Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
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Pressearchiv

Pressearchiv der orthopädischen Gelenk-Klinik

"Zeit" 10/2020 mit Prof. Dr. Ostermeier: "Was hinter der Schwellung im Knie steckt"

Was hinter der Schwellung im Knie steckt mit Prof. Dr. Sven Ostermeier in Zeit 21.10.2020 Zeit 21.10.2020 mit Prof. Dr. Sven Ostermeier: Was hinter der Schwellung im Knie steckt

Ob Handwerker oder Joggerin: Sind die Kniekehlen geschwollen, geht nur noch wenig. Man hat ein ständiges Druckgefühl und Schmerzen. Experten sprechen hier von der Bakerzyste.

Das ist eine Aussackung der Kniegelenkkapsel, welche sich in der Kniekehle bildet, wie Prof. Sven Ostermeier erläutert. Er ist leitender Orthopäde der Gelenk-Klinik Gundelfingen.

In der Regel entstehen Ausstülpungen durch Verletzungen wie Meniskusrisse oder Verschleißerscheinungen wie Arthrose. Diese Prozesse führten dazu, dass der Körper vermehrt Gelenkflüssigkeit produziere, so Ostermeier. «Kann die Gelenkkapsel diese Flüssigkeit nicht mehr halten, stülpt sie sich aus.» Die Folge sei ein Erguss im Kniegelenk - oft wird hier auch von «Wasser im Knie» gesprochen.

Wer so eine Zyste hat, sollte starke Belastungen des Knies vermeiden oder zumindest reduzieren. Das gilt besonders für alle, die ihre Knie im Job permanent bewegen. Nach ein paar Tagen Schonzeit verschwinden kleinere Zysten oft. Gegen die Beschwerden hilft Kühlen und Dehnen. Bewegung, insbesondere Fahrradfahren, tut ebenfalls gut.

Aus medizinischer Sicht lassen sich sehr kleine Zysten oft mit entzündungshemmenden Mitteln behandeln, kombiniert mit Physiotherapie. Auch Gelenkspiegelungen, Arthroskopien genannt, können helfen.

Nicht so einfach zu beantworten sei die Frage, wie man so einem Kniegelenkerguss vorbeugen kann, erklärt Ostermeier. Denn es gäbe viele mögliche Ursachen. Der Erguss sei mehr oder weniger ein Symptom. Vorbeugend müsste also der Auslöser gefunden und behandelt werden, um die Entstehung des Ergusses zu verhindern.

"Meine Freizeit" 40/2020 mit Dr. Martin Rinio: "Frauenkrankheit Osteoporose"

Frauenkrankheit Osteoporose mit Dr. Martin Rinio in Meine Freizeit 09/2020 Meine Freizeit 09/2020 mit Dr. Martin Rinio: Frauenkrankheit Osteoporose

Rund 6,5 Millionen Frauen in Deutschland leiden unter dem Knochenschwund. Mögliche Folge: schlimme Schmerzen, weil Knochen und Wirbel brechen .

Ein kurzes Stolpern oder ein falscher Griff bei der Hausarbeit reicht aus: Schon ist ein Knochen gebrochen. Die Schmerzen sind höllisch und bleiben oft auf Dauer. Grund für die Brüchigkeit kann Osteoporose sein. Eine tückische Krankheit, die das ganze Leben auf den Kopf stellen kann. Vor allem Frauen sind gefährdet, denn „Knochenschwund" entsteht meist durch Östrogenmangel – also einen Mangel an weiblichen Sexualhormonen. Auch eine Unterfunktion der Schilddrüse kann die Knochen instabil machen. Osteoporose wird oft erst erkannt, wenn die ersten Brüche auftreten. Medikamente wie Bisphosphonate hemmen den Knochenabbau und lindern Schmerzen. Doch bereits aufgetretene Frakturen lassen sich meist nur durch Operationen richten.

Richtig vorbeugen: Eine gesunde Lebensweise, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und vor allem eine gute Versorgung mit Kalzium und Vitamin D3 unterstützen den Erhalt des Knochens und helfen, den Abbau der Knochenzellen zu vermindern. Als Kalziumspender gelten neben Milchprodukten grünes Gemüse (Brokkoli), Nüsse, Kräuter und Hülsenfrüchte. Sonnenlicht kurbelt die Produktion von Vitamin D3 an. Dieses Vitamin unterstützt die Bildung von Kalzium in den Knochen und sorgt gleichzeitig dafür, dass es dort gebunden wird. Deshalb empfehlen Experten, möglichst viel Zeit in natürlichem Tageslicht zu verbringen. Zusätzlich fördert der Verzicht auf Rauchen und phosphathaltige Lebensmittel, zum Beispiel Cola, den Kalziumgehalt. Denn: Nikotin entzieht den Knochen den wertvollen Mineralstoff und Phosphat bindet das Kalzium an sich und lässt dadurch die Aufnahme in den Knochen nicht zu.

Meine Freizeit 09/2020

"Freizeit Revue" 40/2020 mit Dr. Thomas Schneider: "Die FINGER – ihre Beweglichkeit ist erstaunlich "

Die FINGER – ihre Beweglichkeit ist erstaunlich mit Dr. Thomas Schneider in Freizeit Revue 40/2020 Freizeit Revue 04/2020 mit Dr. Thomas Schneider: Die FINGER – ihre Beweglichkeit ist erstaunlich

Einen Faden einfädeln oder eine Steilwand hochklettern – sie können so viel. Dabei wissen die wenigsten, wie die Glieder unserer Hände das alles bewerkstelligen

Fast ein Viertel der 206 Knochen im menschlichen Körper befinden sich in unseren beiden Händen. Das sorgt dafür, dass wir kräftig zupacken oder die einzelnen Glieder sanft und präzise bewegen können. Die fünf Finger bilden den beweglichen Teil der Hand. Sie sind mit den lang gestreckten Mittelhandknochen, die sich gut ertasten lassen, über die Grundgelenke verbunden. Es folgen am Daumen zwei und an den restlichen Fingern jeweils drei Knochen – ebenfalls über kleine, flexible Gelenke verbunden. Für Bewegungen der 27 Knochen ist aber ein bisschen mehr nötig.

Dazu braucht es die Muskeln und Sehnen. Diese Strukturen liegen alle in der Hand und bewirken, dass wir die Finger spreizen, wieder zusammenführen, beugen oder strecken können.

Die zehn Kuppen sind hochempfindlich

Ebenfalls wichtig sind die kleinen Gefäße und natürlich auch die Nerven, die diese Glieder versorgen. Besonders gut durchblutet sind die Fingerkuppen. In jeder enden zudem rund 700 Druck- und Bewegungs-Rezeptoren.

Sie sorgen dafür, dass wir nicht nur warm oder kalt wahrnehmen. Sie machen es möglich, dass wir so komplizierte Dinge ertasten können wie beispielsweise die Blindenschrift.

Außerdem befindet sich auf der Innenseite jeder Kuppe ein für jeden Menschen einzigartiges Muster. Deshalb können diese Fingerabdrücke zur Feststellung der Identität genutzt werden. Erstaunlich: Nicht einmal bei eineiigen Zwillingen sind diese Linien genau gleich. Die Oberseite von jeweils der Hälfte jedes Endglieds bedeckt ein Nagel. Diese Platten aus dicken Hornzellen schützen die empfindlichen Kuppen vor Verletzungen. Sie helfen aber auch beim Ergreifen von kleinen Gegenständen und sind – zumindest ursprünglich – auch Waffen, um Feinde angreifen zu können.

Freizeit Revue 40/2020

"Prisma" 10/2020 mit Dr. Schneider: "Ganganalyse klärt Ursache für Knieschmerzen"

Ganganalyse klärt Ursache für Knieschmerzen. Mit Dr. Thomas Schneider in prisma 05.10.2020 prisma 05.10.2020 mit Dr. Thomas Schneider: Ganganalyse klärt Ursache für Knieschmerzen

Vor wenigen Wochen suchte mich eine 57-jährige Patientin auf, die wegen ständiger Knieschmerzen buchstäblich nicht mehr weiterwusste. Sie hatte bereits einige Fachärzte aufgesucht, doch weder Röntgenbilder noch MRT (Magnetresonanztomographie) oder Ultraschall lieferten relevante Hinweise auf orthopädische Veränderungen.

Mehr Klarheit brachte im Fall der 57-Jährigen schließlich eine dynamische Ganganalyse. Dabei lief die Patientin über ein Laufband. Währenddessen scannten Kameras mit hoher zeitlicher Auflösung das Gangbild aus verschiedenen Perspektiven und zeichneten die Bewegungsmuster von Hüfte und Kniewinkeln sowie Fuß- und Fersenstellung auf. Diese Daten sind für den Experten äußerst aufschlussreich: Innerhalb weniger Sekunden lässt sich exakt ableiten, welche Bereiche sich tatsächlich beim Gehen am stärksten durch Fuß-, Fersen-, und Bein-Fehlbelastungen auf den Bewegungsapparat auswirken.

Im Fall dieser Patientin hatte ihr ausgeprägter Knick-Senkfuß zu erheblichen Fehlbelastungen im Kniegelenk geführt und infolgedessen schmerzhafte Gelenkschäden hervorgerufen.

Orthopädisch sehr aufschlussreich ist auch die Fußdruckmessung (Podometrie) im Rahmen der dynamischen Ganganalyse. Sensoren in der Messplattform ermitteln präzise, welche Bereiche zwischen Ferse und Zehen in welcher Phase des Gangzyklus am meisten beansprucht werden. Dadurch ergeben sich für den Orthopäden deutliche Hinweise auf Fehlbelastungen durch einen Knick-Senkfuß, Hallux valgus oder Hohlfuß. Diese Auswirkungen können sogar Schmerzen an einer ganz anderen Stelle des Körpers verursachen, etwa an Knie, Hüfte und sogar an der Wirbelsäule.

Insbesondere wenn beim Laufen die natürliche Dämpfung durch korrektes Abrollen beeinträchtigt ist, führen diese dauerhaften Stöße zu Rückenbeschwerden. Anders als im Röntgenbild oder durch ärztliche Blickdiagnose können die Auswirkungen der Fehlstellung in jeder Phase des dynamischen Bewegungsvorgangs genau analysiert werden.

"Bleib gesund" 09/2020 mit Prof. Dr. Ostermeier: "Harmlos oder nicht? Wenn Knie knacken und knirschen"

Harmlos oder nicht? Wenn Knie knacken und knirschen mit Prof. Dr. Sven Ostermeier in Bleib gesund 16.09.2020 Bleib gesund 19.09.2020 mit Prof. Dr. Sven Ostermeier: Harmlos oder nicht? Wenn Knie knacken und knirschen

Kennen Sie das auch, dass die Knie knacken, wenn Sie in die Hocke gehen? Sind Kniegeräusche wie Knirschen und Knacken Vorboten von Arthrose oder anderen Knieproblemen? Wie kann man Knorpelschäden vorbeugen und die Kniegelenke stärken? Testen Sie Ihr Risiko, bereits einen beginnenden Knorpelschaden zu haben, obwohl Sie noch keine Schmerzen haben.

Harmlos: kurzes Knie-Knacken

Unsere Knie müssen einiges aushalten: Kein anderes Gelenk wird täglich so stark belastet und strapaziert wie dieses. Tag für Tag beugen wir unsere Knie durchschnittlich 5.000 Mal. Und bei jeder Kniebeuge trägt das größte und komplexeste unserer Gelenke das Sieben- bis Achtfache unseres Gewichts. Dass wir da über kurz oder lang im Knie Knacken oder ähnliches beobachten, ist eigentlich nicht verwunderlich. Insbesondere, wenn es in die Hocke geht, ist dieses Geräusch gang und gäbe.

„Doch Sorgen machen, müssen wir uns deshalb nicht“, gibt Professor Dr. Sven Ostermeier, leitender Orthopäde und Knie-Experte der Gelenk-Klinik Gundelfingen, Entwarnung. Denn „Ursache ist meist eine schwache Oberschenkelmuskulatur oder eine harmlose Beinfehlstellung“, erklärt der Experte. „Dadurch bewegt sich die Kniescheibe nicht mehr so geschmeidig und geräuschlos in ihrer Gleitrinne.“ Treten neben dem Knacken Schmerzen auf, sollte der Arzt konsultiert werden.

Knirschen verrät Knorpelschäden

Ist statt eines Knie Knackens ein Knirschen zu hören, das dem Mahlen einer Kaffeemühle gleicht, ist Vorsicht geboten. Denn „dies ist immer ein Zeichen für einen Knorpelschaden“, warnt Professor Ostermeier. Vielfach sind starke Reibungen oder ein falscher Druck auf die Kniescheibe über längere Zeit die Ursache.

Damit der Gelenkverschleiß nicht fortschreitet, ist orthopädische Hilfe erforderlich: Im frühen Stadium einer Arthrose können Einlagen, Gymnastik und Muskelaufbau Linderung bringen. Zudem empfehlen Orthopäden ausreichende und richtige Bewegung. Stoffwechsel und Durchblutung des Kniegelenks lassen sich dank eines guten Trainings deutlich verbessern. „Muskeln, Sehnen und Bänder werden auf gesunde Weise gestärkt – ein langsames Aufwärm- und Aufbautraining natürlich immer vorausgesetzt“, betont der Experte.

So bringen Sie Ihre Kniegelenke auf Trab

Als besonders kniefreundlich gelten Sportarten wie Schwimmen, Wandern und (Wasser-) Gymnastik. Gut für Ihre Knie ist auch regelmäßiges Radfahren. Denn: „Alle Muskeln, die das Knie stabilisieren, werden hierbei trainiert.“ Doch es muss längst nicht immer der Sportplatz sein. „Eine gute Alternative bieten beispielsweise Aerobic oder Zumba Fit“, so Professor Ostermeier. Ebenfalls gut für die Gelenke: Trampolin-Springen , weil der Untergrund den Sprung abfedert. Sehnen, Bänder und Gelenke werden so kaum belastet.

Um eine Überbeanspruchung des Bewegungsapparates zu verhindern, empfehlen Ärzte ein moderates, altersgerechtes und nicht zu intensives Training. Professor Ostermeier: „Bei bestehenden Beschwerden der Fuß- oder Kniegelenke sollte gegebenenfalls ganz darauf verzichtet beziehungsweise mit dem Orthopäden eine schonende Vorgehensweise besprochen werden.“ Denn: Auch in kleineren Schritten lässt sich einiges bewirken. Eine der einfachsten Vorsorge-Maßnahmen: öfter mal Treppen steigen statt Fahrstuhlfahren. Jede Stufe stärkt die Muskulatur, belebt den Stoffwechsel in den Knorpelschichten der Gelenkflächen und beugt damit auch Osteoporose vor.

Schnell-Test offenbart Risiken

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Knie knacken oder knirschen, gibt dieser Schnell-Test Aufschluss: „Auf einem Stuhl sitzend eine Hand auf das Knie legen und dieses mehrfach beugen und strecken“, rät Professor Ostermeier. Sind deutliche Geräusche zu hören und/oder die Kniescheibe zu spüren, ist es Zeit, zum Orthopäden zu gehen.

Drei Übungen, die Ihren Knien gut tun

Das Knorpelgewebe wird gepflegt und ernährt, indem es durch Bewegung gestaucht und wieder entlastet wird. Diese drei Übungen beugen – regelmäßig durchgeführt – Knieproblemen vor.

Knie-Übung 1

Flach auf den Rücken legen und ein Bein anheben. Den Fuß in Richtung Gesäß ziehen. Nach ein paar Sekunden wieder ausstrecken. Das Ganze ein Dutzend Mal mit jedem Fuß wiederholen.

Knie-Übung 2

Auf den Tisch setzen und die Beine frei schwingen lassen. Dadurch verteilt sich die Gelenkschmiere über die gesamte Knorpelfläche des Kniegelenks. Die Knorpelernährung wird deutlich verbessert.

Knie-Übung 3

Im Stehen: Ein Bein steht fest auf dem Boden, das andere Bein pendelt zehnmal aktiv hin und her. Dies abwechselnd dreimal mit jedem Bein wiederholen. Am Anfang ist eine Stuhllehne in Reichweite sinnvoll, um sich gegebenenfalls Halt zu verschaffen. Nutzen: Das stehende Bein wird durch diese Ungleichgewichtsübung gekräftigt, Muskulatur und Koordination werden verbessert und die muskuläre Führung des stehenden Knies trainiert.

"web.de" 09/2020 mit Dr. Schneider: "Hallux valgus, Fußpilz, Blasen & Co.: Die häufigsten Fußprobleme"

Hallux valgus, Fußpilz, Blasen & Co.: Die häufigsten Fußprobleme. Mit Dr. Thomas Schneider in web.de 30.09.2020 web.de 30.09.2020 mit Dr. Thomas Schneider: Hallux valgus, Fußpilz, Blasen & Co.: Die häufigsten Fußprobleme

Viele Menschen leiden unter Fußbeschwerden. Die meisten Fußprobleme entstehen durch einen falschen Lebensstil, beispielsweise durch Überlastungen oder falsche Schuhe. Wir erklären Ihnen die häufigsten Fußerkrankungen und wie sie sich behandeln lassen.

Fersensporn

Ein Fersensporn ist eine kleine, dornartige Kalkablagerung an der Ferse. Fersensporne bleiben oft über einen längeren Zeitraum unbemerkt. Erst wenn er Entzündungen verursacht, äußerst sich der Fersensporn durch starke, stechende Fußschmerzen.

Seine Behandlung ist langwierig und schwierig. Dafür eignen sich oft Hausmittel wie Fußbäder oder Fußmassagen. Auch entzündungshemmende Medikamente und Salben können helfen. Nur in Ausnahmefällen ist eine Operation notwendig.

Hammerzehen

Unter Hammerzehen versteht man Fehlstellungen von einer Zehe oder mehreren Zehen. Dabei ist meistens das Mittelgelenk der Zehen verschoben oder sogar versteift.

Die häufigsten Ursachen für Hammerzehen sind falsches Schuhwerk und ein schwaches Bindegewebe. Beides ist vor allem bei Frauen anzutreffen. Bereiten Hammerzehen Beschwerden, ist eine Operation in der Regel unumgänglich.

Hallux valgus

Der Hallux valgus ist ebenfalls eine Zehen-Fehlstellung, bei der sich der große Zeh unter den benachbarten schiebt. Durch die Fehlstellung bildet sich an der Fußinnenseite ein Ballen.

Aus diesem Grund nennt man den Hallux valgus im Volksmund auch Ballenzeh. Wie bei den Hammerzehen sind auch beim Hallux valgus in erster Linie Frauen betroffen.

Denn er wird fast immer durch hochhackige, kurze oder spitze Schuhe verursacht. In vielen Fällen, besonders im Anfangsstadium, lässt sich die Zehen-Fehlstellung mit den gängigen Hausmitteln und ohne eine Operation behandeln.

Fußpilz

Der Fußpilz gehört zu den Pilzinfektionen und macht sich durch einen anhaltenden Juckreiz und weißliche Hautschuppungen zwischen den Zehen bemerkbar. Im späteren Krankheitsverlauf können rötlich-blasige Hautveränderungen hinzukommen.

Eine Fußpilzinfektion ist unangenehm, aber grundsätzlich harmlos. Dennoch sollte sie rechtzeitig behandelt werden, denn je weiter der Fußpilz fortschreitet, desto größer werden die Hautschäden. Für die Behandlung werden Antipilzmittel (Antimykotika) eingesetzt. Diese sind ohne Rezept in der Apotheke erhältlich.

Druckstellen, Schwielen, Blasen, Hühneraugen

Diese Symptome treten als Folge einer Überlastung auf. Ursache muss nicht zwangsläufig eine Überlastung beim Wandern oder Joggen sein. Auch ungeeignete Schuhe können Druckstellen, Schwielen, Blasen oder Hühneraugen auslösen.

Gleichzeitig können Fehlstellungen des Fußgewölbes zu schmerzhaften Überlastungen von Knochen, Sehnen und Bindegewebe im Fuß führen. Ein typisches Beispiel dafür sind Schwielen an der Fußsohle, auch Hühneraugen genannt, die etwa beim Spreizfuß auftreten.

Das Entfernen von Hühneraugen sollten man besser einem Fachmann überlassen. Will man ein Hühnerauge selbst behandeln, funktioniert das am besten mit einem Hühneraugenpflaster aus der Apotheke.

Weitere Tipps gegen Fußprobleme

  • Tragen Sie bequeme, möglichst flache oder mäßig hohe Schuhe. Achten Sie bei deren Kauf auf atmungsaktive Materialien wie zum Beispiel Leder.
  • Kaufen Sie Schuhe niemals frühmorgens, denn die Füße werden im Laufe des Tages bis zu eine halbe Nummer größer.
  • Kaufen Sie spitze Schuhe immer eine Nummer größer: Vorne muss genügend Platz für Ihre Zehen sein. Tipp: Stopfen Sie die Spitze mit Watte aus.
  • Verwenden Sie Druckschutzpolster zur Vermeidung von Druckstellen.
  • Entspannen Sie die Muskulatur Ihrer Füße mit regelmäßigen Fußbädern.
  • Legen Sie abends die Füße hoch und bewegen Sie die Zehen auf und ab.
  • Laufen Sie zu Hause so oft wie möglich barfuß oder tragen Sie Gesundheitsschuhe.
  • Halten Sie Ihre Füße trocken: Trocknen Sie diese nach dem Baden gut ab und verwenden Sie bei schwitzenden Füßen Cremes und Badezusätze mit Eichenrinde oder Aluminiumsalzen.
  • Machen Sie regelmäßig Fußgymnastik. Diese sorgt für eine starke Muskulatur, schützt vor Verletzungen und beugt Schmerzen vor.
  • Bei akuten Schmerzen können entzündungshemmende Medikamente Linderung bringen.
  • Schuheinlagen können das Fußlängsgewölbe bei Fehlstellungen unterstützen.
  • Behandeln Sie Fußerkrankungen wie beispielsweise Blasen, Hühneraugen oder Fußpilz richtig.

Wann ist ein Arztbesuch unerlässlich?

"Sollten die Schmerzen länger als drei Tage anhalten, unter Belastung zunehmen oder im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen stehen, ist es ratsam einen orthopädischen Facharzt aufsuchen", so Dr. Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie in der Gelenk-Klinik Gundelfingen.

Der Experte rät: "Wenn die Schmerzen bewegungseinschränkend sind, zusätzlich eine erhöhte Körpertemperatur gemessen wird, die Hautoberfläche rötlich verfärbt und ein Gelenk geschwollen ist, sollten Sie möglichst sofort einen Orthopäden zu Rate ziehen."

"Netzathleten" 09/2020 mit Dr. Rinio: "Richtig wandern – Wellness pur auf Schritt und Tritt"

Richtig wandern – Wellness pur auf Schritt und Tritt. Mit Dr. Martin Rinio in Netzathleten 02.09.2020 Netzathleten 02.09.2020 mit Dr. Martin Rinio: Richtig wandern – Wellness pur auf Schritt und Tritt

Wandern bewegt Millionen Menschen - und das aus gutem Grund: Gelenke und Muskeln profitieren von dem schonenden Ausdauersport ebenso wie Gehirn, Psyche und Kreislauf. Selbst im fortgeschrittenen Alter, bei Arthrose oder Asthma steht dem gesunden Freiluft-Vergnügen in schönster Natur meist nichts im Wege – maßvolle Strecken, eine gute Ausstattung und einen ärztlichen Check-up vorausgesetzt.

Wandern macht mobil: „Ca. 70 Prozent aller Muskeln im Körper werden beim flotten Spaziergang oder Wandern in Bewegung gesetzt“, erläutert Dr. Martin Rinio, ärztlicher Direktor der Gelenk-Klinik Gundelfingen. Doch nicht nur Muskulatur, Knochen und Gelenke profitieren. Auch das Gehirn wird positiv aktiviert: Schon eine kurze Wanderung fördert die Durchblutung bestimmter Gehirnregionen um bis zu einem Drittel, haben Experten errechnet. Das Ergebnis lässt nicht lange auf sich warten: Es kommt zu einer erheblichen Steigerung von Konzentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistung. Zudem führt die bessere Durchblutung zu einer höheren Ausschüttung von Endorphinen, was Stimmung und Glücksempfinden zugute kommt. Doch damit nicht genug: Wer viel geht, der senkt darüber hinaus das Risiko ernsthafter Erkrankungen wie Alzheimer, Herzinfarkt, Diabetes, Depressionen oder eines Schlaganfalls, belegen Studien. Schon nach kurzer Zeit sinken bei regelmäßigen Wanderungen vielfach Körpergewicht, Blutdruck und Körperfett erheblich. Außerdem lässt sich durch das Laufen in der Natur die körperliche Leistungsfähigkeit steigern – und das auch noch im hohen Alter.

Kontinuierliche Wanderungen halten auch unsere Gelenke fit. „Da der Gelenkknorpel nicht direkt durchblutet wird, kann er nur durch Bewegung über die Gelenkflüssigkeit mit wichtigen Nährstoffen versorgt und somit am Leben erhalten werden“, betont Dr. Rinio. Eine moderate Schrittgeschwindigkeit vorausgesetzt, empfehlen sich regelmäßige Fußmärsche an der frischen Luft auch für Arthrose-Patienten. Denn: „Insbesondere in der kalten Jahreszeit bewegen wir uns meist viel zu wenig und der Stoffwechsel wird gebremst“, weiß der Facharzt für Orthopädie, Chirurgie und Unfallchirurgie. Selbst bei beginnender Kniearthrose ist Wandern empfehlenswert. Sanfte Bewegungsformen, die mit wenig Stoßbelastung das Knie kräftigen, sind sogar geeignet, die Entwicklung der Arthrose zu verlangsamen. Dazu zählt auch das Wandern - maßvolle und nicht zu lange Wegstrecken vorausgesetzt. Damit es gesundheitlich auch wirkt, am besten, wenn`s geht, zweimal die Woche für mindestens 30 bis 60 Minuten losmarschieren.

Für wen ist Wandern ungeeignet?

„Wandern zählt zu den besonders schonenden Ausdauersportarten und kann daher auch noch im fortgeschrittenen Alter ausgeübt werden“, sagt Dr. Rinio. Menschen mit Herz-/Kreislaufproblemen sollten ebenso wie stark Übergewichtige oder Asthmatiker ein langsames Schritttempo wählen (ansonsten droht letzteren ein Anstrengungsasthma). Außerdem gegebenenfalls Medikamente mitnehmen und stets zuvor den Arzt fragen. Bei erheblichen Gelenkproblemen oder akuten Entzündungen, aber auch bei Erkältungen oder starken Schmerzen (etwa in Rücken oder Knien) sollte auf den Ausflug verzichtet werden. Patienten mit Arthrose sollten steile Wege und Gewaltmärsche vermeiden. Ist das Patellofemoralgelenk (hinter der Kniescheibe) betroffen, so ist Bergabgehen besonders schmerzhaft. Daher in diesem Fall besser stets flache Touren mir nur wenigen Höhenmetern und wenigen Abstiegen wählen (beispielsweise Panoramawege etc.).

Richtig wandern: Herausforderung in großen Höhen

Ab 2500 Metern kann es auch für erfahrene Wanderer buchstäblich eng werden: Die Höhenkrankheit meldet sich mit Benommenheit, Übelkeit und Schwindel. Der Sauerstoffmangel lässt Blutdruck, Puls und Atem in die Höhe steigen. Schlimmstenfalls kann es zu einem Ödem kommen, einer gefährlichen Wasseransammlung in Herz oder Lunge. „Deshalb nicht am ersten Tag des Urlaubs mit der Seilbahn von der Talstation auf große Höhen fahren (über 2500 m)“, warnt Dr. Rinio. „Denn der schnelle Aufstieg kann bereits die Höhenkrankheit auslösen.“ Empfehlenswert ist eine Akklimatisierung von wenigstens drei Tagen (bei größeren Höhen entsprechend länger). Zudem stets langsame Aufstiege planen und die Touren mit höchsten Höhen zum Schluss des Urlaubs durchführen.

Bei chronischen Erkrankungen stets vor Wanderungen in größeren Höhen mit dem Hausarzt sprechen. Menschen mit verengten Herzkranzgefäßen etwa müssen in der Regel zwar nicht ganz darauf verzichten, sollten aber erst nach gründlichem ärztlichen Checkup „auf Wanderschaft gehen“. Der Hausarzt informiert sie gegebenenfalls auch über erforderliche Vorsichtmaßnahmen, um eine Überforderung des Herzmuskels zu vermeiden.

So gehen Sie beim Wandern auf Nummer Sicher

Insbesondere Anfänger sollten ihre ersten Strecken an die eigenen Fähigkeiten und Kondition anpassen. Die Grundregel: „Wandern kann anstrengen, darf aber nicht überanstrengen“, bringt es Dr. Rinio auf den Punkt. Dabei gilt: Lange Wege mit hohen Schwierigkeitsstufen sind nur etwas für geübte Wanderer mit Routine. Und auch beim Tempo Maß halten: „Etwas schwitzen ist okay, gerät man jedoch ins Schnaufen, so ist es zu viel des Guten“, so der Facharzt. „Gerade als Anfänger sollte man es zum Aufwärmen die ersten 30, 40 Minuten stets langsam angehen.“

Nicht nur als Anfänger am besten alle zwei Stunden eine Pause einlegen, etwas essen und trinken. Ein anatomisch geformter Rucksack bietet Platz für den Proviant (idealerweise Vollkornprodukte, Gemüse , Obst und ausreichend Wasser) sowie Regen- und Sonnenschutz. Und noch ein Tipp: Teleskopstöcke können die Gelenke erheblich entlasten. Und ein paar Dehn- und Aufwärmübungen vor der Wanderung sind nicht nur für Anfänger empfehlenswert, um Muskelzerrungen zu vermeiden.

Wichtig ist die Investition in eine geeignete Ausstattung. Dazu zählt in erster Linie gutes knöchelhohes und rutschfestes Schuhwerk sowie atmungsaktive Kleidung. Langärmlige Hemden und lange Hosen schützen vor der intensiven Sonne in der Höhe (Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor nicht vergessen!).

Hilfreich zur Vorbereitung ist ein regelmäßiges Krafttraining zuhause - das schützt die Gelenke bei der Wanderung. „Geht`s dabei bergab, bitte den Fuß stets gerade abrollen – das ist knieschonender und auf Dauer angenehmer“, rät der Experte. Dass man dabei niemals die markierten Wege verlassen sollte, versteht sich eigentlich von selbst. Ansonsten kann die Wanderung über unwegsames Gelände eventuell unglücklich enden.

"Freizeit direkt" 24.09.2020 mit Dr. Thomas Schneider: "Wenn der Knöchel Probleme macht"

Wenn der Knöchel Probleme macht mit Dr. Thomas Schneider in Freizeit direkt 24.09.2020 Freizeit direkt 24.09.2020 mit Dr. Thomas Schneider: Wenn der Knöchel Probleme macht

Es ist schnell passiert: Auf nassem Laub kurz ausgerutscht oder beim Sport umgeknickt. Die Diagnose lautet oft: Bänderriss

Die Schwachstelle liegt zwischen Unterschenkel und Fuß. "Kein anderes Gelenk im Körper wird so strapaziert wie das Sprunggelenk. Auf ihm lastet bei jedem Schritt das Mehrfache des Körpergewichts", erklärt Dr. Thomas Schneider, leitender Orthopäde der Gelenk-Klinik Gundelfingen. Eine Mammutaufgabe, bei der die Bänder relativ schnell überdehnen oder sogar reißen. Was volkstümlich oft als "verstauchter Knöchel" abgetan wird, entpuppt sich in vielen Fällen bei der Röntgenaufnahme als Bänderriss. Wichtig ist eine schnelle Diagnose: "Wird ein Bänderriss als harmlose Bänderdehnung eingeschätzt und falsch behandelt, kann das langfristige Folgen haben", warnt Dr. Schneider. Die mangelnde Bandstabilität kann schnell zu erneutem Umknicken führen. Bei Drehbelastungen verschleißen die Gelenke schneller – die Sprunggelenksarthrose ist dann eine Frage der Zeit.

Freizeit direkt 24.09.2020

"Mein Buffet" 09/2020 mit Prof. Dr. Sven Ostermeier: "Gelenke: So läuft’s wie geschmiert"

Gelenke: So läuft’s wie geschmiert mit Prof. Dr. Sven Ostermeier in Mein Buffet 09/2020 Mein Buffet 09/2020 mit Prof. Dr. Sven Ostermeier: Gelenke: So läuft’s wie geschmiert

Experten-Interview:

Wie beugt man Gelenkverschleiß im Alter vor?

„Ausreichende Bewegung ist auch in den besten Jahren das Erfolgsrezept für gesunde Gelenke. Heute weiß man, dass moderates Fitness-Training zu einer Verbesserung der Knorpelsituation führen kann. Schließlich bildet sich Gelenkschmiere nur dann, wenn wir uns auch ausreichend bewegen. Andernfalls erhält der Knorpel nicht genügend Nährstoffe und verkümmert schrittweise.“

Was hilft bei Schmerzen?

„Treten akute Schmerzen auf, lassen sich diese optimal mit Kälte behandeln. Bei chronischen Beschwerden hingegen lindern Wärmflaschen oder aufgewärmte Kirschkernkissen die Schmerzen. Entzündungshemmend wirken auch entspannende Massagen mit ätherischen Ölen wie Lavendel, Eukalyptus oder Rosmarin.“

Was „schmeckt“ dem Knorpel, den Gelenken?

„Eine basische Ernährung mit reichlich Gemüse wie Karotten, Kohl, Tomaten und Wirsing wirkt sich positiv auf den Knorpel aus. Auch Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Lein- oder Olivenöl und fetten Seefischen wie Lachs oder Hering vorkommen, beeinflussen die Gelenksituation günstig. Mit zunehmendem Alter sollte man zudem auf eiweißreiche Lebensmittel achten. Je älter wir werden, desto schwieriger wird es, den Eiweißhaushalt aufrecht zu erhalten. Gute Lieferanten sind hierfür Geflügel, Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Eier, Milch und Milchprodukte.“

Mein Buffet 09/2020

"Mein Tag" 09/2020 mit Dr. Thomas Schneider: "Wenn jeder Schritt zur Qual wird"

Wenn jeder Schritt zur Qual wird mit Dr. Thomas Schneider in Mein Tag 09/2020 Mein Tag 09/2020 mit Dr. Thomas Schneider: Wenn jeder Schritt zur Qual wird

Millionen Menschen leiden unter einem Fersensporn. Experten gehen davon aus, dass etwas jeder zehnte Bundesbürger einmal in seinem Leben darunter leidet. Für die Betroffenen eine Tortur: Häufig jagt von einem Augenblick zum anderen messerscharfer Schmerz durch den Fuß. Jeder Spaziergang oder Einkaufsbummel wird mehr und mehr zur Qual. "Der Kalksporn ist dabei nicht der eigentliche Krankheitsauslöser, sondern eine Folge einer Plantarfaszitis, also einer Entzündung der Sehnenplatte der, also einer Entzündung der Sehnenplatte der Fußsohle", erklärt Dr. Thomas Schneider, leitender Orthopäde und Sportmediziner der Gelenk-Klinik Gundelfingen.

Durch Abtasten und Fußabdruckmessung, Röntgengenbilder, Ultraschalluntersuchungen und MRT-Aufnahmen klärt der Facharzt, ob es sich um einen Fersensporn oder eine andere Fußerkrankung handelt. Ist die Diagnose eindeutig, so bringen Cool-Packs und entzündungshemmende Gele Linderung. Bewährt haben sich auch maßgefertigte orthopädische Einlagen: "Locheinlagen mit spezieller Aussparung vermindern die lokale Überlastung der Sehnenansätze und die schmerzhafte Entzündung klingt ab." Mein Tag 09/2020

"GQ" 09/2020 mit Dr. Dickreiter: "Bauchfett loswerden: Mit diesen Tipps werden Sie Ihr lästiges Fett am Bauch los"

Bauchfett loswerden: Mit diesen Tipps werden Sie Ihr lästiges Fett am Bauch los. Mit Dr. Bernhard Dickreiter in GQ 01.09.2020 GQ 01.09.2020 mit Dr. Bernhard Dickreiter: Bauchfett loswerden: Mit diesen Tipps werden Sie Ihr lästiges Fett am Bauch los

Fett am Bauch kann sehr ungünstig sein: Es schüttet Botenstoffe aus, die auf den gesamten Körper wirken. Deshalb ist es wichtig, den Bauchumfang zu reduzieren – zum Beispiel mit Bewegung und einer angepassten Ernährung.

Fett am Bauch ist nicht nur unschön, sondern kann auch ziemlich ungesund sein. Was viele nicht wissen: Es gibt zwei verschiedene Arten von Bauchfett – und eine davon kann ziemlich problematisch sein. Recht harmlos sind die normalen Fettpolster in der Haut, die auch als subkutanes Fett bezeichnet werden. Dieses Fett dient als Energiespeicher und bildet eine Art wärmende Isolierschicht für den Körper.

Bauchfett ist nicht gleich Bauchfett

Sehr ungünstig hingegen ist Fett am Bauch, das die inneren Organe wie Leber, Darm und Niere umhüllt. Das Bauchfett rund um die inneren Organe wird auch als viszerales Fett bezeichnet. „Wenn man es vereinfacht ausdrückt, ist das viszerale Fett mit einer großen Hormondrüse vergleichbar“, sagt der Dr. Bernhard Dickreiter von der Gelenk-Klinik Gundelfingen. Er ist Facharzt für Innere Medizin, Physikalische und Rehabilitative Medizin sowie Naturheilkunde. „Es produziert nachweislich mehr als 200 Botenstoffe, die unter anderem Hormone beeinflussen und Entzündungen fördern.“

Viszerales Bauchfett schüttet Botenstoffe aus, die gefährlich sein können

Aufgrund der vielfältigen Botenstoffe, die dieses Fett freisetzt, hat es erhebliche negative Wirkungen: So werden Entzündungen ausgelöst oder bestehende Entzündungen verstärkt. Die Botenstoffe beeinflussen darüber hinaus auch den Insulinstoffwechsel und können so Diabetes und Bluthochdruck fördern. „Damit stellt das Bauchfett einen Risikofaktor für Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall dar“, sagt Dickreiter.

Das Bauchfett wirkt darüber hinaus auf das Hormon Leptin. Dieses Hormon hat die Aufgabe, im Gehirn das Hungergefühl zu regulieren. Es signalisiert während des Essens, wann es Zeit ist, aufzuhören. „Unter vermehrtem viszeralem Fett entwickelt sich eine Leptin-Resistenz“, sagt der Experte. Der Körper reagiert also nicht mehr so stark auf das Hormon. Das führt dazu, dass das Sättigungsgefühl ausbleibt und man unkontrolliert weiter isst. Etwas verkürzt gesagt begünstigt Bauchfett so immer mehr Bauchfett.

Auch Sexualhormone können den Aufbau von Bauchfett fördern

Wieso lagern wir überhaupt Fett in der Bauchhöhle ein? „Eine große Rolle dabei spielen die Sexualhormone“, sagt der Experte. „Vor allem Testosteron fördert den Aufbau von viszeralem Fett, weshalb besonders Männer von diesem Problem betroffen sind.“ Typisch dabei ist die sogenannte Apfelform mit dickem Bauch, einem schlanken Gesäß und dünnen Beinen.

Wie viel Fett am Bauch aber ist zu viel? Die Alarmglocken sollten läuten, wenn der Bauch immer dicker wird und die Hose zu spannen beginnt. „Wenn sich die Kugel langsam aber sicher vorwölbt, resultiert die Wölbung in der Regel aus vermehrt eingelagertem Fett, das die inneren Organe ummantelt“, sagt Dickreiter.

Jeder kann ganz einfach den eigenen Bauchumfang messen und beurteilen

Um festzustellen, ob man zu viel viszerales Fett eingelagert hat, geben die Waage und der Body-Mass-Index nur erste Anhaltspunkte, was das Gesamtgewicht betrifft: „Die Waage und der BMI unterscheiden nicht, wo das Fett tatsächlich sitzt“, sagt Dickreiter. „Der Taillenumfang ist hier viel aussagekräftiger.“

Den Bauchumfang kann jeder selbst ganz einfach messen: Dazu legt man ein Maßband in die Mitte des Bauches zwischen der unteren Rippe und dem oberen Rand des Beckenknochens. „Dann wird ausgeatmet und der Wert vom Maßband abgelesen und notiert“, erläutert Dickreiter. Ein niedriges Risiko besteht bei einem Mann mit einem Taillenumfang von unter 94 Zentimetern, bei Frauen bei weniger als 80 Zentimeter. „Bei über 102 Zentimetern Taillenumfang bei einem Mann und 88 Zentimetern bei einer Frau wird es kritisch“, sagt der Experte.

Kalorienarme Ernährung und Sport bei Bauchfett

Vielleicht erhofft man sich, mit bestimmten Lebensmitteln, Getränken oder Übungen gezielt Fett am Bauch abbauen können. Das funktioniert allerdings meistens nicht, wenn man nur auf eine einzelne Strategie setzt. Besser ist es, verschiedene Maßnahmen miteinander zu kombinieren.

Wer Bauchfett verlieren will, sollte deshalb immer auf eine kalorienarme Ernährung, mehr Bewegung und einen Aufbau der Bauchmuskulatur setzen. „Insgesamt müssen für die Bilanz weniger Kalorien zugeführt als verbrannt werden“, sagt Dickreiter.

Schnell verwertbare Kohlenhydrate vom Speiseplan streichen

Wichtig ist es hierbei zunächst, Süßigkeiten, süße Getränke und Weißmehlprodukte weitgehend vom Speiseplan zu streichen: Sie bestehen aus Kohlenhydraten, die der Körper sehr schnell verwerten kann. Das treibt in den Insulinspiegel in die Höhe, was in der Folge dazu führt, dass die Fettverbrennung nicht optimal abläuft.

Auch einige Hausmittel können dabei helfen, den Stoffwechsel anzuregen. Sie sind allerdings nur als Unterstützung zu verstehen und können eine Verhaltensänderung nicht ersetzen. Dazu zählen laut Experte Dickreiter:

  • L-Carnitin, das die Fettverbrennung zündet,
  • Grüntee-Extrakt, das den Fettabbau unterstützt,
  • Chiliextrakt aus Chilischoten, die den Stoffwechsel insgesamt anheizen und
  • Bewegung, die man zusätzlich in den Alltag einbaut.

Bewegung und Stress beim Thema Bauchfett im Blick behalten

Vor allem mit Bewegung unterstützt man den Körper dabei, überschüssiges Fett abzubauen. Immer wieder gibt es Diskussionen darüber, ob Ausdauertraining oder Kraftsport besser geeignet sind, um den Bauchumfang zu reduzieren. Laut Dickreiter sind beide Sportarten hilfreich für den Fettabbau. „Vor allem muss die sportliche Betätigung regelmäßig absolviert werden“, sagt der Experte. Deshalb sollte man am besten eine Sportart wählen, an der man Spaß hat – denn das erhöht die Chance, dass man auch langfristig am Ball bleibt.

Darüber hinaus sollte man auch das Thema Stress im Blick behalten. „Unter Stress werden nicht nur die Stresshormone, sondern auch vermehrt Cortisol freigesetzt“, sagt Dickreiter. Das Hormon fördert den Aufbau von ungesundem Fett am Bauch. Deshalb ist es sinnvoll, insbesondere gegen chronischen Stress vorzugehen und zum Beispiel ein Entspannungsverfahren zu lernen. Zudem verleitet Stress oft zum Naschen, was ebenfalls den Bauch wachsen lässt.

Wenn man Bauchfett verlieren will, ist Geduld gefragt

Bis man sein Bauchfett wieder los wird, dauert es allerdings einige Zeit – schnelle Lösungen sind hier meist nicht nachhaltig. „Das Fett entsteht in der Regel langsam und schmilzt auch langsam wieder“, sagt Dickreiter. Die Geschwindigkeit, mit der Bauchfett abgebaut wird, hängt natürlich auch davon ab, wie intensiv man daran arbeitet und wie konsequent man ist.

Wenn das Bauchfett erst einmal abgebaut ist, ist der Traum vieler Männer ein Sixpack. Wie schnell dieses Ziel zu erreichen ist und wie ausgeprägt ein Sixpack sich bildet, ist allerdings individuell verschieden. „Der Aufbau der Bauchmuskulatur weist genetische Unterschiede auf“, sagt Dickreiter. „Das Ideal eines Waschbrettbauchs ist deshalb nicht für jeden erreichbar. Jeder kann sich diesem Bild aber durchaus mit etwas Fleiß annähern.“

Zusammenfassung: Die besten Tipps gegen Bauchfett:

  • regelmäßige Bewegung
  • auf schnell verwertbare Kohlenhydrate möglichst verzichten
  • mehr Kalorien verbrauchen, als man aufnimmt
  • Stress abbauen und ausreichend schlafen
  • Bauchmuskulatur trainieren
  • Geduld

"Freizeit pur" 02.09.2020 mit Prof. Dr. Sven Ostermeier: "Baker-Zyste: Ärger mit dem Knie"

Baker-Zyste mit Prof. Dr. Sven Ostermeier in Freizeit pur 02.09.2020 Freizeit pur 02.09.2020 mit Prof. Dr. Sven Ostermeier: Baker-Zyste

„Wasser im Knie“, nennt der Volksmund die schmerzhafte Flüssigkeitsansammlung in der Kniegelenkskapsel

Wenn leidenschaftliche Jogger oder emsige Handwerker gesundheitlich „in die Knie gehen“, ist vielfach eine Bakerzyste das Problem. „Diese bildet sich in der Kniekehle als Aussackung der Kniegelenkskapsel“, erläutert Professor Dr. Sven Ostermeier, leitender Orthopäde der Gelenk-Klinik Gundelfingen. Oftmals betroffen sind Menschen, die ihre Knie stark belasten oder bereits Schäden am Gelenk haben. Häufig lassen die geschwollenen Kniekehlen keine großen Schritte mehr zu, besonders unangenehm ist das Beugen des Knie. Neben Funktionseinschränkungen klagen Betroffene über ein permanentes Druckgefühl sowie Schmerzen. Diese werden besonders heftig, wenn die anfangs Walnuss große Zyste weiterwächst und gegebenenfalls im Wadenbereich platzt. Erstmals beschrieben wurde dieser medizinische Vorgang im 19. Jahrhundert durch den englischen Chirurgen William Baker.

So kommt es zu Wasser im Knie

„Trotz erheblicher Beschwerden ist eine Baker-Zyste streng genommen kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern vielmehr Folge einer länger anhaltenden Erkrankung“, betont Professor Ostermeier. In der Regel entstehen die mit Gelenkflüssigkeit gefüllten Ausstülpungen in der Kniekehle durch Verletzungen (wie etwa Meniskusrisse) oder Verschleißerscheinungen (wie Arthrose). „Diese Prozesse führen dazu, dass der Körper vermehrt Gelenkflüssigkeit produziert“, so der Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin und Unfallchirurgie. „Kann die Gelenkkapsel diese Flüssigkeit nicht mehr halten, stülpt sie sich aus.“ Die Folge: Es kommt zu einem Erguss im Kniegelenk –im Volksmund lapidar als „Wasser im Knie“ bezeichnet.

Was kann der Arzt tun?

Diagnostische Klarheit bringen Röntgen, Ultraschall und MRT (Magnetresonanztomografie). Aber oftmals lassen sich die Ausbuchtungen des Kniegelenks auch bereits mit bloßem Auge erkennen. Die Therapie ist abhängig von der Ursache. Vielfach hilft insbesondere bei sehr kleinen Zysten eine Kombination aus entzündungshemmenden Mitteln sowie Physiotherapie. Oftmals lassen sich die Ursachen auch durch Gelenkspiegelungen beheben. Hat der Zystensack bereits an Volumen zugenommen – er kann faustgroß werden – oder behindert er Nerven oder Gefäße, so bleibt praktisch nur der operative Eingriff. Strahlentherapeutische Behandlungen könnten in Zukunft eine weitere zeitgemäße Option sein, wie Studien belegen. Mit einer Nadel kann ein Arzt die Flüssigkeit aus der Bakerzyste absaugen und dadurch die Beschwerden vorübergehend lindern. Allerdings füllt sich die Zyste immer wieder neu. Dauerhaft hilft nur die Beseitigung der Ursache. Bei schwerer Arthrose ist das etwa ein Gelenkersatz.

Was kann ich selbst tun?

Orthopäden empfehlen starke Belastungen des Knies zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. Das gilt insbesondere für Menschen, die beruflich permanent dieses Gelenk bewegen. Kleinere Zysten verschwinden oft durch ein paar Tage Schonzeit. Kühlung sowie regelmäßige Dehnübungen lindern die Beschwerden. Auch Tapes können helfen. Zudem empfehlen Experten viel Bewegung, insbesondere Fahrradfahren. Ein E-Bike kann vor allem für Patienten mit Knie-Arthrose eine sehr gute Alternative sein.

Freizeit pur 02.09.2020

"Rätsel Aktuell" 09/2020 mit Prof. Dr. Sven Ostermeier: "So läuft’s wie geschmiert"

So läuft’s wie geschmiert mit Prof. Dr. Sven Ostermeier in Rätsel Aktuell 09/2020 Rätsel Aktuell 09/2020 mit Prof. Dr. Sven Ostermeier: So läuft’s wie geschmiert

Auch mit 60 oder 70 können Sie einer Arthrose altersgemäß entgegenwirken und Ihre Gelenke geschmeidig halten.

Sind die 50 überschritten, zeigen Gelenke oft erste Verschleißerscheinungen. »Dann schmerzt so manche Hüfte oder manches Knie immer häufiger nach längeren Gehstrecken«, beschreibt Professor Dr. Sven Ostermeier, leitender Orthopäde der Gelenk-Klinik Gundelfingen. »Arthrose bedeutet Abnutzung«, erklärt er, »entsprechend sind eher Menschen ab 50 betroffen.«

Frühzeitig gegensteuern

»Je größer der Knorpeldefekt, desto mehr schmerzt das Gelenk«, so der Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin. Wichtig ist schnelle ärztliche Hilfe. »Gehen wir nicht aktiv dagegen vor, ist der Verschleiß irgendwann so weit fortgeschritten, dass das Gelenk auch ohne Bewegung weh tut«, warnt er. Ganz oben auf der To-do-Liste steht der Kampf gegen überschüssige Pfunde: »Hauptursache für Gelenkverschleiß ist und bleibt Übergewicht.«

Vorbeugen

Bewegung ist – auch in den besten Jahren – das Erfolgsrezept für gesunde Gelenke: »Mäßiges Fitnesstraining kann zu einer Verbesserung der Knorpelsituation führen«, appelliert Professor Ostermeier. »Schließlich bildet sich Gelenkschmiere nur, wenn wir uns ausreichend bewegen. Andernfalls erhält der Knorpel nicht genügend Nährstoffe und verkümmert.« Moderates Lauftraining und das Fitnessstudio bieten gute Startbedingungen für ein altersgemäßes Training. »Eine basische Ernährungsweise wirkt sich positiv auf den Knorpel aus«, sagt Professor Ostermeier. Mediziner empfehlen viel Gemüse, möglichst wenig gesättigte Fettsäuren und rotes Schweinefleisch. Omega-3-Fettsäuren, etwa aus Leinöl oder Fisch, beeinflussen nach neuen Erkenntnissen die Gelenksituation positiv. Außerdem hilft Entspannung. »Es ist wissenschaftlich belegt, dass sich psychische Entspannung positiv auf unser Wohlbefinden auswirkt und so auch Gelenkschmerzen lindern kann«, so der Mediziner. Zusätzlich können Knorpelpräparate aus der Apotheke helfen. »Reicht das nicht aus, so kommen irgendwann Schmerzmittel und antientzündliche Salben hinzu«, erläutert Professor Ostermeier.

Mehr Ausdauertraining

Zwischen 60 und 70 kommen zum Schmerz unter Belastung häufig Bewegungsschmerzen dazu. »Auch jetzt ist es wichtig, beweglich zu bleiben«, rät der Facharzt, »auch wenn Schmerzen auftreten.« Weniger Kraft- und dafür mehr Ausdauertraining, so heißt jetzt die Gesundheits-Formel: ausgiebige Spaziergänge, Radfahren, Nordic Walking. Besonders angetan ist der Facharzt vom Schwimmen. »Das schont die Gelenke und hat einen positiven Nebeneffekt: Man verliert innerhalb relativ kurzer Zeit mehr Kalorien als in anderen Sportarten.« Bei der Ernährung sollten Arthrose-Patienten im Rentenalter auf eiweißreiche Produkte achten.

Wärme und Gymnastik

Jenseits der 70 treten vermehrt Ruheschmerzen auf. »Betroffene sollten ihre Belastung weiterhin reduzieren, aber nach wie vor auf ihre Beweglichkeit achten«, so Professor Ostermeier. Sein Tipp: »Spazierengehen oder sanfte Gymnastikübungen – am besten unter Anleitung in einem Kurs.« Akute Schmerzen lassen sich optimal mit Kälte behandeln. Bei chronischen Beschwerden sind hingegen Wärme und Entspannung die bessere Alternative: aufgewärmte Kirschkernkissen oder Wärmflaschen. Hilfreich sind auch sanfte Massagen mit ätherischen Ölen, etwa von Eukalyptus, Lavendel, Pfefferminze oder Rosmarin. »Verdünnt einmassiert, wirken diese entzündungshemmend und schmerzlindernd«, sagt der Orthopäde. Bei Schmerzen an mehreren oder großflächigen Körperpartien können ein heißes Bad oder Rotlicht Linderung bringen.

Rätsel Aktuell 09/2020

"Zeit" 08/2020 mit Dr. Dickreiter: "Mit der richtigen Matratze den Rücken entlasten"

Mit der richtigen Matratze den Rücken entlasten. Mit Dr. Bernhard Dickreiter in Zeit 26.08.2020 Zeit 26.08.2020 mit Dr. Bernhard Dickreiter: Mit der richtigen Matratze den Rücken entlasten

Lieber etwas zu hart als zu weich: Diese Grundregel kann man sich für den nächsten Matratzenkauf merken. Sie dürfe nicht stark nachgeben und man sollte nicht einsinken, erklärt der Reha-Mediziner Bernhard Dickreiter. Aber: Sie darf auch nicht zu hart sein. Darum ist es wichtig, die Matratze in Ruhe zu testen.

«Kurz drauf legen und sagen: «Passt!», das reicht nicht», betont der Facharzt für Physikalische Therapie und Reha-Medizin der Gelenk-Klinik Gundelfingen.

Er empfiehlt, bis zu einer Viertelstunde Probe zu liegen. Die Zeit brauche es, um das richtige Gefühl zu bekommen, ob die Wirbelsäule «gerade» liege. Die Matratze sollte sich ihr anpassen, ohne zu stark nachzugeben, und mindestens 20 Zentimeter länger sein, als man groß ist.

Egal, welchen Härtegrad oder welches Material man wählt: Nach Ansicht von Dickreiter ist es nach acht bis zehn Jahren Zeit für eine neue Matratze. Ist sie durchgelegen, könne das zu Fehlhaltungen führen.

«Wir verbringen ungefähr ein Drittel unseres Lebens im Bett», sagt der Mediziner. «Insofern beeinflusst die Matratze nicht unerheblich das Geschehen im Rücken.»

"Aponet" 08/2020 mit Prof. Dr. Ostermeier: "Knacken im Knie: Harmlos oder Warnsignal?"

Knacken im Knie: Harmlos oder Warnsignal? Mit Prof. Dr. Sven Ostermeier in Aponet 19.08.2020 Aponet 19.08.2020 mit Prof. Dr. Sven Ostermeier: Knacken im Knie: Harmlos oder Warnsignal?

Tag für Tag beugen wir unsere Knie durchschnittlich 5.000 Mal. Kein Wunder, dass die Gelenke irgendwann knacken und knirschen. Was diese Geräusche bedeuten und wann man zum Arzt gehen sollte, erläutert Professor Dr. Sven Ostermeier, leitender Orthopäde und Knie-Experte der Gelenk-Klinik Gundelfingen.

Unsere Knie müssen einiges aushalten: Kein anderes Gelenk wird täglich so stark belastet und strapaziert wie dieses. Bei jeder Kniebeuge trägt das Gelenk das Sieben- bis Achtfache unseres Gewichts. Dass es da über kurz oder lang im Gelenk knackt, ist eigentlich nicht verwunderlich. "Sorgen machen müssen wir uns deshalb nicht", sagt Ostermeier. Ursache sei in den meisten Fällen eine schwache Oberschenkelmuskulatur oder eine harmlose Beinfehlstellung. "Dadurch bewegt sich die Kniescheibe nicht mehr so geschmeidig und geräuschlos in ihrer Gleitrinne." Treten neben dem Knacken Schmerzen auf, solle jedoch der Arzt konsultiert werden.

Knirschen verrät Knorpelschäden

Ist statt eines Knackens ein Knirschen zu hören, das dem Mahlen einer Kaffeemühle gleicht, ist Vorsicht geboten. "Dies ist immer ein Zeichen für einen Knorpelschaden", warnt Ostermeier. Vielfach sind starke Reibungen oder ein falscher Druck auf die Kniescheibe über längere Zeit die Ursache. Damit der Gelenkverschleiß nicht fortschreitet, ist orthopädische Hilfe erforderlich: Im frühen Stadium einer Arthrose können Einlagen, Gymnastik und Muskelaufbau Linderung bringen. Zudem empfehlen Orthopäden Bewegung. Stoffwechsel und Durchblutung des Kniegelenks lassen sich mit dem richtigen Training deutlich verbessern. Bei bestehenden Beschwerden der Fuß- oder Kniegelenke rät Ostermeier, vor dem Sportbeginn mit dem Arzt Rücksprache zu halten.

Schnell-Test offenbart Risiken

Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Knie knacken und knirschen, gibt dieser Schnell-Test Aufschluss: "Auf einem Stuhl sitzend eine Hand auf das Knie legen und dieses mehrfach beugen und strecken", rät Professor Ostermeier. Sind deutliche Geräusche zu hören und/oder die Kniescheibe zu spüren, sei es Zeit, zum Orthopäden zu gehen.

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