Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
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Wirbelsäule

Die bewegliche Wirbelsäule ist das Zentrum des menschlichen Skeletts. Aus einzelnen Wirbelkörpern und knorpeligen Bandscheiben aufgebaut, verbindet die Wirbelsäule obere und untere Extremitäten. Die Wirbelsäule ist zugleich sehr beweglich und sehr belastbar.

Rückenschmerzen: Ursachen, Diagnose, Übungen und Therapie

Rückenschmerzen: oberer Rücken, mittlerer Rücken und LendenwirbelOberer Rücken, mittlerer Rücken und Lendenwirbel: Rückenschmerzen können alle Bereiche des Rückens betreffen. © underdogstudios, Fotolia

Fast die Hälfte der Bevölkerung in den westlichen Industrieländern berichtet über andauernde und wiederkehrende Rückenschmerzen. 80 Prozent der Menschen geben an, in den letzten zwei Jahren unter Rückenschmerzen gelitten zu haben. Chronische Rückenschmerzen sind neben Herzerkrankungen der häufigste Grund für Erwerbsunfähigkeit und Frühverrentung.

Nackenschmerzen

Übungen zum Selbermachen gegen Nackenverspannung und NackenschmerzenÜbungen zum Selbermachen gegen Nackenverspannung und Nackenschmerzen. © Gelenk-klinik

Leidet ein Patient an Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule, die meist bewegungsabhängig und oft sehr stark sind, so handelt es sich bei den Nackenschmerzen um ein HWS-Syndrom. Diese können lokal auf eine Stelle der Halswirbelsäule begrenzt, in die Arme ausstrahlend oder diffus und unscharf begrenzt sein (lokal, radikulär oder pseudoradikulär). Häufig werden die Nackenschmerzen durch eine Verhärtung der umliegenden Muskulatur bedingt, wodurch ....

Übungen gegen Rückenschmerzen

Die meisten Menschen leiden zu irgendeinem Zeitpunkt an Schmerzen an der WirbelsäuleÜbungen zum Selbstmachen gegen Rückenschmerzen © Gelenk-Klinik.de

Diese Übungen wurden in Kooperation mit der Gelenkreha Physiotherapie in Gundelfingen ausgearbeitet.

Die folgenden Übungen gegen Rückenschmerzen können Sie selbstständig zu Hause durchführen. Dies ist eine kleine Auswahl von einfachen, klassischen Übungen, die durch gezielte Betreuung durch Ihren Arzt und Ihren Physiotherapeuten auf Sie noch besser abgestimmt und erweitert werden können. Sie können jede Übung mit bis zu 3 Wiederholungen durchführen. Sollten Sie dabei Schmerzen empfinden, hören Sie bitte sofort auf und konsultieren Ihren Arzt.

Bandscheibenvorfall: Ursachen, Diagnose und Therapie

BandscheibenvorfallBei der klinischen Untersuchung kann der Neurochirurg häufig bereits die genaue Lage und die Auswirkungen des Bandscheibenvorfalls feststellen. © Gelenk-Klinik

Bei einem Bandscheibenvorfall rutscht ein Teil des Bandscheibenkerns nach außen. In der Nähe der Wirbelsäule und der Nervenwurzeln kann der Druck der herausgetretenen Masse die Gesundheit und Funktion wichtiger Nerven beeinträchtigen.

Kein Wunder, warum ein Bandscheibenvorfall so häufig auftritt: Die 23 Bandscheiben, die wir besitzen, dienen als Puffer und Federung zwischen den Wirbelkörpern. Sie machen die enorme Beweglichkeit der Wirbelsäule erst möglich und halten unglaublich viel aus. Scherkräfte und Hebelwirkungen vergrößern die Lasten, die bei bestimmten Bewegungen auftreten. So tragen die Bandscheiben ein Vielfaches unseres Körpergewichtes.

Spinalkanalstenose: Verengung des Rückenmarks der Wirbelsäule

SpinalkanalstenoseSpinalkanalstenose – das ist eine Einengung des Nervenkanals in der Wirbelsäule. © Viewmedica

Eine Spinalkanalstenose ist eine Einengung des Wirbelkanals. Im Wirbelkanal verläuft das Rückenmark. Bei einer Wirbelkanalstenose drücken knöcherne Auswüchse und/oder Weichteile, beispielsweise eine Bandscheibe, auf das Rückenmark. Der Druck auf die Nerven, die dadurch nicht mehr genügend Platz haben, verursacht die Beschwerden.

Die Folgen der spinalen Stenose sind ausstrahlende Schmerzen in Arme oder Beine, Gangstörungen oder Störungen der Feinmotorik. Unsere Patienten erleben in ihrem Alltag einen zunehmend eingeschränkten Bewegungsradius. Häufig tritt die Spinalkanalstenose in der Lendenwirbelsäule zwischen den Wirbeln L 4/5 oder in der Halswirbelsäule (HWS) auf.

Discus-Prolaps ist ein Bandscheibenvorfall: Erklärung, Symptome

Was bedeutet Prolaps?

Ein Prolaps beschreibt erst mal völlig wertneutral ein Vorfall von Material oder eines Organsystems. In den meisten Fällen wird dabei der Vorfall, also der Prolaps, des gallertartigen Kerns der Bandscheibe beschrieben. Ursache für diesen Prolaps sind Veränderungen in diesem Gallertkern umgebenden Faserrings. Dieser wird durch degenerative Veränderungen brüchig und unelastisch. Dann kann es durch plötzliche Druckbelastungen zu Verlagerungen, sogenannten Protrusionen des Gallertkerns kommen.

LWS-Schmerzen & Kreuzschmerzen: Schmerzen der Lendenwirbelsäule

Im untersten Abschnitt der Wirbelsäule, treten mit Abstand die meisten Rückenschmerzen auf. Die Lendenwirbelsäule trägt das gesamte Gewicht des Rumpfes. Die Wirbelkörper, die diese Last aufnehmen, sind aber im Vergleich zu den anderen Wirbelsäulenabschnitten klein. Die Wirbelgelenke der Lendenwirbelsäule werden im aufrechten Gang enorm belastet.

Die Bandscheiben, die als Puffer und Federung dienen, verlieren jeden Tag einen Teil der Flüssigkeit, die sie enthalten und schrumpfen. Über Nacht, im Liegen, wird diese Flüssigkeit wieder aufgefüllt.

HWS-Syndrom: Schmerzen in der Halswirbelsäule

Mann mit NackenschmerzenSchmerzen im Bereich der Halswirbelsäule: HWS-Syndrom. © Wavebreakmedia, iStock

Ein Halswirbelsäulensyndrom (Zervikalsyndrom) oder kurz HWS-Syndrom ist ein Sammelbegriff für Rückenschmerzen oder Armschmerzen, die den Bereich der Halswirbelsäule betreffen. Meist unterscheidet man zwischen akuten HWS-Syndromen und chronischen HWS-Syndromen. Bei den akuten HWS-Syndromen sind oft Verletzungen durch plötzliche Überbeanspruchung als Ursache festzustellen. Hierunter gehören z. B. die Verletzung der Halswirbelsäule (Zervikalwirbelsäule) bei Verkehrsunfällen, ein sogenanntes HWS-Schleudertrauma.

Es können aber auch akute HWS-Syndrome im Rahmen von ungewohnten Belastungen bei starker körperlicher Betätigung oder bei Aussetzung von Zugluft entstehen.

Chronische HWS-Syndrome basieren meistens auf degenerativen Veränderungen der tragenden Strukturen im Bereich der Halswirbelsäule. Insbesondere ist der Bereich der Zwischenwirbelgelenke betroffen.

Wirbelbruch bei Osteoporose: Schmerztherapie und Behandlung

Wirbelkörperbruch durch OsteoporoseIst das Knochengewebe im Wirbelkörper durch Osteoporose instabil, können harmlose Alltagssituationen zu einem Wirbelkörperbruch führen. Dabei kollabiert der Knochen und die Höhe des Wirbels vermindert sich. © freshidea, Fotolia

Osteoporose beschreibt eine Abnahme der Knochensubstanz bei gleichzeitiger Verschlechterung der Knochenqualität. Der Knochenschwund betrifft das gesamte Skelett des Menschen. Durch Osteoporose können Wirbelkörper so brüchig werden, dass sie einbrechen und dramatisch an Höhe verlieren. Man spricht auch von einer Sinterung oder Sinterungsfraktur des Wirbels. Ein Wirbelkörperbruch ist oft sehr schmerzhaft. Der Höhenverlust des gebrochenen Wirbelkörpers wirkt sich zusätzlich auf die Funktion und Beweglichkeit der Wirbelsäule aus. Auch die Körpergröße kann durch einen kollabierten Wirbelkörper abnehmen.

Wirbelgleiten (Spondylolisthesis)

Spondylolisthese (Wirbelgleiten)Eine Spondylolisthesis (Wirbelgleiten) entsteht durch Verschleißprozesse in der Wirbelsäule. Die Wirbelsäule wird instabil und es entstehen starke Rückenschmerzen. © Henrie, Fotolia

Als Spondylolisthesis oder Wirbelgleiten bezeichnet man das Verschieben eines Wirbelkörpers mitsamt seiner Bogenwurzeln, Querfortsätze und oberen Gelenkfortsätze. Ein Gleiten über den nächstgelegenen Wirbel nach vorne bezeichnet man als Anterolisthesis und nach hinten als Retrolisthesis. Bei ca. 2–4 % der Bevölkerung bleibt das Wirbelgleiten größtenteils beschwerdefrei und deshalb unbemerkt.

Die Verschiebung der Wirbel kann das Rückenmark einengen und es kommt zu einer Spinalkanalstenose. Das führt zu Schmerzen und Funktionsausfällen von Nerven. Wenn Nerven komprimiert werden, sind Bewegungseinschränkungen bis hin zu Lähmungen, Taubheit und Gefühlsstörungen die Folge. In schweren Fällen verliert der Patient sogar die Kontrolle über Blase und Darm.

Skoliose – Fehlstellung der Wirbelsäule bei Kindern und Erwachsenen

SkolioseLinks: Wirbelsäule mit starker Skoliose. Rechts: Wirbelsäule ohne Fehlstellung. © Koterka Studio, Fotolia

Eine Skoliose ist eine Fehlstellung der Wirbelsäule. Sie ist durch eine seitliche Verbiegung mit gleichzeitiger Rotation der Wirbelsäule um die Längsachse gekennzeichnet. Dies führt zu einer Asymmetrie des Oberkörpers mit Schulterhochstand. Auf der einen Seite bildet sich ein Rippenbuckel und auf der Gegenseite ein Rippental. Diese Verkrümmung der Wirbelsäule nimmt vor allem während der Jugend bei verstärktem Körperwachstum immer mehr zu und führt gleichzeitig zu einer Versteifung, wenn nicht aktiv dagegen therapiert wird.

Hexenschuss

Plötzliche Schmerzen meist nach einer unachtsamen Bewegung, kennzeichnen den sogenannten Hexenschuss. Ein Hexenschuss ist zwar sehr schmerzhaft und äußerst unangenehm, aber meist ungefährlich. In der Regel steckt fast nie ein ernsthaftes Rückenleiden oder ein Bandscheibenvorfall hinter dem plötzlich stechenden Schmerz in der Lendenwirbelsäule. Nichtsdestoweniger ist der Patient fast bewegungsunfähig und schleppt sich in gebückter Haltung zum Arzt. Der akute Lumbago - wie der Hexenschuss medizinisch heißt, ist daher keine Diagnose im strengen Sinne, sondern eher ein Krankheitszustand.

BWS-Syndrom: Schmerzen in der Brustwirbelsäule

BWS-Syndrom: Schmerzen in der BrustwirbelsäuleSchmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule bezeichnet man auch als BWS-Syndrom. © magicmine, iStock

Unter das BWS-Syndrom (Brustwirbelsäulen-Syndrom) fallen mehrere Ursachen für Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule. Häufigste Auslöser für ein BWS-Syndrom sind Blockaden aufgrund von degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule (z. B. Arthrose der Facettengelenke, Bandscheibenvorfälle). Diese sind in vielen Fällen auf unsere zumeist sitzende Tätigkeit und den Bewegungsmangel zurückzuführen. Aber auch angeborene oder erworbene Fehlstellungen der Wirbelsäule (z. B. Skoliose), Unfälle oder osteoporotische Wirbelkörperbrüche spielen eine Rolle.

Neben den Schmerzen in den Brustwirbelsäule, die häufig das Atmen erschweren oder bis zur Atemnot führen können, sind auch Muskelverhärtungen typisch für ein BWS-Syndrom. In der Regel lassen sich Schmerzen in der Brustwirbelsäule konservativ behandeln. Hilfreich sind Physiotherapie, physikalische Therapie (Wärme, Kälte) oder spezielle Übungen zur Haltungskorrektur und Kräftigung der Rückenmuskulatur. In seltenen Fällen muss eine Operation durchgeführt werden, um die Rückenmarksnerven zu entlasten.

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