Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
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Fersensporn (Plantarfasziitis): Schmerzen an der Fußsohle

Der Fersensporn ist eine Knochenveränderung des Fersenbeins. Der untere Fersensporn ist im Röntgenbild als dornförmiger Knochenanbau am Fersenbein sichtbar. Er befindet sich im fußsohlenseitigen (plantaren) Bereich des Fersenknochens und kann im Alltag äußerst schmerzhaft sein. © Dr. Thomas Schneider

Der untere Fersensporn ist ein dornförmiger Knochenauswuchs am Fersenbein (Calcaneus). Er bildet sich als Folge einer Überbeanspruchung am Ansatz der Plantarsehne und ist das sichtbare Zeichen einer chronischen Entzündung der Plantarfaszie (Plantarfasziitis). Die Plantarfasziitis betrifft vor allem übergewichtige, großgewachsene sowie sportlich sehr aktive Menschen. Sie leiden unter erheblichen Schmerzen an der Fußsohle, die mit dem Gehen auf einem Reißnagel vergleichbar sind.

Der Fersensporn gehört zu den langwierigsten und am schwierigsten zu behandelnden Fußerkrankungen. Der Grund ist, dass ganz unterschiedliche Prozesse an Sehnen, Knochen und Nerven unter dem Begriff Fersensporn zusammengefasst werden.

Nur eine detaillierte Diagnose des Fersensporns ergibt für den Patienten einen nachhaltig wirksamen Therapieansatz. Wenn der im Einzelfall schmerzauslösende Krankheitsprozess exakt identifiziert ist, können die Fußspezialisten der Gelenk-Klinik den Patienten mit ihren oft über Monate andauernden Fersenschmerzen konkret helfen.

Was ist ein unterer Fersensporn?

Der untere Fersensporn hat seinen Namen von dem im Röntgenbild häufig gut sichtbaren knöchernen Anbau am Plantarsehnenansatz im unteren Bereich des Fersenbeins. Man spricht auch von einem plantaren Fersensporn.

Die Variante, bei der der Ansatz der Achillessehne hinten am Fersenbein betroffen ist, bezeichnet man als oberen Fersensporn. Der obere Fersensporn ist deutlich seltener als der untere (plantare) Fersensporn.

Fachbegriffe rund um den unteren Fersensporn:

  • Fersensporn (Calcaneussporn): im Röntgenbild sichtbarer dornartiger Vorsprung am Fersenbein nahe eines Sehnenansatzes
  • Unterer (plantarer) Fersensporn: Kalksporn unten am Fersenbein am Ansatz der Plantarsehne
  • Plantarsehne: entlang der Fußsohle verlaufende derbe Sehne, die das Fußlängsgewölbe stabilisiert
  • Plantarsehnenentzündung: Sehnenentzündung (Enthesiopathie), fast immer am fersenseitigen Ansatz der Plantarsehne
  • Plantarfasziitis oder Fasciitis plantaris: Medizinischer Fachbegriff für die Entzündung der Plantarsehne, auch plantares Fersenschmerzsyndrom genannt
Plantarsehnenentzündung bzw. unterer Fersensporn Der untere Fersensporn kann eine Entzündung des fersenseitigen Ansatzes der Plantarsehne verursachen. © Dr. Thomas Schneider

Der Kalksporn stellt wie die Fersenschmerzen nur Symptome eines Krankheitsprozesses dar, der im Sehnenansatz am Knochen (Enthese) abläuft.

In vielen Fällen existiert zwar ein Kalksporn am Sehnenansatz, der Patient hat aber keine Beschwerden. Auf der anderen Seite kann der typische, stechende Schmerz beim Gehen auch ohne den radiologisch nachweisbaren Kalksporn entstehen.

Warum ist der Sehnenansatz der Plantarsehne am Fersenbein besonders anfällig?

Der Plantarsehnenansatz am Fersenbein ist besonders empfindlich, weil auf sie hohe Kräfte wirken: Die Plantarsehne verspannt die Fußknochen untereinander und bildet das Fußlängsgewölbe aus. Diese komplexe Konstruktion ist verantwortlich für das Abfedern des Körpergewichts beim Gehen und Grundlage für einen gesunden Bewegungsablauf.

Plantarsehnenentzündung bzw. unterer Fersensporn Die Plantarfaszie (Aponeurosis plantaris) ist eine stabile Sehnenplatte, die sich am Sehnenansatz (Enthese) entzünden kann. Diese Erkrankung nennt man Plantarfasziitis. © Gelenk-Klinik

Die Ansatzstelle (Enthese), an der die bewegliche und elastische Sehne fest im Knochen verankert ist, hat eine sehr komplexe Funktion. Dort erfolgt die Kraftübertragung vom Muskel auf das Skelettsystem. Enthesen sind maßgeblich für Beweglichkeit und Kraftleistungen verantwortlich. Die krankhafte Veränderung dieser Sehnenansatzstellen ist nicht nur am Fersenbein, sondern auch an vielen anderen Stellen des Körpers für langwierige, entzündliche und schmerzhafte Sehnenansatzerkrankungen verantwortlich.

Zu typischen Sehnenansatzerkrankungen gehören der Tennisarm (Epikondylitis humeri radialis) oder das Läuferknie (patellofemorales Schmerzsyndrom). Diese Sehnenansatzerkrankungen (Enthesiopathien) und nicht der Kalksporn als radiologisches Zeichen stehen im Mittelpunkt der therapeutischen Bemühungen der orthopädischen Fußspezialisten.

Die Diagnostik des unteren Fersensporns ist nicht mit dem Nachweis eines Kalksporns ausgeschöpft. Die erfolgreiche Behandlung des plantaren Fersenschmerzes erfordert eine genaue Diagnose. Der Arzt muss die Lage der Entzündung, das Stadium der Erkrankung und weitere anatomische Gegebenheiten detailliert ermitteln, um Fehlbehandlungen zu vermeiden. Denn nicht jeder Fersenschmerz ist gleich.

Symptome des unteren Fersensporns: Schmerzen beim Auftreten

  • Anlaufschmerzen nach Pausen
  • Belastungsschmerzen, z. B. während des Trainings
  • Verstärkung der Schmerzen nach sportlicher Belastung

Oft beschreiben Patienten ihre Fersenschmerzen als stechend oder messerstichartig. Betroffene beschreiben ihre Schmerzen, als ob sie über Glasscherben oder Nägel laufen. Die Schmerzen im Bereich der hinteren Fußsohle lassen lediglich ein humpelndes Gehen in Spitzfußstellung zu. Dabei setzen die Patienten nur den vorderen Teil des Fußes auf.

Nach einiger Zeit unter Belastung lassen die Schmerzen teilweise nach. Dauert die Belastung länger an, nehmen die Fersenschmerzen wieder zu. Häufig erlebt der Patient unterschiedliche Phasen mit mehr oder weniger starken Fersenschmerzen beim Gehen und Stehen.

Der Fersensporn fühlt sich an, ...

  • ... als ob Sie in einen Nagel treten.
  • ... als ob Sie über Glasscherben laufen.
  • Morgens sind die Schmerzen am stärksten, dann lassen sie vorübergehend nach.

Als schmerzbedingte Schonhaltung gehen Patienten mit Fersenschmerzen oft verstärkt über den Fußaußenrand. Diese Ausweichbewegung kann zu einem seitlichen Schmerz an der Ferse und zu Schmerzen im Unterschenkel führen.

Der Ursprung der Plantarsehne am Fersenbein ist druckschmerzhaft und reagiert sehr empfindlich auf Berührung.

Ursachen des unteren Fersensporns

Risikofaktoren für einen unteren Fersensporn

  • langes Gehen oder Stehen im Alltag
  • ungeeignetes, zu hartes Schuhwerk mit dünnen Sohlen
  • Verkürzung der Achillessehne oder muskuläre Defizite
  • verminderte Beweglichkeit des Sprunggelenks (Sprunggelenkimpingement)
  • Übergewicht
  • Laufsport und dauernde körperliche Belastung
  • plötzliche Belastungssteigerung, z. B. Trainingsbeginn nach Sportpause
  • Fußfehlstellungen wie Knick-Senkfuß und Hohlfuß

Der untere Fersensporn ist eine Entzündung der an der Fußsohle verlaufenden Plantarsehnenplatte (Plantarfasziitis). Er entsteht meist durch wiederholte, kleinste Verletzungen am Sehnenansatz der Plantarfaszie am Fersenbein.

Diese Verletzungen können durch Druck- oder Zugkräfte ausgelöst werden. Ursächlich sind in der Hauptsache längere Fehlbelastungen, zum Beispiel durch zu hartes, unflexibles Schuhwerk. Auch das Verharren in Zwangshaltungen – wie bei längerem Stehen oder regelmäßigen langen Autofahrten – kann zu diesen kleinen Verletzungen führen.

Eine verkürzte Achillessehne kann eine Kräfteverlagerung in Richtung Plantarfaszie zur Folge haben. Während des Abrollvorgangs beim Gehen wird die Plantarfaszie mit der Zeit überlastet und entwickelt eine chronische Entzündung.

Vom Fersensporn betroffen sind häufig übergewichtige Menschen. Das erhöhte Körpergewicht verursacht starke Zugkräfte am Ansatz der Plantarsehne, senkt das Fußlängsgewölbe ab und kann zu chronischen Entzündungsreaktionen führen.

Auch großgewachsene Menschen leiden häufig an einer Plantarsehnenentzündung oder einem unteren Fersensporn. Bei überdurchschnittlicher Körpergröße steigen der Druck auf das Fußgewölbe und die Belastung auf die Sehnen an der Ferse stark an.

Eine weitere Gruppe von Menschen, die zu Fersensporn neigen, sind sehr aktive Menschen, beispielsweise Laufsportler.

Die Verkalkungen am Ansatz der Plantarsehne sind zwar namensgebend für den plantaren Fersensporn, allerdings meist nicht die Ursache der Schmerzen an Fußsohle und Ferse. Der plantare Fersenschmerz (Plantarfasziitis) bedarf einer diagnostischen Abklärung, um die verschiedenen Auslöser zu ermitteln. Nerven, Weichteile, Schleimbeutel, Blutgefäße und Knochen untersucht der Fuß- und Sprunggelenksspezialist genau, um der exakten Ursache auf den Grund zu gehen.

Fußfehlstellungen begünstigen die Bildung eines Fersensporns

Durch einen Hohlfuß (Pes excavatus) verkürzt sich der Fuß insgesamt. Dies schwächt die Fußheberfunktion und erhöht die Belastung auf die Plantarsehne. Patienten mit Hohlfuß leiden daher wesentlich häufiger an einem unteren Fersensporn als Menschen ohne diese Fußfehlstellung. Gleichzeitig kann sich der überlastete Achillessehnenansatz entzünden und zu Fersenschmerzen führen.

Der Knick-Senkfuß betrifft im Erwachsenenalter häufig Frauen und hat oft eine Schwäche der vom Unterschenkel in den Fuß ziehenden Bänder, insbesondere der Tibialis-posterior-Sehne, zur Ursache. In der Folge sinkt das Fußgewölbe ab und die Ferse kippt nach außen ab. Diese Fußfehlstellung verlagert die herrschenden Zugkräfte gravierend und kann langfristig zu Fersensporn und Plantarsehnenentzündung führen.

Der Fersensporn ist Symptom, nicht Ursache einer Erkrankung

unterer Fersensporn im Röntgenbild Im Röntgenbild ist ein Kalksporn unten am Fersenbein sichtbar. Der untere Fersensporn entsteht durch Kalkeinlagerungen infolge langwieriger Entzündungen am Ansatz der Plantarsehne. © Gelenk-Klinik

Kalkablagerungen in der Plantarsehne bilden den im Röntgenbild oft deutlich sichtbaren unteren Fersensporn. Dieser kann zusätzlich das Bindegewebe belasten. Durch den anhaltenden Druck der Kalkeinlagerung kommt es in der Umgebung des Fersensporns zu einer verstärkten schmerzhaften Entzündung. Deshalb kann in wenigen Fällen die Entfernung des Kalksporns durch eine endoskopische Operation (Fersenspornabtragung) ein Weg sein, die Schmerzen des Patienten zu behandeln.

Ein verringertes Fersenpolster löst Fersenschmerzen aus

Doch die Kalkeinlagerung am Sehnenansatz der Plantarfaszie ist nicht der einzige Erkrankungsmechanismus. Oft findet der Arzt in Verbindung mit den Beschwerden ein verringertes Fersenfettpolster.

Das Fersenfettpolster ist eine wichtige Fetteinlagerung unter der Haut. Seine biomechanische Funktion ist die Stoßdämpfung der Ferse beim Gehen. Ist das Fersenpolster zurückgebildet, steigt die Belastung auf Nerven, Sehnen und Weichteile am Plantarsehnenansatz der Ferse. Dies hat oft schmerzhafte Folgen.

Die Rolle von Achillessehne und Sprunggelenk beim unteren Fersensporn

Übung zur Vermeidung von unterem Fersenschmerz Übung: Eine gut gedehnte Achillessehne entlastet die Plantarsehne beim Laufen und beugt einem unteren Fersensporn vor. © www.fuss-sprunggelenk-akademie.de

Eine verkürzte Achillessehne kann ebenfalls einen unteren Fersensporn begünstigen. Wenn die Achillessehne unzureichend gedehnt ist, verlagert sich die Belastung beim Abrollen stärker auf die Plantarsehne an der Fußsohle. Durch Dehnübungen der Achillessehne vermeidet man eine Überlastung des Plantarsehnenansatzes und beugt dem unteren Fersenporn vor.

Die Biomechanik des Abrollvorgangs beim Gehen oder Laufen hat einen ähnlich großen Einfluss auf die Fersengesundheit. Wenn das Sprunggelenk nicht über seinen vollen Bewegungsspielraum verfügt, liegt zu viel Last auf der Plantarsehne. Das kann nach vielen Mikroverletzungen zu einem chronischen Belastungssyndrom führen, einer Entzündung des Sehnenansatzes (Tendinopathie) der Plantarsehne. Dieser Erkrankungsprozess kann eine dauerhafte Degeneration der Plantarsehne einleiten, die unbehandelt die Sport- und Arbeitsfähigkeit der Betroffenen enorm beeinträchtigt.

Untersuchung und Diagnose des unteren Fersensporns

Untersuchung durch den Fußspezialisten Der Fußspezialist untersucht den Fuß auf Schmerzen und Beweglichkeitseinschränkungen. © Gelenk-Klinik

Vor einer Fersenspornbehandlung müssen andere erworbene oder angeborene Fußerkrankungen ausgeschlossen werden.

Grundlage für die Untersuchung des Fersensporns ist die ausführliche Befragung des Patienten (Anamnese). Berichtet der Patient von Symptomen wie Anlaufschmerzen an der Fußsohle nach der Nachtruhe oder nach längerem Sitzen, sind dies erste Hinweise auf den unteren Fersensporn oder die Plantarfasziitis. Die klinische Untersuchung des Fersensporns führt der Orthopäde zunächst manuell durch, also durch Abtasten und Bewegungsproben.

Die Dorsalextension – Anziehen der Zehen – kann den plantaren (fußsohlenseitigen) Fersenschmerz auslösen. Das Anziehen der Zehen – die sogenannte Dorsalextension – dehnt die Plantarsehne. Diese Dehnung verstärkt den plantaren Fersenschmerz. © www.fuss-sprunggelenk-akademie.de

Differentialdiagnose des unteren Fersensporns

Sehr wichtig ist für den Orthopäden die Abgrenzung eines unteren Fersensporns und einer Plantarsehnenentzündung von anderen Ursachen, die Fersenschmerzen bei Patienten auslösen können (Differentialdiagnose).

  • Nervenengpass:
    Durch Fußfehlstellungen, Schwellung oder Narben kann der Schienbeinnerv (Nervus tibialis) eingeklemmt werden. Die Folgen sind Muskelabbau und Schmerzen im Zielgebiet des Nerven.
  • Einengung des Baxter-Nervs (Baxter-Neuropathie):
    Dieses Nervenkompressionssyndrom tritt nicht selten bei Laufsportlern auf und führt zu Fuß- und Fersenschmerzen. Auslöser ist oft ein übermäßiges Muskelwachstum am Fuß.
  • Achillessehnenverkürzung:
    Die Verkürzung der Sehne behindert die Bewegung im oberen Sprunggelenk. Die Plantarsehne muss den gestörten Abrollvorgang durch vermehrte Belastung ausgleichen.
  • Rückbildung des Fettpolsters als Stoßdämpfer an der Ferse:
    Vor allem bei älteren Läufern oder bei Patienten nach Kortisonbehandlung kann das Fersenpolster geschwächt sein und seine Funktion als Stoßdämpfer nicht mehr erfüllen.
  • Arthrose des unteren Sprunggelenkes:
    Der Gelenkverschleiß des unteren Sprunggelenks (USG) kann ebenfalls zu Fersenschmerzen führen.
  • Biomechanische Störung des Abrollvorgangs beim Gehen:
    Eine Blockade im Sprunggelenk (Sprunggelenksimpingement) kann zu Überlastung von Plantarfaszie und Fersenschmerzen führen.
  • Nervenkompression an der Wirbelsäule:
    Eine Nervenquetschung, etwa nach einem Bandscheibenvorfall, kann schmerzhaft bis in die Fersenregion ausstrahlen.
  • Stoffwechselerkrankungen:
    Eine Blutuntersuchung kann bei chronischen Fersenschmerzen Rheuma und Gicht als entzündliche Auslöser ausschließen.

Bildgebung: Röntgen, Ultraschall und MRT

Nach der klinischen Untersuchung des Fersensporns kommen verschiedene bildgebende Verfahren zum Einsatz. Das Röntgenbild zeigt eine mögliche Fehlstellung oder Fehlbelastung der schmerzenden Ferse. Länge und Form des Fersenbeins sind wichtige Aussagen der Röntgenuntersuchung. Zusätzlich können Röntgenbilder im Stehen durchgeführt werden und über belastungsabhängige Fehlstellungen Aufschluss geben.

Nachfolgend führt der Arzt eine Ultraschalluntersuchung der Plantarsehne durch. Das Ultraschallbild zeigt den Zustand und die Dicke der Plantarfaszie (Sehnenplatte an der Fußsohle). Da die Plantarsehne bei Entzündungen stets verdickt ist, ist diese Messung wichtig für die Diagnosestellung. Außerdem kann per Ultraschall im weiteren Verlauf der Behandlung kontrolliert werden, ob die Entzündung abklingt.

Für die genaue Darstellung des Krankheitsstadiums ist eine MRT-Untersuchung (Magnetresonanztomographie) mit Kontrastmittel beim Fersensporn hilfreich.

Fußdruckmessung als spezielle orthopädische Diagnostik

Wichtige Hinweise zur Situation an der Fußsohle gibt die Auswertung des Fußabdruckes durch die podometrische Fußdruckmessung (Pedobarographie). Computergestützt ermittelt der Orthopäde bei diesem dynamischen Messverfahren mit einer sensorischen Platte die Druckverteilung im Fuß beim Gehen und Stehen.

Anhand dem ausgewerteten Befund der Fußdruckmessung erkennt der Orthopäde Auffälligkeiten wie einen schmerzbedingten Schongang, Fehlstellungen und Belastungsumverteilungen. Er kann anhand der podometrischen Auswertung die Auswirkungen von Fehlstellungen, Schmerzen, Entzündungen und muskulären Ungleichgewichten ebenso wie Ausweichbewegungen und Schonhaltungen genau beurteilen.

Im Fall des unteren Fersensporns sieht der Fußspezialist in der podometrischen Messung typische Schmerz- und Vermeidungsmuster beim Auftreten und Abrollen des Fußes.

Fußdruckmessung Die Fußdruckmessung – Podometrie oder computergestützte dynamische Pedobarographie – zeigt ohne Strahlenbelastung die genaue Belastungsverteilung an der Fußsohle. Viele Fehlstellungen und Erkrankungen des Fußes und der Beinachse können mithilfe der Podometrie gezeigt werden. © Elizaveta, Fotolia

Konservative Behandlung des unteren Fersensporns

Welche Verfahren zur Behandlung eines Fersensporns im jeweiligen Fall geeignet sind, entscheidet der behandelnde Arzt anhand der individuellen Situation des Patienten.

Schnelle Hilfe gegen Schmerzen bei Fersensporn:

  • Kühlen
  • Schonen und Belastung reduzieren
  • Analyse der eigenen Trainingstechnik, evtl. Techniktraining
  • Materialwechsel oder Umstieg auf andere Sportart
  • Langsame Trainingsanpassung, Vermeidung von Belastungsspitzen
  • Auf keinen Fall unter Schmerzen trainieren oder Fersenschmerzen ignorieren!

Die Behandlung des Fersensporns beginnt stets mit konservativen Maßnahmen. Diese kann der Patient Schritt für Schritt oder kombiniert anwenden. In den meisten Fällen reicht eine konservative Behandlung für die Ausheilung des Fersensporns vollkommen aus.

Grundlegend für die Behandlung von Fersensporn und Plantarfasziitis sind Schuheinlagen und spezielle Schuhzurichtungen. Diese verringern den Druck auf entzündete Bereiche am Ansatz der Plantarsehne. Die Sehne erholt sich und die schmerzhafte Entzündung klingt ab.

Zu den konservativen Verfahren gehören die umfangreichen Möglichkeiten der physikalischen Therapie. Lokale Kälteanwendungen hemmen den Entzündungsprozess und lindern die Schmerzen. Die Aufnahme von Medikamenten über die Haut kann mithilfe von Schallwellen (Phonophorese) und schwachen elektrischen Strömen (Iontophorese) erleichtert werden. Gleichzeitig verbessert sich die Durchblutung (Mikrozirkulation) im Gewebe. Wirkstoffe gelangen schneller zum Zielort und Stoffwechselendprodukte werden schneller abtransportiert.

Der Orthopäde kann bei stärkerer Schmerzsymptomatik die lokale Injektion eines Anästhetikum an die Nervenendigungen vornehmen. Die Injektion von Botulinumtoxin in die Fußsohle kann die entzündete Plantarfaszie nachhaltig entspannen und den Sehnenzug verringern.

Bei der Stoßwellentherapie fördern energiereiche Schallwellen den Stoffwechsel und die Zellregeneration im Gewebe. Kalkablagerungen und Entzündungsherde werden vom Körper langsam abgebaut.

Die ZRT®-Matrix-Therapie wirkt lokalen Durchblutungsstörungen und einer Übersäuerung des Gewebes – den typischen Begleiterscheinungen von Entzündungen – entgegen.

Die Fußspezialisten der Gelenk-Klinik unterstützen die Patienten mit Tipps für physiotherapeutische Übungen für die schmerzenden Muskeln und Sehnen.

Schuheinlagen zur Entlastung der Plantarsehne bei Fersensporn

Weiche, gepolsterte Locheinlagen entlasten den Sehnenansatz der Fußsohle gezielt. Die Polster verstärken die Funktion des natürlichen Fersenfettpolsters. Sie reduzieren den Druck auf den Sehnenansatz und helfen, die Entzündung abklingen zu lassen.

Locheinlage bei Fersensporn Die Locheinlage entlastet nach genauer Lokalisation die geschwollene Sehne. Die Locheinlage hilft besonders gut gegen Belastungsschmerzen der Ferse. © Gelenk-Klinik

Sie sollten dennoch eine detaillierte Diagnose Ihres Fersensporns erhalten, um an der tieferen Ursache des Fersensporns arbeiten zu können.

Die orthopädietechnischen Maßnahmen dienen vor allem der Polsterung und Entlastung des Plantarsehnenansatzes an der Ferse. Die Überlastung der Plantarsehne mit mikroskopisch kleinen Rissen führt langfristig zu schmerzhaften Kalkeinlagerungen und Entzündungserscheinungen, die den Krankheitswert des unteren Fersensporns ausmachen.

Folgende Möglichkeiten zur Einlagenversorgung gibt es:

  • Einlagen mit Aussparung zur Entlastung
  • Einlagen zur Unterstützung des Fußlängsgewölbes
  • Polsterung mit Locheinlage
  • Fersendämpfung

Physikalische Therapien gegen Fersensporn

Die Entzündung der Plantarsehne führt zu einer Verdickung. Diese Verdickung überlastet den Sehnenansatz am Fersenbein. Wenn die Entzündung nicht unter Kontrolle gebracht wird, kann es zu Kalkeinlagerungen am Sehnenansatz kommen. Physikalische Maßnahmen stimulieren geschädigtes oder entzündetes Gewebe durch äußere Reize. Sie hemmen die Entzündung in der Plantarsehne.

Hilft die Stoßwellentherapie beim unteren Fersensporn?

Stoßwellentherapie bei Fersensporn und Plantarsehnenentzündung Stoßwellentherapie wird bei Fersensporn und Plantarsehnenentzündung und auch bei zahlreichen anderen Senenansatzentzündungen erfolgreich eingesetzt.

Die Stoßwellentherapie eignet sich nach unserer Erfahrung, um der Entzündung und krankhaften Verdickung der Plantarsehne beim unteren Fersensporn entgegenzuwirken. Studien haben gezeigt, dass zwischen 56 % und 80 % der Patienten bereits nach einer einmaligen Anwendung der Stoßwellentherapie eine deutliche Verbesserung der Schmerzsymptomatik zeigten. Andere Studien stellten dagegen an größeren Patientenpopulationen keine signifikante Wirkung der Stoßwellentherapie fest. Es gibt Hinweise, dass die Stoßwellentherapie vor allem bei Laufsportlern eine gewisse Wirkung hat und bei vielen Patienten mit Fersenschmerzen sehr effektiv ist.

Wie erklärt man sich die Wirkung der Stoßwelle bei Fersensporn?

Die extrakorporale Stoßwelle wirkt als energiereicher, mechanischer Kraftimpuls ohne Operation tief ins Gewebe hinein. Dort kommt es zu vielfältigen Effekten: Die Stoßwelle löst eine Heilungsreaktion im Gewebe des Plantarsehnenansatzes aus und beseitigt chronische Plantarsehnenentzündungen. Als energiereiche Schallwelle reizt sie das Gewebe der Plantarsehne. Die Therapie kann zudem Verkalkungen lösen. Am effektivsten wirkt die Stoßwellentherapie in Kombination mit einer Einlagenversorgung der Ferse.

Auf biologischer Ebene fördert die Stoßwelle das Einwachsen von Blutgefäßen (Vaskularisation) sowie die Bildung von Faktoren, die die Zelldifferenzierung beeinflussen.

Kortisonbehandlung bei Fersensporn

Reaktionen des Körpers auf Kortison:

  • Cushing-Syndrom (rotes Gesicht, Stiernacken)
  • Gewebeschwächung und Muskelrückbildung
  • Blutdruckanstieg
  • Immunsuppression
  • Unterdrückung von Entzündungsprozessen
  • Sehnensatz wird spröde, die Gefahr einer Ruptur steigt
  • Rückbildung des dämpfenden Fersenfettpolsters

Kortison ist ein körpereigenes Stresshormon, das in bestimmten Situationen vom Menschen selbst gebildet wird. Die Injektion von Kortison ins Bindegewebe der schmerzenden Plantarsehne ist ein weit verbreitetes Therapieverfahren. Kortison wirkt schnell, aber häufig nicht nachhaltig. Wenn sich die Biomechanik des Laufens nicht ändert, kommt der Fersenschmerz häufig wieder. Mit dem hohen Nebenwirkungspotential der Kortisoninjektion ist die kurzfristige schmerzlindernde Wirkung relativ teuer erkauft.

Kortison kann die lokale, schmerzhafte Entzündung am Sehnenansatz schnell abklingen lassen. Die Behandlung von Fersenschmerzen mit einer Kortisoninjektion ist aber nicht unproblematisch. Das Risiko für Nebenwirkungen ist hoch: Wiederholte Kortisoninjektionen können sowohl Strukturproteine an der Injektionsstelle als auch das Fersenfettpolster dauerhaft schädigen. Die Nebenwirkungen nach einer Kortisoninjektion zur Behandlung einer Sehnenentzündung schwächen das Gewebe am Ansatz der Plantarsehne noch Monate oder Jahre nach der Behandlung. Kortison ist daher nicht die Therapie der ersten Wahl.

Ein möglicher kortisonbedingter Abbau des plantaren Fettpolsters an der Ferse kann zu einem weiteren Auslöser von Fersenschmerzen werden und die Sportfähigkeit des Patienten dauerhaft herabsetzen.

Häufig wird Kortison bei Fersensporn in Kombination mit einer Stoßwellentherapie eingesetzt. Das ist eigentlich eine paradoxe Behandlung. Das Stresshormon Kortison unterdrückt gezielt Entzündungs- und Heilungsreaktionen sowie Regenerationsprozesse im Gewebe. Die Stoßwellentherapie löst aber genau diese Prozesse aus. Kortison hebt also die Wirkung der Stoßwellentherapie größtenteils auf. Es schaltet mit der Entzündung häufig auch den Entzündungsschmerz ab. Die Kortisontherapie bei Fersensporn ist eine hinsichtlich der Symptomreduktion wirksame Methode, die aber mit viel Umsicht angewendet werden muss.

Botulinumtoxin-Injektion zur Entspannung des Plantarsehnenansatzes beim unteren Fersensporn

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit der Plantarsehne, die bei Versagen anderer Therapieformen angewendet wird, ist Botulinumtoxin. Die Wirksamkeit der Behandlung ist noch nicht wissenschaftlich gesichert und muss nach dem derzeitigen Stand der Forschung als experimentell bezeichnet werden. Botulinumtoxin ist als Substanz bekannt im Zusammenhang mit kosmetischen Anwendungen: In kleinen Mengen unter die Haut gespritzt kann es muskelentspannend wirken und vermindert die Faltenbildung. In der Orthopädie hat diese Anwendung vor allem bei Sehnenansatzerkrankungen immer mehr Aufmerksamkeit erregt und weltweite klinische Forschungen zu dem Thema ausgelöst. Wenn andere Therapieoptionen versagt haben, bieten die Fachärzte der Gelenk-Klinik eine Botulinumtoxin-Behandlung bei einem schmerzhaften Fersensporn an.

Die konkreten Ergebnisse der Anwendung von Botulinumtoxin bei Plantarsehnenentzündung und Fersensporn sind häufig gut. Nach der Injektion bleiben viele Patienten auch bis zu 12 Monate und darüber hinaus beschwerdefrei.

Die Botulinumtoxin-Injektion lähmt langfristig Teile der Plantarfaszie und nimmt dadurch Zugkraft vom Sehnenansatz. Sie entkrampft die entzündete und verdickte Plantarsehne. Die Plantarsehne hat kurze Zeit nach der Injektion wieder ihren normalen Durchmesser.

Die Wirkung der Anwendung mit Botulinumtoxin erklärt sich folgendermaßen: Anders als Steroidinjektionen mit Kortison führt Botulinumtoxin nicht zu einem Abbau des Fersenfettpolsters. Es vermindert die Reduktion des Sehnenzugs am Sehnenansatz und wirkt dadurch der Entzündung entgegen.

Welche Übungen helfen bei Fersenporn?

Die Dehnung von Achillessehne, Wadenmuskulatur und Plantarsehne ist sowohl zur Vorbeugung als auch bei gesicherter Plantarsehnenentzündung wichtig und hat einen nachgewiesenen therapeutischen Effekt. Studien haben gezeigt, dass auch Stoßwellenbehandlungen des unteren Fersensporns wesentlich effizienter sind, wenn die Patienten begleitend Dehnübungen der Plantarsehne durchführen.

Übung zur Dehnung des Musculus gastrocnemius in der Wade Der Zwillingswadenmuskel (Musculus gastrocnemius) zieht vom Fuß über das Sprunggelenk und das Knie. Daher kann er nur bei gestrecktem Knie gedehnt werden. © www.fuss-sprunggelenk-akademie.de Dehnung des Musculus soleus in der Wade Bei gebeugtem Knie werden der Schollenmuskel (Musculus soleus), der vom Zwillingswadenmuskel bedeckt wird, und die Achillessehne gedehnt. Beide Muskeln nehmen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Fersenschmerz ein. © www.fuss-sprunggelenk-akademie.de Dehnung der Plantarsehne Dehnung der Plantarsehne: Hierbei soll die Großzehe – oder je nach Dehnungsgefühl alle Zehen – in überstreckter Stellung gehalten werden. Durch Vorbeugen des Kniegelenkes entsteht eine entsprechende Spannung. Diese Übung sollte man 10-mal hintereinander für etwa 10 Sekunden halten. © www.fuss-sprunggelenk-akademie.de Exzentrische Dehnung der Achillessehne Exzentrische Dehnung: Durch die geführte und vorsichtige Bewegung der Ferse nach unten dehnt man die Achillessehne dynamisch. Diese Übung nie unter Belastung oder ruckartig durchführen. © www.fuss-sprunggelenk-akademie.de

Die Dehnung von Muskeln und Sehnen ist eine wichtige Methode, um die funktionelle Kette aller Bein- und Wadenmuskeln durch direktes Training intakt zu halten. Durch gezielte Dehnung der Achillessehne und Wadenmuskeln beugen vor allem Laufsportler Muskelkontraktionen und Verkürzungen in diesem Bereich vor, die zu einer Zugspannung am Fersenbein führen können. Auf diese Weise lässt sich einem Fersensporn gezielt vorbeugen. Diese Übungen werden von den Fachärzten der Gelenk-Klinik auch begleitend zur manuellen Therapie und der ZRT®-Matrix-Therapie des Fersensporns empfohlen.

Minimalinvasive Operation des Fersensporns: Radiofrequenztherapie oder Endoskopie?

Die Operation der plantaren (fußsohlenseitigen) Fersenschmerzen wird frühestens dann in Erwägung gezogen, wenn der Fersensporn bereits über 6 Monate oder länger therapieresistent gegen alle konservativen Maßnahmen gewesen ist.

Die Radiofrequenztherapie beim Fersensporn

Die Radiofrequenztherapie mit einer sogenannten Coblations-Elektrode erfolgt minimalinvasiv über einen sehr kleinen Hautschnitt. Der Begriff Coblation leitet sich von "kontrollierter Ablation" ab und bedeutet soviel wie gesteuerte Verödung.

Der Operateur führt das nur 1 mm schlanke Instrument an die entzündete Stelle der Plantarsehne heran. Eine Serie von Plasmaimpulsen schmilzt verhärtetes Narbengewebe. Die Hochspannung des zweipoligen Kopfes löst Molekülverbindungen auf kleinster Entfernung. Dieses Verfahren ist sehr sicher und gut kontrollierbar. In seiner Wirkung lässt es sich am ehesten mit der Lasertherapie vergleichen. Es wird beispielsweise auch an den Bandscheiben der Wirbelsäule angewendet.

Wie lange hat man Schmerzen nach Radiofrequenztherapie?

Nach dem Eingriff sind die meisten Patienten innerhalb weniger Tage schmerzfrei. Die Heilungsreaktion dauert bis zu 3 Monate. In dieser Zeit bildet sich an der schmerzhaften und verhärteten Plantarsehne wieder weiches, geschmeidiges Bindegewebe. Eine der Folgen der Coblations-Behandlung ist die Gefäßneubildung (Neovaskularisation) im Sehnenansatz der Plantarsehne. Die verbesserte Durchblutung und Ernährung stellt die gesunde Funktion der Plantarsehne wieder her.

Endoskopische Operation des unteren Fersensporns und der Plantarfasziitis

Die am weitesten verbreitete operative Therapie ist die teilweise Ablösung der Plantarsehne vom Fersenbein. Die teilweise Ablösung der Sehne vom Knochen vermindert die Spannung bzw. den Zug der Plantarsehne am Sehnenansatz.

Ein weiterer operativer Ansatz erfolgt über einen endoskopischen Zugang zum Plantarsehnenansatz am Fersenbein. Über den Schlüssellochzugang kann der Arzt den Bereich arthroskopisch reinigen.

Häufige Patientenfragen zu Fersensporn und Plantarfasziitis an Dr. med. Thomas Schneider von der Gelenk-Klinik

Wie fühlt sich ein Fersensporn an?

Typisch für einen Fersensporn mit Plantarsehnenentzündung sind stechende Schmerzen beim Stehen und Laufen, als ob sich ein spitzer Stein im Schuh befindet, auf den man mit jedem Schritt tritt. Betroffene leiden unter Anlaufschmerzen nach längerem Sitzen. Daher laufen sie teilweise in Spitzfußstellung, um den Schmerz zu vermeiden.

Die Fußschmerzen können bis in die Achillessehne und die Wade hochziehen. Aus diesem Grund helfen oft einfache Dehnübungen dabei, die Fersenschmerzen fast verschwinden zu lassen.

Was hilft schnell bei Fersensporn?

Das Wichtigste bei Fersensporn mit Plantarsehnenentzündung sind Ruhe und Entlastung. Die Schmerzen in Fuß und Ferse bessern sich meist recht schnell, wenn die Patienten wenig laufen und stehen und die Füße hochlagern und kühlen. Parallel sollten sich Betroffenen Dehnübungen für die Plantarfaszie, die Achillessehne und die Wadenmuskulatur als Selbstanleitung durchführen.

Welches Schmerzmittel bei Fersensporn und Plantarfasziitis (Plantarsehnenentzündung)?

Jedes Schmerzmittel sollte nur auf ärztliche Anweisung und unter Aufsicht eingenommen werden. Kurzfristig können Präparate aus der Gruppe der NSAR wie Ibuprofen oder Diclofenac eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung auf den Fersensporn haben. Die Ursache der Schmerzen wird mit ihnen allerdings nicht beseitigt. Sprechen Sie mit Ihrem behandelnden Orthopäden unbedingt über alternative Behandlungsmöglichkeiten.

Welche Schmerzen hat man mit Fersensporn und Plantarsehnenentzündung?

Der knöcherne Stachel verursacht bei den Betroffenen messerstichartige Fußschmerzen und führt zu Weichteil- und Sehnenverletzungen. Betroffene haben das Gefühl, einen spitzen Stein im Schuh zu haben, auf den sie beim Stehen und Gehen treten. Die Schmerzen verschlimmern sich mit der Zeit und können zu einer Schonhaltung und einem veränderten Gangbild ähnlich einem Spitzfuß führen. Ein Fersensporn kann eine große Einschränkung der Beweglichkeit und der gesamten Lebensqualität bei den Patienten bedeuten und sollte immer ärztlich behandelt werden.

Wie lange krank mit Fersensporn?

Fast allen unseren Patienten mit Fersensporn und Plantarfasziitis können wir mit konservativen Behandlungsverfahren wie speziellen Einlagen, Dehnungsübungen, Kälte- und Stoßwellentherapie zufriedenstellend helfen. Auch häufiges Hochlegen des Fußes und sanfte Eigenmassage helfen schnell gegen die typischen Schmerzen beim Fersensporn. Daher ist in der Regel eine Krankschreibung nicht notwendig. Nur sehr selten operieren wir in der Gelenk-Klinik einen Fersensporn.

Welche Übungen bei Fersensporn?

Sowohl zur Vorbeugung als auch bei gesicherter Fersensporndiagnose ist die Dehnung von Achillessehne, Wadenmuskulatur und der Plantarsehne an der Fußsohle sehr wichtig. Jeder und besonders Laufsportler sollten vor jedem Training diese Muskelkette aufwärmen und dehnen, um Verkürzungen entgegenzuwirken. Im schlimmsten Fall entsteht sonst eine erhöhte Zugkraft auf das Fersenbein und Fersenschmerzen sind vorprogrammiert.

Stützen Sie sich beispielsweise an einer Wand oder einer Stuhllehne ab, stehen Sie in Schrittstellung und strecken Sie langsam und gleichmäßig das hintere Bein im Kniegelenk durch. Oder rollen Sie mit der Fußsohle über einen Ball oder noch besser eine gekühlte, wassergefüllte Plastikflasche.

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