Orthopädische Gelenk-Klinik

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Orthopaedische Spezialisten für Hüfte, Hüftschmerzen, Hüftarthrose

Operation bei Hüftkopfnekrose

  1. Warum muss eine Hüftkopfnekrose operiert werden?
  2. Grenzen konservativer Therapieverfahren
  3. Grenzen der Versorgung der Hüftnekrose mit einer Hüftprothese
  4. Wirksamkeit der Operation bei Hüftnekrose
  5. Ziele der gelenkerhaltenden Operationen bei der Hüftkopfnekrose
  6. Welche OP-Methoden haben wir bei der Hüftkopfnekrose?
  7. Anbohrung des Hüftkopfes bei der Hüftkopfnekrose

Warum muss eine Hüftkopfnekrose operiert werden?

Die konservative Therapie der avaskulären Hüftkopfnekrose (AVN) bringt häufig keine guten Ergebnisse. Die Patienten mit AVN des Hüftgelenks haben weiterhin starke Einschränkungen und Hüftschmerzen.

Grenzen konservativer Verfahren

In aller Regel wird den Patienten mit Hüftnekrose empfohlen, die Belastung des betroffenen Hüftgelenks zu reduzieren und möglicherweise über Wochen oder Monate Gehstöcke oder Unterarmgehstützen zu verwenden. Wir können aber häufig nicht nachweisen, dass diese Maßnahmen die Krankheitsentwicklung bei Hüftkopfnekrose positiv beeinflussen. Im Endstadium bricht der Hüftkopf mit Nekrose ein. Die Gelenkfläche wird zerstört.

Grenzen der Versorgung der Hüftnekrose mit einer Hüftprothese

Eine schwere Hüftarthrose entsteht, die eine Hüftprothese erforderlich macht. Für unsere meist jüngeren Patienten mit Hüftnekrose ist eine Hüftendoprothese im jungen Alter wegen der nach spätestens 25 Jahre notwendigen Prothesenwechsel keine gute Prognose.

Verhaltensänderung: Alkohol, Steroide vermeiden

Natürlich ist es immer sinnvoll, Verhaltensweisen einzustellen, die ganz direkt die Hüftkopfnekrose verursachen können: Dazu gehört z.b. hoher Alkoholkonsum oder den Gebrauch von Steroiden, entweder als Therapie einer entzündlichen Erkrankung (Kortison) oder die missbräuchliche Verwendung als Anabolika.

Wirksamkeit der Operation bei Hüftnekrose

Im Vergleich zu den konservativen Therapien zeigt die operative Therapie der avaskuläre Nekrose im Hüftgelenk eine deutliche krankheitsverzögernde oder heilende Wirkung. Das bedeutet nicht, dass jede Operation einer Hüftkopfnekrose erfolgreich ist. Der Krankheitsverlauf ist auch nach einer OP schwierig einzuschätzen. Wir sehen bei der operativen Therapie der AVM aber eine deutlich höhere Erfolgsrate bei unserem Ziel des Gelenkerhaltes, als bei der abwartenden konservativen Therapie.

Welche OP-Methoden haben wir bei der Hüftkopfnekrose?

Für die Entscheidung, welche Operation bei der Hüftkopfnekrose aussichtsreich ist, ist es notwendig, den Einbruch des Hüftkopfes zu erkennen (Übergang Stadium II zu ARCO Stadium III).

Kommt es zu einem Einbruch des Hüftkopfes im Rahmen der Hüftkopfnekrose, sind gelenkerhaltende Therapien des Hüftgelenkes nicht mehr sinnvoll.
Vor diesem Einbruch (Stadium I und II der Hüftkopfnekrose) sind gelenkerhaltende Operationen wie Hüftkopfanbohrung, Knorpelknochentransplantation und Umstellungsoperationen angebracht.

Nach dem Einbruch des Hüftkopfes (Hüftnekrosestadien III-IV) sind gelenkerhaltende Operationen wie Hüftkopfanbohrung, Umstellungsoperationen wenig Erfolg versprechend und ein künstlicher Hüftgelenkersatz mittelfristig notwendig.

  • Hüftoperationen mit Anbohrung des betroffenen Knochens
  • Hüftoperationen mit Knochen oder Knorpelknochentransplantation
  • Hüftoperationen wie Osteotomien (z.B. Varisationsosteotomie bei M. Perthes)
  • Künstlicher Hüftgelenkersatz durch Endoprothetik bei eingebrochenem Hüftkopf

Ziele der Operationen bei der Hüftkopfnekrose

Hueftkopfnekrose Anbohrung HüftarthroseAnbohrung der Hüftkopfnekrose

Eine wesentliche Vorstellung zur operativen Therapie in der Frühphase der Hüftkopfnekrose ist die Druckentlastung im absterbenden Knochen. Die Therapie basiert auf der Vorstellung, dass ein Druckanstieg im Hüftkopf zu einer geringeren Durchblutung des Knochens führt. Die Durchblutung (Rezirkulation) kann hierdurch nur früh in der Entstehung einer Hüftkopfnekrose wiederhergestellt werden. Eine vollständige Wiederherstellung kann sogar nur in den ARCO Stadien I der Hüftkopfnekrose erreicht werden.
Im ARCO Stadium II ist die Druckentlastung bei kleinen und mittelgroßen Schäden im Hüftkopf die Therapie der Wahl bei der Hüftkopfnekrose.

Das Ziel bei Stellungsänderung des Hüftkopfes durch Operationen, die nach vollständiger Durchtrennung des Oberschenkels erreicht werden (Umstellungsosteotomien) ist die geschädigten Knochenanteile des Hüftgelenkes aus der Belastungszone herauszudrehen.

Hierdurch können die Scherkräfte am Hüftkopf vermindert werden, daher werden die Reparaturmechanismen weniger behindert. Da es sich um ein aufwändiges Verfahren handelt ist die Indikation streng zu stellen.

Anbohrung des Hüftkopfes bei der Hüftkopfnekrose

Die Anbohrung des abgestorbenen Knochens im Hüftkopf wird unter Röntgenkontrolle durchgeführt und dokumentiert. Der Eingriff wird in Voll- oder Regionalanäsie durchgeführt. Der Patient wird auf dem Rücken gelagert, das Bein ist frei beweglich abgedeckt, dass eine Kontrolle des Eingriffes in 2 Ebenen möglich ist. Die Lage der vorgebohrten Drähte dokumentiert.

Was tun, wenn die Hüftkopfkappe bereits verformt ist, also das ARCO Stadium III der Hüftkopfnekrose eingetreten ist?

Anbohrung Hüftkopfnekrose Hüfttod absterbender HüftkopfHüftkopfnekrose, Anbohrung unter Röntgenkontrolle

Die Versorgung ist dann nur noch mit einem künstlichen Gelenkersatz des Hüftgelenkes möglich. 

Da meist sehr junge Patienten an der Hüftkopfnekrose erkranken, ist die Frage nach einer Hüftprothese mit möglichst vielen Rückzugmöglichkeiten wichtig. Gerade aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, sich über die Vorteile und Nachteile eines Oberflächenersatzes des Hüftgelenkes nach McMinn (Hüftkappenprothese) informieren zu lassen.
Die klassische Hüftendoprothese opfert bei der Erstversorgung den Kopf und Schenkelhals des Oberschenkels. Diese Art der Hüftprothese verfügt aber auch über die größte Erfahrung.

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