Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
Tel: (0761) 55 77 58 0
Mail: patienten@gelenk-klinik.de

Ganganalyse

Die Ganganalyse ist ein diagnostisches Instrument zur Untersuchung unklarer Fußschmerzen, Knieschmerzen, Rückenschmerzen oder Hüftschmerzen. Dafür läuft der Patient auf einem Laufband mit Messstation. Das System betrachtet den menschlichen Bewegungsapparat ganzheitlich und erkennt Zusammenhänge zwischen Schmerzen, Bewegung und orthopädischen Erkrankungen.

Orthopädische Bewegungs- und Ganganalyse

Bewegungsanalyse Bewegungsabhängige Schmerzen lassen sich am besten in Bewegung untersuchen. Das Gangbild bzw. der Bewegungsablauf erlaubt eine ganzheitliche Abschätzung aller Aspekte, die die Bewegung beeinflussen: Knochen, Gelenke, Bänder, Muskeln und neurologische Koordination. © DIERS

Fehlstellungen der Beinachse, Fußfehlstellungen, Beinlängenunterschiede oder Haltungsfehler – zahlreiche orthopädische Probleme können Schmerzen beim Gehen verursachen. Verschiedene bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT kommen bei der Untersuchung solcher bewegungsabhängiger Schmerzen häufig schnell an ihre Grenzen. Wir bieten unseren Patienten daher eine kombinierte Analyse, die den Zusammenhang zwischen Bewegung, Haltung und Schmerz herstellt.

Diagnose von Fußschmerzen: Wie untersucht der Fußspezialist?

Fußschmerzen treten bei fast jedem Menschen irgendwann auf. Fußschmerzen treten bei fast jedem Menschen irgendwann auf. © Gelenk-Klinik

Füße haben zahlreiche Schwachstellen, die besonders bei hoher Belastung, höherem Lebensalter oder erblichen Anlagen zum Vorschein kommen. Am Vorfuß können Fehlstellungen der Zehen (Ballenzeh oder Hallux valgus) das Leben erschweren und Fußschmerzen beim Auftreten oder Abrollen verursachen. Wenn das Fußgewölbe seine Funktion verliert, sind Knick-Senkfuß und Spreizfuß die Folge. Solche Fußfehlstellungen führen häufig zu Schmerzen mittig unter dem Fuß oder zu Schmerzen an der Fußaußenkante. Auch die Ferse ist anfällig: Fersensporn und Haglundexostose machen das Gehen durch unteren und oberen Fersenschmerz zur Qual. Bei Schmerzen am Fußrücken liegt häufig eine Überlastung vor. Aber auch Fehlstellungen, Entzündungen oder Arthrose können hinter den Fußschmerzen im Fußrücken stecken. Generell gilt: Wenn die Schmerzen über mehrere Tage anhalten oder verstärkt bei Belastung auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Knick-Senkfuß (Schwäche der Tibialis-posterior-Sehne)

Knick-Senkfuß Knick-Senkfuß mit geschwächter Tibialis-posterior-Sehne (gelb): Diese Sehne ist für die normale Ausprägung des Fußlängsgewölbes mitverantwortlich. Eine operative Therapie bei einem Knick-Senkfuß hat zwei Ansätze: 1. Stabilisierung des Fußlängsgewölbes durch ein Knochenimplantat (rot eingezeichnet). 2. Straffung der Tibialis-posterior-Sehne durch eine Sehnentransplantation. © Dr. Thomas Schneider

Der Knick-Senkfuß ist eine Abweichung von der normalen Form des Fußes. Das Fußlängsgewölbe ist nicht mehr richtig ausgeprägt und der Fuß kippt nach innen.

Die gesunde Form des Fußes ist keine statische Funktion der Fußknochen, sondern eine dynamische Funktion der Muskeln, Sehnen und Bänder, die alle 42 Knochen des Fußes miteinander verbinden.

Man unterscheidet den kindlichen Knick-Senkfuß vom Knick-Senkfuß des Erwachsenen. Der kindliche Knick-Senkfuß ist ein normales Entwicklungsstadium des Menschen. Bei Erwachsenen ist der Knick-Senkfuß ein Zeichen von Fußverfall. Viele Ursachen können die Funktion des Fußgewölbes beeinflussen. Damit kann der Patient auch selbst vieles für seine Fußgesundheit tun.

Spreizfuß: Konservativ behandeln oder operieren?

Spreizfuß: Fehlstellung der Mittelfußknochen durch Verbreiterung des zentralen Vorfußes Die Mittelfußknochen sind beim Spreizfuß fächerförmig ausgebreitet, anstatt gerade nach vorne zu zeigen. © Henrie / Fotolia

Bei einem Spreizfuß (lat. Pes transversoplanus) ist das Fußquergewölbe eingesunken. Die Mittelfußknochen weichen auseinander, statt gerade nach vorne zu zeigen. Der Vorfuß ist stark verbreitert, sodass Betroffene Schwierigkeiten haben, passende Schuhe zu finden. Auslöser für die Fehlstellung können Bindegewebsschwächen, Übergewicht und falsches Schuhwerk sein. Folgen sind vor allem Schwielenbildung und Schmerzen im Bereich der 2. bis 4. Mittelfußköpfchen, da diese durch das veränderte Gangbild stark belastet werden. Auch Schleimbeutelentzündungen (Bursitis) im Bereich des Vorfußes können aus der Spreizfußfehlstellung resultieren. Der Spreizfuß wird vor allem konservativ behandelt durch Schuhanpassung, Einlagen und Fußübungen. In schweren Fällen kann eine Spreizfußoperation helfen.

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