Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

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Bilddiagnostik und Radiologie der Orthopädischen Gelenk Klinik

Sprunggelenkprothese: Entscheidung, Haltbarkeit, Lebensqualität

Sprunggelenksprothese Die Sprunggelenksprothese besteht aus 3 Komponenten. Eine Prothesenkomponente deckt das Schienbein ab. Die Teile der Sprunggelenksprothese sind nicht fest verbunden. Sie stehen frei übereinander und überdecken die geschädigten Gelenkabschnitte. Die Implantate wachsen an den Gelenkflächen in die Knochenoberfläche ein. Geführt werden die Anteile der Sprunggelenksprothese von den vorhandenen Muskeln und Bändern. Eine intakte Beinachse und funktionierende Bänder sind also unverzichtbar für eine haltbare Sprunggelenksprothese. © Gelenk-Klinik.de

Die Prothese des Sprunggelenks ist eine Therapie bei fortgeschrittener Sprunggelenksarthrose. Meist ist ein Unfall (Trauma) oder ein Umknicken die Ursache für den fortschreitenden Knorpelverschleiß im Sprunggelenk. Daraus entwickelt sich im Laufe von Jahren oder Jahrzehnten die Sprunggelenksarthrose.

Meist ist das obere Sprunggelenk, das von Schienbein (Tibia), Wadenbein (Fibula) und auf der Seite des Fußes vom Sprungbein (Talus) gebildet wird, von der Arthrose betroffen. Es unterstützt im Wesentlichen die vertikale Beweglichkeit des Fußes gegenüber dem Unterschenkel: Das ist beispielsweise wichtig bei der Abrollbewegung beim Gehen.

Wem kann eine Sprunggelenksprothese helfen?

Von einem Sprunggelenkersatz mit einer modernen Sprunggelenksprothese profitieren besonders Patienten mit einem Gelenkverschleiß (Arthrose) des oberen Sprunggelenkes.

Diese Patienten haben chronische Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Meist sind konservative Therapieversuche der Sprunggelenksarthrose (z. B. Sprunggelenksschule und Physiotherapie) angewendet worden.

Formen der Arthrose im Sprunggelenk:

  • konzentrische Arthrose: im Gelenk zentriertes Sprungbein (Talus)
  • exzentrische Arthrose: Kippung des Talus
  • Varusarthrose (nach außen gekipptes Sprunggelenk)
  • Valgusarthrose (nach innen gekipptes Sprunggelenk)
  • anteriore (vordere) Zentrierung
  • posteriore (hintere) Zentrierung

Die Form der Sprunggelenksarthrose spielt für die Prothesenversorgung eine wesentliche Rolle. Die Versorgungssicherheit ist auch von der Art und Lage der Arthrose im OSG (oberen Sprunggelenk) abhängig. Das muss durch eine gute Voruntersuchung mit dem operierenden Arzt geklärt werden. Arthrosen mit unbekannter Ursache, nach einer Unfallverletzung oder bei rheumatischer Erkrankung können versorgt werden. Der Knochentod des Sprungbeines (Osteonekrose) kann nur bei kleinen Nekroseherden (abgestorbenes Gewebe) durch eine Sprunggelenksprothese versorgt werden. Eine größere Knochennekrose ist eine Kontraindikation für die Sprunggelenksprothese.

Was kann ich realistisch von einer Sprunggelenksprothese erwarten?

  • Schmerzbesserung im Sprunggelenk: Starke Schmerzen im Sprunggelenk sind Voraussetzung für die Implantation einer Sprunggelenksprothese.
  • Der Gelenkersatz kann das Gangbild erhalten bzw. normalisieren.
  • Die Implantation der Sprunggelenksprothese verbessert die allgemeine Mobilität.
  • Die Beweglichkeit im Sprunggelenk wird nicht vollständig wiederhergestellt, aber in einem für normales Gehen hinreichenden Ausmaß.
  • 10° Beweglichkeit in der Dorsalextension (Anziehen des Fußes) und 20° in der Plantarflexion (Strecken des Fußes) genügen für alle alltäglichen Aufgaben des künstlichen Sprunggelenks.
  • 90 % der Patienten sind nach dem Sprunggelenkersatz zufrieden.

Die Gesamtsicht auf das Sprunggelenk ist erforderlich

Ein künstliches Sprunggelenk kann nur innerhalb der Gesamtsituation des Unterschenkels, der Bänder, der Rückfußstellung und der Fußgewölbe beurteilt werden.

Eine isolierte Betrachtung des Sprunggelenks ist in den meisten Fällen nicht zielführend, wenn es um eine langfristige und stabile Versorgung der Arthrose im Sprunggelenk geht.

Sprunggelenk 3 Knochen bilden das Sprunggelenk: Von oben kommen Schienbein (Tibia) und Wadenbein (Fibula). Sie umgeben das Sprungbein (Talus) und bilden so die Sprunggelenksgabel. Den gelenkbildenden, knorpelbedeckten Anteil des Sprungbeins nennt man Talusrolle. Die Ausrichtung des Sprungbeins ist stark von der Stellung des darunterliegenden Fersenbeins abhängig. Eine Fehlstellung erhöht die Gefahr der Sprunggelenksarthrose. Für die Führung des Sprunggelenks sind die Bänder und Sehnen, die das Gelenk umgeben, sehr wichtig. Jede dieser Komponenten leistet einen entscheidenden Beitrag zur Führung und Stabilisierung des Sprunggelenks. © Viewmedica Hintegra-Sprunggelenksprothese der 3. Generation Moderne Hintegra-Sprunggelenksprothese aus drei Komponenten: Zwischen den Gelenkflächen befindet sich als bewegliches Element ein stabiler Kern aus Kunststoff (Polyethylen). Dieser macht den Gelenkersatz stabil und zugleich beweglich. Das natürliche Gangbild bleibt erhalten. © Gelenk-Klinik.de

Die Prothese des Sprunggelenks stellt für immer mehr Patienten eine komfortable, sportfreundliche und gangbilderhaltende Versorgungsmöglichkeit dar.

In die Beurteilung der Sprunggelenksprothese müssen allgemeine fußchirurgische und sprunggelenkschirurgische Konzepte einbezogen werden.

Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Empfehlung auf jeden Patienten gleichermaßen zutrifft. Die Situation des Fußes und des Sprunggelenks muss durch umfassende Untersuchungen genau abgeklärt werden.

Was verursacht eine Sprunggelenksarthrose?

  • Knochen-Knorpeltrauma
  • Bandinstabilität oder Bandruptur
  • Fehlstellungen der Beinachse
  • asymmetrische Lage des Sprungbeins in der Sprunggelenksgabel
  • Knick-Senkfuß
  • rheumatische Erkrankungen
  • Blutgerinnungsstörung (Hämophilie)
  • Hämochromatose (erbliche Erkrankung mit zu hohen Eisenwerten)
  • Stoffwechselstörung (Diabetes, Gicht)
  • Instabile Sprunggelenksgabel nach Schienbeinbruch (Tibiafraktur)
  • Verletzung des Syndesmosebandes

Operative Behandlung der Sprunggelenksarthrose

  • Sprunggelenksprothese: Die Prothese aus Titan mit flexiblem Polyethylenkern kann die Beweglichkeit des Sprunggelenks langfristig erhalten, auch wenn der Gelenkknorpel bereit abgenutzt ist.
  • Sprunggelenksarthrodese: Die therapeutische Versteifung führt zu einem knöchernen Durchbau des Sprunggelenks, sodass eine schmerzfreie Belastung wieder möglich ist.
  • Gelenkerhaltende Osteotomie zur Änderung atypischer Belastungslinien: Eine Umstellung des Talus und des Fersenbeins bringt noch intakte Knorpelflächen in die Hauptbelastungszone, sodass das Gelenk erhalten bleibt.

    Sollte ein Gelenkerhalt auch nach der Achskorrektur nicht mehr möglich sein, war diese dennoch nicht vergeblich. Die Achskorrektur ist eine notwendige Voraussetzung für eine haltbare Sprunggelenksprothese, die das natürliche Gangbild erhalten kann.

Arthrodese des Sprunggelenks (therapeutische Versteifung)

Bei fortgeschrittener Arthrose des Sprunggelenks empfehlen viele Orthopäden noch immer in erster Linie die Versteifungsoperation (Arthrodese).

Mit der Versteifung geht stets eine deutliche Bewegungseinschränkung im Sprunggelenk einher. Das natürliche Gangbild ist durch die Arthrodese des Sprunggelenks nicht mehr zu erhalten.

Dies ist einer der Hauptnachteile der Sprunggelenksversteifung. Dennoch gilt die Versteifung bis heute als Goldstandard (Therapieempfehlung ersten Ranges) bei der Versorgung einer Sprunggelenksarthrose.

Der geänderte Bewegungsablauf führt aber zu einer Überlastung der benachbarten Gelenke. Betroffen sind die Hüftgelenke, aber auch die Fußgelenke und vor allem das untere Sprunggelenk. Deswegen ist nach unserer Erfahrung die gangerhaltende Behandlung durch eine Sprunggelenksprothese zuerst zu prüfen.

Arthrodesen können langfristig zu Begleitarthrosen führen

Nach Versteifungen von Gelenken mit einem normalerweise großen Bewegungsspielraum kommt es zu Folgeschäden an den benachbarten Gelenken. Diese benachbarten Gelenke entwickeln aufgrund der Überlastung regelmäßig sogenannte Begleitarthrosen. Die Überlastung benachbarter Gelenke entsteht durch die unphysiologischen Bewegungsabläufe, die zwangsläufig aus dem versteiften oberen Sprunggelenk folgen. Je näher die benachbarten Gelenke am Sprunggelenk liegen, umso größer sind die Auswirkungen der Arthrodese. Deswegen sind vor allem die Fußgelenke betroffen.

Nachteile der Sprunggelenksarthrodese

    Nachteile und Komplikationen:

  • 4 Monate Nachbehandlungsdauer bis zur knöchernen Durchbauung des Gelenks
  • ausbleibende Durchbauung der Arthrodese (Entstehung einer Pseudarthrose)
  • Begleitarthrosen in den Nachbargelenken

Die Versteifung des oberen Sprunggelenkes galt und gilt auch heute noch für viele Orthopäden als der sogenannte goldene Standard. Bei der Versteifung des Sprunggelenkes (Arthrodese) sind die Haltbarkeitsdaten besser bekannt als bei der Prothese.
Die Literaturdaten weisen aber auch auf Probleme der Arthrodese hin.

Die Sprunggelenksversteifung als Behandlungsstandard bei Sprunggelenksarthrose

Alternative zur Sprunggelenksprothese: Arthrodese des Sprunggelenks Alternative zur Sprunggelenksprothese: Die Arthrodese des Sprunggelenks versteift das Gelenk. Nach Versteifung durch Schrauben, Marknägel u. Ä. folgt die knöcherne Durchbauung des Gelenks. Die Knochen wachsen also zusammen. Die Arthroseschmerzen sind dann nicht mehr vorhanden. Eine Versteifung kann auch wieder rückgängig gemacht und durch eine Sprunggelenksprothese beweglich ersetzt werden. © Dr. Thomas Schneider

Trotz dieser deutlichen Nachteile gegenüber Prothesen ist die Versteifungsoperation des Sprunggelenks im Allgemeinen die Methode der Wahl bei Sprunggelenksarthrose.

Während Knie- und Hüftprothesen seit über 40 Jahren zum medizinischen Alltag gehören, waren die Resultate bei Sprunggelenksprothesen bis vor etwa 15 Jahren nicht vergleichbar stabil. Prothesen konnten die Versteifung aus den Therapieoptionen bei OSG-Arthrose bisher nicht verdrängen.

Tatsächlich gibt es Kontraindikationen gegen den Einbau einer Sprunggelenksprothese. Wenn diese vorliegen, ist die Versteifung eine sinnvolle Möglichkeit, die schmerzfreie Belastbarkeit im Alltag wiederherzustellen.

Die medizinischen Voraussetzungen, unter denen ein künstliches Sprunggelenk stabil bleibt, wurden bisher weitgehend geklärt. Ein allgemeiner und verbindlicher Konsens besteht in der Fachwelt aber nicht.

Viele Ärzte empfehlen die Arthrodese (Versteifungsoperation) sogar noch dann, wenn nach unserer klinischen Erfahrung ein gelenkerhaltendes Vorgehen möglich gewesen wäre.

Es lohnt sich, vor einer Sprunggelenksoperation oder Versteifung also ganz besonders, bei einem erfahrenen Arzt eine Zweitmeinung einzuholen.

Wo hat die Arthrodese einen unbestrittenen Platz?

Minimalinvasive Durchführung der Versteifung

Wir führen die Versteifung des Sprunggelenks mit Vorliebe arthroskopisch durch. Die sehr geringen Weichteilschäden beim minimalinvasiven Zugang erleichtern eine spätere Revision der Versteifung zu einer Sprunggelenksprothese. Auch die Entknorpelung des Gelenkspaltes findet arthroskopisch statt. Die Verschraubung der Knochen im Sprunggelenk kann perkutan (durch die Haut) durchgeführt werden. Weil Schäden der Weichteile in der Gelenkumgebung spätere Beweglichkeitsstörungen der Prothese verursachen können, halten wir mit der arthroskopisch durchgeführten Arthrodese diesen Behandlungspfad für unsere Patienten offen.

Die Arthrodese des Sprunggelenks gilt als annehmbare Lösung gerade bei jungen Patienten: Wegen des normalerweise hohen Aktivitätsgrades und den hohen Anforderungen ist hier keine über Jahrzehnte stabile Versorgung mittels Prothese zu erwarten.

Man kann mit einer Versteifung Zeit gewinnen. In einem späteren Lebensalter können wir die Arthrodese immer noch zu einer beweglichen Sprunggelenksprothese revidieren.

Die Revision von einer Arthrodese zur Prothese im Sprunggelenk ist vor allem dann hilfreich, wenn zunehmende Beschwerden durch eine Begleitarthrose der Fußgelenke die Vorteile der Arthrodese aufzuwiegen beginnen.

Die Arthrodese gibt jungen Patienten eine echte Chance auf jahrelange gute Belastbarkeit des natürlichen Sprunggelenks. Im Hinblick auf eine spätere optimale Situation für eine Sprunggelenksprothese achten wir bei der Arthrodese auf eine gerade Sprunggelenksachse, falls erforderlich.

Chirurgische Fortschritte in der Endoprothetik des Sprunggelenks

Durch enorme Fortschritte in der Prothesenkonstruktion und Operationsmethodik hat sich die Situation der Sprunggelenksprothesen in den vergangenen zehn Jahren verbessert. Inzwischen wissen wir, was der Sprunggelenksprothese eine gute Haltbarkeit und lange Lebensdauer beschert. Durch gelenkstabilisierende Begleiteingriffe beherrschen wir immer mehr nachteilige Umstände einer Sprunggelenksprothese.

Ist Sport mit Sprunggelenksprothese möglich?

Schwimmen ist auch mit Sprunggelenksprothese möglich. Als gelenkschonende Sportart eignet sich Schwimmen ideal für Patienten mit Sprunggelenksprothese. © takoburito, Fotolia

Günstige Sportarten:

  • Langlauf
  • Schwimmen
  • Radfahren
  • Wandern

Die Haltbarkeit einer Sprunggelenksprothese hängt stark von den Lebensgewohnheiten des Patienten ab. Im Prinzip sind alle Sportarten auch mit einer Prothese möglich.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient jedoch langfristig schmerzfrei bei seiner Sportart bleibt, sind unterschiedlich. Golf, Radfahren, Schwimmen und Langlaufski sind am einfachsten beizubehalten.

Die Rückkehr zu Sportarten mit starken Stoßbelastungen und Scherkräften wie Abfahrtski, Fußball, Tennis u. Ä. gelingt wesentlich seltener. Die tatsächliche Prognose variiert individuell sehr stark.

Ungünstige Sportarten:

  • Jogging
  • Fußball
  • Tennis
  • Kampfsport
  • Skiabfahrt

Vieles hängt nach einer korrekt durchgeführten Operation von der Nachbehandlung (Rehabilitation) ab.

Im Allgemeinen haben die Patienten nach der Implantation des künstlichen Sprunggelenks wesentlich bessere Voraussetzungen für sportliche Aktivitäten als vorher. Viele nehmen Tätigkeiten wie Wandern, Aerobic oder Radfahren erfolgreich wieder auf.

Welche Tätigkeiten sind mit Sprunggelenksprothese nicht mehr möglich?

Alltagstätigkeiten sind immer mit der Sprunggelenksprothese vereinbar. Lediglich schweres Heben über 20 kg beeinflusst die Langlebigkeit einer Sprunggelenksprothese. Berufsgruppen wie Bauarbeiter können wir also nach wie vor besser mit einer Sprunggelenksversteifung versorgen.

Gelenkstabilisierende Begleiteingriffe bei Sprunggelenksprothese

Mögliche Begleiteingriffe:

  • Stellungskorrektur (Osteotomie) durch eine Operation am Unterschenkel, am Fersenbein und am Mittelfuß
  • Weichteileingriffe mit Lösung oder Verkürzung der Sehnen
  • Bandplastiken am Innen- oder Außenband des Sprunggelenks

Damit die Prothese am Sprunggelenk lange hält, müssen Fehlstellungen und Bandschädigungen behoben werden. Wichtigstes Ziel ist es, eine senkrechte Belastung der Implantate beim Stehen und Gehen zu erreichen. Nur verteilt sich die hohe Gewichtsbelastung auf der Sprunggelenksprothese gleichmäßig.

Die Valgusstellung des Fersenbeins (O-Stellung oder nach innen geknicktes Gelenk) ist eine Fehlstellung des Sprunggelenks, die sowohl eine Sprunggelenksarthrose fördert als auch später eine mögliche Sprunggelenksprothese destabilisieren kann. Eine Umstellung des Fersenbeins zur Begradigung der Beinachse kann also gelenkerhaltend eingesetzt werden. Bei fortgeschrittener Sprunggelenksarthrose ist die Fersenbeinumstellung Voraussetzung für eine stabile Prothese im Sprunggelenk. Die Valgusstellung des Fersenbeins (O-Stellung bzw. nach innen geknicktes Gelenk) ist eine Fehlstellung des Sprunggelenks. Daraus kann eine Sprunggelenksarthrose entstehen. © Dr. Thomas Schneider

Mithilfe der Begleiteingriffe kann für die Sprunggelenksprothesen eine sehr gute Haltbarkeit erzielt werden.

Mögliche Fehlstellungen erkennt der Arzt in Röntgenbildern unter Belastung des Sprunggelenks (im Stand). In der klinischen Untersuchung prüft er die Festigkeit und Beweglichkeit des Sprunggelenks.

Begleiteingriffe wie Umstellungsoperationen können bereits Monate vor dem künstlichen Gelenk durchgeführt werden. Wir korrigieren dabei gelenkerhaltend, um eine Sprunggelenksprothese noch um Jahre hinauszögern zu können.

In den letzten Jahren hat sich mehr und mehr gezeigt, dass eine korrekte Belastung des geschädigten Sprunggelenkes auch ohne Sprunggelenkersatz hilfreich sein kann. Zudem verringern sich die Operationsrisiken durch die geringere Eingriffszeit.

Bandkorrektur oder Bandplastik können die Stabilität der Sprunggelenksprothese erhöhen

Begleiteingriffe der Bänder:

  • Bandplastik (Bandtransplantation)
  • Bandrefixation
  • Bandstraffung

Ein künstliches Sprunggelenk benötigt gut funktionierende Außen- und Innenbänder. Weil die 3-Komponenten-Prothese des Sprunggelenks keine Kopplung zwischen den Gelenkflächen hat, sondern lediglich einen beweglichen Polyethylenkern, gewährleisten die Bänder ihre Stabilität. Das Kunstgelenk ist also ebenso wie das natürliche Gelenk auf die Führung durch die Bänder (Ligamente) angewiesen. Überbeweglichkeit durch instabile Bänder muss vor oder während dem Einbau einer Sprunggelenksprothese behandelt werden. Eine schwere Innenbandinstabilität kann allerdings nicht korrigiert werden: Sie stellt eine Kontraindikation für den Einsatz der Sprunggelenksprothese dar.

Achskorrektur: Die gerade Sprunggelenksachse ist Voraussetzung für eine stabile OSG-Prothese

Störungen der Sprunggelenksachse durch:

  • X-Stellung des Rückfußes (Valgus-Arthrose)
  • O-Stellung des Rückfußes (Varusarthrose)
  • Knick-Senkfuß
  • Rotationsfehlstellungen (Verdrehung der Knochen im Gelenk)
  • Fehlstellung des Sprungbeins (Talusfehlstellung)

Für eine gute Haltbarkeit der Prothese ist es wichtig, die meistens nach einem Unfall entstandenen Fehlstellungen und Bandschädigungen zu beheben.

Ebenso wie das natürliche Gelenk bedarf das künstliche Sprunggelenk natürlicher Belastungslinien.

Fehlstellungen, Bandinstabilitäten und Knickfüße verhindern das stabile Einwachsen der Sprunggelenksprothese. Je stärker die Achsabweichung, umso kürzer ist die zu erwartende Lebensdauer der Sprunggelenksprothese.

Ein Operateur für Sprunggelenksprothesen muss für ein gutes Ergebnis daher stets die Stellung von Rückfuß, Fersenbein und des gesamten Fußes beurteilen und ggf. operativ korrigieren.

Achskorrektur vor der Durchführung der Sprunggelenksprothese

Um eine stabile Sprunggelenksprothese zu ermöglichen, sind manchmal erhebliche operative Korrekturen der Bein- und Sprunggelenksachse erforderlich.

Arthrose aufgrund einer Fehlstellung im SprunggelenkSprunggelenksarthrose: Eine extreme Fehlstellung verhindert die Versorgung mit einer Sprunggelenksprothese. © Gelenk-Klinik.de Sprunggelenk nach Osteotomie (Knochenumstellung)Eine Sprunggelenksprothese bei Fehlstellung im Gelenk ist erst nach erfolgreicher Osteotomie (Knochenumstellung und Begradigung der Beinachse) möglich. © Gelenk-Klinik.de Sprunggelenk nach Begradigung der SprunggelenksachseSprunggelenksprothese nach Begradigung des Sprunggelenks seitlich. © Gelenk-Klinik.de

Ist die operative Korrektur der Beinachse nicht mehr möglich, rückt die Versteifung (Arthrodese) als letzte Therapiemöglichkeit in den Vordergrund.

Voruntersuchungen und Voraussetzungen vor dem Einsatz einer Sprunggelenksprothese

Günstige Voraussetzungen für einen künstlichen Ersatz des Sprunggelenkes:

  • mittlerer Aktivitätsgrad und nicht zu hohe Bewegungsanforderungen an das Sprunggelenk
  • gute Knochensubstanz des Sprunggelenkes
  • gute Durchblutung des Beines, damit es nicht zu Wundheilungsstörungen kommt
  • gut erhaltene Gelenkbeweglichkeit des oberen Sprunggelenks
  • gute Bandführung des Sprunggelenks

Ungünstige Faktoren für die Versorgung mit einer Sprunggelenksprothese:

  • hohes Körpergewicht bei Arthrose des Sprunggelenks
  • hohe körperliche Aktivität, Schwerarbeit
  • zurückliegende Gelenkinfektion des Sprunggelenks
  • Osteoporose
  • Diabetes mellitus
  • Nikotinabusus (hoher Zigarettenkonsum)
  • abweichende Belastungsachsen, Mehrbeweglichkeit im oberen Sprunggelenk (Fehlstellungen und Instabilitäten)

Tragfähigkeit des Knochens

Die Sprunggelenksprothesen der 3. Generation kommen mit einer nur geringen Knochenresektion (Abtragung von Knochengewebe) aus. Der Knochen wächst in die Prothesenfläche ein und verbindet sich stabil. Eine zu weitgehende Knochenresektion der Tibia (Schienbein) und Fibula (Wadenbein) würde die Tragfähigkeit der Gelenkflächen über der Prothese vermindern. Das wäre umso gravierender, weil der Knochen seine höchste Festigkeit direkt unter der Knorpelschicht hat (sog. subchondraler Knochen) und weiter innen immer weicher wird. Lediglich am Talus (Sprungbein) wird die Kortikalis (äußerer Knochenschicht) entfernt, damit die Spongiosa (inneres Knochengewebe) in die Prothesenfläche einheilen kann und die Prothese festhält.

Der besonders tragfähige Randbereich der Knochen heißt "Cortex". Seine Integrität ist weitgehend zu erhalten, um eine stabile Sprunggelenksprothese zu erzielen.

Bei jeder Prothese, so auch bei der Sprunggelenksprothese, ist eine gute Qualität des natürlichen Knochens (Knochendichte) Voraussetzung für die Stabilität. Die Knochendichte ist ein Maß für die Tragfähigkeit des Knochens. Sie hilft auch, die Aussichten der einwachsenden Prothese abzuschätzen: Je vitaler der Knochen, umso stabiler wird die Prothese nach der Einheilung integriert sein. Man spricht hier von der sog. Osseointegration der Sprunggelenksprothese (Os = Knochen). Ist die Knochendichte nicht ausreichend, kann eine Prothesenlockerung oder eine Achsabweichung nach der Operation die Folge sein.

Besonders Defekte an der Tibia, dem inneren Teil der Sprunggelenksgabel, sind folgenreich.

Probleme in der Knochenstruktur müssen ggf. durch Begleiteingriffe angemessen therapiert werden.

Eine CT-Untersuchung (Darstellung der 3D-Struktur des Knochens) kann in speziellen Fällen helfen, Form und Fehlstellungen der beteiligten Knochen genauer einzuschätzen.

Körpergewicht und Sprunggelenksprothese

Ein hohes Körpergewicht wirkt sich allgemein ungünstig auf die Langlebigkeit von Prothesen aus. Das ist auch bei Sprunggelenksprothesen der Fall.

Auswirkung von Weichteilverletzungen auf die OSG-Prothese

Besonders schwierig zu versorgen sind Patienten mit vorangegangenen Unfällen. Verletzungen der Weichteile um das Sprunggelenk sind häufig die Folge von Traumata (Unfallverletzungen). Die Beweglichkeit der Sprunggelenksprothese ist dann trotz optimaler Implantation oft durch die Weichteilsituation stark eingeschränkt. Hier müssen wir durch eine gute Voruntersuchung herausfinden, ob ein künstliches Sprunggelenk tatsächlich die gewünschten Vorteile für das Gangbild bringen kann.

Therapie von Begleitarthrosen bei Sprunggelenksarthrose

Begleitende Arthrosen in den benachbarten Gelenken sind ein großes Problem für die Therapie mit einer Sprunggelenksprothese. Selten ist nur ein Gelenk betroffen. Häufig liegt mit der Arthrose des oberen Sprunggelenks auch eine Arthrose des unteren Sprunggelenks vor.

Bei einer Arthrodese des oberen Sprunggelenks wird das untere Sprunggelenk wesentlich stärker beansprucht. Die Fußgelenke kompensieren einen Teil der bei der Versteifung des OSG verloren gegangenen Beweglichkeit.

Eine gangerhaltende Prothese kann die Situation in den Nachbargelenken des Fußes wieder normalisieren.

Auch eine Versteifung des unteren Sprunggelenks bei Implantation einer OSG-Prothese ist möglich ( →Triple-Arthrodese oder Double-Arthrodese des unteren Sprunggelenks). Dieser Schritt hängt letztlich davon ab, wie stark der Patient bereits durch eine Arthrose im unteren Sprunggelenk beeinträchtigt ist.

Wie ist eine Sprunggelenksendoprothese der neuen Generation aufgebaut?

Aufbau einer SprunggelenksprotheseSprunggelenksprothesen der 3. Generation werden stets als einwachsende Prothesen operiert. In den Monaten nach der Operation verbindet sich der natürliche Knochen mit der rauen Oberfläche und verwächst zu einer stabilen Verbindung.

Das Design der modernen Sprunggelenksprothese hat sich deutlich weiterentwickelt. Das Ziel der Weiterentwicklung: Die Stabilität und die Beweglichkeit der Sprunggelenksprothese zu verbessern.

Seit 1969 werden Prothesen am Sprunggelenk eingesetzt. Aufgrund zahlreicher Schwierigkeiten erreichte die Sprunggelenksprothetik lange Zeit nicht das Niveau der Knieprothesen und Hüftprothesen.

Vor allem zementierte Prothesen haben sich im Sprunggelenk als mittelfristig nicht haltbar erwiesen. Seit etwa 15–20 Jahren hat sich die Haltbarkeit durch neu entwickelte Prothesen der 3. Generation deutlich verbessert.

Diese modernen OSG-Prothesen sind einwachsende Sprunggelenksprothesen. Ihre raue Oberfläche verbindet sich im Heilungsprozess stabil mit dem einwachsenden Knochengewebe. Diese einwachsenden Prothesen können mit geringer Knochenabtragung – also knochensparend – eingebaut werden.

Geschichte der Sprunggelenksprothese

Frühere Generationen waren anders gebaut als heutige Sprunggelenksprothesen. Sie wurden mit Zement (einem Knochenklebstoff) implantiert. Das führte zu Lockerungen. Die heutigen Prothesen wachsen in den Knochen ein. Der Knochenverlust ist daher minimal. Einwachsende Prothesen lockern sich viel seltener, weil sie stabil mit dem Knochengewebe verbunden sind. Die 3-Komponenten-Prothesen unterstützen die natürliche Biomechanik des Sprunggelenks, weil sie in alle Richtungen beweglich sind.

Konstruktion und Beweglichkeit der modernen Sprunggelenksprothese

Bei den modernen Sprunggelenksprothesen wird das Sprungbein mit einer Metallkappe überzogen. Auch die Schienbeingelenkfläche wird mit einer Metallplatte geschützt. Die dritte Komponente der Prothese ist ein frei beweglicher Polyethylen-Gleitkern, der die wichtige Bewegung zwischen den beiden Gelenkpartnern vermittelt. Die freie Beweglichkeit des Gleitkernes ermöglicht eine stressfreie Belastung der Prothesenflächen.

Die Versteifung (Arthrodese) am oberen Sprunggelenk wird daher heute wegen der guten Ergebnisse nicht mehr überall als Standardverfahren bei Sprunggelenksarthrose, sondern zunehmend als letzte Rückzugsmöglichkeit eingesetzt.

Ablauf der Operation einer Sprunggelenksprothese

Der Einbau einer Sprunggelenksendoprothese wird in Vollnarkose oder in Regionalanästhesie (lokale Betäubung) durchgeführt.

Die Lagerung des Patienten während der Operation erfolgt auf dem Rücken.

Wir verwenden je nach geplanter Länge des operativen Eingriffes eine Manschette am Oberschenkel, um das Blut zurückzuhalten (Blutsperre).

Wenn die Operationsdauer absehbar kurz ist, operieren wir ohne eine solche Blutsperre.

Animation zum Ablauf einer Sprunggelenksprothese

Besondere Sterilität bei Endoprothesen-Operationen

Sterilität und Einhaltung hygienischer Bedingungen sind bei jedem Einsatz von Endoprothesen von größter Bedeutung. In der Gelenk-Klinik operieren wir daher mit geschlossenen Helmsystemen.

Die Operationssäle sind mit speziellen Luftstromsystemen ausgestattet – Laminar Flow – die unter Einhaltung der Reinraumstandards infektiöse Keime sofort aus der Atmosphäre abtransportieren.

Röntgenkontrolle einer Sprunggelenksprothese von vorne und seitlichRöntgenkontrolle einer Sprunggelenksprothese von vorne und seitlich. © Dr. Thomas Schneider

Zusätzliche Maßnahmen zur Infektionsvorsorge sind:

  • Helmsystem, das die Atemluft des Operateurs von der Raumluft im Operationssaal isoliert
  • Antibiotikagabe vor Anlage der Blutsperremanschette
  • Operation in einem Reinraum mit Laminar Flow-Kontrolle des Luftstroms
  • schonende Weichteilbehandlung am Sprunggelenk
  • Vermeiden von Wundspreizern bei der Operation

Zusätzlich steht ein steril abgedeckter Röntgenbildwandler (bewegliches Röntgengerät mit sofortiger Bildbetrachtung) bereit. Dieser Bildwandler kann während der Operation die Lage und die Größe von Sägeschnitten darstellen. Der Operateur kann die Lage der Sprunggelenksprothese während der Operation sofort kontrollieren.

Wie wird eine Sprunggelenksprothese operiert?

Befestigung der Sprunggelenksprothese Befestigung der Sprunggelenksprothese: Links sieht man die Achsausrichtung mit einem Instrument. Diese wird radiologisch durch einen beweglichen Bildwandler unter Röntgen kontrolliert. Der Operateur plant die Ausrichtung auf der präoperativen Aufnahme und legt sie ggf. mit einer Ganzbeinaufnahme kombiniert fest. © Dr. Thomas Schneider

Der Arzt führt den Hautschnitt vorne am Sprunggelenk entlang. Dieser reicht meist eine Handbreit über dem Schienbein nach unten auf den Fußrücken.

Die vor dem Sprunggelenk liegenden Sehnen werden beiseite gehalten und die vordere Sprunggelenkkapsel dargestellt. Teilweise müssen Hautnerven bei der Operation verlagert werden.

Dann öffnet der Operateur die Gelenkkapsel und bereitet den Einbau der Sprunggelenksprothese vor. Hierzu muss er meist viele Knochenanbauten abtragen, um eine gute Übersicht über das Gelenk erreichen zu können.

Mithilfe von Zielinstrumenten und dem bereitstehenden Bildwandler kontrolliert der Arzt die Achse des Beines und die geplante Lage der Sprunggelenksprothese. Es sind einige Sägeschnitte zur Platzierung des Sprunggelenkersatzes notwendig. Das Ziel der sparsamen Knochenentfernung ist, die Weichteilspannung des Sprunggelenks wiederherzustellen. Die Beweglichkeit, Stabilität und Festigkeit der Sprunggelenksprothese kann mit Probeprothesen während der Operation überprüft werden.

Ist die Lage perfekt, führt der Orthopäde Stellungskontrollen des Rückfußes und Längenkontrollen der Achillessehne durch.

Sind diese unzureichend für eine gute Funktion des Sprunggelenkes, können weitere Begleiteingriffe notwendig werden. Die gute Funktion der Sprunggelenksprothese ist wie die Funktion des natürlichen Sprunggelenks von der Beweglichkeit und einer normalen Belastungsachse abhängig. Fehlstellungen verkürzen die Lebensdauer der Sprunggelenksprothese. Sie müssen während der Sprunggelenks-Operation ebenfalls behoben werden.

Die Sprunggelenksprothese wird zementfrei befestigt

Der Operateur implantiert die Originalteile der Sprunggelenksprothese zementfrei.

Das Sprungbein wird mit einer Metallkappe überzogen, an deren Unterfläche Metallstifte zur Führung eingebracht sind.

Die Schienbeingelenkfläche wird mit einer Metallplatte geschützt. Beide Teile des Sprunggelenkersatzes sind auf der am Knochen anliegenden Seite mit einer speziellen Schicht überzogen, um ein sicheres Einwachsen des Knochens zu erreichen.

Die dritte Komponente der modernen Sprunggelenksprothese ist ein frei beweglicher Kunststoffgleitkern aus Polyethylen, der die Bewegung zwischen den beiden Gelenkpartnern vermittelt.

Allgemeine Fragen zu Sprunggelenksprothese

Wie lange dauert der stationäre Aufenthalt nach einer Prothesenoperation des Sprunggelenkes?

Die Liegedauer im Krankenhaus beträgt etwa 5–7 Tage. Die frühe Phase dient der Sicherung der Wundheilung und der gezielten Schmerztherapie. Lymphdrainage, Hochlagerung und Schmerztherapie sind wichtige Bestandteile der stationären Therapie.

Wie erfolgt die Nachbehandlung beim Sprunggelenkersatz ohne einen knöchernen Begleiteingriff ?

Die Prothese des Sprunggelenkes muss in den Knochen einwachsen. Hierfür ist eine zu starke Belastung behindernd und zu wenig Belastung wenig förderlich. Bis zur Wundheilung nach 14 Tagen ist eine vorsichtige Mobilisation in einem speziellen Schuh (ROM Walker) mit geringer Belastung an Unterarmgehstützen empfehlenswert. Danach kann der Patient den Fuß unter körperlicher und allgemeiner Schonung voll belasten. Der spezielle Schuh schützt den Fuß vor dem Umknicken in der ersten Gewöhnungsphase an Ihre neue Sprunggelenksprothese. Nach 6–8 Wochen wird eine erneute Röntgenkontrolle durchgeführt und über den weiteren Belastungsaufbau und die Schuhversorgung gesprochen: Krankengymnastik und Lymphdrainage sind wichtige Bestandteile der Behandlung. Anfangs ist die Lymphdrainage wichtiger als die Bewegungstherapie. Regelmäßige Wundkontrollen werden nach einem Sprunggelenkersatz empfohlen, da die Wundheilung auch bei sorgfältiger und schonender Operation teilweise nur verzögert erfolgt.

Wann können Sie nach dem Sprunggelenkersatz wieder Auto fahren?

Generell ist eine Teilnahme am Straßenverkehr nur möglich, wenn das betroffene Bein in jeder Gefahrensituation voll belastbar ist. Normalerweise ist dies erst nach 8 Wochen der Fall.

Ist nach dem Aufenthalt in der Klinik eine Rehabilitation notwendig?

Nach dem Sprunggelenkersatz sind Sie normalerweise etwa eine Woche in stationärer Behandlung. Da zu diesem Zeitpunkt noch keine richtige Rehabilitationsbehandlung möglich ist, empfehlen wir eine verzögerte Rehabilitation ambulant oder stationär. Die Patienten gehen mit der Unterschenkelorthese nach Hause.

Welches Risiko ist mit dem Einsatz einer Sprunggelenksprothese verbunden?

Die Langzeitergebnisse des Sprunggelenkersatzes sind Gegenstand ständiger wissenschaftlicher Untersuchungen. Die Überlebensrate der Prothese nach 8 Jahren wird mit etwa 90 % angegeben. Die Revisionsrate (erneute Operation) beträgt je nach Arbeitsgruppe etwa 6–8 %.

Welche Komplikationen können direkt nach der Operation einer Sprunggelenksendoprothese (OSG-TEP) entstehen?

  1. Probleme bei der Wundheilung über der Sprunggelenksprothese
  2. Schwellung des Unterschenkels
  3. Infektionen oder Eiterung der Sprunggelenksprothese
  4. Thrombosen (Blutgerinnsel) der tiefen Beinvenen
  5. Bruch der Knöchelgabel des Sprunggelenkes

Welche Komplikationen können im weiteren Verlauf nach dem Einbau einer Sprunggelenksendoprothese (künstliches Sprunggelenk) entstehen?

  1. Einsteifung des Sprunggelenks bzw. Verlust der Beweglichkeit des Sprunggelenks
  2. Lockerung der Sprunggelenksprothese ohne eine Infektion
  3. tieferes Einsinken der Sprunggelenksprothese in den Knochen
  4. Abrieb oder Verschleiß der Sprunggelenksprothese
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Wir haben Spaß an unserer Arbeit und möchten dich daran teilhaben lassen. Für unsere Klinikerweiterung in 2019 suchen wir daher Verstärkung:

Seminar "Gesunde Füße"

Stabilisierende Übungen zu den Aussnbändern des Fußgelenks

Halbtageskurs für Patienten - Aktivprogramm für schmerzfreie Füße.

"Fehlbelastungen mit Übungen zu Hause selbst beheben"

Termine
  • 28. März 2019
  • 06. Juni 2019

Zeit:
9:00-13:00 Uhr

Seminar Anmeldung

Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkschirurgie (ZFS)

Dr Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

Dr. med. Thomas Schneider
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

 
Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Freiburg Dr. med. Martin Rinio
Facharzt für Orthopädie
Chirurgie und Unfallchirurgie

EndoProthethikZentrum (EPZ)

Beratung in der Gelenk-Klink

EndoProthethikZentrum (EPZ) Gelenk-Klinik

  • Geprüfte Qualität und Erfahrung mit über 200 Prothesen/Jahr
  • Geprüfte Aus- und Weiterbildung unserer Spezialisten
  • Qualität in Diagnose, Operation und Nachsorge
  • Geprüfte Beratung und Aufklärung unserer Patienten

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