Behandlungsschwerpunkte:

Funktionelle Diagnostik, Ganganalyse, medizinische Trainingstherapie, neuromuskuläres Training

Fabian Gutmann, Sportwissenschaftler in der Gelenk-Klinik Fabian Gutmann: "Meine Arbeit verstehe ich auch als edukativen Auftrag. Patienten sollen ihre Beschwerden und ihre körperliche Situation besser verstehen und möglichst konkrete Handlungsmöglichkeiten für sich mitnehmen."

Sport und Musik waren von Kindheit an feste Bestandteile meines Lebens. Eine besondere Rolle spielte dabei der Fußball, den ich über mehr als 20 Jahre im Verein ausgeübt habe. Nach dem Abitur stellte sich für mich bei der Berufswahl vor allem die Frage, wo Ressourcen liegen und wofür ich echte Begeisterung mitbringe. So bin ich zur Sportwissenschaft gekommen.

Das Studium war interdisziplinär und verband naturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Perspektiven. Meine heutige fachliche Ausrichtung war damals noch keineswegs vorgezeichnet. Mit meinem Berufseinstieg bei dem Fitnessstudio-Verbund "Rückgrat" gewannen Trainingswissenschaft und Sportmedizin für mich zunehmend an Bedeutung. Die Arbeit mit Menschen und ihren unterschiedlichen Voraussetzungen hat meinen Blick dafür geschärft, Funktions- und Leistungsfähigkeit individuell zu beurteilen und das Training entsprechend auszurichten. Gleichzeitig verlagerte sich mein eigener sportlicher Schwerpunkt zunehmend vom Fußball auf Lauf- und Krafttraining. Gerade im ambitionierten Lauftraining habe ich die Bedeutung von Trainingssteuerung und Belastungsanpassung selbst unmittelbar erfahren.

Mit meiner Tätigkeit in der Gelenk-Klinik hat sich mein Schwerpunkt auf die orthopädische Funktionsdiagnostik und die medizinische Trainingstherapie verlagert. Für mich geht es darum, funktionelle und biomechanische Befunde sinnvoll einzuordnen und daraus einen individuellen Belastungsaufbau abzuleiten. Symptome, klinische Einschätzung sowie evidenzbasierte und objektivierbare Kriterien helfen dabei, Belastbarkeit und Fortschritt zu beurteilen.

Meine Arbeit verstehe ich zugleich als Auftrag zur Aufklärung und Wissensvermittlung. Patienten sollen ihre Beschwerden und ihre körperliche Situation besser verstehen und möglichst konkrete Handlungsmöglichkeiten für sich mitnehmen. Hilfe zur Selbsthilfe bedeutet für mich dabei auch, über das aktuelle Defizit hinauszudenken. Bewegung und Training können Funktionsfähigkeit, Belastbarkeit und Selbstständigkeit langfristig erhalten. Gleichzeitig weiß ich, dass Bewegung bei Beschwerden auch mit Schmerz, Unsicherheit oder Vermeidung verbunden sein kann. Es geht mir deshalb nicht darum, Bewegung zu idealisieren, sondern gemeinsam einen Umgang damit zu finden, der zur individuellen Situation passt.

Ausbildung

B.A. Sportwissenschaft, Universität Stuttgart Profil: Sport und Gesundheit, Sport und Leistung

Zusatzqualifikationen

  • Medizinische Trainingstherapie (MTT)
  • DIERS Posture and Motion Analyst – Basic, Advanced und Professional Level