Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
Tel: (0761) 55 77 58 0
Mail: patienten@gelenk-klinik.de

Orthopaedische Diagnose

Orthopädische Diagnostik

Die Diagnose (griechisch für Entscheidung) bezeichnet in der Medizin die Erkennung und Benennung einer Krankheit.

Um eine möglichst genaue Diagnose erstellen zu können, stehen dem Arzt als Ergänzung zur Anamnese und der körperlichen Untersuchung verschiedene diagnostische Verfahren zur Verfügung.

Hierzu gehören, neben bildgebenden Verfahren wie Ultraschalldiagnostik, digitale Röntgendiagnostik, CT, MRT, Skelettszintigrafie außerdem die 3D- Wirbelsäulenvermessung, Muskeloberflächenmessung, Labordiagnostik und Knochendichtemessung.

Der Sinn einer diagnostischen Maßnahme muss vom Arzt sorgfältig abgewogen werden, auch wenn die meisten der modernen Methoden den Organismus nicht belasten.

MRT: Magnetresonanztomografie

MRTMRT: Elektromagnetische Wellen beeinflussen die Ausrichtung der Wasserstoffprotonen in Geweben. © Gelenk-Klinik

Die Magnetresonanztomografie (MRT, kurz auch MR) ist wie die Computertomografie ein bildgebendes Verfahren, das vor allem in der medizinischen Diagnostik eingesetzt wird. Es ermöglicht die Darstellung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper. Eine andere Bezeichnung für die MRT ist Kernspintomografie.

Computertomographie (CT) Untersuchung des Skeletts

(oder CT)

Die Computertomographie ist ein wichtiges diagnostisches Verfahren in der Medizin. Hierbei wird von einem Objekt mit einer rotierenden Röntgenröhre eine Vielzahl von Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Richtungen aufgenommen.

Die Röntgenstrahlen, die durch das Untersuchungsobjekt geschickt werden, werden von mehreren Detektoren gleichzeitig aufgezeichnet. Der Vergleich zwischen ausgesandter und gemessener Strahlungsintensität gibt Aufschluss über die Abschwächung der Strahlung durch das zu untersuchende Gewebe.

Digitale Volumentomografie (DVT) in der Orthopädie: Fuß- und Sprunggelenkschirurgie

Osteochondrosis dissecans im SprunggelenkAnsicht des Sprunggelenks von hinten in der 3-D Digitalen Volumentomografie (DVT): Von oben kommen Schienbein (Tibia, links) und Wadenbein (Fibula, rechts) und bilden gemeinsam die Sprunggelenksgabel. Fußseitiger Gelenkpartner, der das gesamte Körpergewicht aufnimmt, ist das Sprungbein (Talus). Die DVT (digitale Volumentomografie) bildet vor allem die knöcherne Strukturen sehr gut ab. Weichteilstrukturen sind mit dem MRT wesentlich detaillierter zu sehen. © Gelenk-Klinik

Die Digitale Volumentomografe (DVT) ist ein röntgenbasiertes Schnittbildverfahren. Es ermöglicht die 3-D Rekonstruktion der untersuchten Gelenke und Knochen. Im Bereich der Diagnostik von Fuß- und Sprunggelenkserkrankungen hat die digitale Volumentomografie den Vorteil, dass sie auch unter Gewichtsbelastung durchgeführt werden kann. Andere Schnittbildverfahren wie zB. CT (Computertomografie) oder MRT (Magnetresonanztomografie) resultierenebenfalls in einer 3-D Information der untersuchten Gelenke. Wenn der Patient aber - wie im MRT oder CT - bei der Untersuchung liegt, verhalten sich die Gelenke ohne Gewichtsbelastung ganz anders, als in einer belasteten Situation.

Diskografie: Untersuchung der Wirbelsäule und der Bandscheiben

DiskografieFür die Diskografie wird dem Patienten ein Kontrastmittel in den Bandscheibenkern gespritzt. Auf diese Weise kann der Arzt die Ausdehnung des Bandscheibenkerns beurteilen und feststellen, ob ein Bandscheibenvorfall vorliegt. © janulla, istock

Die Diskografie ist ein röntgengestütztes Verfahren zur Darstellung der Bandscheibe. Dafür injiziert der Arzt dem Patienten ein Kontrastmittel in den Bandscheibenraum. Dies geschieht unter örtlicher Betäubung mit einer langen dünnen Nadel. Die korrekte Positionierung der Nadel wird kontinuierlich durch das Röntgengerät überwacht.

Anhand der Verteilung des Kontrastmittels kann der Arzt die Lage und die Situation der Bandscheibe genau beurteilen. Mithilfe dieser Untersuchung kann er unterscheiden, ob Rückenschmerzen von der Bandscheibe herrühren – also diskogen sind – oder von einer Arthrose der Facettengelenke verursacht werden.

Ultraschalldiagnostik

Ultraschall in der OrthopädieMit Ultraschall kann der Orthopädische Spezialist speziell Weichteile, Sehnen und Bänder in Bewegung untersuchen. © Gelenk-Klinik

(oder Sonografie)

Die Ultraschalldiagnostik (Sonografie) ist eine der am weitesten verbreiteten bildgebenden Untersuchungsmethoden. Sie zeichnet sich vor allem durch ihre vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten und die geringe Belastung für den Patienten aus.

Ultraschallwellen werden über einen Schallkopf in den Körper gelenkt und dort je nach Struktur und Konsistenz der zu untersuchenden Gewebe und Knochenstrukturen reflektiert.

Fußdruckmessung (Podometrie, Pedobarografie)

Fußdruckmessung (Podometrie)Die Fussdruckmessung (Podometrie) zeigt die genaue Belastungsverteilung an der Fußsohle ohne Röntgenbelastung. Mit dieser Untersuchung identifiziert der Arzt Fehlstellungen, Schmerzen und Erkrankungen des Fußes und des Sprunggelenks. © Gelenk-Klinik

Der Fußabdruck sagt sehr viel über die Fußgesundheit aus. Die genaue Lastverteilung beim Auftreten, aber auch die Abrollbewegung des Fußes spiegelt die Situation der Gelenke, Sehnen und Weichteile im Fuß wider. Schmerzen oder Fehlstellungen ändern den Fußabdruck sichtbar. Die elektronische Fußdruckmessung (Podometrie) macht solche Probleme sichtbar und hilft dem Orthopäden bei der Diagnosestellung.

Elektromyografie (EMG)

Elektromyografie (EMG)Für die Messung der Muskelaktivität werden kleine Elektroden direkt auf die Haut geklebt. © Eliyahu Ungar-Sargon, istock

Für die Elektromyografie klebt der Arzt kleine Elektroden schmerzfrei auf die Hautoberfläche. Mithilfe der Untersuchung lassen sich aussagekräftige Informationen über die An- und Entspannungsfähigkeit der Muskulatur gewinnen. Verspannte und geschwächte Bereiche werden angezeigt und mit Referenzdaten verglichen. Die Messergebnisse dienen der Diagnostik und helfen bei der Auswahl der geeigneten Behandlung.

Knochendichtemessung: Osteoporose Vorsorgeuntersuchung (Osteodensitometrie)

Bei einer Osteoporose verringert sich die Knochendichte.Bei einer Osteoporose verringert sich die Knochendichte. Die Knochendichtemessung ermittelt die Wahrscheinlichkeit für einen osteoporosebedingten Knochenbruch. © Henrie, Fotolia

Die Knochendichtemessung oder auch Osteodensitometrie ist eine nebenwirkungsfreie, international anerkannte Methode, um die Gefährdung für eine Osteoporose festzustellen. Die Untersuchung ermittelt die Dichte, also den Mineralsalzgehalt des Knochens. Damit bestimmt das schmerzfreie Verfahren das osteoporoseabhängige Frakturrisiko und kontrolliert das Ansprechen der Therapie.

Diagnose von Rückenschmerzen: 3D-Wirbelsäulenmessung

3D-WirbelsäulenmessungDie 3D-Wirbelsäulenmessung bietet eine schmerzfreie Diagnostik von Wirbelsäulenerkrankungen und Rückenschmerzen. © yodiyim, istock

Die 3D-Wirbelsäulenmessung kombiniert Videomesstechnik mit moderner Datenverarbeitung. Auf diese Weise misst sie millimetergenau Lage und Form von Wirbelsäule und Wirbelkörpern. Das schnelle und schmerzfreie Untersuchungsverfahren ist strahlungs- und belastungsfrei. Deshalb eignet es sich zur Verlaufskontrolle von Wirbelsäulenerkrankungen und um die jeweiligen Therapien exakt abzustimmen.

Skelettaltersbestimmung: Ist die Körpergröße altersentsprechend?

Mit Hilfe der Skelettalterbestimmung lässt sich heutzutage bei jungen Menschen problemlos die Endgröße bestimmen und feststellen, ob das Wachstum altersentsprechend ist. Gerade bei der prognostischen Beurteilung von Wirbelsäulenverkrümmungen und Achsenschäden im Wachstumsalter ist die Skelettalterbestimmung oft entscheidend für die Therapie.

Mit Hilfe der Skelettalterbestimmung lässt sich heutzutage problemlos und ziemlich genau bei Kindern und Jugendlichen ermitteln, wie groß sie voraussichtlich werden und ob das Wachstum der altersentsprechenden Norm entspricht.

Arthrose vorbeugen: Ernährung und Bewegung

Eine gesunde Ernährung kann Arthrose vorbeugen.Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann Arthrose vorbeugen. © monticellllo, Fotolia

Arthrose (Gelenkverschleiß) betrifft viele Menschen. Fast jeder zweite Mensch über 50 Jahren hat bereits deutliche Anzeichen einer Arthrose. Fehl- oder Überbelastung führen zum Verschleiß des Gelenkknorpels. Das Gelenk beginnt zu schmerzen, wird weniger belastbar und kann schließlich sogar unbeweglich werden. Wegen Arthrose erfolgen allein in Deutschland jedes Jahr über 300.000 Operationen mit künstlichem Hüft- oder Kniegelenkersatz.

Eine gesunde Ernährung kann gegensteuern und das Fortschreiten der Arthrose verlangsamen oder stoppen. Außerdem ist ausreichende Bewegung wichtig, um Arthrose vorzubeugen. Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren verbessern die Knorpelernährung und fördern die Beweglichkeit der Gelenke.

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Dr. med. Dirk Hömig, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Kinderchirurgie Dr. med. Dirk Hömig, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Kinderorthopädie