Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Nackenschmerzen behandeln: Tipps und Übungen

  1. Welche Symptome begleiten die Nackenschmerzen?
  2. Schmerzqualität: Wie schmerzt der Nacken?
  3. Situation: Wann treten die Nackenschmerzen auf?
  4. Ursachen: Wie entstehen Nackenschmerzen?
  5. Diagnostik: Wie untersucht der Arzt Nackenschmerzen?
  6. Konservative und operative Behandlung von Nackenschmerzen – was hilft?
  7. 20 Übungen gegen Nackenschmerzen
  8. Häufige Patientenfragen zum Thema Nackenschmerzen an PD Dr. David Kubosch von der Gelenk-Klinik
Frau mit Nackenschmerzen Nackenschmerzen sind weit verbreitet. Vor allem Menschen, die viel im Büro sitzen, leiden häufig an Verspannungen der Nackenmuskulatur. © Siam, Adobe Stock

Synonyme:

Beschwerden im Bereich des Nackens oder auch der Nacken-Schulter-Region stellen ein zunehmendes Problem in den Industrienationen dar. Etwa 71 % aller Menschen leiden irgendwann in ihrem Leben an Nackenschmerzen. Eine dänische Studie zeigt, dass das Risiko für Nackenschmerzen bei Menschen erhöht ist, die beruflich häufig monotone, sich wiederholende Arbeiten ausüben. Weitere Faktoren sind ein hoher Arbeitsdruck mit immer wiederkehrenden Arbeitsschritten oder hohe Arbeitsanforderungen.

Aktuell leiden etwa 9,5 % der Männern und 13,5 % der Frauen an Nackenschmerzen. Damit zählen Nackenschmerzen zu den häufigsten Beschwerdebildern in der orthopädischen Praxis.

Nackenschmerzen oder das HWS-Syndrom (Halswirbelsäulensyndrom) umfassen viele weitere Symptome. Die Ursache für die Beschwerden sind Störungen einzelner Bewegungssegmente der Wirbelsäule und ihrer Strukturen. Jeder Wirbel besteht aus einem nach vorne gerichteten Wirbelkörper und einem zum Rücken gelegenen Wirbelbogen. Die Wirbelbögen sind über jeweils zwei Gelenkfortsätze oben und zwei Gelenkfortsätze unten miteinander verbunden. Diese Gelenke nennt man Facettengelenke. Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern liegen die Bandscheiben.

Hauptsächlich verursachen degenerative Veränderungen im Bereich der Bandscheiben und der Facettengelenke die Beschwerden.

Bei bandscheibenbedingten Veränderungen handelt es sich vor allem um Massenverschiebungen innerhalb der Bandscheiben nach hinten (dorsal) bzw. hinten-seitlich (dorsolateral) und Bandscheibensinterungen, also einem Zusammenfallen der betroffenen Bandscheibe. Ab diesem Punkt kommen oftmals Beschwerden im Bereich der Facettengelenke hinzu.

Bei degenerativen Veränderungen der Wirbelkörper entstehen häufig Verengungen im Bereich der Nervenaustrittsöffnungen. Auslöser für diese sogenannten Rezessusstenosen sind:

  • ein unkontrolliertes Knochenwachstum (Hypertrophie) der arthrotisch veränderten Wirbelgelenke oder
  • Knochenanbauten im Bereich der Zwischenwirbelkörpergelenke der Halswirbelsäule (unkovertebrale Osteophyten).

Nach Operationen an der Halswirbelsäule treten vor allem Instabilitätssyndrome oder wiederkehrende Bandscheibenvorfälle und Verwachsungen auf. Diese engen die Nervenwurzeln narbig ein.

Welche Symptome begleiten die Nackenschmerzen?

Eine mögliche Einteilung des Nackenschmerzes erfolgt anhand der betroffenen Segmente der Halswirbelsäule. Daraus ergeben sich verschiedene Symptome und Beschwerdebilder:

Oberes Zervikalsyndrom (zervikozephales Syndrom): Es tritt ein im Hinterhaupt (okzipital) gelegener Kopfschmerz auf, der helmförmig bis in die Stirn ausstrahlen kann. Betroffen sind vor allem die oberen (kranialen) 3 Wirbelkörper der Halswirbelsäule (C1–C3).

Unteres Zervikalsyndrom (zervikobrachiales Syndrom): Die Schmerzen strahlen häufig in die interskapuläre Region (Schulterblätter) und in die obere Extremität aus. Die Beschwerden entstehen eher in den unteren Anteilen der Halswirbelsäule (Wirbelkörper C4–C7).

Das obere und untere Zervikalsyndrom können auch kombiniert auftreten. Oft liegen zusätzlich funktionelle Störungen im Sinne von Blockierungen vor.

Begleitend zu den Symptomen, die spezielle Strukturen eines Bewegungssegmentes betreffen, können außerdem Schwindel, Ohrgeräusche (Tinnitus), Übelkeit, Sehstörungen oder Kopfschmerzen auftreten. Die begleitenden Symptome liefern häufig einen Hinweis auf die Ursache der Nackenschmerzen.

Steifer Nacken

Ein steifer Nacken in Verbindung mit Nackenschmerzen ist in den häufigsten Fällen auf eine muskuläre Verspannung zurückzuführen. Die in ihrer Funktion gestörten Muskeln verhärten oder verkürzen sich. Fast jeder von uns ist irgendwann von dieser Form der Nackenschmerzen betroffen.

Seltene Ursachen für Nackensteifigkeit sind Infektionen der Hirnhäute (Meningitis) oder eine Gehirnblutung. Die Verspannung im Nackenbereich resultiert in diesen Fällen aus einer Schonhaltung, um den Kopf nicht übermäßig zu bewegen und Schmerzen zu minimieren.

Aber auch verschleißbedingte Veränderungen an den Bandscheiben oder Wirbelgelenken können zu einem steifen Nacken führen. Die Nackensteifigkeit tritt meist nach einer Ruhephase (z. B. als Morgensteifigkeit) auf. Ebenfalls unter Morgensteifigkeit leiden Patienten mit rheumatischen Erkrankungen oder Fibromyalgie. Des Weiteren ist eine Versteifung im Nackenbereich eine häufige Folge eines Schleudertraumas.

Knacken oder Knirschen bei Bewegung

Ein Knacken im Nackenbereich ist meist harmlos und kommt beim Kreisen des Kopfes durch eine Dehnung der Gelenkkapseln zustande. Bei ruckartigen Bewegungen werden die Gelenkflächen auseinandergezogen und es entsteht ein Vakuum. Das in der Gelenkschmiere enthaltene Kohlenstoffdioxid bildet Bläschen, die beim Platzen ein Knackgeräusch erzeugen. Ein weiterer Grund für einen knackenden Nacken sind Blockaden, die aufgrund von Verspannungen entstehen. Beim Drehen des Kopfes dehnen sich die verspannten Haltebänder im Nackenbereich und es knackt.

Ein Knirschen im Nacken hingegen weist meist auf eine degenerative Erkrankung hin. Durch eine Schädigung der Bandscheiben kommt es zur Abnutzung der Knorpelflächen zwischen den Wirbelgelenken. Wenn Knochen auf Knochen reibt, ist ein Knirschen hörbar.

Nackenschmerzen und gleichzeitige Kopfschmerzen

Darstellung der Halswirbelsäule und des Kopfes Nackenschmerzen im Bereich der oberen Halswirbelsäule (Wirbelkörper C1 bis C3) strahlen häufig in den Kopf aus. © peterschreiber.media, Adobe Stock

Bei Verspannungen im Rücken oder Nacken strahlen die Schmerzen häufig in den Kopf aus. Betroffen sind vor allem Menschen, die viel am Computer arbeiten. Die verkrampfte Muskulatur drückt auf die Nerven, die das Hinterhaupt versorgen. Ein Spannungskopfschmerz entsteht. Umgekehrt können Nackenschmerzen auch als Folge von Kopfschmerzen auftreten. Erklären lässt sich dieser Zusammenhang von Kopfschmerzen und Nackenschmerzen durch eine Verbindung des am Nacken und Hinterkopf verlaufenden Hinterhauptnervs mit dem Trigeminusnerv, der für die Schmerzwahrnehmung am vorderen Kopf zuständig ist.

Nackenschmerzen, die bis in die Arme ausstrahlen

Treten neben Nackenschmerzen ausstrahlende Schmerzen in die Arme auf, sind die Probleme im mittleren oder unteren Bereich der Halswirbelsäule zu finden. Ursächlich sind häufig Verspannungen und eine verhärtete Nackenmuskulatur.

Kommen Gefühlsstörungen, Kraftverlust oder sogar Lähmungen in den Armen oder Händen hinzu, ist von einer Nervenschädigung oder -quetschung auszugehen. Diese entsteht beispielsweise, wenn ausgetretenes Bandscheibenmaterial auf die Nervenwurzeln des Rückenmarks drückt. Diese Beschwerden sollten umgehend von einem Facharzt abgeklärt werden.

Nackenschmerzen und Übelkeit oder Erbrechen

Übelkeit im Zusammenhang mit Nackenschmerzen kann bei harmlosen Muskelverspannungen oder degenerativen Veränderungen auftreten. Kommen Schwindel, Erbrechen oder Bewusstseinseintrübungen hinzu, können schwerwiegende Erkrankungen zugrunde liegen. Auslöser dieser Symptome kann zum Beispiel eine Hirnhautentzündung (Meningitis) sein. Nach einem Unfall oder Sturz deuten diese Beschwerden auf eine Gehirnerschütterung oder sogar auf ein schweres Schädel-Hirn-Trauma mit Hirnblutungen hin. In Fällen von Nackenschmerzen kombiniert mit Übelkeit, Erbrechen oder Bewusstseinstrübungen sollte der Betroffene notfallmäßig in einer Klinik vorgestellt werden.

Nackenschmerzen in Verbindung mit Fieber

Fieber ist ein klassisches Symptom, das auf ein Infektionsgeschehen im Körper hindeutet. In Verbindung mit Nackenschmerzen kann es auf eine Meningitis (Hirnhautentzündung), einen Hirnabszess oder eine Spondylodiszitis hinweisen. Diese Entzündung der Bandscheiben und Wirbelknochen tritt häufig bei einer Immunschwäche auf und wird in der Regel von Bakterien ausgelöst. Aber auch bei einer Grippe kann es zu Nackenschmerzen in Verbindung mit Fieber kommen.

Nackenschmerzen und Gesichtslähmung

Bei einer Reizung oder Entzündung der Hirnhäute (Meningitis) kommt es meist zu einer schmerzhaften Nackensteifigkeit, dem sogenannten Meningismus. Eine Entzündung der Hirnhäute kann durch Bakterien (z. B. nach einem Zeckenbiss) oder Viren (z. B. bei Ohrherpes) ausgelöst werden. Sie wird häufig von weiteren Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Lichtscheue, begleitet. Neben den entzündlichen Ursachen lösen auch Hirnblutungen, Durchblutungsstörungen des Gehirns bei einem Schlaganfall oder Tumore einen Meningismus aus. Begleitend kann eine Lähmung des Fazialisnervs auftreten, der die Gesichtsmuskulatur steuert. Nackenschmerzen im Zusammenhang mit einer Gesichtslähmung sollten sofort durch einen Notfallmediziner abgeklärt werden.

Nackenschmerzen und geschwollene Lymphknoten

Die Lymphknoten sind Teil des Immunsystems. Sind diese geschwollen, deutet das auf eine Abwehrreaktion des Körpers gegen Krankheitserreger hin. Im Halsbereich tritt eine Schwellung meist bei Erkältungen oder anderen Virusinfektionen auf. Begleitende Nackenschmerzen sind möglich. Vergrößerte Lymphknoten können auch auf eine Krebserkrankung hindeuten.

Nackenschmerzen und Juckreiz

Ständiger Juckreiz ist meist auf eine Erkrankung der Haut zurückzuführen. Was viele nicht wissen: Die Ursache für Juckreiz kann auch von der Halswirbelsäule ausgehen. In seltenen Fällen drücken die Bandscheiben minimal auf das Rückenmark und reizen so die Nerven. Obwohl die Reizung so gering ist, dass eher selten Nackenschmerzen entstehen, leiden die Betroffenen durch die Nervenirritation an Juckreiz im Nackenbereich.

Nackenschmerzen und Muskelzucken

Verspürt ein Patient neben Nackenschmerzen ein Muskelzucken im Arm oder in der Schulter, kann ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule ursächlich sein. Grund dafür ist eine Reizung der aus dem Rückenmark austretenden Nervenwurzeln. Da die für die oberen Extremitäten zuständigen Nerven im unteren Teil der Halswirbelsäule austreten, entstehen durch das austretende Bandscheibenmaterial Symptome im Bereich der Arme.

Nackenschmerzen mit Schluckbeschwerden

Kommt es bei Nackenschmerzen zu gleichzeitigen Schluckbeschwerden, können verschiedene Ursachen dafür verantwortlich sein. Neben Verspannungen der Nackenmuskulatur kann auch eine Nervenreizung, beispielsweise durch einen Bandscheibenvorfall oder eine Spinalkanalstenose, vorliegen. Eine eher seltene Ursache für Schluckbeschwerden bei Nackenschmerzen ist eine Sehnenentzündung des langen Halsmuskels (Musculus longus colli). Betroffene haben zudem starke Schmerzen beim Drehen des Kopfes.

Nackenschmerzen in Verbindung mit Schulterschmerzen

Treten gleichzeitig Schmerzen in Schulter und Nacken auf, spricht man von einem Schulter-Nacken-Schmerz. Die häufigste Ursache dafür sind Verspannungen der Nackenmuskulatur. Aber auch Bandscheibenvorfälle oder andere Veränderungen im unteren Bereich der Halswirbelsäule, Fehlhaltungen oder Unfälle können für die Schmerzen verantwortlich sein.

Nackenschmerzen in Verbindung mit Zahnschmerzen

Zähneknirschen (Bruxismus) schädigt nicht nur die Zähne, sondern kann durch die resultierenden Verspannungen auch zu Nackenschmerzen und Kieferschmerzen führen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer craniomandibulären Dysfunktion, also einer Störung zwischen Ober- und Unterkiefer. Aber auch schlecht sitzender Zahnersatz kann durch einen ungleichmäßigen Kontakt von Ober- und Unterkiefer zu Nackenschmerzen führen.

Nackenschmerzen in Verbindung mit Augenschmerzen

Zahlreiche Muskeln rund um die Augen sind für die Augenbewegung und den Lidschluss verantwortlich. Wie alle Muskeln des Bewegungsapparates können auch diese Muskeln verspannen. Die eingeschränkte Augenbeweglichkeit beeinflusst auch die Nackenmuskulatur.

Ein weiterer Grund für Nackenschmerzen und gleichzeitige Augenschmerzen kann dauerhafte PC-Arbeit sein. Wenn der Blick ständig auf den Monitor gerichtet ist, überanstrengt das unsere Augen. Durch die unnatürliche nach vorne gebeugte Haltung kommt es zudem zu Nackenschmerzen.

Schmerzqualität: Wie schmerzt der Nacken?

Nicht jeder Nackenschmerz ist gleich. Treten die Nackenschmerzen nur einseitig auf, steckt meist eine andere Ursache dahinter als bei mittigen oder beidseitigen Nackenschmerzen. Auch die Schmerzqualität liefert uns Hinweise auf die Schmerzursache. Es gibt brennende oder stechende Schmerzen und Schmerzen, die in andere Körperregionen ausstrahlen. Dazu zählen Kopf, Schultern, Arme, Gesicht, Rücken und in seltenen Fällen auch die Beine.

Stechende Nackenschmerzen

Verschleißbedingte Veränderungen der Halswirbelsäule können stechende Nackenschmerzen verursachen. Dazu zählen beispielsweise degenerierte Bandscheiben, die auf das Rückenmark drücken und Nerven einengen. Aber auch muskuläre Probleme können hinter stechenden Schmerzen im Nackenbereich stecken. Häufig ist eine Verspannung des Trapezmuskels, der auf beiden Seiten der oberen Wirbelsäule bis zum Hinterhauptbein führt, ursächlich.

Brennende Nackenschmerzen

Wenn die Muskeln im Nackenbereich über einen längeren Zeitraum verspannt sind, kann sich dies auch auf die Bänder und das Bindegewebe auswirken. Diese Strukturen werden gereizt und verursachen brennende Nackenschmerzen. Es können aber auch andere Strukturen wie Knochen, Faszien oder Nerven betroffen sein. Da brennende Nackenschmerzen ein sehr diffuses Symptom sind, bedarf es einer weiteren Abklärung durch den Facharzt. Neben Überlastungen und Fehlhaltungen kommen rheumatische Erkrankungen, Wirbelsäulendegeneration oder bei oberflächlichem Brennen eine Hauterkrankung infrage.

Nackenschmerzen am Hinterkopf

Bei einer verspannten Nackenmuskulatur strahlen die Beschwerden häufig auch in den Hinterkopf aus. Vor allem PC-Arbeit, aber auch ein ungeeignetes Kopfkissen, können zu Verspannungen der Nackenmuskulatur führen. Verantwortlich sind die am Nacken und Hinterkopf verlaufenden Hinterhauptnerven. Auch bei einer Einengung dieser Nerven, beispielsweise durch einen Bandscheibenvorfall, kommt es zu Beschwerden im Nacken und am Hinterkopf.

Nackenschmerzen einseitig

Ist die Nackenmuskulatur einseitig verspannt, wirkt sich dies auf den Schmerzort aus: Die Nackenschmerzen treten nur auf einer Seite auf. Ursächlich kann eine Fehlhaltung wie eine chronische Seitwärtsneigung oder ein Schiefhals (Torticollis) sein.

Nackenschmerzen bis in den Rücken

Über die Wirbelsäule sind Nacken und Rücken untrennbar miteinander verbunden. Dementsprechend können Nackenschmerzen in den Rücken ausstrahlen und umgekehrt. Häufig haben gleichzeitige Rücken- und Nackenschmerzen eine gemeinsame Ursache. Eine Fehlhaltung wie z. B. ein Beckenschiefstand oder muskuläre Verspannungen durch langes Arbeiten vor dem Computer wirken sich auf die gesamte Wirbelsäule aus.

Nackenschmerzen hinter dem Ohr

Nackenschmerzen hinter dem Ohr können auf eine Verspannung der Nackenmuskulatur hindeuten. Überlastung, Zugluft oder Stress sind meist die Auslöser. Betroffene klagen über eine verhärtete Muskulatur und sind in ihrer Kopfbewegung eingeschränkt. Die Schmerzen hinter dem Ohr können aber auch eine Gesichtslähmung (Fazialisparese) ankündigen. Meist treten einige Tage vor der Lähmung Symptome wie Nackenschmerzen, Gesichtsschmerzen oder Schmerzen hinter dem Ohr auf.

Situation: Wann treten die Nackenschmerzen auf?

Neben Schmerzart, Schmerzort und Begleitsymptomen der Nackenschmerzen ist auch die Situation, in der die Schmerzen auftreten, ausschlaggebend für die Diagnose. Der untersuchende Arzt wird Sie fragen, zu welcher Tageszeit die Schmerzen verstärkt auftreten oder ob es ein auslösendes Ereignis für die Nackenschmerzen gibt. Außerdem ist wichtig, ob es sich um akute oder um chronische Schmerzen handelt.

Nackenschmerzen am Morgen

Muskeln, Sehnen und Bänder versteifen, wenn sie sich über eine längere Zeit in einer ungünstigen Position befinden. Beim Schlafen ist dies häufig der Fall, weil wir uns weniger bewegen als tagsüber. Neben dem richtigen Kopfkissen und einer Matratze, die die Wirbelsäule unterstützt, nimmt auch die Schlafposition Einfluss auf unsere Rücken- und Nackenmuskulatur. Vor allem bei Bauchschläfern besteht die Gefahr, dass es aufgrund der ungünstigen Überstreckung des Kopfes zu Nackenschmerzen kommt. Sehr kalte Temperaturen im Schlafzimmer oder ein offenes Fenster begünstigen ebenfalls die Entstehung von muskulären Verspannungen im Nacken.

Ein weiterer Grund für Nackenschmerzen am Morgen ist nächtliches Zähneknirschen. Durch den hohen Druck, der durch den zusammengepressten Kiefer entsteht, verspannt neben der Kiefermuskulatur auch die Nackenmuskulatur.

rücken- und nackenfreundliche Schlafpositionen Eine geeignete Schlafposition zeichnet sich dadurch aus, dass die Wirbelsäule eine gerade Linie bildet. © Lilanakani, Adobe Stock

Nackenschmerzen nach Sturz

Bei einer plötzlichen Krafteinwirkung auf die Halswirbelsäule, wie es beispielsweise bei einem Sturz oder Auffahrunfall der Fall ist, kann es zu einem Schleudertrauma kommen. Da die Nackenmuskulatur bei der unerwarteten Bewegung nicht angespannt ist, um Strukturen wie Bänder, Sehnen oder Bindegewebe zu schützen, können diese geschädigt werden. Man spricht auch von einer HWS-Distorsion.

Nackenschmerzen nachts

Eine häufige Ursache für nächtliche Beschwerden oder Ruheschmerzen ist eine fortgeschrittene entzündlich aktivierte Arthrose (Gelenkverschleiß) der Facettengelenke, die die einzelnen Wirbel miteinander verbinden. Auch eine rheumatoide Arthritis kann diese Beschwerden auslösen. Grund dieser nächtlichen Schmerzen sind Entzündungsprozesse, die zu einem Gelenkerguss führen. Die Ruheschmerzen schränken die Lebensqualität der Betroffenen stark ein.

Nackenschmerzen nach einer OP

Bei einer Operation in Narkose ist der Patient nicht dazu in der Lage, sich zu bewegen und Mikrolagerungen durchzuführen. Wird der Patient über einen längeren Zeitraum in gleicher Position auf dem OP-Tisch gelagert, verkürzen einige Muskeln, während andere überstreckt werden. Dies kann zu Rücken- oder Nackenschmerzen führen.

Nach einer HWS-Operation können zudem Entzündungen oder unvollständig entfernte Bandscheibenvorfälle im Bereich des OP-Gebietes Nackenschmerzen auslösen.

Nackenschmerzen nach dem Sport oder nach dem Joggen

Viele Sportarten bergen die Gefahr, dass es durch eine unnatürliche Körperhaltung oder Überlastung zu Nackenschmerzen kommt. Dazu zählt beispielsweise Radfahren durch die dauerhafte Überstreckung des Kopfes oder übermäßiger Kraftsport aufgrund einer Fehl- oder Überbelastung.

Auch nach dem Joggen können Nackenschmerzen auftreten. Viele Läufer joggen unbewusst mit hochgezogenen Schultern, was zu Verspannungen im Nackenbereich führen kann. Vor allem bei kühlen Temperaturen leiden viele Menschen an Nackenschmerzen nach dem Joggen.

Läufer im Stadion Obwohl Bewegung und Laufen eigentlich gut für den Körper sind, kann falsches Joggen zu Nackenschmerzen führen. © mel-nik, iStock

Nackenschmerzen im Büro oder bei Computerarbeit

Langes Sitzen und Arbeiten vor dem Computer belasten die Nackenmuskulatur. Schuld daran ist, dass die meisten Menschen nur selten ihre Sitzposition ändern. Ein nach vorne gebeugter Oberkörper und hängende Schultern führen auf Dauer zu einer verkürzten Nackenmuskulatur, was Verspannungen der unbewegten Muskulatur nach sich zieht. Die so entstehenden Nackenschmerzen resultieren wiederum in einer Schonhaltung, wodurch sich die Beschwerden noch verstärken.

Eine ergonomische Einrichtung des Arbeitsplatzes kann Abhilfe schaffen. Verändern Sie häufiger Ihre Sitzposition und gönnen Sie Ihrem Nacken regelmäßig Pausen, in denen Sie den Schreibtisch verlassen und herumlaufen.

Nackenschmerzen beim Drehen des Kopfes

Nackenschmerzen beim Drehen des Kopfes sind häufig das Resultat von Verspannungen und verkürzter Muskulatur. Besonders der Trapezmuskel, der die obere Wirbelsäule und das Hinterhauptbein verbindet, ist oftmals überlastet. Fehlhaltungen oder langes Arbeiten vor dem Monitor sind häufige Ursachen. Auch Blockaden der Wirbelgelenke können für Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen beim Drehen des Kopfes verantwortlich sein.

Nackenschmerzen beim Liegen

Treten Nackenschmerzen beim Liegen auf, kann das ein Hinweis darauf sein, dass Sie eine ungünstige Schlafposition einnehmen. Auch ein falsches Kopfkissen oder eine zu harte oder zu weiche Matratze ohne Unterstützung der Wirbelsäule können Nackenschmerzen verursachen. Achten Sie beim Kauf eines Kopfkissens darauf, dass es nicht zu hoch ist, um die Nackenmuskeln beim Schlafen in einer möglichst neutralen Position zu halten.

Nackenschmerzen beim Atmen

Wer unter Schmerzen beim Atmen leidet, denkt meist zuerst an ein Problem in der Lunge. Aber auch Verspannungen bestimmter Muskelgruppen können ursächlich sein. Damit die einströmende Luft in der Lunge genug Platz hat, sorgt die Muskulatur für die Ausdehnung des Bauchraumes. Neben dem Zwerchfell zählen zahlreiche Muskeln im Bauch-, Rücken-, Schulter- und Nackenbereich zur Atemhilfsmuskulatur.

Schmerzen beim Atmen in Verbindung mit Nackenschmerzen entstehen vor allem durch eine Verspannung der im Nacken lokalisierten Treppenmuskeln. Betroffene nehmen häufig eine Schonhaltung ein, was an hochgezogenen Schultern beim Atmen zu erkennen ist.

Chronische Nackenschmerzen

Wenn Nackenschmerzen länger als drei Monate anhalten, gelten sie als chronisch. Die häufigste Ursache ist Bewegungsmangel und stundenlanges Arbeiten vor dem PC. Moderater Sport ist also das beste Mittel gegen einen chronisch verspannten Nacken. Um Bewegung ohne Schonhaltung zu ermöglichen, ist der Einsatz von Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Diclofenac sinnvoll.

Nur in seltenen Fällen haben die Nackenschmerzen gefährliche Ursachen wie Wirbelkörperbrüche oder Bandscheibenvorfälle. In vielen Fällen sind derartige Nackenschmerzen auf konkrete Ereignisse wie einen Autounfall oder einen Sturz zurückzuführen. Leiden Sie neben den Nackenschmerzen an Begleitsymptomen wie Taubheitsgefühl, Kribbeln oder sogar Lähmungen, suchen Sie umgehend einen Arzt auf.

Ursachen: Wie entstehen Nackenschmerzen?

Die Ursachen von Nackenbeschwerden sind vielfältig und reichen von harmlosen, aber lästigen Muskelverspannungen bis zu Veränderungen der Wirbelsäule oder der Bandscheiben. Diese sollten ernst genommen und frühzeitig durch einen Spezialisten untersucht werden.

Bei jüngeren Patienten liegt die Ursache der Nackenschmerzen meist in einer Fehlhaltung oder Überbelastung. Eine schmerzhafte Blockierung von Wirbelgelenken kann im Alltag z. B. durch eine ungünstige Schlafposition ausgelöst werden.

Auch Unfälle können durch Verletzungen von Strukturen im HWS-Bereich zu Nackenschmerzen führen. Ältere Patienten leiden meist an einer chronischen Form der HWS-Schmerzen, die durch Abnutzungserscheinungen oder krankhafte Veränderungen an den Zwischenwirbelgelenken oder Bandscheiben hervorgerufen werden. Des Weiteren sind als Ursachen für die Nackenschmerzen Fehlbildungen der Wirbelsäule, Entzündungen, Osteoporose, Tumore und Metastasen zu nennen.

Bandscheibenvorfall und Bandscheibendegeneration in der Halswirbelsäule

Schematische Darstellung eines Bandscheibenvorfalls Wenn der Bandscheibenkern die Bandscheibenhülle durchbricht, spricht man von einem Bandscheibenvorfall. © Istockphoto.com

Zwischen den einzelnen Wirbeln der Wirbelsäule befinden sich Bandscheiben. Diese bestehen aus einem inneren gallertartigen Kern (Nucleus pulposus) und einer Hülle aus Faserknorpel (Anulus fibrosus). Im fortgeschrittenen Alter lässt die Elastizität der Bandscheibenhülle nach und sie bekommt Risse. Man spricht dann von einer Degeneration der Bandscheibe.

Bei einem Bandscheibenvorfall durchbricht der Gallertkern den geschwächten Faserknorpelring und kann auf die Nervenwurzeln des Rückenmarks drücken. Es gibt verschiedene Formen und Schweregrade des Bandscheibenvorfalls:

  • Bandscheibenprotrusion (Vorwölbung der Bandscheibe)
  • Bandscheibenprolaps (Austritt von Bandscheibengewebe aus der äußeren Hülle mit noch bestehendem Kontakt zur Bandscheibe)
  • Bandscheibensequestrierung (Austritt von Bandscheibengewebe aus der äußeren Hülle ohne Kontakt zur Bandscheibe)

Symptome: Die Bandscheibendegeneration kann sowohl Nackenschmerzen als auch ausstrahlende Beschwerden (Kribbeln, Taubheitsgefühl, Missempfindung) in die obere Extremität verursachen.

Facettengelenksyndrom – Arthrose der Wirbelgelenke

Beim Facettengelenksyndrom verschleißen die Zwischenwirbelgelenke, die die einzelnen Wirbel miteinander verbinden. Ursächlich ist eine Verminderung der Höhe eines Bewegungssegmentes aufgrund einer degenerierten Bandscheibe. Es handelt sich um eine der häufigsten Erkrankungen der Wirbelsäule. Etwa 55 % aller Menschen leiden irgendwann in ihrem Leben darunter. Das am häufigsten betroffene Segment liegt im mittleren Bereich der Halswirbelsäule (C4/5).

Symptome: Die Facettengelenksarthrose löst hauptsächlich Nackenschmerzen aus, kann aber selten auch in die obere Extremität ausstrahlen. Die Schmerzen treten häufig nachts oder in Ruhe auf.

Spinalkanalstenose – Verengung des Wirbelkanals im Nacken

MRT-Bild einer zervikalen Spinalkanalstenose MRT-Bild einer Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule. Das Rückenmark wird in drei Segmenten eingeengt (gelbe Pfeile). © Gelenk-Klinik

Diese degenerativ bedingte Veränderung führt zu einer Verengung des Durchmessers des Spinalkanals. Es entsteht ein erhöhter Druck auf die Nerven des Rückenmarks.

Symptome: Die Spinalkanalstenose löst vor allem ausstrahlende Beschwerden in die obere Extremität aus. Dazu zählen beispielsweise Kraftverlust oder Schmerzen in den Armen und Händen. Begleitend können aber auch Nackenschmerzen und in seltenen Fällen Gangstörungen auftreten.

Neuroforamenstenose – Verengung der Nervenaustrittsöffnungen der HWS

Die Neuroforamenstenose beschreibt eine Einengung der Nervenaustrittsöffnungen eines Bewegungssegmentes der Wirbelsäule. Diese Einengung entsteht aufgrund von degenerativen Prozessen. Knöcherne Anbauten im Bereich des Wirbelkörpers oder der Zwischenwirbelgelenke verengen die Nervenaustrittsöffnungen.

Symptome: Die Neuroforamenstenose löst insbesondere ausstrahlende Beschwerden in die obere Extremität aus. Je nach Stärke und Lokalisation der Nervenreizung können weitere Beschwerden auftreten. Dazu zählen Gefühlsstörungen, Missempfindungen wie Kribbeln oder Taubheitsgefühle der oberen Extremitäten, Schwindel, Hörstörungen, Schluckbeschwerden oder Schmerzen im Gesicht, der Brust, den Armen oder im Hals.

Spondylodiszitis

Kommt es aufgrund einer Infektion zu einer Entzündung der Bandscheiben und Wirbelknochen, spricht man von einer Spondylodiszitis. Meist wird die Spondylodiszitis von Bakterien wie dem Staphylokokkus aureus ausgelöst. Diese gelangen über kleinste Verletzungen durch die Blutgefäße in die Wirbelsäule. Möglich sind aber auch nichtinfektiöse Erkrankungen wie Morbus Bechterew, die zur Entzündung der Bandscheiben führen.

Häufige Risikofaktoren der Spondylodiszitis sind immunschwächende Erkrankungen oder Umstände wie fortgeschrittenes Alter, Diabetes mellitus, Übergewicht, rheumatische Erkrankungen, Drogenmissbrauch oder HIV.

Symptome: Betroffene Patienten leiden vor allem an einem Druckschmerz des betroffenen Segmentes der Halswirbelsäule. Eventuell kann eine lokale Rötung und Überwärmung auftreten. Weitere Symptome sind Fieber, Nachtschweiß und ausstrahlende Schmerzen in Arme und Hände.

Viraler Infekt (z. B. Grippe, Erkältung)

Bei einer Erkältung oder Grippe arbeitet unser Körper auf Hochtouren, um den Infekt zu bekämpfen. Die Immunabwehr sendet Botenstoffe aus, die Nerven reizen können, wodurch es zu Nackenschmerzen kommt. Zudem führen Kopfschmerzen und Schonhaltung bei Gliederschmerzen zu einer Anspannung der Nackenmuskulatur.

Symptome: Die Nackenschmerzen bei einer Erkältung oder einem viralen Infekt verstärken sich meist bei einer Drehung des Kopfes. Die Nackenmuskulatur ist angespannt und druckschmerzhaft.

Meningitis (Hirnhautentzündung)

Von einer Meningitis spricht man bei einer Entzündung der Hirnhäute oder Rückenmarkshäute. Ursächlich sind meist Viren oder Bakterien. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder sind gefährdet, an einer Meningitis zu erkranken. Die Hirnhautentzündung wird in den meisten Fällen via Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen oder durch einen Zeckenbiss ausgelöst. Auch als Folge eines Schädel-Hirn-Traumas kann eine Meningitis auftreten.

Symptome: Bei einer Meningitis sind die Patienten meist nicht in der Lage, den Kopf Richtung Brust zu beugen. Neben der Nackensteifigkeit leiden Betroffene unter starken Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit und Grippesymptomen wie Fieber und Übelkeit.

Muskelverspannungen im Nacken durch Zugluft

Kälte durch Zugluft oder Klimaanlagen kann ursächlich für Nackenschmerzen sein. Aufgrund der andauernden Kälte verspannt die Muskulatur, da die Haut am Nacken meistens nicht durch die Kleidung geschützt ist. Ausreichend ist meist schon ein dauerhaft geöffnetes Fenster, auch wenn der Luftzug nicht als unangenehm wahrgenommen wird.

Symptome: Durch die Verspannungen der Muskulatur entstehen Spannungskopfschmerzen und Nackenschmerzen, die sich beim Bewegen des Kopfes verschlimmern.

Nackenverspannungen durch Fehlhaltung und Überlastung

Die wohl häufigste Ursache für Nackenschmerzen sind Fehlhaltungen und Überlastung. Da die Nackenmuskulatur den Kopf in der richtigen Position halten muss, ist sie sehr anfällig für Verspannungen. Bei einer Fehlhaltung des Kopfes zur Seite sowie nach vorne oder hinten sind Teile der Nackenmuskulatur dauerhaft angespannt. Durch eine anhaltende unnatürliche Kopfhaltung kann die Nackenmuskulatur verkürzen. Aufgrund der angespannten oder verkürzten Muskeln werden Nerven in dem Bereich gereizt. Häufige Auslöser für eine überlastete Nackenmuskulatur sind stundenlanges Arbeiten vor dem PC oder über einen langen Zeitraum andauernde Handynutzung.

Symptome: Eine verspannte Nackenmuskulatur kann neben Nackenschmerzen zu Schmerzen im Schulter-Arm-Bereich oder zu ausstrahlenden Schmerzen im Hinterkopf führen.

Wirbelbrüche

Frakturen im Bereich der Halswirbel entstehen entweder durch Unfälle bzw. Gewalteinwirkung oder durch eine Erkrankung, die die Knochensubstanz angreift (z. B. Osteoporose, Knochentumore und -metastasen). Typische Verletzungshergänge sind Auffahrunfälle oder ein Kopfsprung ins flache Gewässer. Aufgrund der Nähe zum Rückenmark sind Wirbelbrüche ein ernstzunehmender Notfall und bedürfen einer ärztlichen Untersuchung. Vor allem im oberen Bereich der Halswirbelsäule (Halswirbelkörper C1 bis C4) besteht die Gefahr einer Verletzung des für die Atemmechanik wichtigen Nervus phrenicus.

Symptome: Der verletzte Wirbelkörper verursacht meist stechende Schmerzen. Der Patient nimmt eine Schonhaltung ein, wodurch sich die Nackenmuskulatur verspannt. Wurde durch einen instabilen Bruch das Rückenmark verletzt, verspürt der Patient meist einschießende starke Schmerzen. Es kann zu motorischen Ausfällen, Kraftverlust, Lähmungserscheinungen oder Taubheitsgefühlen kommen. In einigen Fällen verursacht eine Wirbelfraktur gar keine Beschwerden.

Schleudertrauma

Ein Schleudertrauma entsteht in der Regel durch eine unvorhergesehene Beschleunigung des Kopfes mit abrupter Beugung und anschließender starker Überstreckung der Halswirbelsäule. Der Verletzungsmechanismus ist typisch für einen Auffahrunfall. Eine Verletzung bzw. Zerrung der Weichteilstrukturen wie Muskeln, Bänder oder Gelenkkapseln im Bereich der Halswirbelsäule ist möglich.

Symptome: Durch das Trauma kommt es zu einer schmerzhaften Anspannung und Verhärtung der Nackenmuskulatur mit ausstrahlenden Beschwerden in die Schultern oder Arme. Der Patient leidet unter bewegungsabhängigen Nacken- und Kopfschmerzen und einem Gefühl der Haltlosigkeit des Kopfes. Auch Schluckbeschwerden, Schwindel, Übelkeit oder Ohrensausen können infolge eines Schleudertraumas auftreten.

Grafik Schleudertrauma Bei einem Schleudertrauma kommt es zum unvorhergesehenen Beschleunigen und ruckartigen Abbremsen des Kopfes gegenüber dem Körper. © hiro, Adobe Stock

Skoliose

Röntgenbild einer Wirbelsäule mit Skoliose Röntgenbild: Bei einer seitlichen Verkrümmung der Wirbelsäule spricht man von einer Skoliose. © angkhan, Fotolia

Die Skoliose ist eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule. Sie kann angeboren oder z. B. durch degenerative Prozesse im Laufe des Lebens erworben sein. Bei 85 % aller Betroffenen ist die Ursache unbekannt. In den meisten Fällen ist die Brustwirbelsäule oder die Lendenwirbelsäule von Skoliose betroffen.

Symptome: Durch die Fehlstellung der Wirbelsäule und das daraus resultierende muskuläre Ungleichgewicht kann es im Verlauf der Erkrankung zu Nackenschmerzen und spannungsbedingten Kopfschmerzen kommen. Zudem erkennt man die Skoliose meist an einer Schiefstellung des Beckens oder der Schultern.

Schiefhals (Torticollis)

Eine angeborene oder erworbene Schiefhaltung des Halses bezeichnet man als Torticollis. Ursächlich können neurologische Erkrankungen oder Schädigungen bestimmter Hirnareale sein, beispielsweise durch Schlaganfall, Hirntumor oder Gewalteinwirkung. Auch Muskelverkürzungen, Entzündungen oder Narbenbildung führen zu einer Schiefstellung des Halses. Infolge einer Schädigung des im vorderen Halsbereich liegenden Musculus sternocleidomastoideus während der Geburt (z. B. durch Zangengeburt, Einblutung oder Fehlhaltung in der Gebärmutter) tritt der Schiefhals oftmals bei Neugeborenen auf.

Symptome: Der Bewegungsumfang des Kopfes ist bei einem Schiefhals eingeschränkt. Betroffene können ihren Kopf nur unter starken Schmerzen oder gar nicht drehen. Durch eine Verspannung oder Verkürzung bestimmter Muskelgruppen im Halsbereich kommt es zu Nackenschmerzen.

Zähneknirschen (Bruxismus)

Ursächlich für nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus) ist meistens Stress. Häufig wirkt mehr als das Zehnfache des beim Kauen normalen Drucks auf die Zähne und Kiefergelenke. Etwa ein Fünftel aller Menschen sind davon betroffen. Was viele nicht wissen: Das Mahlen der Kiefergelenke schädigt nicht nur die Zähne. Auch Nackenschmerzen aufgrund der muskulären Verspannungen sind ein häufiges Resultat dieser sogenannten craniomandibulären Dysfunktion (CMD).

Symptome: Menschen, die mit den Zähnen knirschen, leiden häufig unter Rücken- und Nackenschmerzen, Kopfschmerzen oder Schmerzen im Kieferbereich. Auch Schwindel und Ohrgeräusche, ein Knacken im Kiefergelenk sowie schmerzempfindliche Zähne sind mögliche Beschwerden.

Osteoporose

Grafische Darstellung eines Wirbelkörperbruches durch Osteoporose Bei einer Osteoporose steigt aufgrund der verminderten Knochendichte die Gefahr eines Wirbelkörperbruchs. © freshidea, Fotolia

Die Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, die mit verminderter Knochendichte und einem erhöhten Frakturrisiko einhergeht. Betroffen sind vor allem Frauen nach den Wechseljahren. Zu Beginn verläuft die Osteoporose oft symptomfrei. Erst im späteren Verlauf treten durch vordergründig harmlose Stürze oder Unfälle Knochenbrüche auf. Neben dem Oberschenkelhals sind vor allem Wirbelkörper davon betroffen.

Symptome: Die Symptome einer Osteoporose sind oft unspezifisch. Da Rücken- oder Nackenschmerzen viele Ursachen haben können, denkt man nicht immer direkt an eine verminderte Knochendichte. Erst bei fortgeschrittener Osteoporose lassen sichtbare Anzeichen wie eine verringerte Körpergröße oder Zahnausfall auf die Erkrankung schließen.

Rachitis

Die Rachitis ist eine Erkrankung der Knochensubstanz, die aufgrund von Kalzium- oder Vitamin-D-Mangel entsteht. Auch eine erbliche Veranlagung kann ursächlich sein. Sie tritt meist im Wachstumsalter auf und äußert sich durch eine sichtbare Verformung der Knochen. Der Knochen wird weich und krümmt sich.

Symptome: Kinder mit einer Rachitis wachsen häufig langsamer als gesunde Kinder. Es kann zu Fehlbildungen des Skeletts (z. B. Skoliose) kommen. Durch die Schwächung der Knochensubstanz oder durch Fehlstellungen ändert sich auch die muskuläre Belastung. Es entstehen Verspannungen, die Kopf-, Rücken- oder Nackenschmerzen nach sich ziehen können.

Rheumatische Erkrankungen

Die rheumatoide Arthritis (Gelenkentzündung) befällt häufig die Facettengelenke der oberen beiden Wirbel der Halswirbelsäule (Atlas und Axis). Neben den knöchernen Strukturen sind meist auch der Bandapparat und Muskeln von dem Entzündungsprozess betroffen.

Symptome: Bei einer rheumatischen Arthritis im Halswirbelbereich empfindet der Patient heftige ziehende Schmerzen. Diese treten verstärkt nachts und im Ruhezustand auf. Die Nackenmuskulatur ist oftmals verspannt, wodurch es zu Schmerzen im Hinterhaupt kommen kann.

Tumore/Metastasen

Tumore oder Metastasen im Halsbereich können in der Schilddrüse, in den knöchernen Strukturen der Halswirbelsäule oder in den Rückenmarkshäuten auftreten. Bei Raumforderungen im Bereich der Wirbelsäule besteht durch die Ausdehnung des Geschwürs immer die Gefahr einer Druckschädigung des Rückenmarks.

Symptome: Die Tumorerkrankungen führen oftmals zu Verspannungen und Nackenschmerzen. Häufig sind vergrößerte Lymphknoten tastbar. Mögliche Anzeichen für eine Schädigung des Rückenmarks sind Kraftverlust in den Armen und Händen, Taubheitsgefühl oder Lähmungen.

Fibromyalgie

Die Fibromyalgie (Fibromyalgie-Syndrom) verursacht chronische Beschwerden an den Weichteilstrukturen und tiefliegende Muskelschmerzen. Das Schmerzsyndrom tritt meist zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr auf. Die Ursachen sind noch weitgehend unbekannt.

Symptome: Betroffene leiden unter Gliederschmerzen und muskulären Schmerzen im ganzen Körper, die sich wie Muskelkater anfühlen. Die Schmerzen treten in Schüben auf und verschlimmern sich durch Kälte, Überlastung oder Stress. Die muskulären Verspannungen lösen Spannungskopfschmerzen und Nackenschmerzen aus. Bei vielen Patienten treten zusätzlich Morgensteifigkeit, Erschöpfung oder Schlaf- bzw. Konzentrationsprobleme auf.

Morbus Scheuermann

Morbus Scheuermann ist eine Wachstumsstörung der Wirbelsäule, die im Jugendalter auftritt. Einzelne Wirbelkörper wachsen an der Rückseite schneller als an der Vorderseite, wodurch ihre Form an Keile erinnert (sog. Keilwirbel). Aufgrund der krankhaften Krümmung der Wirbelsäule (Hyperkyphose) entsteht ein Rundrücken. Die Scheuermann-Krankheit betrifft in den meisten Fällen den unteren Abschnitt der Brustwirbelsäule.

Symptome: Die veränderte Statik der Wirbelsäule führt im fortgeschrittenen Stadium zu muskulären Verspannungen und einer Überlastung der Rückenmuskulatur. Betroffene Jugendliche leiden unter Rücken-/Nackenschmerzen und Bewegungseinschränkungen beim Drehen des Oberkörpers. Bei sehr stark ausgeprägter Deformierung der Wirbelsäule kann es zu Atemproblemen kommen.

Übermäßiger Alkohol- oder Nikotinkonsum

Alkohol und Nikotin sind Nervengifte und sollten als solche mit Vorsicht konsumiert werden. Unter den zahlreichen gesundheitsschädlichen Folgen finden sich als eher seltenes Symptom auch Nackenschmerzen. Bei Alkohol liegt dies an seiner entwässernden Wirkung. Mit der Flüssigkeit verliert der Körper auch wichtige Elektrolyte wie Kalium, Kalzium und Magnesium. Der Elektrolytmangel führt zu einer Übersäuerung der Muskulatur, wodurch es zu Kopf- und Nackenschmerzen kommen kann. Chronischer Alkoholmissbrauch über eine längere Zeit schädigt zudem die Nerven und es entstehen Nervenschmerzen.

Bei Nikotin ist die Ursache im Gehirn zu finden. Nikotin reizt das Gehirn in den Bereichen, die für die Schmerzempfindung zuständig sind. Es kommt zu einer Daueraktivität dieser Areale und somit zu chronischen Schmerzen. Diese treten meist im Kopf- oder Nackenbereich auf.

Symptome: Nach einer durchzechten Nacht treten häufig Spannungskopfschmerzen im Hinterkopf auf, die bis in den Nacken ziehen können.

Diagnostik: Wie untersucht der Arzt Nackenschmerzen?

Zu Beginn der Diagnostik steht das ausführliche Patientengespräch mit einer Anamneseerhebung (Krankengeschichte), gefolgt von einer eingehenden körperlichen Untersuchung. Der untersuchende Arzt führt eine Reihe von Tests zur Überprüfung der Beweglichkeit der Halswirbelsäule durch. Wichtig ist in diesem Zusammenhang ebenfalls die Untersuchung der Funktion der Nerven, die die oberen Extremitäten versorgen. Sollten an dieser Stelle Zweifel hinsichtlich der einwandfreien Nervenfunktion bestehen, so ist es manchmal sinnvoll, einen neurologischen Facharzt hinzuzuziehen.

Bildgebende Verfahren sind ratsam, wenn die Beschwerden über einen längeren Zeitraum bestehen und nicht auf therapeutische Maßnahmen ansprechen. Auch bei neurologischen Defiziten oder sogenannten „Red Flags“ ist eine Bildgebung unumgänglich. Die bildgebende Diagnostik sollte nativradiologische – also ohne Kontrastmittel erstellte – Aufnahmen der Halswirbelsäule beinhalten. Diese sind ggf. mit Funktionsaufnahmen zu ergänzen. Anschließend sollte eine MRT (Magnetresonanztomografie) der Halswirbelsäule erfolgen, um so mögliche krankhafte Veränderungen der Bandscheibe oder des Spinalkanals auszuschließen.

Wann sollte ich mit Nackenschmerzen zum Arzt?

Wenn die Nackenschmerzen sehr stark sind oder über einen längeren Zeitraum anhalten, sollten Sie nicht zögern und einen Arzt aufsuchen. Insbesondere wenn nach Unfällen Nackenschmerzen auftreten, die möglicherweise sogar von Übelkeit, Erbrechen oder Schwindel begleitet sind, ist eine ärztliche Abklärung unbedingt zu empfehlen.

Konservative und operative Behandlung von Nackenschmerzen – was hilft?

Die Therapie des HWS-Syndroms ist vielfältig. Ziel ist die Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Schmerzlinderung. Studien konnten zeigen, dass die Patientenerwartung und der Wunsch nach einer bestimmten Therapie das Behandlungsergebnis positiv beeinflussen können. Daher kommt der individuellen Patientenberatung an dieser Stelle eine wichtige Bedeutung zu.

Konservative Maßnahmen bei Schmerzen in der Halswirbelsäule

Konservative Behandlungsmöglichkeiten:

Je nach Ursache der Nackenschmerzen kann eine medikamentöse Therapie mit schmerzlindernder, entzündungshemmender und muskelentspannender Wirkung den Teufelskreis aus Verspannung, Fehlhaltung und Schmerzen unterbrechen. Unterstützend helfen Physiotherapie, Wärmeanwendungen, Reizstrombehandlungen, Massagen und Krankengymnastik, um die Muskeln zu lockern und zu entspannen.

Sehr starke Schmerzen können auch mit einer speziellen Schmerztherapie in einer Schmerzklinik behandelt werden. Liegt eine akute Lähmungserscheinung vor oder sind die Schmerzen extrem stark und sprechen nicht auf die konservativen Behandlungsmethoden an, so kann ein operativer Eingriff nötig werden.

Operative Therapie bei Nackenschmerzen

Wann sind Nackenschmerzen gefährlich?

  • motorische Ausfälle
  • Kraftverlust
  • bildgebender Nachweis einer Kompression der Nervenwurzel
  • B-Symptomatik: Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust
  • nächtliche Schmerzen
  • Anamnese einer tumorösen oder infektiösen Erkrankung
  • akute Zeichen einer Rückenmarkschädigung
  • Unfallereignis
  • trotz konservativer Maßnahmen über mehrere Wochen keine Verbesserung der Beschwerden

Nackenschmerzen sollten unbedingt operativ behandelt werden, wenn Symptome wie motorische Ausfälle oder ein Kraftverlust in den Armen vorliegen. Diese Beschwerden weisen auf eine Schädigung des Rückenmarks hin und sind lebensbedrohlich. Liegen Armschmerzen vor, profitieren besonders die Patienten, die innerhalb von sechs Monaten nach Auftreten der ersten Symptome operiert werden.

Die Art der Operation richtet sich im Wesentlichen nach der zugrundeliegenden Erkrankung der Halswirbelsäule und der entsprechend veränderten Bewegungssegmente. Es gibt vielfältige Möglichkeiten. Diese reichen von einer rein knöchernen Dekompression (Entlastung) bis hin zur Bandscheibenprothese oder einer Fusion eines Bewegungssegmentes. Gelegentlich ist es notwendig, diese Verfahren zu kombinieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der klinische Befund, die Beschwerdesymptomatik und eine gezielte Bildgebung für das therapeutische Vorgehen entscheidend sind.

20 Übungen gegen Nackenschmerzen

Wichtig: Leiden Sie an akuten Nackenschmerzen, sollte zuerst eine Abklärung durch den Arzt erfolgen, bevor Sie mit den Übungen beginnen. Er kann Schädigungen von Nerven, Wirbelkörpern oder des Halsmarkes ausgeschließen.

Übungen bei akuten Nackenschmerzen

Seien Sie sehr aufmerksam bei der Durchführung der Übungen. Führen Sie alle Übungen langsam und vorerst mit einem kleinen Bewegungsradius durch. Verringern sich die Beschwerden, können Sie stückweise den Bewegungsradius erweitern. Verstärken sich während einer Übung die Beschwerden, beenden Sie die Übung.

Die folgenden Übungen ermöglichen eine sanfte Mobilisierung der Halswirbelsäule und eine Lockerung der umgebenden Muskulatur, ohne die Halswirbelsäule zu belasten. Ergänzend dazu können Wärmeanwendungen im Bereich des Nackens, der Schultern und auch der oberen Brust durchgeführt werden. Dies dient einer verbesserten Durchblutung und einer Tonusregulierung der verspannten Muskulatur. Die Übungen und Wärmeanwendungen können mehrmals täglich ausgeführt werden.

Übung 1: Kopfachter

Hilfsmittel: ein festes Kissen oder eine ähnliche Unterlage.

Übungsziel: Die sanfte Bewegung ermöglicht eine schonende Mobilisation der Halswirbelsäule.

Ausgangsstellung: Rückenlage, die Beine sind angewinkelt und der Kopf liegt auf einem festen Kissen o. Ä.

Durchführung: Versuchen Sie zuerst, Ihren Nacken etwas in die Länge zu ziehen. Dies erreichen Sie, indem Sie die vorderen Halsmuskeln aktivieren und den Kopf ein wenig nach vorne einrollen. Die Position sollte sich angenehm anfühlen und die vorderen Halsmuskeln sollten nur ganz leicht angespannt sein. Stellen Sie sich nun Ihre Nase als Pinsel vor. Zeichnen Sie mit diesem Pinsel eine liegende Acht in den Raum. Beachten Sie: Die Bewegung ist sanft, klein und fein.

Wiederholen Sie diese Übung 10- bis 15-mal. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2–3 Sätze durch mit jeweils 60 Sekunden Pause dazwischen.

Übung gegen Nackenschmerzen: Der Kopf beschreibt eine Acht Der Kopf beschreibt eine Acht. © Gelenk-Klinik Kleine Bewegungen bei Übung gegen Nackenschmerzen Die Bewegung ist sanft und klein. © Gelenk-Klinik

Übung 2: Schulterkreisen

Übungsziel: Die gezielte Bewegung der Schulter-Nacken-Muskulatur regt deren Durchblutung an und vermindert die Spannung. Diese Übung betont zudem eine aufrechte Körperhaltung.

Ausgangsstellung: Sitz auf einem Hocker oder Stand mit locker hängenden Armen.

Durchführung: Führen Sie mit den Schulter leichte Kreisbewegungen durch. Die Richtung des Kreises verläuft dabei mit der Betonung nach hinten und unten. Beginnen Sie mit ganz kleinen Kreisbewegung und steigern allmählich den Bewegungsumfang.

Wiederholen Sie diese Übung 10- bis 15-mal. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2–3 Sätze durch mit jeweils 60 Sekunden Pause dazwischen.

Übung gegen Nackenschmerzen: Schulterkreisen Kreisen Sie abwechselnd mit der rechten und linken Schulter. © Gelenk-Klinik Bewegung beim Schulternkreisen nach hinten unten Bewegen Sie die Schultern nach hinten unten. © Gelenk-Klinik

Übung 3: Schultern hoch- und runterziehen

Übungsziel: Durch das gezielte Anspannen der Schulter-Nacken-Muskulatur, kann sie anschließend besser entspannen und damit die Halswirbelsäule entlasten.

Ausgangsstellung: Stand oder Sitz, die Arme hängen locker neben dem Körper.

Durchführung: Ziehen Sie die Schultern Richtung Ohren und senken Sie sie anschließend langsam wieder ab. Auch bei dieser Übung starten Sie mit kleinen Bewegungen, die Sie zunehmend steigern. Kombinieren Sie diese Übung mit Ihrer Atmung. Atmen Sie beim Hochziehen der Schultern ein, beim Absenken aus.

Wiederholen Sie diese Übung 10- bis 15-mal. Dies entspricht einem Satz. Führen Sie 2–3 Sätze durch mit jeweils 60 Sekunden Pause dazwischen.

Ausgangsstellung Ausgangsstellung: Die Arme hängen locker neben dem Körper. © Gelenk-Klinik Hochziehen der Schultern Ziehen Sie die Schultern Richtung Ohren. © Gelenk-Klinik

Alternative: Durchführung mit Gewichten

Hilfsmittel: zwei Gewichte/Wasserflaschen o. Ä. von jeweils 0,5–1 Kilogramm.

Ausgangsstellung Ausgangsstellung: Nehmen Sie jeweils eine Hantel oder Wasserflasche in eine Hand. © Gelenk-Klinik Hochziehen der Schultern mit Gewichten Führen Sie die Übung wie in der Variante ohne Gewichte durch. © Gelenk-Klinik

Übung 4: Dehnung der oberen Rückenmuskeln

Strecken Sie die Schultern und Arme nach vorne unten. Die Arme und Schultern werden nach vorne unten getreckt. © Gelenk-Klinik

Übungsziel: Die Dehnung reduziert die Spannung der Muskulatur zwischen den Schulterblättern und entlang der oberen Wirbelsäule.

Ausgangsstellung: Sitz oder Stand. Die Hände sind vor dem Körper verschränkt.

Durchführung: Strecken Sie nun die Schultern und die Arme nach vorne unten. Machen Sie dabei den Nacken lang, indem Sie das Kinn leicht Richtung Kehlkopf ziehen. Spüren Sie die Dehnung zwischen Ihren Schulterblättern.

Wiederholung: Halten Sie diese Dehnung für mindestens 30 Sekunden und wiederholen Sie die Übung 2- bis 3-mal mit einer Pause von 30 Sekunden dazwischen.

Übung 5: Dehnung der Brustmuskulatur

Übungsziel: Eine unflexible Brustmuskulatur wirkt sich über biomechanische Zugkräfte negativ auf Ihre Halswirbelsäule aus. Das Dehnen dieser Muskeln unterstützt eine aufrechte Körperhaltung und entlastet die Schulter-Nacken-Muskulatur.

Ausgangsstellung: Stellen Sie sich neben einen Türrahmen oder eine Wandecke. Legen Sie Ihren Unterarm am Türrahmen bzw. der Wandecke auf.

Durchführung: Drehen Sie nun den Körper langsam vom an der Wand/Türrahmen angelegten Arm weg, sodass Sie eine Dehnung des Brustmuskels spüren.

Wiederholung:Halten Sie diese Dehnung für mindestens 30 Sekunden und wiederholen Sie die Übung 2- bis 3-mal mit einer Pause von 30 Sekunden dazwischen.

Ausgangsstellung Ausgangsstellung am Türrahmen. © Gelenk-Klinik Drehung des Körpers Drehen Sie den Körper von der Tür weg. © Gelenk-Klinik

Übung 6: Entspannung/Dehnung der Atemhilfsmuskulatur

Übung gegen Nackenschmerzen: Dehnung der Atemhilfsmuskulatur Legen Sie die Unterarme auf den Oberschenkeln ab. © Gelenk-Klinik

Übungsziel: Die Kombination aus Anspannung und Atmung dehnt die Atemhilfsmuskulatur sanft, wodurch der Muskeltonus sinkt. Freieres Atmen und eine reduzierte Spannung im Schulter-Nacken-Bereich sind die Folge.

Ausgangsstellung: Sitz auf einem Stuhl. Die Unterarme sind auf den Oberschenkeln oder den Armlehnen des Stuhls locker abgelegt.

Durchführung: Atmen Sie langsam durch nur leicht geöffnete Lippen aus. Am Ende der Ausatmung drücken Sie die Unterarme gegen die Oberschenkel bzw. die Armlehnen nach unten in Richtung Boden, sodass sich Ihr Schultergürtel nach unten senkt. Atmen Sie in dieser Position tief durch die Nase ein. Achten Sie darauf, dass sich der Schultergürtel nicht hebt. Beim Ausatmen entspannen Sie.

Wiederholung: Führen Sie diesen Atemzyklus 3- bis 5-mal durch.

Übungen bei chronischen Nackenschmerzen

Bei chronischen Nackenschmerzen auf Basis von degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule gilt es, die Beweglichkeit und Stabilisation der Halswirbelsäule zu erhalten bzw. im noch möglichen Rahmen zu verbessern. Ergänzend dazu helfen Wärmeanwendungen im Bereich des Nackens, der Schultern und der oberen Brust.

Bei chronischen Nackenschmerzen sollte zudem immer auch eine Überprüfung des gesamten Bewegungsapparates durch einen erfahrenen Arzt und/oder einen Physiotherapeuten erfolgen. Wiederkehrende Nackenbeschwerden können mit der Statik der Wirbelsäule, des Kiefers, des Beckens und der Beinachse zusammenhängen.

Seien Sie sehr aufmerksam bei der Durchführung der Übungen. Treten während der Durchführung einer Übung Schmerzen auf, sollten diese sofort nach Beendigung der Übung wieder nachlassen. Ist dies nicht der Fall, pausieren Sie diese Übung und halten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten.

Die folgenden Übungen setzen außerdem voraus, dass Ihnen vom Arzt keine Bewegungs- oder Belastungseinschränkungen (z. B. nach einer Operation oder bei Osteoporose) vorgegeben wurden.

Generell können Sie auch die oben genannten Übungen zu akuten Nackenschmerzen durchführen und Sie um die folgenden Übungen erweitern.

Dehnung, Entspannung und Beweglichkeit

Dehnungen der Halswirbelsäulenmuskulatur, v. a. das statische Dehnen, sollten immer auch unter neurophysiologischen Gesichtspunkten betrachtet werden. Eine starke Muskeldehnung bis an die Schmerzgrenze kann verschiedene unerwünschte Reaktionen wie Übelkeit und Schwindel hervorrufen. Aus diesem Grund werden im Folgenden neben der klassischen Dehnung des großen Schulternackenmuskels (Kapuzenmuskel) noch weitere wirkungsvolle Alternativen aufgezeigt, die mit dem Zusammenspiel von Blickrichtung, Atmung und Muskelaktivierung arbeiten.

Übung 7: Dehnung des Kapuzenmuskels

Dehnung des Kapuzenmuskels Der Kopf neigt sich zur nicht zu dehnenden Seite. © Gelenk-Klinik.de

Übungsziel: Mit dieser statischen Dehnung des Kapuzenmuskels (Musculus trapezius pars descendens) senken Sie die Spannung in einem der wichtigsten Muskeln bei Nackenbeschwerden.

Ausgangsstellung: Stehen oder sitzen Sie aufrecht.

Durchführung: Drücken Sie die Schulter auf der zu dehnenden Seite nach unten Richtung Boden. Neigen Sie Ihren Kopf zu der Seite, die Sie nicht dehnen möchten. Beugen Sie nun Ihren Kopf leicht nach vorne, bis Sie eine Dehnung im Schulter-Nacken-Bereich verspüren. Wenn Sie die Dehnung verstärken möchten, legen Sie Ihre freie Hand auf dem Kopf ab und erhöhen Sie damit den Zug.

Wiederholung: Halten Sie diese Dehnung für etwa 30 Sekunden und wiederholen Sie die Übung 2- bis 3-mal mit einer Pause von 30 Sekunden dazwischen.

Übung 8: Postisometrische Relaxation des Kapuzenmuskels

Übungsziel: Durch die Kombination aus Atem- und Blickmustern in einer Dehnposition kommt es zu einer schonenden und tiefen Entspannung des Kapuzenmuskels.

Ausgangsstellung: Aufrechter Sitz, der Arm der zu dehnenden Seite ist nach unten gestreckt. Neigen Sie den Kopf zur Gegenseite, bis eine leichte Vorspannung im Muskel vorhanden ist. Sie können diese Dehnung durch ein leichtes Vorneigen des Kopfes, verbunden mit einer Rotation zur gleichen Seite, kombinieren.

Durchführung: Richten Sie nun den Blick (nur die Augen bewegen sich, nicht der Kopf) auf der zu dehnenden Seite nach oben und atmen Sie langsam und gleichmäßig ein. Halten Sie am Ende der Einatmung den Atem kurz an. Bei der anschließenden langsamen Ausatmung richten Sie den Blick nach unten zur Gegenseite und entspannen Sie. Versuchen Sie, in dieser Entspannungsphase den Kopf evtl. noch weiter in seine Dehnposition sinken zu lassen.

Wiederholung: Führen Sie 2 bis 3 Wiederholungen mit jeweils 10 Atemzügen durch. Machen Sie dazwischen ca. 30 Sekunden Pause.

Übung gegen Nackenschmerzen: Kapuzenmuskel entspannen Strecken Sie den Arm der zu dehnenden Seite und neigen Sie den Kopf zur Gegenseite. © Gelenk-Klinik Übung gegen Nackenschmerzen: Bewegung der Augen Nur die Augen bewegen sich nach oben. © Gelenk-Klinik

Übung 9: Postisometrische Relaxation des Schulterblatthebers

Übungsziel: Durch die Kombination aus Atem- und Blickmustern in einer Dehnposition kommt es zu einer schonenden und tiefen Entspannung des Schulterblatthebers (Musculus levator scapulae).

Ausgangsstellung: Stehen Sie aufrecht vor einer Wand mit Blickrichtung zur Wand. Legen Sie die Finger des Armes der zu dehnenden Seite auf den oberen Wirbeln der Brustwirbelsäule ab. Heben Sie dabei den Ellenbogen ungefähr auf die Höhe des Kopfes. Drücken Sie den Ellenbogen leicht gegen die Wand. Sie spüren, wie sich dabei die Schulter absenkt. Der Kopf wird nun in Seitneigung und Rotation zur Gegenseite und in leichte Vorbeugung bewegt.

Durchführung: Richten Sie den Blick (nur die Augen bewegen sich, nicht der Kopf) auf der zu dehnenden Seite nach oben. Atmen Sie langsam und gleichmäßig ein. Halten Sie am Ende der Einatmung den Atem kurz an. Bei der anschließenden langsamen Ausatmung richten Sie den Blick nach unten zur Gegenseite und entspannen Sie. Versuchen Sie, in dieser Entspannungsphase den Kopf evtl. noch weiter in seine Dehnposition sinken zu lassen.

Wiederholung: Führen Sie 2 bis 3 Wiederholungen mit jeweils 10 Atemzügen durch. Machen Sie dazwischen ca. 30 Sekunden Pause.

Übung gegen Nackenschmerzen: Schulterblattheber entspannen Blicken Sie auf der zu dehnenden Seite nach oben. © Gelenk-Klinik Übung gegen Nackenschmerzen: Bewegung der Augen nach unten Nur die Augen bewegen sich nach unten zur Gegenseite. © Gelenk-Klinik

Übung 10: Postisometrische Relaxation der kurzen Kopfgelenksstrecker

Übungsziel: Die Kombination aus Atem- und Blickmustern in einer Dehnposition ermöglichen eine schonende und tiefe Entspannung und Mobilisation der kurzen Kopfgelenkstrecker.

Ausgangsstellung: Angelehnter Sitz auf einem Stuhl mit niedriger Rückenlehne. Stützen Sie mit den Fingern beider Hände den Hinterkopf von unten und mit den Daumen das Jochbein von oben ab. Lenken Sie nun mit Ihren Händen eine leichte Nickbewegung des Kopfes nach vorne ein, bis Sie eine Vorspannung im Nacken spüren.

Durchführung: Richten Sie den Blick (nur die Augen bewegen sich, nicht der Kopf) nach oben und atmen Sie langsam und gleichmäßig ein. Halten Sie am Ende der Einatmung den Atem kurz an. Bei der anschließenden langsamen Ausatmung richten Sie den Blick nach unten, lehnen sich über die Stuhllehne zurück und führen eine sanfte Nickbewegung nach unten durch.

Wiederholung: Führen Sie 2–3 Wiederholungen mit jeweils 10 Atemzügen durch. Machen Sie dazwischen ca. 30 Sekunden Pause.

Übung gegen Nackenschmerzen: Kopfgelenksstrecker entspannen Richten Sie den Blick bei der Einatmung nach oben. © Gelenk-Klinik Übung gegen Nackenschmerzen: sanfte Nickbewegung nach unten Führen Sie eine sanfte Nickbewegung nach unten durch. © Gelenk-Klinik

Übung 11: Dehnung der kurzen Nackenmuskeln

Ausgangsstellung: Sitz oder Stand. Schieben Sie das Kinn waagerecht nach vorne.

Durchführung: Ziehen Sie das Kinn wieder zurück und richten Sie die Halswirbelsäule ganz bewusst auf. Stellen Sie sich vor, Sie machen ein Doppelkinn. Halten Sie die Position einen kleinen Moment. Der Blick bleibt stets nach vorne gerichtet. Die Betonung liegt auf dem Zurückschieben des Kopfes.

Wiederholung: Wiederholen Sie die Übung bis zu 10-mal.

Das Kinn wird waagerecht nach vorne geschoben. Schieben Sie das Kinn waagerecht nach vorne. Ziehen Sie es dann wieder zurück und richten die Halswirbelsäule bewusst auf. © Gelenk-Klinik

Übung 12: Stabilisierung der HWS

Ausgangsstellung: Sitz oder Stand. Legen Sie eine Hand seitlich an den Kopf.

Durchführung: Drücken Sie mit dem Kopf seitlich leicht gegen den Widerstand der Hand und halten Sie die Belastung für 3 Sekunden.

Wiederholung: Wiederholen Sie die Übung bis zu 10-mal. Führen Sie die Übung auf beiden Seiten durch.

Der Kopf drückt leicht gegen den Widerstand der Hand. Der Kopf drückt leicht gegen den Widerstand der Hand. © Gelenk-Klinik

Übung 13: Aktivierung der tiefen Halsbeugemuskeln

Übungsziel: Diese Übung zielt weniger auf Kraft, als vielmehr auf Kontrolle und Koordination ab. Es soll eine bewusste Aktivierung der tiefen Halsbeuger ohne eine starke Inanspruchnahme der oberflächlichen Halsbeugemuskeln erfolgen.

Ausgangsstellung: Rückenlage, der Hinterkopf ist leicht unterlagert, sodass sich Ohren und Schultern auf gleicher Höhe befinden. Daumen und Zeigefinger einer Hand liegen flach auf dem vorderen und seitlichen Halsbereich.

Durchführung: Atmen Sie entspannt ein und aus. Richten Sie den Blick (nur die Augen bewegen sich, nicht der Kopf) Richtung Füße. Führen Sie eine sanfte und kleine Nickbewegung des Kopfes aus, indem Sie Ihr Kinn Richtung Kehlkopf ziehen. Der Kopf wird dabei nicht von der Unterlage abgehoben oder hineingedrückt. Die Finger am Hals sollten möglichst keine Anspannung der oberflächlichen Halsmuskeln (Musculus sternocleidomastoideus und Musculus scalenus) spüren. Halten Sie diese Position ca. 5 Sekunden.

Wiederholung: Führen Sie diese Übung 10-mal mit jeweils ca. 15 Sekunden Pause durch.

Übung gegen Nackenschmerzen: Ausgangsposition Ausgangsstellung. © Gelenk-Klinik Übung gegen Nackenschmerzen: zu den Füßen schauen Richten Sie den Blick Richtung Füße. © Gelenk-Klinik

Stabilisation und Kräftigung

Um die Halswirbelsäule zu schützen und in ihrer Funktion zu unterstützen, ist die regelmäßige Durchführung von stabilisierenden Übungen wichtig und sinnvoll. Bei den Übungen sollte jedoch kein Schwindel oder Übelkeit auftreten.

Übung 14: Statische Stabilisation der HWS-Strecker und Beuger

Ausgangsstellung: Sitz oder Stand. Legen Sie eine Hand in den Nacken. Durchführung: Drücken Sie mit dem Kopf leicht gegen den Widerstand der Hand und halten Sie die Belastung für 3 Sekunden.

Wiederholung: Wiederholen sie die Übung bis zu 10-mal. Legen Sie danach eine Hand an die Stirn und wiederholen Sie die Übung. Achten Sie auf eine bewusste Aufrichtung des Kopfes.

Mit dem Kopf gegen den Widerstand der Hand sanft nach vorne und dann nach hinten drücken. Drücken Sie mit dem Kopf leicht gegen den Widerstand der Hand. © Gelenk-Klinik

Übung 15: Dynamische Stabilisation der HWS-Beuger

Hilfsmittel: Gymnastikband mit geringer Stärke.

Ausgangsstellung: Umwickeln Sie den Kopf von vorne mit dem Band und umfassen Sie die Enden des Bandes mit den Händen.

Durchführung: Neigen Sie den Kopf behutsam mit einer Nickbewegung gegen den Widerstand des Bandes nach vorne.

Wiederholung: Wiederholen Sie die Übung bis zu 10-mal.

Übung gegen Nackenschmerzen: HWS-Beuger stabilisieren Greifen Sie das Theraband von hinten. © Gelenk-Klinik Übung gegen Nackenschmerzen: sanfte Nickbewegung nach vorne Neigen Sie den Kopf gegen den Widerstand nach vorne. © Gelenk-Klinik

Übung 16: Dynamische Stabilisation der HWS-Seitneiger

Hilfsmittel: Gymnastikband mit geringer Stärke.

Ausgangsstellung: Umwickeln Sie den Kopf seitlich mit dem Band und umfassen Sie die Enden des Bandes mit den Händen.

Durchführung: Neigen Sie behutsam den Kopf gegen den Widerstand des Bandes zur Seite. Wiederholung: Wiederholen Sie die Übung bis zu 10-mal.

Übung gegen Nackenschmerzen: HWS-Seitneiger stabilisieren Greifen Sie das Theraband seitlich des Kopfes. © Gelenk-Klinik Übung gegen Nackenschmerzen: sanfte Bewegung zur Seite Neigen Sie den Kopf gegen den Widerstand zur Seite. © Gelenk-Klinik

Übung 17: Statische Stabilisation der HWS-Rotatoren

Ausgangsstellung: Legen Sie eine Hand seitlich an die Stirn und die andere Hand an den Hinterkopf.

Durchführung: Drehen Sie nun behutsam mit Ihren Händen den Kopf minimal in eine Richtung und halten Sie leicht für ca. 3 Sekunden dagegen.

Wiederholung: Wiederholen Sie die Übung bis zu 10-mal in beiden Richtungen.

Übung gegen Nackenschmerzen: HWS-Rotatoren stabilisieren Übung zur Stabilisation der HWS-Rotatoren: Ausgangsstellung. © Gelenk-Klinik

Übung 18: Dynamische Stabilisation der HWS-Rotatoren

Hilfsmittel: Gymnastikband mit geringer Stärke.

Ausgangsstellung: Umwickeln Sie den Kopf von hinten mit dem Band und umfassen Sie die Enden des Bandes mit den Händen.

Durchführung: Drehen Sie den Kopf behutsam gegen den Widerstand des Bandes zur Seite. Wiederholung: Wiederholen Sie die Übung bis zu 10-mal.

Übung gegen Nackenschmerzen: HWS-Rotatoren dynamisch stabilisieren Ausgangsstellung. © Gelenk-Klinik Übung gegen Nackenschmerzen: sanfte Drehung zur Seite Drehen Sie den Kopf gegen den Widerstand zur Seite. © Gelenk-Klinik

Kräftigung angrenzender Muskelgruppen

Da die Muskeln der Halswirbelsäule in enger funktioneller Zusammenarbeit mit den Muskeln des Schultergürtels und des Schulterblattes stehen, ist eine Beübung der Schulterblattkontrolle bei Problemen mit der Halswirbelsäule eine wichtige Ergänzung der oben genannten Übungen.

Übung 19: Pull down mit gestreckten Armen

Übungsziel: Aktivierung der Extensoren- und Außenrotatorenmuskeln.

Ausgangsstellung: Ein Gymnastikband ist sicher und fest in höherer Position vor Ihnen befestigt (z. B. in einem Türspalt). Die Enden des leicht gespannten Gymnastikbandes halten Sie in den Händen. Beugen Sie nun Ihren Oberkörper aus der Hüfte nach vorne und gehen Sie dabei leicht in die Knie.

Durchführung: Ziehen Sie Ihre gestreckten Arme gegen den Widerstand des Bandes nach unten, bis sich Ihre Hände auf Höhe Ihrer Hüfte befinden. Achten Sie darauf, dass Ihre Arme während des gesamten Bewegungsweges gestreckt bleiben und kein Hohlkreuz im Rücken entsteht. Kehren Sie anschließend in die Ausgangsposition zurück. Geben Sie dabei kontrolliert dem Zug des Bandes nach. Sie können zusätzlich die Außenrotatoren aktivieren, indem Sie die Hände während der Ausführung nach außen drehen und die Schulterblätter nach hinten unten ziehen.

Wiederholen Sie diese Übung 15-mal. Absolvieren Sie 3 Sets mit jeweils 30 Sekunden Pause dazwischen.

Ausgangsstellung Das Gymnastikband ist leicht gespannt. © Gelenk-Klinik Gymnastikband gegen den Widerstand nach unten ziehen Achten Sie darauf, dass die Arme während der gesamten Bewegung gestreckt bleiben. © Gelenk-Klinik

Übung 20: Schulterblattkontrolle in Bauchlage

Ausgangsstellung: Bauchlage, der Kopf ist abgestützt, z.B. auf einem Handtuch. Die Arme liegen seitlich neben dem Körper und die Handflächen zeigen nach unten.

Durchführung: Ziehen Sie die Schulterblätter zur Mitte Richtung Wirbelsäule und nach unten Richtung Gesäß. Heben Sie nun ganz leicht die Arme an und halten diese Spannung für 5 Sekunden. Legen Sie anschließend die Arme ab und entspannen die Muskeln um die Schulterblätter.

Wiederholen Sie diese Übung 15-mal. Absolvieren Sie 3 Sets mit jeweils 30 Sekunden Pause dazwischen.

Ausgangsstellung Ausgangsstellung: Bauchlage. © Gelenk-Klinik Arme leicht anheben Haben Sie ganz leicht die Arme an. © Gelenk-Klinik

Häufige Patientenfragen zum Thema Nackenschmerzen an PD Dr. David Kubosch von der Gelenk-Klinik

Welche Hausmittel gibt es gegen Nackenschmerzen?

Das effektivste Hausmittel gegen Nackenschmerzen ist Wärme. Körnerkissen, Wärmepflaster, Tigerbalsam oder ein heißes Bad entspannen die Muskulatur. Durch die gefäßerweiternde Wirkung von Wärme werden die Muskeln besser durchblutet. Zudem können Sie Salben mit pflanzlichen Wirkstoffen (z. B. Arnika) anwenden, die die Durchblutung anregen.

Was ist die Ursache von Nackenschmerzen in Verbindung mit Halsschmerzen?

Leidet ein Patient neben Nackenschmerzen an Halsschmerzen, ist ein viraler Infekt die wahrscheinlichste Ursache. Neben geschwollenen Lymphknoten als Abwehrreaktion des Körpers ist eine Schonhaltung des Kopfes verantwortlich für die Nackenschmerzen bei einer Erkältung oder einem grippalen Infekt.

Wie kommt es bei Nackenschmerzen zu einem erhöhten Blutdruck?

Zunächst einmal vermutet man keinen Zusammenhang zwischen Nackenschmerzen und Hypertonie (erhöhter Blutdruck). Eine Studie um den Neurowissenschaftler Ian Edwards konnte aber aufdecken, dass ein verspannter Nacken Bluthochdruck bedingen kann.

Verantwortlich ist ein Bereich im Gehirn, der lebenswichtige Funktionen wie Atmung und Blutdruck steuert. Dieses Gehirnareal ist mit der Nackenmuskulatur verbunden. Ist diese verspannt, wirkt sich das auf den Blutdruck aus.

Kann Hashimoto die Ursache meiner Nackenschmerzen sein?

Neben zahlreichen anderen Symptomen wie Müdigkeit oder Gewichtszunahme können auch Nackenschmerzen ein Zeichen für eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hashimoto-Thyreoiditis) sein. Grund dafür ist eine Abnahme der Schilddrüsenhormone T3 und T4. Ein Mangel dieser Hormone führt zu einem Abbau von Proteinen in der Muskulatur. Ein weiterer Grund sind Antikörper, die bei Hashimoto-Patienten die Muskelzellen angreifen. Es kommt zu Muskelverspannungen und -verhärtungen.

Wie kommt es zu Nackenschmerzen in der Schwangerschaft?

Eine Schwangerschaft wirkt sich auf den ganzen Körper aus. Es werden Hormone ausgeschüttet, die für eine Lockerung des Bandapparates sorgen, damit das Becken unter der Geburt flexibler ist. Allerdings lockert sich nicht nur das Stützgewebe im Beckenbereich, sondern auch an der Wirbelsäule. Die Gewichtszunahme belastet den sowieso schon geschwächten Rücken und Nacken zusätzlich.

Warum habe ich während meiner Periode Nackenschmerzen?

Während der Periode werden vermehrt Prostaglandine (Gewebshormone) ausgeschüttet. Prostaglandine sind Schmerzbotenstoffe und vermitteln außerdem die Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur, die als sehr schmerzhaft empfunden werden kann. Aufgrund einer schmerzbedingten Schonhaltung während der Menstruation können Verspannungen in Rücken- und Nackenmuskulatur auftreten, die Rücken- und Nackenschmerzen auslösen. Auch gynäkologische Erkrankungen können durch starke Unterleibsschmerzen während der Menstruation (Dysmenorrhoe) zu Verspannungen und Beschwerden im Nackenbereich führen. Bei wiederkehrenden Nackenbeschwerden während der schmerzhaften Menstruation sollten eine Endometriose oder Myome an der Gebärmutter als Auslöser durch den Frauenarzt ausgeschlossen werden.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Nackenschmerzen und Wechseljahren?

Die Hormonumstellung in den Wechseljahren kann zu Nackenschmerzen führen. Ursächlich ist ein Östrogenmangel, wodurch Muskeln und Gelenke schlechter durchblutet werden. Zudem sorgt der Östrogenmangel dafür, dass sich weniger Flüssigkeit in den Gelenken befindet. Dies kann zu Entzündungen führen. Hinzu kommt, dass die Schmerzwahrnehmung in den Wechseljahren durch Änderungen im Hormonhaushalt ausgeprägter sein kann.

Können Nackenschmerzen ein Anzeichen für Krebs sein?

Leiden Sie zusätzlich zu den Nackenschmerzen an vergrößerten Lymphknoten im Halsbereich, sollten Sie hellhörig werden. Zwar ist es möglich, dass eine Erkältung oder ein viraler Infekt hinter den Symptomen steckt, doch auch ein Tumor oder eine Metastase sind mögliche Ursachen für Nackenschmerzen und vergrößerte Lymphknoten. Bleiben Erkältungssymptome aus, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Soll man Nackenschmerzen kühlen oder wärmen?

Schmerzt der Nacken aufgrund von Verspannungen, ist Wärme ein wahres Wundermittel. Ein warmer Schal, ein Körnerkissen oder ein heißes Bad fördern die Durchblutung und entspannen die verkrampfte Muskulatur.

Ist die Schmerzursache nervenbedingt, hilft eher Kälte. Sie hemmt die Durchblutung, wodurch der Schmerzreiz nicht so gut weitergeleitet werden kann. Auch entzündlich bedingte Nackenschmerzen sollten Sie eher kühlen. Die Kälte wirkt gegen den Entzündungsprozess.

Warum kommt es in Verbindung mit MS (multipler Sklerose) zu Nackenschmerzen?

Rückenschmerzen oder Nackenschmerzen sind häufige Symptome bei Multipler Sklerose (MS). Grund dafür ist vermutlich eine Fehlhaltung, die durch einseitige Belastungen aufgrund von Gleichgewichtsstörungen oder einer Beinschwäche entsteht. Zudem verbringen viele Patienten mit fortgeschrittener MS die meiste Zeit im Liegen. Der Bewegungsmangel kann ebenfalls zu Verspannungen und Nackenschmerzen führen.

Was soll ich tun, wenn Nackenschmerzen nach einem Zeckenbiss auftreten?

Treten etwa zwei Wochen nach einem Zeckenbiss Nackenschmerzen in Verbindung mit Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit und Kopfschmerzen im Hinterkopf auf, kann eine FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) dahinterstecken. Durch die Entzündung und Schwellung der Hirn- und Rückenmarkshäute schmerzt jede Kopfbewegung.

Auch die häufigere Borreliose wird wie das FSME-Virus von Zecken übertragen und kann zu Nackenschmerzen führen. Beides sind ernstzunehmende Erkrankungen. Da Nackenschmerzen erst im fortgeschrittenen Stadium auftreten, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Wodurch kommt es zu Ohrenrauschen oder Tinnitus bei Nackenschmerzen?

Oftmals finden Ärzte keine organische Ursache für einen Tinnitus. Sie vermuten häufig stressbedingte oder psychische Auslöser. Dabei ist der Entstehungsmechanismus in einigen Fällen banal: Verspannte und verhärtete Nackenmuskeln drücken auf die Nerven, die den Kopf versorgen. Diese Irritationen können einen Tinnitus auslösen.

Auch Blutgefäße können durch Verspannungen eingeengt werden. Insbesondere der Musculus sternocleidomastoideus ist häufig betroffen. Unter ihm verläuft auf beiden Seiten des Halses die Halsschlagader. Drückt ein verspannter Muskel auf dieses Gefäß, nimmt der Patient dies als Ohrenrauschen wahr. Was er hört, ist der Blutstrom und Herzschlag in der Halsschlagader.

Was ist der Zusammenhang zwischen Nackenschmerzen und Parkinson?

Morbus Parkinson kann sich im Frühstadium durch einseitige Verspannungen der Nacken- und Schultermuskulatur zeigen. Die neurologische Bewegungsstörung ist dadurch gekennzeichnet, dass Zellen im Gehirn absterben, die für die Dopaminproduktion verantwortlich sind. Dopamin ist ein Botenstoff, der unter anderem für die Steuerung der Motorik zuständig ist.

Gibt es psychisch bedingte Nackenschmerzen?

Nackenschmerzen haben oft auch eine seelische Bedeutung. Starker psychischer Stress kann zu Verspannungen führen, die häufig vor allem im Nackenbereich auftreten. So sollte als Auslöser von chronischen Nackenschmerzen neben organischen Ursachen auch eine psychische Belastung in Betracht gezogen werden.

Welche Salbe hilft bei Nackenschmerzen?

Da Wärme ein gutes Heilmittel gegen Nackenschmerzen ist, können vor allem Wärmesalben den Beschwerden entgegenwirken. Viele Salben arbeiten mit Cayennepfeffer-Extrakt oder Capsaicin. Pflanzliche Wirkstoffe wie Arnika fördern außerdem die Durchblutung und hemmen Entzündungen.

Welche Triggerpunkte führen zu Nackenschmerzen?

Triggerpunkte sind kleine Verhärtungen im Muskel. Teilweise sind sie als Knötchen im Muskel auch von außen tastbar. Drückt man sie, strahlen die so entstehenden Schmerzen häufig in ganz andere Bereichen des Körpers aus. Triggerpunkte in den Schulterblättern verursachen oft Nackenschmerzen. Durch Massagen lassen sich die Triggerpunkte ganz leicht selbst behandeln. Sie können eine Faszienrolle oder einen Igelball zu Hilfe nehmen. Auch Akupunktur oder Akupressur können Triggerpunkte lösen.

Wie kann ich Nackenschmerzen vorbeugen?

Das beste Mittel, damit Nackenschmerzen gar nicht erst entstehen, ist Bewegung. Stehen Sie während der Büroarbeit regelmäßig auf, damit sich die Muskulatur nicht in einer Position verkrampft. Sitzen und stehen Sie aufrecht, um Haltungsschäden zu vermeiden. Achten Sie außerdem darauf, den Nacken immer schön warmzuhalten und nicht im Zug zu sitzen. Gezielter Muskelaufbau mittels physiotherapeutischer Übungen kann außerdem helfen, Nackenschmerzen vorzubeugen.

Welcher Arzt hilft bei Nackenschmerzen?

Der erste Gang sollte Sie bei Nackenschmerzen oder Nackenverspannungen zum Hausarzt führen. Dieser entscheidet, ob eine Überweisung zum Neurologen oder Orthopäden notwendig ist.

Leiden Sie neben Nackenschmerzen unter Begleitsymptomen wie Übelkeit, Erbrechen oder Bewusstseinseintrübungen, sollten Sie sofort ins Krankenhaus gefahren werden oder einen Notarzt rufen. Auch wenn nach einem Unfall starke Nackenschmerzen auftreten, sollten Sie nicht zögern und diese schnellstmöglich abklären lassen.

Was ist das richtige Kissen bei Nackenschmerzen?

Grundsätzlich sollte die Position des Kopfes beim Schlafen etwas tiefer als der Nacken sein. So bildet die Halswirbelsäule im Vergleich zur restlichen Wirbelsäule eine gerade Linie. Dies gilt sowohl für Rücken- als auch für Seitenschläfer. Das Kopfkissen sollte also dementsprechend nachgiebig sein und den Kopf gleichzeitig stützen, ohne dass die Nackenmuskulatur dagegenarbeiten muss. Ein Kissen mit Memory-Schaum, das immer wieder in seine ursprüngliche Form zurückkehrt, ist am besten geeignet bei Nackenschmerzen.

Welcher Sport hilft bei Nackenschmerzen?

Grundsätzlich ist Sport für Menschen mit Nackenverspannungen ratsam. Allerdings sollten Sie Radfahren vermeiden, da bei längeren Touren der Kopf im Vergleich zur Halswirbelsäule überstreckt wird. Die Nackenmuskulatur muss eine große Kraft aufbringen, um den Kopf in dieser Position zu halten. Auch Schwimmen ist nur eingeschränkt zu empfehlen, wenn die Nackenmuskulatur bereits verspannt ist. Achten Sie beim Brustschwimmen darauf, den Kopf in Verlängerung zur Wirbelsäule zu halten oder steigen Sie auf Kraul- oder Rückenschwimmen um.

Sportarten wie Yoga, Gymnastik, Tanzen oder Laufen sind generell gute Alternativen, wenn Sie unter Nackenverspannungen leiden. Auch ein Spaziergang in der Mittagspause trägt zur allgemeinen Fitness bei und wirkt Nackenverspannungen entgegen.

Schwimmer beim Kraulen Kraulschwimmen belastet die Nackenmuskulatur nicht so sehr wie Brustschwimmen und ist daher eher geeignet für Menschen mit Nackenschmerzen. © takoburito, Fotolia

Welcher Muskel ist bei Nackenschmerzen betroffen?

Die Trapezmuskeln, die beidseitig von der Brustwirbelsäule bis zum Hinterkopf reichen, sind am häufigsten betroffen, wenn Sie unter Nackenverspannungen leiden. Durch monotone Bewegungsmuster oder langes Sitzen vor dem Computer kann sich dieser Muskeln verhärten oder verkürzen.

Welche Tabletten oder Medikamente helfen gegen Nackenschmerzen?

Um den Teufelskreis aus Schonhaltung und Nackenschmerzen zu durchbrechen, ist eine gezielte Schmerzbehandlung wichtig. Wirkstoffe wie Diclofenac oder Ibuprofen aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika lindern Schmerzen und wirken entzündungshemmend. Sie können Sie als Tabletten oder lokal als Schmerzgel oder Salbe anwenden.

Wohin können Nackenschmerzen ausstrahlen?

Nackenschmerzen, die im unteren Bereich der Halswirbelsäule entstehen, können bis in die Schultern oder Arme ausstrahlen. Sind die Schmerzen in der oberen Halswirbelsäule lokalisiert, strahlen sie häufig in den Kopf aus. Strahlen die Schmerzen bis in die Beine aus, ist Vorsicht geboten. Dieses Symptom deutet auf eine Einengung des Rückenmarks hin. Ursächlich können ein Bandscheibenvorfall, ein Wirbelkörperbruch oder eine Spinalkanalstenose sein.

Welches Fahrrad eignet sich bei Nackenschmerzen? Welcher Fahrradlenker ist der richtige?

Wenn Sie zu Nackenschmerzen neigen, sollten Sie beim Radfahren auf eine sportliche Sitzposition, wie es z. B. beim Rennrad der Fall ist, verzichten. Durch die geneigte Position des Oberkörpers muss der Kopf extrem überstreckt werden. Der Lenker sollte für Menschen mit Nackenschmerzen also nicht zu tief sein. Achten Sie außerdem auf die Position der Ellenbogen. Wenn der Lenker zu weit weg ist, sind die Arme gestreckt, was zu Verspannungen in den Schultern führen kann. Diese Verspannungen wirken sich ebenfalls ungünstig auf den Nacken aus.

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