Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
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Mail: patienten@gelenk-klinik.de

Gelenkerhaltende Operation von Fuß und Sprunggelenk

Fußschmerzen verstehen: Was ist die Ursache und was hilft?

  1. Wo schmerzt der Fuß?
  2. Wann sollten Sie mit Fußschmerzen zum Arzt?
  3. Ursachen für Fußschmerzen
  4. Wie untersucht der Fußspezialist die Fußschmerzen?
  5. Konservative Behandlung von Fußschmerzen
  6. Operative Behandlung von Fußschmerzen
  7. Übungen zur Kräftigung der Fußmuskulatur und Rehabilitation nach Fuß-Operation
Fusßschmerzen Die Ursachen von Fußschmerzen sind vielfältig und sollten vom orthopädischen Facharzt abgeklärt werden. © Siam, Adobe Stock

Fußschmerzen sind ein wichtiges und ernstzunehmendes Warnsignal. Der Fuß trägt den größten Teil unseres Körpergewichts und ist anfällig für Überlastungen. Aber auch andere Ursachen wie Fehlstellungen (z. B. Hallux valgus), Verletzungen der Knochen, Sehnen und Bänder, Entzündungen oder Gelenkverschleiß (Arthrose) können zu Fußschmerzen führen. Häufig hilft es bereits, das Schuhwerk zu wechseln, damit die Beschwerden abklingen.

Dauern die Fußschmerzen allerdings länger als drei Tage an oder ist eine Belastung des Fußes gar nicht mehr möglich, sollten Sie einen Spezialisten für Fußerkrankungen aufsuchen. Auch starke Schwellungen, Blutergüsse, Überwärmung oder äußere Verformungen des Fußes sind deutliche Warnzeichen, die eine orthopädische Untersuchung verlangen.

Wo schmerzt der Fuß?

Füße müssen gefordert werden, damit sie sich richtig entwickeln und ihre Form behalten. Die Fußgesundheit hängt direkt von der Aktivität des Fußes ab. Kinder laufen heute immer seltener barfuß. Das hemmt die Fußreifung und die Entwicklung der kindlichen Fußgewölbe.

Die bei Erwachsenen immer geringer werdende Gehstrecke im modernen Alltag schwächt die Füße zunehmend. Dazu kommen extreme Anforderungen der Schuhmode: Füße werden eingeengt und formverändernd eingeschnürt. Die vielen kleinen Muskeln und Sehnen, die bei der Formung des Fußgewölbes aktiv zusammenarbeiten, können so immer seltener das wichtige Dämpfungssystem im Fuß bei den täglichen Anforderungen unterstützen.

Am Rückfuß treten Fersenschmerzen oder Schmerzen am Achillessehnenansatz auf. Im Mittelfuß treten Schmerzen an der Fußsohle, oben am Fußspann oder seitlich am Fuß auf. Im Vorfuß tritt Fußschmerz an den Zehen, oft als Folge von Spreizfußfehlstellungen auf.

Wann sollten Sie mit Fußschmerzen zum Arzt?

  • Sie haben eine schmerzhafte Schwellung an Fuß oder Sprunggelenk, die länger als 3 Tage andauert.
  • Sie können wegen heftiger Schmerzen den Fuß gar nicht mehr belasten.
  • Die Fußschmerzen stehen in Zusammenhang mit einem Unfall.
  • Am Fuß ist eine offene oder eiternde Wunde.
  • Ihre Fußschmerzen kehren in bestimmten Situationen immer wieder.
  • Neben Fußschmerzen leiden Sie unter Fieber, Schwellungen und Überwärmung des Fußes.
  • Die Form von Fuß, Sprunggelenk oder Fersenbein ist verändert.

Fußschmerzen beim Auftreten und Abrollen

Schmerzen beim Gehen oder Abrollen des Fußes unter Belastung haben ihre Ursache meist im Mittelfuß oder an der Sohle. Oft liegen diesen Fußschmerzen angeborene oder erworbene Fußdeformitäten wie ein Knick-Senkfuß oder ein Spreizfuß zugrunde. Ein Fersensporn mit Entzündung der Plantarsehne (Plantarfasziitis) ist mit stechenden Fußschmerzen im hinteren Sohlenbereich verbunden, was die Patienten beim Laufen in eine humpelnde Spitzfußstellung zwingt. Patienten mit Morton Neurom haben eher drückende Fußschmerzen und das Gefühl, als ob sie mit einer Erbse im Schuh laufen.

In manchen Fällen liegen zusätzlich Verletzungen oder Instabilitäten im Sprunggelenk vor, die von einem orthopädischen Spezialisten abgeklärt werden müssen, um eine adäquate Therapie für die Betroffenen zu entwickeln.

Fußschmerzen in Ruhe

Von Schmerzen in Ruhe ohne Belastung der Füße berichten häufig Patienten, die unter Gelenkentzündungen im Zusammenhang mit Rheuma, rheumatoider Arthritis oder Kristallarthropathien wie Gicht. Auch Schäden der Fußnerven können sich in Ruhephasen mit Fußschmerzen bemerkbar machen. Bei eingeengten (komprimierten) Nerven kommen zu den Schmerzen oft noch Kribbeln, Ameisenlaufen und Taubheitsgefühl hinzu. Zu den Nervenkompressionssyndromen zählen das Tarsaltunnelsyndrom, das Morton Neurom, die Einengung des Baxter-Nervs und das Sinus-tarsi-Syndrom am Außenknöchel. Sind die Fußschmerzen mit Anlaufschmerzen nach Ruhepausen verbunden, kann als Ursache auch Gelenkverschleiß im Mittelfuß (Fußwurzelarthrose) oder im Großzehengrundgelenk (Hallux rigidus) vorliegen.

Häufig liegen Verletzungen und Störungen der Fußstrukturen nicht isoliert sondern in Kombination vor, so dass eine intensive Diagnostik sinnvoll ist.

Ursachen für Fußschmerzen

Der aufrechte Gang belastet den Bewegungsapparat und insbesondere die Füße erheblich. Das gesamte Körpergewicht lastet auf ihnen. Dabei sind Füße nicht nur mechanische Stützen, sondern mithilfe ihrer Fußgewölbe auch hocheffiziente Dämpfungsorgane: Beim Springen und Laufen lastet auf den Fußgelenken häufig ein Vielfaches des Körpergewichts. Ist die intrinsische Muskulatur des Fußes geschwächt, erfüllt das Fußgewölbe diese Stoßdämpfung nicht mehr. Die Folge sind Überlastungsschmerzen und Fehlstellungen des Fußes. Aus einem Spreizfuß entwickeln sich oft andere schmerzhafte Fußerkrankungen: Hallux valgus, Hallux rigidus, Schneiderballen, Morton Neurom und Mittelfußschmerzen allgemein.

Sport und Unfälle

Mann mit Achillodynie Übermäßige oder falsche Trainingsbelastung bei Läufern und Wiedereinsteigern kann zu Fußschmerzen und Schäden an der Achillessehne führen. © Mike Fouque, Fotolia

Fordern wir unsere Füße, setzen wir sie häufig hohen Ausdauerbelastungen aus. Viele Trainingsanfänger und Wiedereinsteiger übersehen, dass die Binde- und Stützgewebe sich an Belastung viel langsamer anpassen als Kreislauf und Muskulatur.

Körperliche Belastung und Überlastung kann zu entzündlichen Veränderungen an den Sehnen oder Bindegeweben führen. Diese Reizungen betreffen auch die zahlreichen Muskel- und Sehnenansätze (Enthesien).

Entzündliche Fußschmerzen treten typischerweise erst nach einer Ruhephase im Anschluss an ungewohnt lange Wanderungen oder Läufe auf. Die Schmerzen können stechend und heftig sein und den Patienten zu einem Schonhinken zwingen.

Teilweise löst der Abrieb in den Gelenken Gelenkreizungen mit Ergussbildung und Schwellung aus. Die Entzündung vermindert oder verzögert die Gelenkschmierung. Nach dem Aufwärmen können die Fußschmerzen wieder verschwinden. Damit treten diese Schmerzen häufig als Anlaufschmerzen im Fuß auf. Sie heilen jedoch meist nach entsprechender Schonung wieder folgenlos von alleine aus.

Fast jeder leidet in seinem Leben einmal an überlastungsbedingten Fußschmerzen. Meist sind diese relativ harmlos und vergehen nach kurzer Zeit von alleine wieder.

Gehen die Schmerzen nicht nach 3 Tagen wieder zurück, kann eine ernstzunehmende Ursache dahinterstecken. Man sollte dann an eine Stressfraktur oder an eine Reizung der Achillessehne denken.

Achillessehnenentzündung (Achillodynie)

Die Achillessehne ist die stärkste Sehne im menschlichen Körper. Sie verbindet den Wadenmuskel mit dem Fersenbein und sorgt für die Kraftübertragung und Dämpfung beim Laufen und Springen. Plötzliche Belastungswechsel reizen die Achillessehne, wodurch sie sich schmerzhaft entzündet. Auch eine Fehlstellung des Fersenbeins kann zu Schmerzen am Ansatzpunkt der Achillessehne führen. Die Kraftwirkung wird dann nicht mehr optimal übertragen. Eine Achillessehnenentzündung kann unbehandelt zur Ruptur (Riss) der Achillessehne führen.

Bänderriss: Umknicktrauma oder Unfall

Bildung eines Blutergusses nach Außenbandriss. Eine Verletzung der Außenbänder am Fuß äußert sich durch plötzliche, starke Fußschmerzen und Hämatombildung. © Leo, Fotolia

Bei einem Trauma oder Unfall besteht wenig Interpretationsspielraum. Der Patient erinnert sich meistens an den Vorgang, sodass die Ursache schnell identifiziert ist. Die häufigste Verletzung unter Beteiligung des Fußes sind Außenbandrisse, Innenbandrisse und der Riss des Syndesmosebandes.

Stressfraktur (Marschfraktur): Fehl- und Überlastung

Stressfraktur des 2. Mittelfußknochens Im Röntgenbild ist am 2. Strahl der Mittelfußknochen ein Ermüdungsbruch (roter Kreis) sichtbar. © Gelenk-Klinik

Häufig treten Fußschmerzen nach langanhaltenden Belastungen beim Wandern oder Joggen auf: Bei der Stressfraktur erfolgt ein Ermüdungsbruch im Fuß aufgrund der immer wiederkehrenden Dauerbelastung der Knochen. Meist sind die Mittelfußknochen betroffen. Diese Stress- oder Marschfraktur ist von Schwellungen und stechenden Schmerzen beim Auftreten begleitet. Die Symptome treten meist plötzlich von einem Augenblick auf den nächsten auf.

Schmerzen an der Fußsohle: Plantarsehnenentzündung (Plantarfasziitis) und Fersensporn

Plantarfasziitis (Plantarsehnenentzündung) Eine Plantarsehnenentzündung (Plantarfasziitis) kann Fersenschmerzen an der Fußsohle auslösen. © stock.adobe.com/la vector

Der Fersensporn gehört zu den Sehnenansatzentzündungen (Tendinopathien). Sowohl der Achillessehnenansatz am Fersenbein (Achillodynie) als auch der Ansatz der großen Sohlenplatte (Plantarsehne) am Fersenbein (unterer Fersensporn) können betroffen sein.

Betroffene leiden unter Fersenschmerzen beim Auftreten, Stehen und Laufen. Der Orthopäde muss differentialdiagnostisch abklären, ob andere Auslöser wie eine Fersenbeinfraktur, eine Schleimbeutelentzündung im Bereich der Achillessehne oder eine Haglundferse vorliegt.

Schmerzen oben am Fußrücken: Arthrose und Knochennekrose

Fußwurzelarthrose: Arthrose des Lisfranc-Gelenks An der Fußwurzel sind meist die vorderen Gelenke – die Tarsometatarsalgelenke zwischen Fußwurzel und Mittelfußknochen – schmerzhaft überlastet. Die Fußwurzelgelenke sind sehr straff eingestellt, behalten immer ihre Form und geben bei Belastung nur wenig nach. Verletzungen dieser Gelenke werden häufig übersehen. Sie haben ein hohes Potential, ohne Behandlung chronische, starke Fußschmerzen zu verursachen. © Viewmedica

Am Fußrücken machen sich Probleme der Fußwurzelgelenke (Tarsometatarsalgelenke, Lisfranc-Gelenke) bemerkbar. Diese Gelenke sind durch Sehnen und Bänder verbunden. Bei ungewohnten Laufbelastungen kann dieser Bereich am Fußrücken anschwellen und schmerzen. Ursächlich können nach einer Überlastung beim Laufen oder Wandern eine Sehnenscheidenentzündung, eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) oder die Bildung eines Ganglions (Aussackung der Sehnenscheide) der Fußsehnen sein.

Da die straffen Fußwurzelgelenke ihre ursprüngliche Form schnell verlassen, kann auch eine Störung des Fußlängsgewölbes (Knick-Senkfuß) zu einer akuten, schmerzhaften Überlastung führen. Hochlegen, Schonung, Kühlung und entzündungshemmende Medikamente sind erste Maßnahmen zur Behandlung der Sehnen- und Weichteilüberlastung am Fußrücken. Stützende Einlagen oder eine Verbesserung des Fußgewölbes durch Fußgymnastik und Kräftigung der vorderen Wadenmuskulatur können die Belastbarkeit des Fußgewölbes erhöhen.

Davon zu unterscheiden sind schwerwiegende Störungen im Mittelfuß durch Arthrose (Gelenkverschleiß) der Lisfranc-Gelenke: Die Fußwurzelarthrose führt ebenfalls zu Schmerzen am Fußrücken. Im fortgeschrittenen Stadium kann häufig nur noch eine operative Versteifung (Arthrodese) der Fußgelenke die Belastbarkeit wiederherstellen.

Degenerative Veränderungen: Arthrose in Großzehengrundgelenk und Fußwurzelknochen

Der Fuß besteht aus vielen, durch bewegliche Gelenke verbundenen einzelnen Knochen. Diese Gelenke können verschleißen (Arthrose) – vor allem bei Fußfehlstellungen oder nach Knochennekrose (Absterben von Knochengewebe). Die typischen Zeichen einer Fußarthrose sind Anlaufschmerzen nach Ruhepausen und Schmerzen am Fußspann. Bei entzündlich aktivierter Arthrose kommt es häufig auch zu nächtlichen Fußschmerzen und entzündlichen Reaktionen. Wichtige Arthroseerkrankungen im Fußbereich sind:

Knochennekrose: Tod von Knochengewebe

Bei der Knochennekrose der Zehengelenke (Morbus Köhler) stirbt das Knochengewebe der Fußwurzelknochen im Bereich der Zehengrundgelenke ab. Diese verlieren durch die Nekrose ihre Form und beginnen zu schmerzen. Im Laufe des Lebens können Patienten mit Osteonekrose auch Arthrose entwickeln.

Auch am Sprungbein (Talus) kann sich eine Osteonekrose entwickeln. Sie verursacht einen dumpfen, tiefliegenden, chronischen Schmerz tief im Sprunggelenk. Häufig ist ein Unfall (Trauma) der Auslöser für die Talusnekrose.

Schmerzen im Vorfuß: Fußfehlstellungen und Übergewicht

In Verbindung mit einer Fehlstellung des Fußes (Spreizfuß oder Knick-Senkfuß) tritt wesentlich früher eine Überlastung oder Sehnenreizung auf. Das Abrollverhalten des Fußes ist ebenfalls gestört.

Durch einen Hallux valgus (Ballenzeh) kann sich die Gewichtsbelastung vom großen Zeh auf die sonst weniger belasteten Kleinzehen verschieben. Die dadurch ausgelösten Mittelfußschmerzen bezeichnet der Spezialist als Transfermetatarsalgie.

Auch Übergewicht überlastet den Fuß beim langen Stehen oder Gehen und wirkt sich negativ auf das Fußgewölbe und die Stellung der Fußknochen aus.

Schmerzen am Fußballen: Hallux valgus an der Großzehe

Der Hallux valgus ist eine weit verbreitete Fehlstellung der Großzehe. Der Hallux valgus ist eine weit verbreitete Fehlstellung, bei der die Großzehe nach außen abweicht. © Gelenk-Klinik

Der Hallux valgus (Ballenzeh) ist die Folge eines Spreizfußes. Die abgespreizte Großzehe kann zu schmerzhafter Arthrose im Großzehengrundgelenk führen (Hallux rigidus). Häufig entzünden sich die Schleimbeutel im Bereich des Fußballens und schwellen schmerzhaft an (Bursitis). Dadurch verstärkt sich die bei Hallux valgus vorhandene Exostose noch und es entstehen – vor allem bei ungeeignetem Schuhwerk – starke Schmerzen. Weitere Auffälligkeiten, die aus Vorfußerkrankungen resultieren, sind Hammer- und Krallenzehen. Dies sind Fehlstellungen der Kleinzehen, die durch Schiefstellung der Großzehe und Überlastung der Kleinzehen begünstigt werden.

Schmerzen an der Fußinnenseite: Knick-Senkfuß

Knick-Senkfuß im Röntgenbild Beim Knick-Senkfuß ist das Fußlängsgewölbe (rot) am Scheitelpunkt eingesunken (Pfeil). Der Knick-Senkfuß ist besonders bei älteren Patienten eine häufige Ursache für Fußschmerzen. © Gelenk-Klinik

Die Knick-Senkfuß-Fehlstellung führt zu einem Absinken des Fußlängsgewölbes. Die Zehen weichen dabei nach außen ab. Bei Erwachsenen ist die Ursache des Knick-Senkfußes meist eine geschwächte Tibialis-posterior-Sehne (hinterer Schienbeinmuskel). Sie leistet einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung des Fußlängsgewölbes. Ist sie verletzt oder geschwächt, kommt es zu Fußschmerzen auf der Innenseite und am Innenknöchel. Der erworbene Knick-Senkfuß tritt meist im Alter von 40–50 Jahren erstmals auf und kann unter Belastung sehr schmerzhaft werden.

Schmerzen an der Fußaußenseite: Schneiderballen am kleinen Zeh

Klinisches Bild eines Schneiderballens Beim Schneiderballen schmerzt das Grundgelenk der Kleinzehe. © Gelenk-Klinik

Der Schneiderballen ist eine Fehlstellung des kleinen Zehs. Ähnlich wie beim Hallux valgus bildet sich ein Überbein (Exostose) und die Kleinzehe weicht nach innen in Richtung des großen Zehs ab. Durch die verstärkte Reibung am Schuh entstehen Druckstellen, Schleimbeutelentzündungen (Bursitis) über dem Grundgelenk und Fußschmerzen an der Außenseite. Häufig bilden sich in dem Bereich Schwielen (Hühneraugen). Ursächlich ist meist eine Spreizfußfehlstellung.

Schmerzen im Mittelfuß (Metatarsalgie): Nervenkompressionssyndrome

Die Kompression der Fußnerven ist eine Quelle für Fußschmerzen. Ansicht des Fußes von der Fußsohle aus: Zahlreiche Nerven tragen zur Sensibilität und Geschicklichkeit des Fußes bei. Werden diese Nerven eingeklemmt, entstehen neurogene (nervenbedingte) Fußschmerzen. Dazu zählen das Morton Neurom, das Tarsaltunnelsyndrom und die Kompression des Baxter-Nervs an der Ferse. © Viewmedica

Am Fuß verlaufen zahlreiche Nerven, die dieses wichtige Bewegungsorgan mit Gefühls- und Steuerungssignalen für Muskelaktivität und Gleichgewicht versorgen. Nerveneinklemmungen oder -verletzungen verursachen ein weites Spektrum an Missempfindungen (Parästhesien). Die Fußschmerzen können von dumpfen Schmerzen und Taubheitsgefühl bis zu brennenden, scharfen Schmerzen reichen, die jeden Schritt zur Qual machen.

Morton Neurom oder Morton Neuralgie

Sicht von unten auf ein Morton Neurom des plantaren Fußnervs Sicht von der Fußsohle aus auf ein Morton Neurom (rot) am plantaren Fußnerv (gelb). © Dr. Thomas Schneider

Der Name Neurom ist irreführend: Es handelt sich beim Morton Neurom nicht um eine Gewebswucherung der Nervenzellen. Vielmehr schwillt beim Morton Neurom die Hülle der beiden Äste des Plantarnervs an der Fußsohle an. Durch die Bildung einer bindegewebigen Geschwulst wird schmerzhafter Druck auf den Nerv ausgeübt: Es fühlt sich an, als hätte man eine Murmel im Schuh.

Tarsaltunnelsyndrom: brennende Fußschmerzen und Taubheit

Anatomie des Tarsaltunnelsyndroms Die Fußsohle wird von verschieden Nerven versorgt, die durch den Tarsaltunnel verlaufen und in den Fuß ziehen. Diese Nerven sind die einzige Kontaktstelle zum Boden bei aufrechtem Gang und Stand. Die Gefühlswahrnehmung ist wichtig für die Steuerung des Gleichgewichts. © Dr. Thomas Schneider

Der Tarsaltunnel ist eine enge Durchtrittsstelle für den im Fuß weit verzweigten Schienbeinnerven (Nervus tibialis). Wenn Knochen und Bänder die Durchtrittsstelle im Bereich des Sprunggelenks einengen, entstehen die für Nervenkompressionen typischen brennenden Fußschmerzen im Versorgungsgebiet des Tibialisnerven. Die Schmerzen beim Tarsaltunnelsyndrom betreffen meist die ersten beiden Zehen. Da der Nerv im Bereich des Innenknöchels durch Knochen und Bänder eingeengt wird, kommt es häufig zu Fuß- und Fersenschmerzen an der Innenseite des Fußes. Häufig verstärkt das Tragen hoher, eng geschnürter Schuhe (Wanderschuhe, Skistiefel) das Tarsaltunnelsyndrom.

Einklemmung des Baxter-Nervs

Eine Einklemmung des Baxter-Nervs, meist durch Muskelwachstum und resultierende Nervenkompression, verursacht Nervenschmerzen und wird nicht selten mit dem Fersensporn verwechselt.

Bandscheibenvorfall mit eingeklemmtem Spinalnerv

Schematische Darstellung eines Bandscheibenvorfalls Bei einem Bandscheibenvorfall durchbricht der innere Bandscheibenkern (dunkelblau) den äußeren Faserring (hellblau) und kann einen Spinalnerven (gelb) komprimieren. Die Folge können Schmerzen, Lähmungen und dauerhafte Ausfälle sein. Abhängig von der Höhe des Diskusprolaps sind auch Fußschmerzen möglich. © Gelenk-Klinik

Nerveneinklemmungen müssen nicht im Bereich des Fußes erfolgen, um brennende Schmerzen, Taubheit und Ameisenlaufen im Fuß auszulösen. Alle peripheren Nerven entspringen an den Nervenwurzeln der Wirbelsäule aus dem Rückenmark. Entsteht im Rückenmark, etwa durch eine Spinalkanalstenose (Verengung des Wirbelkanals) oder einen Bandscheibenvorfall, eine Nerveneinklemmung, können die Folgen entlang des gesamten Versorgungsgebietes des Nerven bis in den Fuß hinabreichen. Es entstehen Missempfindungen, Schmerzen und Taubheit.

Stoffwechselerkrankungen: chronische Fußschmerzen als Begleitsymptom

Durchblutungsstörungen sind häufig ursächlich für Fußschmerzen Durchblutungsstörungen in Arterien (rot) oder Venen (blau) als Folge von Stoffwechselerkrankungen verursachen häufig Fußschmerzen. Dazu gehören vor allem die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) oder der diabetische Fuß. © Viewmedica

Störungen des Stoffwechsels oder der Durchblutung können die Nerven im Bereich der Füße schädigen und Wundheilungsstörungen verursachen. Bei Gicht treten häufig nachts Fußschmerzen im Bereich des Großzehengrundgelenks auf: Der große Zeh ist geschwollen, überwärmt und schmerzt auch in Ruhe. Die Störung des Harnsäurestoffwechsels führt dazu, dass sich spitze, nadelförmige Harnsäurekristalle im Gelenk ablagern.

Weitere stoffwechselbedingte Ursachen für Fußschmerzen sind:

  • Diabetes mellitus, häufig verbunden mit Wundheilungsstörungen
  • Schaufensterkrankheit (pAVK) mit Verengung der Beinarterien und gestörter Durchblutung der Fußmuskulatur
  • Nervenschäden (Polyneuropathie) mit Schmerzen an peripheren Nerven
  • Alkoholmissbrauch

Dermatologische Ursachen für Fußschmerzen

Schwielen Schwielen bilden sich an Bereichen, an denen der Fuß erhöhtem Druck ausgesetzt ist. © Andrei, Adobe Stock

Nicht nur Störungen an Sehnen, Knochen, Muskulatur und Stoffwechsel, sondern auch Verletzungen und Infektionen von Haut und Nägeln können Fußschmerzen auslösen. Dazu zählen:

Druckstellen, Hühneraugen und Schwielen

Schmerzende Hautreizungen treten als Folge einer Überlastung des Fußes an bestimmten Stellen auf. Nicht unbedingt sind Wandern oder Joggen immer Auslöser für schmerzhafte Druckstellen und Hühneraugen. Auch ungeeignete Schuhe können ursächlich sein: zu eng, zu klein, zu hohe Absätze, nicht dämpfende Sohlen. Ebenso führen Fehlstellungen des Fußgewölbes zu einer häufig schmerzhaften Überlastung von Knochen, Sehnen und Bindegeweben im Fuß. Ein typisches Symptom sind Schwielen oder Hühneraugen an der Fußsohle, die beispielsweise bei einem Spreizfuß auftreten.

Entzündungen an Fußsehnen und Gelenken

Füße einer jungen Frau mit rheumatoider Arthritis Rheuma-Patienten leiden typischerweise an verdickten Vorfüßen und einer abweichenden Zehenstellung. © Valentina, stock.adobe.com

Hautkrankheiten und Wundheilungsstörungen können ursächlich für Fußschmerzen sein. Eventuell liegt ihnen eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung wie Rheumatoide Arthritis oder Rheuma zugrunde, die auch die Fuß- und Zehengelenke angreifen und schädigen können.

Wie untersucht der Fußspezialist die Fußschmerzen?

Untersuchung des Fußes und Sprunggelenks durch den Orthopäden Der Orthopäde untersucht Fuß und Sprunggelenk. Er achtet dabei auf Schmerzen, Gefühlsstörungen und Bewegungseinschränkungen. © Gelenk-Klinik

Fußschmerzen sind schwer einzuordnen. Die Füße gehören zu den komplexesten Strukturen des Menschen. Wenn kein Unfall geschehen ist, der den Schmerz erklärt, hilft häufig eine spezialisierte Untersuchung durch den orthopädischen Fußspezialisten, um die Ursache der Fußschmerzen abzuklären.

Einen Spezialisten für Fußerkrankungen sollten Sie aufsuchen, wenn Ihre Fußschmerzen länger als drei Tage anhalten, unter Belastung zunehmen oder im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen stehen. Wenn die Schmerzen in den Füßen Ihre Beweglichkeit einschränken, die Körpertemperatur erhöht und die Hautoberfläche rötlich verfärbt oder ein Gelenk geschwollen ist, sollten Sie möglichst schnell einen orthopädischen Spezialisten konsultieren.

Arzt-Patientengespräch als Basis für weitergehende Diagnostik

Im Gespräch befragt der Arzt Sie zu Ihrer Krankengeschichte (Anamnese) und stellt Ihnen folende Fragen:

  • Seit wann bestehen Ihre Fußschmerzen?
  • Kann ein Unfall Ihre Fußschmerzen verursachen?
  • Haben Sie in letzter Zeit eine außergewöhnlich lange Wanderung, ein intensives sportliches Training absolviert oder ein Umknicktrauma erlitten?

Der Arzt beurteilt zudem Qualität und Abnutzung Ihrer Schuhe: Einseitiger Abrieb an der Schuhsohle lässt Rückschlüsse auf Ihr Abrollverhalten und Ihre Fußstellung beim Gehen zu.

Fußdruckmessung - eine spezielle orthopädische Untersuchungsmethode

Fußdruckmessung bei Spreizfuß Fußdruckmessung bei einem Patienten mit Spreizfuß. Rote Flächen zeigen einen hohen Druck, blaue Flächen eine niedrige Druckbelastung. Wegen des eingesunkenen Quergewölbes ist der Vorfuß verbreitert. Die Auswirkung des Spreizfußes auf das Gangbild kann durch die dynamische Aufzeichnung der Abrollbewegung dargestellt werden. © Gelenk-Klinik

Die computergestützte Fußdruckmessung (Pedobarographie oder Podometrie) bestimmt exakt das Abrollverhalten und die Gewichtsverteilung beim Stehen.

Eine ergänzende wichtige Untersuchung bei unklaren Fußschmerzen bietet die dynamische Ganganalyse. Während konventionelle Untersuchungsmethoden bei bewegungsabhängigen Schmerzen schnell an ihre Grenzen stoßen, erkennt die videobasierte Gang- und Bewegungsanalyse fehlerhafte Bewegungsmuster, Schonhaltungen und Fußfehlstellungen. Der Patient läuft dabei über ein Laufband mit Messstation, das den Bodendruck ermittelt, den der Fuß beim Abrollen ausübt. Die Fußdruckmessung liefert genaue Daten, in welchen Bereichen der Patient seinen Fuß verstärkt oder unnatürlich belastet. Die Ergebnisse von Pedometrie und Ganganalyse fließen in den Behandlungsplan ein.

Mit Vibrationsgeräten (Stimmgabel) und elektrischen Messungen untersucht der Fußspezialist Tastsinn und Nervenfunktion im Fuß. Beobachtungen verschiedener Übungen wie Fersengang oder Zehenspitzengang erlauben Rückschlüsse auf die Funktion der Sehnen und Bänder im Fuß und im Unterschenkel. Laboruntersuchungen klären ab, ob Stoffwechselprobleme oder Infektionen ursächlich für die Fußschmerzen sind.

Konservative Behandlung von Fußschmerzen

Betroffene sollten versuchen, eine Überlastung der Füße durch langes Stehen oder Gehen und durch Fehlbelastung zu vermeiden. Bequemes, gut passendes Schuhwerk mit Einlagen und dämpfendem Absatz unterstützt die Maßnahmen. Hilfreich ist Fußgymnastik zur Stärkung der Muskulatur und zur Dehnung der Waden und Fußsohlen. Auch Fußbäder, Fußmassagen und Gewichtsreduktion wirken sich positiv auf schmerzende Füße aus.

Akut auftretende Fußschmerzen durch Fehl- oder Überbelastung verschwinden in der Regel von selbst wieder. Ruhigstellen des Fußes mit Bandagen, Salbenwickel oder Umschläge unterstützen seine Erholung. Starke Schmerzen lassen sich mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln lindern. Die Ursache der Fußschmerzen wird dadurch nicht behoben. Bei Schmerzen in den Fußgelenken helfen örtliche Betäubungsmittel oder Kortisonpräparate, die der Arzt in das Gelenk spritzt. In einigen Fällen lindert nur eine Operation die Fußschmerzen. Über die geeignete Therapieform berät der Orthopäde ausführlich.

Je nach Art und Schwere der Fußbeschwerden erzielt man mit konservativen Behandlungsmethoden ein gutes Resultat. Leider suchen viele Patienten erst dann einen Arzt auf, wenn sie bereits erhebliche Fußfehlstellungen aufweisen. In diesen Fällen sind die Mögtlichkeiten einer konservativen Therapie bereits stark eingeschränkt.

Operative Behandlung von Fußschmerzen

Wenn die Fußschmerzen sich unter konservativer Therapie nicht bessern, kann ein operativer Eingriff helfen. Ziel einer Operation ist, die Zugwirkungen im Fuß auszugleichen, eine Einwärtsdrehung (Pronation) aufzuheben und die Passgenauigkeit der Gelenkflächen im Fuß (Kongruenz) wiederherzustellen. Diese Neuausrichtung aller Strukturen im Fuß führt zu einer verbesserten Balance der Muskeln und einem normalisierten Gangbild.

Die Gelenk-Klinik Gundelfingen ist seit Dezember 2021 zertifiziertes Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie der Maximalversorgung (ZFSmax) und legt höchste Standards an die Patientenversorgung und Ärzteausbildung. Folgende operativen Eingriffe führen die Fußspezialisten in Gundelfingen bei Fußfehlstellungen und -verletzungen durch:

Übungen zur Kräftigung der Fußmuskulatur und Rehabilitation nach Fuß-Operation

Bei der Nachbehandlung kommt es darauf an, die muskuläre Balance wiederherzustellen und den Fuß ausreichend zu stabilisieren und zu kräftigen. Dies können mobilisierende Übungen und Massagen oder spezielle Hilfsmitteln erreichen. Nicht nur die Fußmuskulatur selbst, sondern auch die Wadenmuskulatur sollte durch spezielle Übungen gestärkt werden.

Übung 1: Gewölbe bauen

Übung bei Knick-Senkfuß: Gewölbe bauen Übung bei Knick-Senkfuß: Gewölbe bauen. © Gelenk-Klinik

Übungsziel: Kräftigung der kurzen Fußmuskulatur zur Verbesserung des Längsgewölbes.

Ausgangsstellung: Sitz. Der Fuß ist unbelastet, flächig auf dem Boden platziert.

Ausführung: Ziehen Sie die Zehengrundgelenke kräftig zurück in Richtung Ferse. Sie können beobachten, wie sich das Fußlängsgewölbe hebt. Achten Sie darauf, dass Sie nicht mit den Zehen krallen und dass Groß- und Kleinzehenballen Kontakt zum Boden haben.

Führen Sie 1–2 Minuten eine rhythmische, federnde Bewegung durch.

Übung 2: Kräftigung der kurzen Fußmuskulatur

Übung bei Knick-Senkfuß: Kräftigung der kurzen Fußmuskulatur Übung bei Knick-Senkfuß: Kräftigung der kurzen Fußmuskulatur. © Gelenk-Klinik

Übungsziel: Kräftigung des Längsgewölbes.

Ausgangsstellung: Stand: Das eine Ende des Gymnastikbandes ist unter dem äußeren Drittel der Ferse platziert, das andere Ende unter dem Großzehengrundgelenk. Bringen Sie nun das Gymnastikband auf Spannung.

Ausführung: Achten Sie darauf, dass Sie besonders an den Punkten des Gymnastikbandes fest verwurzelt sind. Auch Kleinzehenballen und die Zehen sollten einen satten Kontakt zum Boden haben. Richten Sie Ihr Längsgewölbe auf, ohne die Enden des Gymnastikbandes zu verlieren.

Übung 3: Kräftigung der tiefen Schienbeinmuskulatur

Übung bei Knick-Senkfuß: Kräftigung des Musculus tibialis posterior Übung bei Knick-Senkfuß: Kräftigung des Musculus tibialis posterior. © Gelenk-Klinik

Übungsziel: Kräftigung des Musculus tibialis posterior

Ausgangsstellung: Sitz. Ein Gymnastikband wird seitlich auf Höhe des Fußes befestigt. Wickeln Sie das Band so um den Vorfuß, dass der Zug des Bandes von außen kommt. Positionieren Sie Ihren Fuß in Vorspannung.

Ausführung: Ziehen Sie das Band mit dem Fuß nach innen. Der Fuß sollte zu Beginn der Übung leicht ausgestreckt sein. Die Zehen können verstärkend mitaktiviert werden. Ein Einkrallen ist möglich.

Überprüfung: Der markierte Bereich an der Unterschenkelinnenseite muss sich bei der Übung anspannen. Dies lässt sich tasten.

Übung 4: Kräftigung der tiefen Wadenbeinmuskulatur

Übung bei Knick-Senkfuß: Kräftigung des Musculus peroneus longus Übung bei Knick-Senkfuß: Kräftigung des Musculus peroneus longus. © Gelenk-Klinik

Übungsziel: Kräftigung des Musculus peroneus longus

Ausgangsstellung: Sitz. Das Knie des betroffenen Fußes ist nach außen gekippt und bleibt dort während der gesamten Übung. Der Fuß liegt auf dem Außenrand auf dem Boden. Schieben Sie das Ende des Gymnastikbandes unter das äußere Drittel der Ferse und ziehen Sie dann eine Schlaufe um das Großzehengrundgelenk. Führen Sie das Band nach außen und halten oder fixieren Sie es dort.

Ausführung: Drücken Sie das Großzehengrundgelenk zum Boden und achten Sie darauf, dass das Knie außen bleibt und die Ferse nur außen belastet ist.

Übung 5: Belastungsverteilung der Fußsohle

Hilfsmittel: Stab/Besenstiel etc.

Übungsziel: Erlernen einer normalen Belastung Ihres verletzten Fußes

Ausgangsstellung: Stand

Durchführung: Führen Sie Pendelbewegungen des Körpers nach vorne/hinten und rechts/links durch. Erspüren Sie die Hauptbelastungszonen, Auflageflächen, Hohlräume und den Spannungszustand der Zehen.

Hinweise: Vergleichen Sie die Änderungen der Druckverteilung zwischen rechtem und linkem Vor- und Rückfuß sowie Außen- und Innenseite.

Variante: Führen Sie die Übung mit geschlossenen Augen durch.

Belastungsverteilung nach vorne Belastungsverteilung nach vorne. © Gelenk-Klinik Belastungsverteilung nach hinten Belastungsverteilung nach hinten. © Gelenk-Klinik Belastungsverteilung nach rechts Belastungsverteilung nach rechts. © Gelenk-Klinik Belastungsverteilung nach links Belastungsverteilung nach links. © Gelenk-Klinik

Übung 6: Fuß schleifen im Sitz

Hilfsmittel: Handtuch

Übungsziel: Verbesserung der Beweglichkeit im Sprunggelenk

Ausgangsstellung: Sitz evtl. mit Handtuch unter dem betroffenen Fuß

Durchführung: Schieben Sie mit leichtem Druck den Fuß vor und zurück. Achten Sie darauf, dass Groß- und Kleinzehenballen sowie die Ferse guten Kontakt zum Boden halten und der Fuß senkrecht unter der Kniescheibenspitze verläuft.

Übung zur Verbesserung der Beweglichkeit im Sprunggelenk Übung zur Verbesserung der Beweglichkeit im Sprunggelenk. © Gelenk-Klinik

Übung 7: Stabilität auf dem Wackelkissen

Übungsziel: Verbesserung der Koordination

Hilfsmittel: schräggestellte Matte/Kissen

Ausgangsstellung: hüftbreiter Stand mit leicht gebeugten Knien, die Arme hängen locker neben dem Körper

Ausführung: Bleiben Sie möglichst ruhig auf der Fläche stehen. Variieren Sie die Beugestellung der Kniegelenke.

Steigerung: Führen Sie die Übung im Einbeinstand durch.

Knie sind leicht gebeugt. Knie sind leicht gebeugt. © Gelenk-Klinik Veränderung der Beugestellung der Kniegelenke Veränderung der Beugestellung der Kniegelenke. © Gelenk-Klinik

Übung 8: Ausrichtung des Fersenbeins

Fersenpendel: Übung zur Verbesserung eines Knick-Senkfußes Übung: Das Fersenpendel reguliert die Stellung des Fersenbeins. © Gelenk-Klinik.de

Übungsziel: Bewusste Regulierung der Fersenbeinstellung

Ausgangsstellung: Stand, die Füße stehen hüftbreit auseinander.

Durchführung: Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf beide Fersen. Führen Sie abwechselnd eine rhythmische Gewichtsverlagerung des Rückfußes (Ferse) auf die Außenkante/Innenkante durch. Langsam mit den Pendelbewegungen kleiner werden, bis die Achillessehne gerade/senkrecht eingestellt ist. Die Ferse sollte nun tendenziell auf der äußeren Seite belastet sein. Versuchen Sie diese Fußstellung immer wieder in Ihrem Alltag einzunehmen.

Übung 9: Kräftigung der Außenbänder

Übungsziel: Kräftigung des Musculus peroneus tertius und der Zehenstrecker

Ausgangsstellung: Sitz auf einem Stuhl mit ausgestreckten Bein. Befestigen Sie eine Gummibandschleife vor dem Fuß in Verlängerung des Beines. Der Fuß wird in Vorspannung positioniert.

Ausführung: Ziehen Sie das Band mit dem Fuß nach oben. Wichtig ist hierbei die Hebung des Fußaußenrandes. Der Fuß sollte zu Beginn der Übung leicht ausgestreckt sein und dann kontinuierlich angezogen werden.

Überprüfung: Der markierte Bereich an der Unterschenkelinnenseite muss sich bei der Übung spürbar anspannen.

Fuß in Vorspannung positionieren Fuß in Vorspannung positionieren. © Gelenk-Klinik Band mit dem Fuß nach oben ziehen Band mit dem Fuß nach oben ziehen. © Gelenk-Klinik

Übung 10: Verbesserung der Koordination im Sprunggelenk

Übungsziel: Verbesserung der Koordination und Kräftigung der Fuß- und Beinmuskulatur

Ausgangsstellung: Stand

Ausführung: Bringen Sie Ihr Körpergewicht auf den betroffenen Fuß und achten Sie darauf, dass die Ferse gerade ist (Achillessehne steht senkrecht). Das Fußgewölbe ist aufgerichtet. Das leicht gebeugte Knie befindet sich lotrecht über dem Vorfuß. „Tappen“ Sie nun mit dem freien Bein in einem Dreieck hin und her. Achten Sie darauf, dass das Standbein stabil stehen bleibt.

Mit dem Fuß nach vorne tappen Mit dem Fuß nach vorne tappen. © Gelenk-Klinik Mit dem Fuß zur Seite tappen Mit dem Fuß zur Seite tappen. © Gelenk-Klinik Mit dem Fuß nach hinten tappen Mit dem Fuß nach hinten tappen. © Gelenk-Klinik

Übung 11: Kräftigung der Fuß- und Beinmuskulatur

Übungsziel: Verbesserung der Koordination und Kräftigung der Fuß- und Beinmuskulatur

Ausgangsstellung: Stand

Ausführung: Springen Sie zunächst langsam von einem auf das andere Bein. Achten Sie darauf, dass der Fuß stabil bleibt und nicht zu sehr wegknickt. Steigern Sie das Tempo.

Belastung des rechten Fußes Belastung des rechten Fußes. © Gelenk-Klinik Belastung des linken Fußes Belastung des linken Fußes. © Gelenk-Klinik

Übung 12: Verbesserung der Schutzreflexe im Sprunggelenk

Übungsziel: Verbesserung der Koordination und der Schutzreflexe im Sprunggelenk

Ausgangsstellung: hüftbreiter Stand auf einem Kreisel

Ausführung: Balancieren Sie Ihr Gleichgewicht auf dem Kreisel aus. Am Anfang bietet es sich an, sich mit den Händen an einem Geländer oder Ähnlichem festzuhalten.

Fortgeschrittene können die Schwierigkeit erhöhen, indem sie:

  1. Einen schwereren Ball zwischen den Händen mit großen Bewegungen hin und hergeben. Achten Sie darauf, dass Rumpf und Beine dabei stabil stehen bleiben.
  2. Leichte Kniebeugen machen.
  3. Das Gewicht des Oberkörpers verändern, indem Sie sich langsam in der Hüfte beugen und strecken.
  4. Die Übungen einbeinig durchführen.
Gleichgewicht auf dem Kreisel ausbalancieren Gleichgewicht auf dem Kreisel ausbalancieren. © Gelenk-Klinik einbeinig Übung einbeinig durchführen, um die Schwierigkeit zu erhöhen. © Gelenk-Klinik

Übung 13: seitlicher Zug mit dem Theraband zur Stabilisierung des Sprunggelenks

Ausgangsstellung: Befestigen Sie das Gymnastikband dicht über dem Boden an einem stabilen Haltepunkt (z. B. Heizung). Nehmen Sie das andere Ende des Gymnastikbandes in die Hand. Stellen Sie sich nun so seitlich zum Ankerpunkt, dass das betroffene Bein näher am Haltepunkt ist. Ihr Körpergewicht lastet auf dem betroffenen Bein.

Durchführung: Ziehen Sie mit dem Arm der nicht betroffenen Seite das Gymnastikband nach schräg oben außen. Achten Sie darauf, dass das Knie des Standbeines immer lotrecht über dem Fuß bleibt und nicht nach innen fällt. Knicken Sie mit dem Fuß nicht nach innen weg.

Seitlicher Zug mit dem Theraband: Ausgangsposition Ausgangsposition einnehmen. © Gelenk-Klinik einbeinig Seitlicher Zug mit dem Theraband im Einbeinstand. © Gelenk-Klinik
Literaturangaben
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  • Hermann, W., & Tinta, C. (2017). Der neuropathische Fußschmerz und seine Differenzialdiagnosen. Nervenheilkunde, 36(08), 634–345.
  • Krome, S. (2016). Diabetisches Fußsyndrom–Nonadhärenz bei Entlastungsorthesen. Diabetologie und Stoffwechsel, 11(05), 316–318.
  • Niethard, F. U., Pfeil, J. & Biberthaler, P. (2009). Orthopädie und Unfallchirurgie. Stuttgart: Thieme.
  • Putz, C., Hagmann, S., & Dreher, T. (2018). Bildgebende Diagnostik des Fußes. Der Radiologe, 58(5), 400–405.
  • Schievink, F. (2017). Orthopädieschuhtechnische Versorgung mit Einlagen und orthopädischen Schuhzurichtungen. Fuß & Sprunggelenk, 15(4), 217–224.
  • Springer, F., Horger, M., Al-Badayneh, B., & Albtoush, O. M. (2019, March). Stressfrakturen der unteren Extremität. RöFo-Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren, 191(3), 173–178.
  • Valderrabano, V., Engelhardt, M. & Küster, H. (2008). Fuß & Sprunggelenk und Sport: Empfehlungen von Sportarten aus orthopädischer und sportmedizinischer Sicht. Deutscher Ärzte-Verlag.
  • Wülker, N. (2005). Taschenlehrbuch Orthopädie und Unfallchirurgie. Stuttgart: Thieme.
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