Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
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Physikalische Therapie

Bei der physikalischen Therapie nutzt man die Reaktion des Körpers auf physikalische Reize aus. Bei der Physiotherapie oder manuellen Therapie wird mit Bewegungsreizen oder mit Mobilisierung und Kräftigung gearbeitet. Bei der physikalischen Therapie kommen Wärme, Kälte, elektrische Reize, mechanische Reize (biomechanische Stimulation oder BMS) Licht oder Wasser zum Einsatz. Die durch diese Reize im Körper hervorgerufen und Reaktionen sind häufig schmerzlindernd oder haben eine therapeutische Wirkung.

Physikalische Therapien

Mit Hilfe von Physikalischen Therapien werden natürliche (physis, griech. natur) Maßnahmen bei einem breiten Spektrum in der Orthopädie zur Unterstützung eingesetzt. Sie fördern die Körperfunktionen und tragen bei akuten wie chronischen Schmerzzuständen zur Linderung und Heilung bei. Abgestimmt auf das persönliche Krankheitsbild des Patienten werden gezielte Maßnahmen eingesetzt.

Stoßwellentherapie - (ESWT) regeneriert Knochen, Sehnen und Bänder

Seit etwas mehr als zehn Jahren steht mit der Stoßwellentherapie eine neue Therapieform zur Verfügung, die in vielen Fällen eine schonende Behandlung von Entzündungen, Verkalkungen oder Verletzungen verspricht.

Stoßwellentherapie hat zudem praktisch keine Nebenwirkungen und macht viele Operationen unnötig.

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bietet eine konservative Möglichkeit zur Behandlung verschiedener orthopädischer Erkrankungen. Stoßwellen sind energiereiche Wellen, die Wasser und Weichteilgewebe durchdringen können. Trifft eine Stoßwelle auf einen Festkörper (z. B. Kalkablagerungen in Sehnen), entlädt sie ihre Energie. Auf diese Weise können verschiedene Arten von Sehnenentzündungen wie die Achillessehnenentzündung (Achillodynie) oder Tennis- bzw. Golferellenbogen (Epikondylitis) ohne Operation behandelt werden. Auch bei schlecht heilenden Knochenbrüchen oder bei einer Kalkschulter (Tendinosis calcarea) kommt das Verfahren erfolgreich zum Einsatz.

Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS): den Schmerz mit eigenen Waffen schlagen

Transkutane Elektrische Nervenstimulation zur Behandlung von akuten und chronischen SchmerzenDie Transkutane Elektrische Nervenstimulation ist ein konservatives Verfahren zur Behandlung akuter und chronischer Schmerzen. © Köpenicker, Fotolia

Die Transkutane Elektrische Nervenstimulation (TENS) ist ein elektromedizinisches Therapieverfahren, welches vor allem zur Behandlung von Schmerzen und zur Muskelstimulation eingesetzt wird.

Die elektrische Reizung von Hautarealen erfolgt über Oberflächenelektroden mit dem Ziel, durch die Stimulation die Schmerzwahrnehmung zu hemmen.

Elektrotherapie

Zur Muskelstimulation und Schmerzbehandlung

In der Elektrotherapie kommen verschiedenste Stromformen zur Anwendung. Man verwendet Gleichstrom, niederfrequente Reiz­ströme, Mittelfrequente Ströme, Hochfrequenz­therapie (z.B. Kurzwelle, Mikrowelle). Weitere Bestandteile der Elektrotherapie sind das TENS-Verfahren (Transkutane Elektrische Nervenstimulation) als wichtiges Element in der Schmerztherapie und die EMS (Elektrostimulation des muskulären Systems/Elektrische Muskelstimulation) zur Muskelkräftigung.

Ultraschalltherapie zur Behandlung verschiedener Erkrankungen des Bewegungsapparates

Ultraschalltherapie bei Schmerzen im EllenbogenDauerhafte Überbelastung (z. B. beim Sport) kann zu Reizungen an Sehnenansatzstellen führen. Vor allem im Ellenbogen oder in der Achillessehne kommt es auf diese Weise zu starken Schmerzen, die mittels Ultraschalltherapie behandelt werden können. © Werner, Fotolia

Hochfrequenter Ultraschall wurde in der Medizin lange Zeit nur zu diagnostischen Zwecken eingesetzt. Dabei hat er auch eine therapeutische Wirkung, denn die Energiewellen unterstützen die Selbstheilung des Gewebes bei verschiedenen Erkrankungen des Bewegungsapparates, Entzündungen, Knochenbrüchen oder nach Operationen.

Ultraschallwellen erzeugen einen Druckwechsel im Gewebe (mechanische Vibrationswirkung) und werden zum Teil in Reibungsenergie (thermische Wärmewirkung) umgewandelt. Sie wirken schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, muskelentspannend und lösen Verklebungen. Außerdem regen sie die Geweberegeneration und die Knochenbruchheilung an. Die Eindringtiefe und Wärmewirkung der Ultraschallwellen sind frequenzabhängig und individuell festzulegen. Die schonende Behandlung mittels Schallwellen ist nahezu frei von Nebenwirkungen und gilt daher als bewährte Maßnahme der konservativen Therapie.

Kältetherapie und Wärmetherapie

Eine der häufigst gestellten Fragen in der orthopädischen Sprechstunde zielt auf die Applikation von Wäre bzw. Kälte.

Generell ist zu sagen, dass bei allen entzündlichen aktiven Prozessen (akute Schleimbeutelentzündung, akute Tendinitis calcarea, akute Arthritis) in der Regel Kälte anzuwenden ist, da der floride Entzündungsprozess durch Wärmezufuhr noch gesteigert und damit die Schmerzen verstärkt würden.

Umgekehrt ist Wärme insbesondere im Wirbelsäulenbereich immer dann indiziert, wenn massiv verspannte Muskelgruppen durchblutungsgemindert sind, und es dadurch zu einem pH-Wertabfall mit Gewebsazidose Anreicherung von sauren Stoffwechselprodukten im Gewebe kommt, welche die Chemorezeptoren reizen.

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