Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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79194 Gundelfingen
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Orthopaedische Spezialisten für Hüfte, Hüftschmerzen, Hüftarthrose

Hüftschmerzen und Leistenschmerzen richtig verstehen

  1. Wo treten die Hüftschmerzen auf?
  2. Wie schmerzt die Hüfte?
  3. Ursachen für Hüftschmerzen
  4. Diagnose: Wie untersucht der Arzt Hüftschmerzen?
  5. Was tun bei Hüftschmerzen?
  6. Operative Behandlungsmethoden bei Hüftschmerzen
  7. Hüftschmerzen vorbeugen: Übungen für zuhause
HüftschmerzenSchmerzen an der Hüfte können nach starker körperlicher Beanspruchung, aber auch ganz unabhängig davon auftreten. © peterschreiber.media, Fotolia

Hüftschmerzen gehören zu den am weitesten verbreiteten Gelenkschmerzen. Sie sind für Patienten ohne ärztliche Unterstützung schwer zu beurteilen. Bei schweren oder lang andauernden Hüftschmerzen empfehlen wir daher stets die Unterstützung durch einen Hüftspezialisten.

Wo treten die Hüftschmerzen auf?

Hüftschmerzen machen sich oft im Bereich der Leisten, im "Knick" zwischen Oberschenkel und Unterbauch bemerkbar. In vielen Fällen strahlen sie auch in eines oder beide Beine aus. Umgekehrt können Schmerzen aus der Lendenwirbelsäule in die Hüftregion ausstrahlen.

Manchmal sind auch die Muskulatur, Nerven oder inneren Organe in der Nähe der Hüfte Ursache der Hüftschmerzen und nicht die Hüfte selbst. Auch Schleimbeutelreizungen können Druckschmerzen verursachen.

Schleimbeutelentzündung: Hüftschmerzen außen

Schmerzt die Hüfte dumpf und beständig an der Außenseite, kommt vor allem eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis trochanterica) infrage. Hier sind am Trochanter major (seitlicher Knochenvorsprung des Oberschenkelknochens) liegende Gewebe besonders anfällig. Diese sind vor allem beim Liegen auf der Seite betroffen. Die Bursitis trochanterica verursacht aber auch unter Belastung – wie beispielsweise beim Treppensteigen – Hüftschmerzen außen am Oberschenkel.

Andere Schleimbeutel wie die Bursa iliopectinea in der Leiste verursachen eher Schmerzen in Rückenlage.

Hüftschmerzen einseitig oder beidseitig

Einseitige Hüftschmerzen durch:

Einseitige Hüftschmerzen sind die Regel. Das gleichzeitige Auftreten von Hüftschmerzen auf beiden Seiten ist selten. Fast immer ist eine Seite mehr betroffen. Es kann aber auch zu beidseitigen oder die Seite wechselnden Beschwerden kommen.

Beidseitige Schmerzen durch:

  • Rheuma
  • Gicht
  • Polyneuropathie (stoffwechselbedingte Nervenerkrankung)
  • Erkrankung der Blutgefäße (pAVK = periphere arterielle Verschlusskrankheit)

Die Ursachen für einseitige Hüftschmerzen sind sehr vielfältig und die richtige Diagnose zu finden ist nicht einfach. Für einen zufriedenstellenden Therapieerfolg ist die Abklärung der Ursachen aber unabdingbar.

Beidseitige Hüftschmerzen haben meist andere Ursachen als einseitige Hüftschmerzen. Stoffwechselerkrankungen wie Gicht (Erkrankung des Harnsäurestoffwechsels) oder entzündliche Autoimmunerkrankungen wie Rheuma betreffen oft den ganzen Körper und können zu beidseitigen Hüftschmerzen führen. Als Folge von akuter Überlastung können Hüftschmerzen aber sowohl ein- als auch beidseitig auftreten.

Frau mit einseitigen Hüftschmerzen.Einseitige Hüftschmerzen sind häufiger als beidseitige Hüftschmerzen. © Dan Race, Fotolia

Hüftschmerzen als Folge eines Unfalls oder eines Traumas (Sturz oder Schlag) treten dagegen fast immer einseitig auf.

Auch neurologische Auslöser von Hüftschmerzen, etwa durch einen Bandscheibenvorfall (Ischiasschmerz), betreffen fast immer nur eine Seite der Hüfte.

Hüftschmerzen in Ruhe bzw. im Liegen

Schmerzen beim Liegen durch:

Hüftschmerzen im Liegen oder in Ruhe können verschiedene Ursachen haben. Wenn wir liegen, wirkt die Schwerkraft nur gering auf unseren Körper ein. Die Statik des Beckens und der Hüfte spielt eine untergeordnete Rolle.

Für die Hüftschmerzen im Liegen bestehen daher im Vergleich zu den Schmerzen unter Belastung ganz andere Auslöser. Trotzdem kann die aktuelle Belastung die im Liegen auftretenden Hüftschmerzen beeinflussen.

Fallbeispiel: Knorpelschaden der Hüfte

Auch der Knorpelschaden als Vorstufe der Hüftarthrose kann Ursache für Hüftschmerzen in Ruhe sein. Der klassische Fall ist ein sportlicher Patient, der nach Belastung (z. B. Fußball oder Laufen) am Abend oder 6 Stunden nach der Aktivität Schmerzen mit Einschränkungen beim Gehen verspürt. Die Hüftschmerzen können nach der Aktivität die Nachtruhe stören.

Auch eine Infektion oder eine Beteiligung der Nerven führen typischerweise zu Hüftschmerzen im Liegen. Zudem können Schmerzen aus der Lendenwirbelsäule und den Beckenbändern oder aus dem Kreuzdarmbeingelenk in die Hüfte ausstrahlen. Die alltägliche Belastung im Stehen reizt diese Strukturen. Sie machen sich häufig aber erst nach der Belastung im Liegen bemerkbar. Auch ein Bandscheibenvorfall mit Beteiligung der Nervenwurzeln kann auf diese Weise Symptome verursachen. Jede Erkrankung mit Nerveneinklemmung verursacht häufig beim Liegen oder in der Nacht Beschwerden.

Bei Ursache innerhalb des Hüftgelenks sind die Hüftschmerzen beim Liegen immer auf eine Schleimbeutelentzündung oder eine Knochenerkrankung zurückzuführen.

Auch Stressfrakturen im Hüftgelenk durch übermäßige Belastungssteigerung im Freizeitsport sehen wir in den letzten Jahren häufiger.

Hüftschmerzen beim Sitzen

Ursachen für Hüftschmerzen beim Sitzen:

  • Hüftimpingement
  • Piriformis-Syndrom
  • Coxarthrose (Hüftarthrose)

Hüftschmerzen, die beim Sitzen oder nach längerem Sitzen auftreten, gehen häufig auf Probleme mit dem Musculus piriformis (birnenförmiger Muskel) zurück. Dieser Gesäßmuskel verläuft vom Kreuzbein zum Trochanter major, einem Knochenvorsprung an der Außenseite des Oberschenkelknochens. Durch seine Nähe zum Ischiasnerv, der vom Rücken in die Beine zieht, kann es an dieser Stelle zu Beschwerden kommen. Drückt der Piriformismuskel auf den Ischiasnerv, sind Hüftschmerzen und Taubheitsgefühle in der Hüfte oder in den Beinen nach längerem Sitzen die Folge.

Aber auch ein Hüftimpingement oder eine Hüftarthrose können ursächlich für Hüftschmerzen nach längerem Sitzen sein.

Tiefliegende Hüftschmerzen und Leistenschmerzen

Die oft gestellte Diagnose Leistenbruch bei Sportlern ist bei uns weit seltener ursächlich für Leistenschmerzen als häufig beschrieben wird. Nur etwa 2 % der Leistenschmerzen werden durch diese Schwächung der Bauchwand hervorgerufen.

Symptome Leistenschmerz:

  • scharfer, stechender Schmerz
  • dumpfer Schmerz
  • Druckgefühl
  • Beule oder Hernie in der Leiste (Vorwölbung der Bauchdecke)

Der Leistenschmerz ist ein häufig beschriebenes Symptom in der Sprechstunde der Gelenk-Klinik. Bei Sportlern ist der Leistenschmerz eine extrem häufige Ursache für Trainings- und Wettkampfausfälle. Statistisch fallen mehr als die Hälfte aller Fußballprofis mehr als einmal in Ihrer Laufbahn wegen Leistenschmerzen aus. Die Anatomie der Leiste ist sehr kompliziert. Die eng benachbart liegenden Strukturen der Leiste sind:

  • Hüftgelenk mit Knochen, Knorpel, Gelenklippe (Labrum), Bändern, Muskeln, Sehnen und Schleimbeuteln
  • außerhalb der Hüfte liegende Nerven, die durch Nervenengpässe oder Reizungen der Nervenwurzeln zu Beschwerden in der Hüfte führen können
  • Wirbelsäule und Becken
  • innere Organe (z. B. Darm, Genitalorgane)

Die vielen möglichen Ursachen der Leistenschmerzen machen es notwendig, zur Diagnosesicherung ein Team an spezialisierten Ärzten einzubeziehen.

Die klare Schmerzzuordnung ist bei Leistenschmerzen erst durch Kenntnis der komplexen Differentialdiagnosen (Abgrenzung und Ausschluss anderer Erkrankungen) möglich. Diese ist in der akuten Phase der Leistenschmerzen in den ersten 4 Wochen besonders wichtig. Vor allem akute Beschwerden lassen sich gezielt diagnostizieren und behandeln.

Bei länger bestehenden Symptomen, sogenannten chronischen Leistenschmerzen, ist die Therapiechance schlechter. Die Auslöser für chronische Leistenschmerzen sind ebenfalls sehr verschieden.

Gerade im Fußball entstehen die Leistenschmerzen durch Be- und Entschleunigung sowie durch abrupte Richtungswechsel auf teilweise bremsenden Untergründen.

Wie schmerzt die Hüfte?

Hüftschmerzen können nach starker körperlicher Beanspruchung, aber auch ganz unabhängig davon auftreten. Sie äußern sich manchmal in morgendlichen Anlaufschmerzen oder auch als chronische Beschwerden. Häufig gehen sie mit Instabilität, Steifheit und einer Einschränkung des Bewegungsspielraums einher.

Man unterscheidet zwischen akuten (zeitweise auftretenden) und chronischen Schmerzen, die bereits länger als drei Monate andauern.

Der nachfolgende Artikel will keine Selbstdiagnose unterstützen. Er soll Ihnen helfen, das Arztgespräch gut vorzubereiten. Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, wie Sie mit Hüftschmerzen bei sich selbst oder Angehörigen mithilfe Ihres Arztes verantwortlich und gesundheitsbewusst umgehen können.

Ursachen für Hüftschmerzen

Die weitaus häufigste Ursache für Schmerzen an der Hüfte sind Verschleißerscheinungen am Gelenk (Hüftarthrose). Mit zunehmendem Alter nutzt sich der gesunde Gelenkknorpel ab. Bei vielen Menschen wird diese Gleit- und Pufferschicht im Gelenk so weit zerstört, dass schließlich Knochen auf Knochen trifft. Dies kann starke Schmerzen auslösen.

Die Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) tritt meist im fortgeschrittenen Alter auf. Sie kann in seltenen Fällen aber auch jüngere Menschen treffen.

Auslöser für die Arthrose im Hüftgelenk sind neben altersbedingtem Verschleiß und Abbauprozessen Unfälle oder Verletzungen am Gelenk, angeborene Fehlstellungen oder Folgewirkungen von Stoffwechselkrankheiten. Auch eine sogenannte systemische Gelenkentzündung, bei der mehrere Gelenke betroffen sind, kann Hüftschmerzen hervorrufen. Hier können die Ursachen in rheumatischen Prozessen oder einer chronischen Arthritis (Gelenkentzündung) liegen.

Hüftschmerzen UntersuchungKlinische Untersuchung von Hüftschmerzen: Wenn durch die Rotation des Beines um seine eigene Achse – also dem Einwärtsdrehen des Fußes – Hüftschmerzen ausgelöst werden, gilt das als deutliches Zeichen für eine Hüftarthrose. © Gelenk-klinik.de

Auch scheinbar harmlose und wieder relativ schnell abklingende Schmerzen, etwa nach Sturz auf das Hüftgelenk, können wichtige Strukturen an der Hüfte irreversibel schädigen.

Daher ist eine Untersuchung durch den orthopädischen Hüftspezialisten mit bildgebenden Verfahren (Röntgen, Ultraschall, MRT) meist hilfreich zum Ausschluss solcher Schäden.

Hüftschmerzen nach Verletzung, Sturz oder Unfall

Hüftschmerzen und die Sehnen und Bänder der HüfteHüftschmerzen nach Unfall: Sehnen und Bänder der Hüfte können durch Sport, Unfall oder Sturz verletzt werden. © Viewmedica

Unfallverletzungen aber auch zu intensive Belastungen können Hüftschmerzen auslösen.

Mögliche Unfallfolgen:

  • Zerrung oder Riss der Hüftmuskulatur
  • Weichteilschäden
  • Knochenbruch (Fraktur) des Oberschenkelhalses bzw. im Hüftgelenk
  • Riss der Gelenklippe (sog. Labrumriss)
  • Riss des Hüftkopfbandes (Ligamentum capitis femoris)
  • v. a. bei älteren Menschen: Beckenringfraktur (durch Osteoporose)
  • Stressfraktur bei zu hoher Trainingsbelastung
  • Verletzung der Wachstumsfuge bei Kindern

Patienten beschreiben verschiedene Wahrnehmungen nach mechanischen Einwirkungen (z. B. durch Sturz oder Aufprall): Schnappen, Krachen oder Knallen sind die am häufigsten berichteten Empfindungen im Hüftgelenk.

Für die Schädigung des Hüftgelenkes ist bei Unfällen die auf den Körper einwirkende Kraft entscheidend für die Verletzung. Auch die Qualität des Knochens und die Beschaffenheit der Weichteile spielen eine Rolle. Das Alter ist also ein wichtiger Faktor für die möglichen Folgen eines Sturzes oder eines Aufpralls der Hüfte. So kann z. B. ein osteoporotischer Hüftknochen eines älteren Patienten weniger Krafteinwirkung unbeschadet überstehen als ein an Sportbelastung angepasster gesunder Knochen eines jungen Patienten.

Trotzdem kann auch ein Hüftknochen eines jungen Patienten im Rahmen einer Stressfraktur beschädigt werden. Zu einem solchen Knochenbruch kommt es bei einer plötzlichen Steigerung des Trainingsumfangs oder der Trainingsintensität.

Der im Vergleich zum Muskeltraining wesentlich langsamere biologische Prozess des Knochenaufbaus bzw. -umbaus ist dann nicht an die gesteigerte Belastung angepasst.

Hüftschmerzen bei Kindern nach Unfällen

Auch bei Kindern entstehen Hüftschmerzen durch mechanische Belastung. Dabei sind vor allem die Wachstumsfugen an den großen Muskelansätzen betroffen. (sog. Avulsionsverletzungen). Bei einer Verletzung der Wachstumsfuge kann es zu Ausrissen der Muskelansätze am Knochen kommen.

Neben den Knochenschäden kann es auch zu Verletzungen der Weichteile durch Gewalteinwirkung kommen. Im Hüftgelenk sind diese Schäden häufig an der Gelenklippe, dem sogenannten Labrum acetabulare oder am Hüftkopfband (Ligamentum capitis femoris) zu finden. Ein Labrumriss oder -abriss ist diagnostisch schwer von einem Leistenbruch zu unterscheiden. Schmerzqualität und Lage des resultierenden Hüftschmerzes ähneln sich.

Hüftimpingement: Bewegungsblockaden können zu mechanischen Hüftschäden führen

Untersuchung des HüftimpingementsNicht jedes Hüftgelenk gibt den gesamten Bewegungsspielraum frei. Durch die individuelle Anatomie können Knochen im Hüftgelenk schmerzhaft zusammenstoßen (Hüftimpingement) © Gelenk-Klinik

Manche Bewegungsrichtungen werden nicht von jedem Hüftgelenk erlaubt. Je nach Form des Oberschenkelkopfes oder der Gelenkpfanne (Acetabulum) kann das zum Aneinanderstoßen (Impingement) von Knochen des Hüftgelenks führen. Man nennt diese Erkrankung auch femoroacetabuläres Impingement (FAI).

Ob es bei einer Hüftdysplasie zu Hüftschmerzen kommt, hängt also stark von der Lebensweise ab. Wiederholt sich der Zusammenprall der Knochen im Gelenk dauerhaft, entstehen an diesen Stellen Knochen- und Knorpelschäden.

Diese falschen Bewegungen sind leider nicht vorhersehbar. Sie sind im Hüftgelenk abhängig von der individuellen Anatomie. Ein Patient mit einem veränderten Knochenbau kann durch bestimmte Bewegungen unbewusst eine massive Schädigung des Hüftgelenkes erleiden.

Bild: Impingement der HüfteLinks: Normales Hüftgelenk aus Hüftpfanne und Hüftkopf. Mitte: Cam-Impingement (Nockenwellen-Impingement) mit einer Verengung des Gelenkspalts durch eine Knochenwucherung am Oberschenkelkopf. Rechts: Pincer-Impingement (Beißzangenimpingement) mit einer Deformität der Hüftgelenkspfanne. Die Hüftpfanne reicht beim Pincer-Impingement zu weit über den Oberschenkelkopf. © Dr. Thomas Schneider

Nervenreizungen als Ursache der Hüftschmerzen

Hüftschmerzen und die Nerven der HüfteHüftschmerzen durch Nerveneinklemmungen: Nerven können an der Nervenwurzel im Rückenmark oder auf Ihrem Weg durch die Hüfte in das Bein eingeklemmt werden. © Viewmedica

Neurologische Ursachen:

  • Ischias-Syndrom, z. B. nach Bandscheibenvorfall
  • Reizung des Nervus femoralis (Oberschenkelnerv)
  • Reizung von Hautnerven
  • Einklemmung (Entrapment) von Nerven (selten)
  • Störung der Zentrierung des Hüftgelenks durch geschädigte Muskelsteuerung

Nervenreizungen in der Hüftumgebung verursachen starke Schmerzen und sind oft schwierig zu diagnostizieren. Dabei können verschiedene Nerven wie der Nervus ischiadicus (Ischiasnerv), der Nervus femoralis (Oberschenkelnerv) oder der Nervus obturatorius in der Leiste betroffen sein. Wird die Nervenwurzel des Ischiasnervs an der Wirbelsäule eingeengt oder einer seiner Zweige im Verlauf durch Muskeln oder geschwollene Gewebe komprimiert, sind dumpfe oder stechende Schmerzen in Gesäß, Hüfte und Oberschenkel möglich.

Wichtig für manche Fälle von Hüftschmerzen sind die Hautnerven Nervus ilioinguinalis, Nervus genitofemoralis, Nervus iliohypogastricus und Nervus cutaneus femoris lateralis.

Diese Nervenkompressionssyndrome mit brennenden Schmerzen außen an der Hüfte können unterschiedliche Ursachen haben:

  • Druck oder zu enge Kleidung ("Jeans-Krankheit")
  • Übergewicht und Fettgewebe
  • Muskeltraining

Hüftschmerzen können aus einer Störung der Muskelsteuerung resultieren, ohne dass das Hüftgelenk selbst (Knochen, Knorpel und Bänder) erkrankt ist. Die Muskeln, die das Hüftgelenk führen, können durch unterschiedliche Kraft oder unzureichend gesteuerte Aktivität Schäden oder Schmerzen am Gelenk hervorrufen. Sie haben neben ihrer bewegenden Funktion auch eine sogenannte zentrierende Wirkung auf den Hüftkopf. Durch ein Muskelungleichgewicht können diese Funktionen gestört sein.

Beim Gehen, Laufen, Rennen und Springen kann durch Störungen der Muskelsteuerung die mechanische Belastung im Hüftgelenk stark zunehmen. Das kann Schäden im Hüftgelenk und Hüftschmerzen zur Folge haben.

Leistenschmerzen durch muskuläre Dysbalance

Die Schwungbewegung des Schussbeines beim Fußball belastet die Region um Rumpf, Becken und Bein stark. Hier wirken die Muskeln und Bänder als statische und dynamische Strukturen auf die Leiste ein. Ein wesentliches Problem für Leistenschmerzen scheint in diesem Zusammenhang ein muskuläres Ungleichgewicht (Dysbalance) zu sein. Dies stört die zentrierende und stabilisierende Funktion der Hüft- und Beckenmuskulatur. Einseitige Muskelbelastung ohne entsprechende ausgleichende Muskelkräftigung ist häufig Ursache für Beschwerden.

Die Muskelprobleme entstehen meist an den Ansätzen oder durch Verkürzung der Muskulatur, besonders an den sogenannten Adduktoren der Beininnenseite. Die Stressreaktionen, die bei chronischen Ungleichgewichten entstehen, kann eine MRT-Untersuchung (Magnetresonanztomografie) nachweisen. Die Bilder zeigen Veränderungen an der Symphyse (Verbindungsstelle der Schambeinknochen in der vorderen Beckenmitte) des Schambeins, das als Ansatz der Adduktoren dient, oder auch am Sitzbein (Os ischii). Oftmals ist auch der Ansatz der Beinbeugemuskulatur betroffen. An dieser Stelle entstehen häufig Stressfrakturen (überlastungsbedingte Knochenbrüche).

Chronische Hüftschmerzen durch Hüftarthrose

Hüftschmerzen durch Arthrose des HüftgelenksHüftschmerzen als Folge der Hüftarthrose. Der Gelenkverschleiß verändert Knorpel und Knochen des Hüftgelenks. © Viewmedica

Wodurch entstehen Schmerzen bei Arthrose?

  • Knochenödeme (Wassereinlagerungen im Knochen)
  • entzündliche Schwellung im Hüftgelenk
  • Aufeinanderreiben von Knochen

Im Frühstadium der Hüftarthrose treten nur morgens Schmerzen auf (Anlaufschmerzen). Nach ein paar Schritten sind diese meist überwunden und der Patient spürt während des restlichen Tages wenig von der Gelenkerkrankung. Die Schmerzen gelten als erstes und wichtigstes Warnzeichen.

Typische Arthrosezeichen:

  • Anlaufschmerz am Morgen
  • Hüftschmerzen nach Belastung
  • Leistenschmerz, manchmal auch ausstrahlend
  • Ruheschmerzen z. B. nachts
  • zunehmende Steifheit
  • Schmerzen beim Drehen des Beines um seine eigene Achse
  • Schonhinken

Eine Hüftarthrose führt erst in einem recht späten Stadium des Knorpelabbaus zu Hüftschmerzen. Der Knorpel des Hüftgelenks ist nicht mit Schmerzrezeptoren ausgestattet. Daher ist erst eine Schädigung des Knochens nach dem Knorpelabbau schmerzhaft.

Auch Schwellungen und entzündliche Aktivierung der Arthrose (z. B. durch rheumatische Arthritis) können zu Hüftschmerzen führen. Die zunehmende Schädigung des Gelenks aufgrund des Knorpelabbaus führt zur Einsteifung der Hüfte.

Ist bereits ein fortgeschrittenes Stadium der Arthrose für die Hüftschmerzen verantwortlich, kann der Arzt recht eindeutig durch ein Röntgenbild unter Belastung den Abbau der Knorpelschicht im Hüftgelenk feststellen.

Zu Beginn der Hüftarthrose können die Schmerzen noch belastungsabhängig sein.

Im späteren Stadium der Hüftarthrose treten die typischen Anlaufschmerzen morgens oder nach Ruhephasen auf. Erst in einem späten Stadium leiden Patienten unter Ruheschmerzen, die durch Schädigung der Knochen und entzündliche Schwellung auch nachts oder im Liegen die Hüftarthrose anzeigen.

Hüftschmerzen durch Arthrose sind nicht nur ein Problem älterer Patienten: Auch jüngere Patienten können nach Sportverletzungen oder angeborenen Fehlstellungen bereits einen Verschleiß des Hüftgelenks erleiden.

Akute Hüftschmerzen durch Hüftkopfnekrose

Hier ist Aufmerksamkeit angebracht. Eine Hüftkopfnekrose (Osteonekrose der Hüfte, Abbau des Knochengewebes) kann im Frühstadium durch Wassereinlagerung im Oberschenkelknochen zu den eigentlich für eine Verletzung typischen stechenden Schmerzen in der Hüfte beitragen.

Fachartikel zur "Hüftkopfnekrose" im Jameda-Patientenforum.

Man kennt diese Schmerzen entweder von einer Verstauchung des Knochens oder einer Fraktur. Wenn die Oberfläche des Knochen bereits geschädigt ist, treten diese Schmerzen auch bei fortgeschrittener Hüftarthrose auf. Gibt der Patient keinen Unfall oder Sturz in der Vergangenheit an, muss man einen krankhaften Prozess im Knochen selbst vermuten. Eine MRT-Untersuchung kann dieses Knochenödem (Wassereinlagerung) feststellen. In einem späteren Stadium der Hüftkopfnekrose lassen die Schmerzen durch das Knochenödem von alleine nach. Die Krankheit dauert aber an.

Hüftschmerzen durch Nekrose des FemurkopfesHüftschmerzen als Folge einer Hüftkopfnekrose: Meist ist eine Durchblutungsstörung ursächlich für den Einbruch des Femurkopfes (Oberschenkelkopfes). © Gelenk-Klinik

Diagnose: Wie untersucht der Arzt Hüftschmerzen?

Besonders die Diagnostik der Hüftschmerzen und Leistenschmerzen bedarf einer interdisziplinären Zusammenarbeit mehrerer Fachärzte. Unterschiedliche Diagnosewege benötigen ganz unterschiedliche Bildgebungen (z. B. Stressfrakturen oder Infektionserkrankungen).

Eine zielführende Diagnostik ist nur in einem Team aus Radiologen und Sportmedizinern oder Orthopäden möglich. Diese wichtige Zusammenarbeit ist in der Gelenk-Klinik Gundelfingen gegeben.

Das Arztgespräch

Welche Fragen stellt der Arzt?

  • Seit wann schmerzt die Hüfte?
  • Gab es ein auslösendes Ereignis?
  • Hat sich der Schmerz verbessert oder verschlimmert?
  • Ist der Schmerz von einer bestimmten Bewegung oder Aktivität abhängig oder tritt er in Ruhe auf?
  • Qualität des Schmerzes: dumpf, stechend, pochend?
  • Zeitverlauf: plötzlich oder langsam auftretend?
  • Lage: seitlich, tiefliegend, Leistenschmerz oder ausstrahlend?
  • Bestehen begleitend zu den Hüftschmerzen Fieber, Durchfall, Abgeschlagenheit und andere Entzündungszeichen?

Der wichtigste Bestandteil der Diagnose ist das Patientengespräch. Alles an Ihrem Bericht über Ihre Hüftschmerzen ist für den Arzt wichtig. Hüftschmerzen können eine Vielzahl von Ursachen haben. Der Ort, an dem Sie die Schmerzen verspüren ebenso wie die Gegebenheiten, unter denen Sie den Schmerz spüren, liefern uns Hinweise auf die Ursache.

Die klinische Untersuchung von Hüftschmerzen durch den Arzt

Klinische Untersuchung der HüftschmerzenBei der klinischen Untersuchung der Hüftschmerzen prüft der Arzt die Beweglichkeit des Hüftgelenks in alle Richtungen. © Gelenk-Klink.de

Nach dem Arztgespräch folgt die wichtige klinische Untersuchung. Hier stehen konkrete Funktionseinschränkungen im Vordergrund: Ist die Bewegungskoordination durch die Hüftschmerzen eingeschränkt? Schmerzhafte Bewegungseinschränkungen der Hüfte führen zu einem charakteristisch veränderten Gangbild. Die Patienten versuchen, das Gewicht von der schmerzenden Hüfte zu nehmen. Das führt zu einem marionettenhaften Gang.

Beweglichkeitsprüfungen des Hüftgelenks in jede Richtung zeigen Bewegungseinschränkungen. Diese können aus unterschiedlichen Gründen auftreten: nach Verletzungen (Traumata), Infektionen oder wegen einer knöchernen Fehlbildung des Hüftgelenks (Hüftimpingement).

Eine Kraftmessung – Drücken des Beines gegen einen Widerstand in verschiedene Richtungen – zeigt eine Muskelrückbildung oder neurologische Störung der Muskulatur.

Durch Drücken und Klopfen ermittelt der Hüftspezialist klopf- und druckschmerzhafte Bereiche. Mittels dieser sogenannten Palpation bestimmt er den genauen Schmerzort. Der Arzt kann auf diese Weise Hüftschmerzen im Gelenk von Schmerzen unterscheiden, die im Bereich der Schleimbeutel (Bursae) oder Sehnen entstehen.

Zudem versucht der Arzt, Schmerzen zu identifizieren, die aus dem Bauchraum oder aus der Lendenwirbelsäule in die Hüfte ausstrahlen.

Weiterhin prüft der Orthopäde die Beinlänge: Beinlängenunterschiede sind häufig Folge von chronischen Hüft- oder Kreuzschmerzen. Die Beinlängenunterschiede können eine anatomische Ursache (Skelettbildung) haben. Auch muskuläre Beschwerden in Form von kontrakten (unbeweglichen oder verkrampften) Muskeln können das vollständige Ausstrecken des Beines blockieren und dadurch einen Beinlängenunterschied verursachen.

Die Form der Wirbelsäule wird ebenfalls inspiziert: Besteht im Bereich der Lendenwirbelsäule eine Fehlstellung? Zudem untersucht der Arzt die Muskelreflexe und bezieht die Ergebnisse der Untersuchung in das Gesamtbild mit ein.

Blutbild ermittelt Infektionen, Stoffwechselerkrankungen und Rheuma

Worauf kann eine Blutuntersuchung bei Hüftschmerzen hinweisen?

  • Rheuma
  • Gicht
  • Diabetes
  • Entzündungen
  • onkologische Erkrankungen

Blutuntersuchungen zum Ausschluss von Rheuma und Entzündungszeichen durch entsprechende Laborbefunde sind für die Diagnosefindung ebenfalls hilfreich.

Sowohl Rheuma – eine unspezifische Weichteilentzündung – als auch Gicht als Störung des Harnsäurestoffwechsels können zu chronischen Schmerzen im Hüftgelenk führen. Eine Untersuchung des Blutzuckers kann außerdem Risikofaktoren für Hüftschmerzen ermitteln: Infektionen, Diabetes und andere Stoffwechselerkrankungen begünstigen das Auftreten von Hüftschmerzen.

Sehr seltene Ursachen für Hüftschmerzen sind Infektionen wie die eitrige Hüftentzündung, Tumoren oder Metastasen. Auffällige und abzuklärende Symptome wie Gewichtsabnahme, Müdigkeit, Fieber, Schüttelfrost und Durchfall dürfen in diesem Zusammenhang nicht übersehen werden und müssen abgeklärt werden.

Untersuchung der Hüftmuskulatur durch EMG

Im Zusammenhang mit der klinischen Untersuchung ist auch die Messung der elektrischen Muskelpotentiale (EMG = Elektromyografie) aufschlussreich. Über Hautelektroden misst der Arzt die elektrische Aktivierung der Hüftmuskeln. Probleme mit der Muskelfunktion, Rückbildung von Muskeln, Nerveneinklemmungen und viele andere Beschwerden können so im direkten Seitenvergleich ermittelt werden.

Untersuchung der Hüftschmerzen durch bildgebende Verfahren

Röntgenbild einer HüftarthroseDas Röntgenbild liefert Hinweise über den Zustand der Knochen und Knorpel des Hüftgelenks. Links: gesundes Hüftgelenk. Rechts: Der verschmälerte Gelenkspalt deutet auf eine Hüftarthrose hin. © Gelenk-Klink.de

Beispiel für Hüftschmerzen bei einem 36-jährigen Läufer:

Beispiel: Ein 36-jähriger sportlich aktiver Mann absolviert intensives Lauftraining. Zuvor war er über viele Jahre Fußballspieler. Seit einigen Monaten gibt er vermehrt Beschwerden mit Einschränkungen der Alltagsaktivität an. An einen Unfall kann er sich nicht erinnern.

Weiterlesen zur Klärung und Behandlung durch Hüftarthroskopie

Mithilfe des Röntgenbildes kann der Arzt den Zustand von Knorpel und Knochen beurteilen. Insbesondere bei schwerem Knorpelverschleiß ist eine Gelenkspaltverschmälerung durch den fehlenden Knorpel sichtbar. Angeborene Fehlstellungen wie die Hüftdysplasie können durch eine Röntgenuntersuchung festgestellt werden.

Das Ultraschallgerät bildet den Zustand von Sehnen und Weichteilen ab. Die Untersuchung zeigt Verletzungen an Sehnen und Muskeln unter Bewegung. Somit ermöglicht das Ultraschall eine Beurteilung der natürlichen Funktion des Hüftgelenks.

Die Magnetresonanztomografie (MRT) kann mittels Schnittbildern feingewebliche Untersuchungen an Sehnen, Muskeln und Knorpel vornehmen. Verletzungen (Traumata) und Sehnenrisse sind sehr gut sichtbar. Auch für die Knorpeldiagnostik in früheren Stadien des Knorpelverschleißes ist das MRT sehr hilfreich.

Was tun bei Hüftschmerzen?

Konservative Behandlung:

Vor allem sollte man sich bei stärkeren, regelmäßig oder dauerhaft auftretenden Schmerzen Klarheit über die Ursache verschaffen, indem man einen Hüftspezialisten konsultiert. Abwarten ist nicht zu empfehlen: Dauerschmerzen führen zur chronischen Überreizung der Schmerzfühler. Bestimmte mechanische Schäden durch Abnutzung sind irreparabel.

Bei der Therapie geht es in erster Linie um die Schmerzbekämpfung und Erhaltung des Gelenks. Im Frühstadium der Gelenkbeschwerden erzielen entzündungshemmende Medikamente oder physikalische Therapien (z. B. Wärmetherapie) gute Ergebnisse. Generell gilt: Je früher die Ursache für die Schmerzen erkannt wird, desto schneller und besser kann sie bekämpft werden.

Operative Behandlungsmethoden bei Hüftschmerzen

Hüftschmerzen vorbeugen: Übungen für zuhause

Dehn- und Kräftigungsübungen stärken die Hüftmuskulatur und können Hüftschmerzen vorbeugen bzw. die Heilung bestehender Erkrankungen des Hüftgelenks beschleunigen. Um einen Effekt zu erreichen, sollten Sie die Übungen etwa zwei- bis dreimal pro Woche durchführen. Sie sollten allerdings nicht in den Schmerz hinein trainieren. Bei akuten Schmerzen steht die Schonung des Hüftgelenks im Vordergrund.

Übung 1: Radfahren

Übung 1 bei Hüftschmerzen: Auf dem Rücken liegend RadfahrenÜbung 1: Radfahren. © Gelenk-Klinik

Diese Übung dient dem Aufwärmen der Hüftmuskulatur zu Beginn der Trainingseinheit. Legen Sie sich dafür auf den Rücken, sodass die gesamte Wirbelsäule Kontakt zum Boden hält. Heben Sie die Beine angewinkelt vom Boden ab und imitieren Sie die Bewegung des Radfahrens.

Übung 2: Dehnung der Hüftbeuger

Übung 2 bei Hüftschmerzen: Dehnung der HüftbeugerÜbung 2: Dehnung der Hüftbeuger. © Gelenk-Klinik

Diese Übung dehnt die Beugemuskulatur der Hüfte. Gehen Sie mit geradem Oberkörper in Schrittstellung (links hinten, rechts vorne). Das Knie des hinteren Beins ist gestreckt, das vordere Bein ist leicht angewinkelt. Verlagern Sie nun den Körperschwerpunkt auf das vordere Bein und schieben Sie das Becken nach vorne. Sie sollten die Dehnung in der Leiste des hinteren Beins verspüren. Führen Sie nun den linken Arm gestreckt nach oben und neigen Sie den Oberkörper zur Gegenseite. Halten Sie die Dehnung etwa 20 Sekunden und wechseln Sie dann die Seite.

Übung 3: Kräftigung der Hüftbeuger

Übung 3 bei Hüftschmerzen: Kräftigung der HüftbeugerÜbung 3: Kräftigung der Hüftbeuger. © Gelenk-Klinik

Die Übung dient der Kräftigung der Hüftbeugemuskulatur. Gehen Sie mit geradem Oberkörper in die Schrittstellung. Das hintere Bein und der gegenüberliegende Arm sind gestreckt. Das Standbein und der gegenüberliegende Arm sind gebeugt. Stoßen Sie nun das hintere Bein bei gleichzeitigem Armwechsel kräftig nach vorne ab, sodass das Bein in die Beugung geht. Wiederholen Sie die Übung mit jedem Bein ca. 15-mal.

Übung 4: Dehnung des Tractus iliotibialis

Übung 4 bei Hüftschmerzen: Dehnung des Tractus iliotibialis Übung 4: Dehnung des Tractus iliotibialis. © Gelenk-Klinik

Kreuzen Sie das zu dehnende Bein hinter dem Standbein. Strecken Sie den gleichseitigen Arm über den Kopf, neigen Sie die Wirbelsäule zur Seite und schieben Sie das Becken auf die Seite des zu dehnenden Beines. Halten Sie die Position auf jeder Seite etwa 20 Sekunden. Die Übung dehnt den Tractus iliotibialis, eine Struktur in der Faszie der Außenseite des Oberschenkels.

Übung 5: Mobilisation des Hüftgelenks

Übung 5 bei Hüftschmerzen: Mobilisation des HüftgelenksMobilisation des Hüftgelenks. © Gelenk-Klinik

Diese Übung dehnt die Abduktoren im Hüftgelenk. Stellen Sie sich mit beiden Beinen hüftbreit hin. Unter dem zu bewegenden Fuß liegt ein Handtuch. Während Sie den Fuß nach außen schieben, halten Sie das andere Bein leicht gebeugt. Führen Sie den Fuß anschließend wieder zurück und wiederholen Sie die Bewegung mit jedem Bein ca. 15-mal.

Literaturangaben
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