Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Rückenmark

Querschnitt durch einen Wirbel: Die Spinalnerven (blau) haben ihren Ursprung im Rückenmark und treten durch die Zwischenwirbellöcher aus dem knöchernen Wirbelkanal aus. Querschnitt eines Wirbels: Blau markiert sind die Spinalnerven, die aus dem Foramen intervertebrale (Zwischenwirbelloch) austreten. © Fotolia

Das Rückenmark ist ein Teil des zentralen Nervensystems. Es liegt schlauchförmig im Wirbelkanal und reicht vom Abgang des ersten Halsnerven bis etwa zum zweiten Lendenwirbel. Hauptbestandteile sind Nervenzellen, die die graue Substanz bilden, und Nervenfasern (weiße Substanz). Die Nervenfasern treten als 31 Spinalnerven paarig aus dem Rückenmark aus und verlassen den knöchernen Wirbelkanal (Canalis vertebralis) jeweils rechts und links durch die Zwischenwirbellöcher der Wirbelkörper.

Im Querschnitt sieht die graue Substanz aus wie ein Schmetterling. An den beiden Hinterhörnern treten diejenigen Fasern der Spinalnerven in das Rückenmark ein, die Informationen zum Gehirn transportieren. Dazu gehören z.B. die Sensibilität der Haut mit Wärme-, Kälte-, Vibrations- oder Schmerzempfinden sowie Informationen der Tiefensensibilität in Knochen, Muskeln und Bändern. Aus den beiden Vorderhörner treten die Nervenfasern aus, die die Skelettmuskulatur innervieren. Über sie gelangen die Befehle für bewusste und reflexartige Bewegungen an die entsprechenden Muskeln.

Was hilft gegen Rückenschmerzen?

Mann mit Rückenschmerzen Mit den richtigen Maßnahmen und einer rückenfreundlichen Lebensweise kann man selbst einiges gegen Rückenschmerzen tun. © Filip_Krstic, istock

In den meisten Fällen handelt es sich bei Rückenschmerzen um sogenannte unspezifische Rückenschmerzen. Sie beruhen vor allem auf einer lang andauernden, ungünstigen Belastung des Rückens, die zu muskulären Verspannungen und Verkürzungen sowie verkümmerten Faszien oder Bändern führt. Dazu gehören einseitige und übermäßige Belastungen, z.B. durch Fließbandarbeit oder körperlich schwere Tätigkeiten. Bewegungsmangel, eine vorwiegend sitzende Lebensweise, Übergewicht und psychischer Stress begünstigen den ungesunden Druck auf den Rücken.

Mit verschiedenen Maßnahmen im akuten Fall und einer rückenfreundlichen Lebensweise kann man in vielen Fällen gut selbst etwas gegen Rückenschmerzen tun. Je nach Diagnose verschreibt der Rückenspezialist auch spezifische konservative Therapien, Medikamente oder Operationen.

Rückenschmerzen unterer Rücken - Ursachen, Behandlung, und wann zum Arzt?

Mann mit unteren Rückenschmerzen Durch den aufrechten Gang trägt die Lendenwirbelsäule ein hohes Gewicht. Dies führt oft zu Kreuzschmerzen. © Filip_Krstic, istock

Wenn es im Rücken schmerzt, dann ist meist der untere Rücken betroffen. Diese Schmerzen im Lendenwirbelbereich – auch Kreuzschmerzen oder LWS-Syndrom genannt – sind zum Glück meist unspezifischer Natur, also durch Fehlhaltungen oder verspannte Muskeln ausgelöst. Manchmal quälen allerdings auch spezifische Ursachen wie z.B. ein Bandscheibenvorfall den unteren Rücken. In beiden Fällen hilft der Rückenspezialist: entweder mit Anleitung zur Selbsthilfe oder durch eine spezifische medikamentöse, physiotherapeutische oder auch operative Behandlung.

Neuromodulation bei Rückenschmerzen und Beinschmerzen

Schema Neuromodulation Bei der Neuromodulation schickt ein kleiner, unter der Haut eingepflanzter Impulsgenerator elektrische Impulse über Elektroden an das Rückenmark. Durch diese Impulse wird die Schmerzwahrnehmung gelindert. © Gelenk-Klinik

Chronische Rückenschmerzen belasten die Betroffenen oft extrem. Viele geliebte Alltagstätigkeiten sind unmöglich, und greift man zu Schmerzmitteln, drohen Nebenwirkungen und Abhängigkeit. Für manche Patienten eignet sich jedoch eine neue Methode zur Schmerzlinderung: Die Rückenmarkstimulation, die auf einer Form der Neuromodulation beruht. Dabei dämmt man mit elektrischen Impulsen die Schmerzleitung im Rückenmark ein. In Deutschland sind ca. 30.000 Patienten damit versorgt. Weltweit schätzt man bis etwa 350.000 Schmerzpatienten, die mit einer Rückenmarkstimulation behandelt werden.

Spinalkanalstenose: Verengung des Rückenmarkkanals der Wirbelsäule

Spinalkanalstenose Spinalkanalstenose ist eine Einengung des Nervenkanals in der Wirbelsäule. © Viewmedica

Eine Spinalkanalstenose ist eine Einengung des Wirbelkanals. Bei einer Wirbelkanalstenose drücken Knochensporne (Spondylophyten) oder Weichgewebe wie eine Bandscheibe auf das Rückenmark, das im Wirbelkanal verläuft, und engen es ein. Der Druck auf die Nerven, die dadurch nicht mehr genügend Platz haben, verursacht bei Betroffenen starke Rückenschmerzen und oft neurologische Ausfälle.

Die Spinalkanalstenose ist eine typische degenerative Erkrankung und betrifft meist ältere Menschen.

Die Folgen der Spinalkanalstenose sind ausstrahlende Rückenschmerzen in Arme oder Beine, Gangstörungen und Störungen der Feinmotorik. Patienten können in ihrem Alltag nicht mehr weit und nur noch unter Schmerzen gehen. Häufig tritt die Spinalkanalstenose in der Lendenwirbelsäule zwischen den Wirbeln L4/5 oder in der Halswirbelsäule aufgrund von Bandscheibenvorfällen der Lendenwirbelsäule bzw. Halswirbelsäule auf.

Wirbelbruch bei Osteoporose: Schmerztherapie und Behandlung

Wirbelkörperbruch durch Osteoporose Ist das Knochengewebe im Wirbelkörper durch Osteoporose instabil, können harmlose Alltagssituationen zu einem Wirbelkörperbruch führen. Dabei kollabiert der Knochen und die Höhe des Wirbels vermindert sich. © freshidea, Fotolia

Osteoporose beschreibt die Abnahme der Knochensubstanz bei gleichzeitiger Verschlechterung der Knochenqualität. Der Knochenschwund betrifft das gesamte Skelett eines Menschen. Durch Osteoporose können Wirbelkörper so brüchig werden, dass sie einbrechen und dramatisch an Höhe verlieren. Man spricht auch von einer Sinterung oder Sinterungsfraktur des Wirbels. Ein Wirbelkörperbruch ist oft sehr schmerzhaft. Der Höhenverlust des gebrochenen Wirbelkörpers wirkt sich zusätzlich auf die Funktion und Beweglichkeit der Wirbelsäule aus. Auch die Körpergröße kann durch einen kollabierten Wirbelkörper abnehmen.

Facettengelenksdenervierung: Thermokoagulation bei Spondylarthrose

Facettengelenks-Denervierung Facettengelenks-Denervierung: bei dieser Minimalinvasiven Prozedur wird der Schmerz bei Spondylarthrose bekämpft. © Viewmedica

Wie jedes Gelenk des menschlichen Körpers besitzt auch das Facettengelenk eine Gelenkkapsel, die neben der Gelenkführung auch die Versorgung des Gelenks durch einsprossende Gefässe und Nerven gewährleistet. Kommt es durch die Arthrose des Facettengelenks zur Reizung der Gelenkkapsel, so werden diese Schmerzen als Rückenschmerzen zu den Schmerzzentren im Rückenmark und im Gehirn weitergeleitet. Hierbei spielt ein spezieller Nerv, der Ramus dorsalis, die Schlüsselrolle.

Infiltrationen an der Wirbelsäule: Rückenschmerzen lindern, Schmerzursache einkreisen

Infiltration eines Facettengelenks Schematische Darstellung einer Facetteninfiltration an der Wirbelsäule. Das schmerzstillende Medikament wird über die eingeführte Hohlnadel (grün) direkt an die arthrotischen Facettengelenke (rot) gespritzt. © Gelenk-Klinik

Infiltrationen an der Wirbelsäule lassen sich auf zweierlei Arten nutzen: Zum einen lindern sie als therapeutische Infiltration quälende Rückenschmerzen. Als diagnostische Infiltration sind sie ein wertvolles Mittel, um gemeinsam mit der körperlichen Untersuchung und der Bildgebung die schmerzauslösende Quelle besser einzugrenzen.

Failed back surgery-Syndrom: Wie kann man postoperative Rückenschmerzen behandeln?

Querschnitt der Wirbelsäule Querschnitt der Wirbelsäule. Schmerzen nach Wirbelsäulenoperation treten häufig durch Bildung von Narbengewebe (Fibrose) und Entzündungen von Nervenwurzeln in dem von der dura mater (Hirnhaut) umgebenen Epiduralraum. © Fotolia

Das Failed back surgery-Syndrom ist ein lumbaler Rückenschmerz im unteren Rücken mit unbekannter Ursache, der trotz einer Operation andauert oder nach einer Wirbelsäule-Operation erstmalig auftritt. Man nennt das Failed back surgery-Syndrom auch Postdiskektomie-Syndrom. Die Behandlung der Folgen einer gescheiterten Rückenoperation ist für alle Beteiligten - vor allem für die Patienten - eine schwierige Situation. Von einer gescheiterten Rückenoperation sprechen wir, wenn die durchgeführte Operation die Schmerzen des Patienten nicht lindern konnte.

Um das Failed back surgery-Syndrom zu vermeiden, ermitteln die Wirbelsäulenexperten der Gelenk-Klinik durch eine detaillierte Diagnostik vor der geplanten Wirbelsäulenoperation mögliche Ursachen für die Rückenschmerzen des Patienten. Hat sich postoperativ Narbengewebe gebildet, können die Spezialisten mithilfe der minimalinvasiven epiduralen Endoskopie (Epiduroskopie) Narben und Reizungen der Nervenwurzeln im Rückenmark beseitigen.

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Wirbelsäule und Rücken

PD Dr. med. David-Christopher Kubosch, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie

PD Dr med. Kubosch
Facharzt für Orthopädie, Spezialist für Wirbelsäule

Prof. Dr. med. Sven Gläsker, Facharzt für Neurochirurgie

Prof. Dr. med. Sven Gläsker
Facharzt für Neurochirurgie