Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

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Bandscheibenvorfall

Bei einem Bandscheibenvorfall (Nucleusprolaps) tritt der innere Gallertkern (Nucleus pulposus) einer Bandscheibe durch den äußeren Faserring (Anulus fibrosus). Meist sind Risse im Faserring, die auf einen niedrigen Wassergehalt hinweisen können, dafür verantwortlich. Am häufigsten sind die Bandscheiben der Lendenwirbelsäule betroffen. Risikofaktoren, die einen Bandscheibenvorfall begünstigen, sind neben dem fortgeschrittenen Alter auch Übergewicht, Überlastung (z. B. durch schweres Heben), Bewegungsmangel oder häufiges Sitzen. Durch Schonung, Wärme, Physiotherapie und schmerzlindernde Medikamente bessern sich die Symptome im Regelfall. Nur ein geringer Teil der Bandscheibenvorfälle muss operiert werden.

Bandscheibenvorfall: Symptome und Behandlung der Bandscheibe

BandscheibenvorfallBei der klinischen Untersuchung des Bandscheibenvorfalls durch den Neurochirurgen kann häufig bereits die genaue Lage und die Auswirkungen der Bandscheibenruptur festgestellt werden. © Gelenk-Klinik.de

(oder Discus-Prolaps)

Bei einem Bandscheibenvorfall rutscht ein Teil des Bandscheiben-Innern nach außen. Dort, in der Nähe der Wirbelsäule und der Nervenwurzeln, kann der Druck der herausgetretenen Masse die Gesundheit und Funktion der in dieser Region zahlreichen, wichtigen Nerven beeinträchtigen.

Kein Wunder, warum ein Bandscheibenvorfall so häufig ist: Die 23 Bandscheiben, die wir besitzen, dienen als Puffer und Federung zwischen den Wirbelkörpern. Sie machen die enorme Beweglichkeit der Wirbelsäule erst möglich. Sie halten unglaublich viel aus: Scherkräfte und Hebelwirkungen vergrößern die Lasten, die bei bestimmten Bewegungen auftreten. So tragen die Bandscheiben ein Vielfaches unseres Körpergewichtes.

Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule (LWS)

Die Bandscheibe besteht aus zwei Anteilen, einem weichen Kern und einem härteren Faserring, der den Kern umhüllt. Beim Bandscheibenvorfall entstehen Einrisse im Faserring, wodurch weiches Kerngewebe austreten und auf Nervenstrukturen drücken kann.

Hierdurch kommt es neben Rückenschmerzen maßgeblich zu ausstrahlenden Schmerzen in das Bein. Häufig treten Taubheitsgefühle – ein pelziges Gefühl oder Ameisenlaufen – oder auch Lähmungserscheinungen der Muskulatur auf.

Bandscheibenvorfall Symptome

Typische Symptome eines Bandscheibenvorfalls

Nicht jeder Bandscheibenvorfall geht mit Symptomen einher. Symptome entstehen, wenn die Bandscheibe auf eine Nervenwurzel, das Rückenmark oder eine benachbarte Nervenfaser drückt. Wie sich diese Symptome äußern, hängt wiederum davon ab, wie stark und wie lange der Nerv zusammengedrückt wird, auf welcher Höhe der Bandscheibenvorfall auftritt und welche benachbarten Nervenstrukturen betroffen sind.

Nukleoplastie - Dekompression der Nervenfasern nach Bandscheibenvorfall

NucleoplastieNucleoplastie ist eine Minimalinvasives Verfahren zur Operation eines Bandscheibenvorfalls.© Viewmedica

Bei der Nucleoplastie handelt es sich um ein minimalinvasives Verfahren zur Therapie bandscheibenbedingter Rückenschmerzen und Beinschmerzen. Behandelt werden kleinere Bandscheibenvorfälle oder Bandscheibenvorwölbungen, die den festen Fasering der Bandscheibe nicht durchbrochen haben und somit einem offenen chirurgischen Verfahren mit operativer Entfernung des Bandscheibenmaterials nicht zugänglich sind. Das Prinzip beruht hier auf einer minimalen Schrumpfung des gallertartigen Bandscheibenkernes. Durch den eintretenden Schrumpfungseffekt zieht sich die nach hinten zum Rückenmark vorgewölbte Bandscheibe zurück, der eingeengte Nerv wird entlastet, Beinschmerzen und Rückenschmerzen klingen ab.

Discus-Prolaps ist ein Bandscheibenvorfall: Erklärung, Symptome

Was bedeutet Prolaps?

Ein Prolaps beschreibt erst mal völlig wertneutral ein Vorfall von Material oder eines Organsystems. In den meisten Fällen wird dabei der Vorfall, also der Prolaps, des gallertartigen Kerns der Bandscheibe beschrieben. Ursache für diesen Prolaps sind Veränderungen in diesem Gallertkern umgebenden Faserrings. Dieser wird durch degenerative Veränderungen brüchig und unelastisch. Dann kann es durch plötzliche Druckbelastungen zu Verlagerungen, sogenannten Protrusionen des Gallertkerns kommen.

Bandscheibenprothese: Bewegliche Wirbelsäule trotz Bandscheibendegeneration

Cervikale Bandscheibenprothese kann die Biologische Bandscheibe ersetzen Abbildung einer cervikalen (Halswirbelsäule) Bandscheibenprothese M6-C. © Spinal Kinetics

Seit über 10 Jahren gibt es Bandscheibenprothesen. Nach vielen Verbesserungen sind künstliche Bandscheiben inzwischen eine ernsthafte und weit verbreitete Therapie bei Degeneration der Bandscheiben.

Die Bandscheibenprothese bietet vor allem eine vielversprechende Alternative, wenn nach Degeneration der Bandscheibe die Versteifung von Wirbeln der Wirbelsäule vorgeschlagen wird.

Was versprechen sich Wirbelsäulenexperten von der künstlichen Bandscheibe?

Diese Bandscheibenprothesen sollen zu einer besseren Beweglichkeit in einem von Bandscheibendegeneration betroffenen Segment der Wirbelsäule beitragen.

Hydrogel - Auffüllen (Augmentation) der Bandscheibe mit knorpelartigem Gel

Die degenerierte Bandscheibe hat ein reduziertes Volumen. Die Höhe des Bandscheibenfaches ist vermindert. Die Facettengelenke (Wirbelgelenke) werden zunehmend belastet und können die sogenannte Facettengelenksarthrose entwickeln. Durch Injektion des wasserbindenden Hydrogels wird Wasser in die Bandscheibe gezogen. Das Volumen vergrößert sich - Rückenschmerzen lassen nach.  © www.arthrovision.de Durch Injektion des wasserbindenden Hydrogels in die Bandscheibe wird wieder Wasser in der Bandscheibe angereichert. Das Volumen, und damit die Höhe des Bandscheibenfaches vergrößert sich. Die Bandscheibenfunktion wird wieder besser ausgefüllt. Das Hydrogelverfahren ist für die LWS zugelassen. © www.arthrovision.de

Rückenschmerzen können eine ganze Anzahl verschiedener Ursachen haben.

Eine häufige Ursache von Rückenschmerzen ist die Degeneration oder eine Erkrankung der Bandscheibe. Der Verschleiß oder der Untergang von Bandscheibengewebe - bis hin zum Bandscheibenvorfall - ist Teil des normalen Alterungsprozesses. Verlust von Wasser, sowie der Untergang der Proteinstruktur führen im Laufe des Lebens zu einer Veränderung der Bandscheibe. Diese wird weniger elastisch, brüchig und verliert Höhe.

Diskographie: Untersuchung der Wirbelsäule und Bandscheibendiagnose

Diskographie

Die Diskographie beschreibt ein röntgengestütztes Verfahren zur Darstellung der Bandscheibe mittels Injektion eines Kontrastmittels in den Bandscheibenraum.
Das heißt, es wird unter örtlicher Betäubung mit einer langen dünnen Nadel das Bandscheibenfach punktiert. Über diese lange dünne Nadel wird dann ein röntgendichtes Kontrastmittel in den Bandscheibenkern, den Nucleus pulposus, injiziert.

Anhand der Verteilung des Kontrastmittels kann die Lage und die Situation der Bandscheibe genau dargestellt werden. Mit Hilfe dieser Untersuchung können wir unterscheiden, ob Rückenschmerzen von der Bandscheibe herrühren - also Discogen sind - oder von einer Arthrose der Facettengelenke herrühren.

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"Ellenbogenschmerzen: Übungen und orthopädische Therapie bei Tennisarm, Arthrose, oder Bursitis"