dem Armpendel die Bildung von Gelenkschmiere fördern

     Schulter-Übung 5: Mit dem Armpendel die Bildung von Gelenkschmiere fördern Schulter-Übung 5: Mit dem Armpendel die Bildung von Gelenkschmiere fördern. © Gelenk-Klinik.de

    Durchführung: Arm locker herabhängen lassen und die Schulter ohne Gewicht oder mit leichtem Gewicht locker pendeln lassen. Auch eine Wasserflasche kann das Gewicht ersetzen.

    Sinn der Schulterübung: Entlastung der Schulter, Regeneration von Schulterknorpel bei Arthrose oder Ruptur der Rotatorenmanschette. Bei Schulterarthrose wird durch das Armpendel die Bildung von Gelenkschmiere gefördert.

    Übung 6: Durch Brustmuskeldehnung die Zentrierung des Schultergelenks fördern.

     Schulter-Übung 6: Durch Brustmuskeldehnung die Zentrierung des Schultergelenks fördern. Schulter-Übung 6: Durch Brustmuskeldehnung die Zentrierung des Schultergelenks fördern. © Gelenk-Klinik.de

    Durchführung: Schulter bzw Brustmuskeln durch Anlehnen im Türrahmen aufdehnen.

    Sinn der Schulterübung: Zentrierung der Schulter in der Mitte (hängt nicht mehr nach vorne) Aufrichtung des Rückens und der Schulter, Normalisierung der Position des Schultergelenks.

    Übung 7: Durch Außenrotation das Schultergelenk zentrieren.

     Schulter-Übung 7: Durch Außenrotation das Schultergelenk zentrieren. Schulter-Übung 1: Durch Außenrotation das Schultergelenk zentrieren. © Gelenk-Klinik.de

    Durchführung: Ellenbogen am Körper anlegen und waagerecht ausgestreckte Unterarme nach außen bewegen.

    Sinn der Schulterübung: Zentriert die Schulter, beugt Schulterimpingement vor, bekämpft akute Schulterschmerzen nach langem Sitzen, stärkt die Außenrotatoren und kräftigt die Rotatorenmanschette.

    Übung 8: An der Wand abstützen

     Schulter-Übung 8: An der Wand abstützenSchulter-Übung 8: An der Wand abstützen und Schulterblätter nach hinten ziehen. © Gelenk-Klinik.de

    Durchführung: "An der Wand abstützen" und Schulterblätter nach hinten ziehen und wieder entspannen.

    Sinn der Schulterübung: Normalisiert die Position der Schulterblätter, hilft gegen Schulterschmerzen nach langem Sitzen oder Autofahrten.

    Übung 9: Schulter und Nackenmuskel dehnen

     Schulter-Übung 9: Schultermuskel dehnen, achten Sie auf die abgespreizte Hand zur Verstärkung der Dehnung Schulter-Übung 9: An der Wand abstützen und Schulterblätter nach hinten ziehen. © Gelenk-Klinik.de

    Durchführung: "An der Wand abstützen" und Schulterblätter nach hinten ziehen und wieder entspannen.

    Sinn der Schulterübung:Hilft gegen Schulterschmerzen und Nackenschmerzen nach langem Sitzen, Entspannung der Schulternackenmuskulatur.

    Übung 10: Schulter nach Oben ziehen

     Schulter-Übung 10: Schulter nach Oben ziehen Schulter-Übung 10: Schulter nach oben ziehen © Gelenk-Klinik.de

    Durchführung: Schulter nach oben ziehen:" Schulter mit leichtem Gewicht (Flasche, 1 kg hanteln) nach oben ziehen, dann nach hinten kreisend wieder fallen lassen.

    Sinn der Schulterübung:Zentrierung der Schultern, hilft gegen Schulter und Nackenschmerzen.

    Operation zur Behandlung des Schulterschmerzes

    Eine Therapie der Schulterbeschwerden kann nach genauer Diagnosestellung und erweiterter Krankengymnastik auch operativ erfolgen. Wann eine operative Therapie von Schulterschmerzen notwendig ist, kann nur gesagt werden, wenn die genaue Diagnose und damit auch der Verlauf bekannt ist.

    Eine Operation ist meist dann erforderlich, wenn ein struktureller Schaden des Schultergelenks vorliegt:

    • Risse z.B. der Supraspinatussehne oder der Bizessehne
    • Humerusfraktur (Oberarmfraktur)
    • AC-Gelenksfraktur
    • Verschleiß der Gelenkfläche.

    Es gibt auch entzündliche oder degenerative Veränderungen des Schultergelenks, die eine Operation notwendig machen können:

    • Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
    • Entzündung der Gelenkschleimhaut (Synovialitis)
    • Frozen Shoulder (Adhäsive Capsulitis)
    • Bakterielle Infektion des Schultergelenks

    Schulterarthroskopie oder offene Operation des Schultergelenks?

    Grundsätzlich stehen offene und arthroskopische Operationsverfahren zur Verfügung. Bei der offene Operation wird über einen langen Hautschnitt das Operationsgebiet freigelegt und kann vollständig direkt eingesehen werden.

    Arthroskopische Operation von Schulterschmerzen

    Bei der arthroskopischen Schulteroperation müssen lediglich 0,5 - 1 cm lange Hautschnitte gesetzt werden, durch die schmale Schläuche in das Gelenk eingeführt werden. Durch diese Schläuche können ohne weiteren Schnitt Sichtgeräte und operative Instrumente in das Schultergelenk eingebracht und dort zu allen anatomischen Strukturen navigiert werden. Arthroskopische Schulteroperationen sind auch nach der Operation wesentlich schmerzfreier: Es werden bei diesen minimalinvasiven Eingriffen lediglich kleine Schnitte unter 1 cm gesetzt, durch die Instrumente in schmalen Schläuchen unter Kamerasicht eingeführt werden.

    Die überwiegende Zahl der Schulteroperationen wird arthroskopisch durchgeführt. Mit hinreichender klinischer Erfahrung können auch komplexe Sehnen-Naht Operationen, Schleimbeutelentfernung, Schleimhautentfernungen, Entfernung von Kalkdepots unter Arthroskopischer Sicht durchgeführt werden.

    Der besondere Vorteil der arthroskopischen Operation erklärt sich dadurch, dass keine großflächigen Durchtrennungen von Haut, Weichteilen und anderen Geweben notwendig sind, um in das Operationsgebiet zu gelangen.

    Das Operationsgebiet wird durch eine kleine Kamera direkt besichtigt, die am Ende eines Stabes oder eines Schlauches befestigt ist.

    Daher entstehen auch - im Vergleich zu offenen Operationen - viele geringere Traumata und Narben, die später ihrerseits zu Schulterschmerzen führen können. Auch die postoperative Komplikationswahrscheinlichkeit ist durch die geringere Narbengröße und den schnelleren Heilungsprozess stark vermindert. Schon am Tag nach der arthroskopischen Operation beginnt in der Regel schon wieder das Bewegungstraining der Schulter, weil die Operationen keine großen Verletzungen setzen.

    Knorpeltherapie und Knorpeltransplantation

    Einer der häufigsten Gründe für Schulterschmerzen ist Gelenkverschleiß im Schultergelenk: Wenn die Knorpelfläche des Schultergelenks beschädigt ist, ist das Risiko für schmerzhafte Schulterarthrose deutlich erhöht. Die Knorpeltherapie versucht also, das für die Gleitfähigkeit der Gelenkflächen der Schulter unverzichtbare Knorpelgewebe zu regenerieren. Für die Regeneration der Knorpelschichten der Gelenkflächen gibt es einige arthroskopisch durchführbare Operationsmethoden:

    • Mikrofrakturierung der Schulter:
      Mit dem Tasthaken wird eine Knochenlamelle in der Gelenkfläche absichtlich verletzt. Das in das Gelenk einströmende Blut regt die Bildung von bindegwebigem Ersatzknorpel an.
    • Autologe Matrixinduzierte Chondrogenese (AMIC):
      Bei größrenen Defekten kann die Mrikrofraktureirung mit einer Membran kmbiniert werden, in die Knorpelzellen einwandern können, die dann wieder hyalines (wasserbindendes, elastisches) Bindgewebe bilden.
    • Autologe Chondrozytentransplantation (ACT):
      Bei der autologen Knorpeltransplantation wird dem Patienten eine kleine Menge körpereigener Gelenkknorpel entnommen. Aus diesem Knorpel werden die lebenden Knopelzellen entnommen und in einem Speziallabor im Brutschrank vermehrt. Diese Knorpelzellen können nach sechs bis acht Wochen wieder in den Bereich des Knorpeldefektes eingebracht werden. Dort bilden die Chrondrozyten das hyaline Bindegwebe und regenerieren den natürlichen Gelenkknorpel.

    Die neugebildeten Ersatzknorpel oder Knorpelgewebe verbessern die Beweglichkeit des Schultergelenks und beugen der Entwicklung der schmerzhaften Schulterarthrose vor.

    Schulterendoprothese nach Zerstörung der Gelenkflächen

    schulterprothese Schultergelenk mit Schultertotalendoprothese: Wenn die Gelenkfläche des Schultergelenks zerstört ist, dann die Schulterprothese die Beweglichkeit wiederherstellen. © Viewmedica

    Nach schweren Frakturen des Schultergelenks oder nach Schulterarthrose ist schmerzfreie Beweglichkeit der Schulter manchmal vollständig zerstört. In diesen Fällen kann ein Schulterprothese die Beweglichkeit wiederherstellen.

    Mehr Informationen zu Schulteroperationen

    Literaturangaben
    • Spezialgebiete aus der Schulter- und Ellenbogenchirurgie 2: Update 2006 (German Edition). (2006) (1 ed). Steinkopff.
    • Echtermeyer, V. & Bartsch, S. (2005). Praxisbuch Schulter : Verletzungen und Erkrankungen systematisch diagnostizieren, therapieren, begutachten ; 10 Tabellen. Thieme.
    • Gohlke, F. & Hedtmann, A. (2002). Handbuch Orthopädie, Schulter. Thieme, Stuttgart.
    • Kühlwetter, K., Lehmann, M. & Gokeler, A. (2007). Schulter-Schluss: Aktiv gegen den Schulterschmerz (German Edition) (1. Aufl. 2 ed). Steinkopff.
    • Rupp, S., Seil, R. & Kohn, D. (2000). [Tendinosis calcarea of the rotator cuff]. Der Orthopäde, 29, 852-67.
    • van der Heijden, G. J. (1999). Shoulder disorders: a state-of-the-art review.. Baillière`s best practice & research. Clinical rheumatology, 13, 287-309.
    Bewertung: 
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    Patientenvortrag 26.06.18, 19:30

    "Schulterschmerzen"
    Martina Wetzel, Physiotherapeutin Martina Wetzel, Physiotherapeutin
    "Selbsthilfe und Übungen bei Schulterschmerzen"
     
    Prof. Dr. med. Sven Ostermeier, Facharzt für Orthopädie Prof. Dr. med. Sven Ostermeier
    "Wenn es in der Schulter knirscht und zwickt: Moderne Therapie"

    Orthopädie der Schulter

    Prof. Dr. Sven Ostermeier, Facharzt für Orthopaedie in Freiburg

    Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

    Facharzt für Orthopädie

     
    PD. Dr. med. Bastian Marquaß, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

    PD. Dr. med. Bastian Marquaß Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie