Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
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Ganganalyse

dynamische Ganganalyse Die Ganguntersuchung liefert diagnostische Hinweise bei bewegungsabhängigen Schmerzen. © DIERS

Die Ganganalyse ist ein diagnostisches Instrument zur Untersuchung unklarer Fußschmerzen, Knieschmerzen, Rückenschmerzen oder Hüftschmerzen. Dafür läuft der Patient auf einem Laufband mit Messstation. Das System betrachtet den menschlichen Bewegungsapparat ganzheitlich und erkennt Zusammenhänge zwischen Schmerzen, Bewegung und orthopädischen Erkrankungen.

Orthopädische Schuhe bei Hallux valgus und anderen Fehlstellungen

Laufschuhe mit orthopädischen Einlagen Orthopädische Schuhe oder Schuhe mit orthopädischen Einlagen sind ein wesentlicher Bestandteil der koservativen Behandlung. © gal_03, Adobe Stock

Orthopädische Schuhe und Schuhanpassungen sind ein wesentlicher Bestandteil unseres ganzheitlichen Therapiekonzeptes. Die statische Belastungsreduzierung steht dabei im Vordergrund.

So wie ein Haus nur gut gebaut werden kann, wenn die Untergrunduntersuchung ergeben hat, wie das Fundament zu verankern ist, so müssen Belastungen und Achsen in Bezug auf die Gesamtstatik untersucht werden.

Hohlfuß (Pes excavatus): Symptome, Diagnose, konservative Therapie

Der Hohlfuß (pes excavatus) ist an einer zu starken Wölbung des Fußes erkennbar. Er ist gewissermaßen das Gegenteil des Knick-Senkfußes. Der Fuß ist durch die Fehlstellung des Fußgewölbes stark verkürzt. Es gibt verschiedene Formen des Hohlfußes, je nachdem, ob die Gewichtsverteilung eher hinten oder vorne ist. Die Formen des Fersenhohlfußes und des Hackenhohlfußes werden voneinander unterschieden.

Der Plattfuß und der Hohlfuß unterscheiden sich in der Stellung des Fußlängsgewölbes. Beim Plattfuß ist das Fußlängsgewölbe abgesenkt. Bein Hohlfuß ist das Fußlängsgewölbe deutlich angehoben, der Rist des Fußes ist als besonders stark gewölbt. © Henrie @fotolia Der Plattfuß und der Hohlfuß unterscheiden sich in der Stellung des Fußlängsgewölbes. Beim Plattfuß ist das Fußlängsgewölbe abgesenkt. Beim Hohlfuß ist das Fußlängsgewölbe deutlich angehoben, der Rist des Fußes ist als besonders stark gewölbt. ©Henrie @fotolia

Hüftdysplasie: Ursachen, Spätfolgen, Behandlung

Röntgenbild eines 18 Monate alten Kindes mit Hüftluxation links Das Röntgenbild zeigt eine Hüftluxation links mit verkleinertem Hüftkopfkern bei einem 18 Monate alten Kind. Rechts ist das Hüftgelenk normal ausgebildet. © Gelenk-Klinik

Der Begriff Hüftdysplasie umfasst sowohl Fehlstellungen des Hüftgelenks als auch Störungen der Verknöcherung in früher Kindheit. Der Großteil aller Hüftdysplasien in Deutschland ist angeboren und tritt bei etwa 3 von 100 Säuglingen auf. Die Hüftdysplasie gehört damit zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen des Skelettsystems bei Neugeborenen.

Unbehandelt bleibt eine Hüftdysplasie lange Zeit schmerzfrei, kann aber ab dem jungen Erwachsenenalter gravierende Spätfolgen haben: Schmerzen im Leistenbereich, vorzeitige Abnutzung des Hüftgelenks (Coxarthrose), Ausrenkung des Hüftkopfes aus der Gelenkpfanne bis hin zu schweren Gehbehinderungen. Schätzungsweise 10 Prozent der heute eingesetzten künstlichen Hüftgelenke und die Hälfte aller diagnostizierten Coxarthrosen gehen auf eine nicht behandelte Hüftdysplasie in der Kindheit zurück.

Diese Zahlen machen die große Bedeutung einer möglichst frühzeitigen Behandlung nach Diagnosestellung durch den Facharzt deutlich. Bei Therapiebeginn im Säuglingsalter ‒ also vor einer nennenswerten Verknöcherung des Hüftgelenkes ‒ besteht eine fast 100-prozentige Heilungschance ohne jede Form von Spätfolgen.

Bei erwachsenen Patienten besteht die oberste Zielsetzung des orthopädischen Spezialisten darin, ein annähernd normales Gangbild und möglichst vollständige Schmerzfreiheit zu erreichen. Eine gründliche Diagnostik ist die Grundlage für die anschließende Therapie, die exakt auf die anatomischen Besonderheiten der Patienten abgestimmt wird.

Orthopädische Bewegungs- und Ganganalyse

Bewegungsanalyse Bewegungsabhängige Schmerzen lassen sich am besten in Bewegung untersuchen. Das Gangbild bzw. der Bewegungsablauf erlaubt eine ganzheitliche Abschätzung aller Aspekte, die die Bewegung beeinflussen: Knochen, Gelenke, Bänder, Muskeln und neurologische Koordination. © DIERS

Die Ganganalyse unterstützt unsere orthopädischen Spezialisten bei der Diagnose von Fehlstellungen der Beinachse, Fußfehlstellungen, Beinlängenunterschieden und Haltungsfehlern. Häufig leiden die Betroffenen unter Rückenschmerzen oder Schmerzen beim Gehen. Bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT kommen bei der Untersuchung dieser bewegungsabhängigen Schmerzen schnell an ihre Grenzen. In der Gelenk-Klinik bieten wir unseren Patienten die dynamische Ganganalyse, die den Zusammenhang zwischen Bewegung, Haltung und Schmerz herstellt und den Schmerzen auf den Grund geht.

Diagnose von Fußschmerzen beim Fußspezialisten in Freiburg

Fußschmerzen treten bei fast jedem Menschen irgendwann auf. Fußschmerzen treten bei fast jedem Menschen irgendwann auf. Der Fußspezialist erkennt, welche Ursachen hinter den Schmerzen stecken. © Gelenk-Klinik

Füße haben zahlreiche Schwachstellen, die besonders bei hoher Belastung, höherem Lebensalter oder erblichen Anlagen zum Vorschein kommen. Am Vorfuß können Fehlstellungen der Zehen (Ballenzeh oder Hallux valgus) das Leben erschweren und Fußschmerz beim Auftreten oder Abrollen verursachen. Wenn das Fußgewölbe seine Funktion verliert, sind Knick-Senkfuß und Spreizfuß die Folge. Solche Fußfehlstellungen führen häufig zu Schmerzen mittig unter dem Fuß oder zu Schmerzen an der Fußaußenkante. Auch die Ferse ist anfällig: Fersensporn und Haglundexostose machen das Gehen durch unteren Fersenschmerz und oberen Fersenschmerz zur Qual. Bei Schmerzen am Fußrücken liegt häufig eine Überlastung vor. Aber auch Fehlstellungen, Entzündungen oder Arthrose können hinter den Fußschmerzen am Fußrücken stecken. Generell gilt: Wenn die Schmerzen über mehrere Tage anhalten oder verstärkt bei Belastung auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Knick-Senkfuß (Knick-Plattfuß): Schwäche der Tibialis-posterior-Sehne

Knick-Senkfuß Knick-Senkfuß mit geschwächter Tibialis-posterior-Sehne (gelb): Diese Sehne ist für die normale Ausprägung des Fußlängsgewölbes mitverantwortlich. Eine operative Therapie bei einem Knick-Senkfuß hat zwei Ansätze: 1. Stabilisierung des Fußlängsgewölbes durch ein Knochenimplantat (rot). 2. Straffung der Tibialis-posterior-Sehne durch eine Sehnentransplantation. © Dr. Thomas Schneider

Ist die Tibialis-posterior-Sehne (Sehne des hinteren Schienbeinmuskels) verletzt oder entzündet, kann ein Knick-Senkfuß (Knick-Plattfuß) entstehen. Dabei sinkt das Fußlängsgewölbe ab und der Fuß knickt dauerhaft nach innen ein. Neben rheumatischen Erkrankungen können auch Verletzungen oder Unfälle die Sehne schädigen, die das Fußgewölbe aufrechterhält. Oft macht sich ein so entstandener Knick-Senkfuß durch belastungsabhängige Fußschmerzen an der Innenseite bemerkbar. Die Schmerzen können allerdings bis in den Außenknöchel und den Unterschenkel ziehen. Das Laufen fällt zunehmend schwerer. Man behandelt den Knick-Senkfuß zunächst konservativ durch Einlagenversorgung, Physiotherapie oder physikalische Therapiemaßnahmen wie Kältetherapie. Erst wenn diese Behandlungsoptionen erschöpft sind, sollte eine Operation in Erwägung gezogen werden.

Spreizfuß: Konservativ behandeln oder operieren?

Spreizfuß: Fehlstellung der Mittelfußknochen durch Verbreiterung des zentralen Vorfußes Die Mittelfußknochen sind beim Spreizfuß fächerförmig ausgebreitet, anstatt gerade nach vorne zu zeigen. © Henrie / Fotolia

Bei einem Spreizfuß (lat. Pes transversoplanus) ist das Fußquergewölbe eingesunken. Die Mittelfußknochen weichen auseinander, statt gerade nach vorne zu zeigen. Der Vorfuß ist stark verbreitert, sodass Betroffene Schwierigkeiten haben, passende Schuhe zu finden. Auslöser für die Fehlstellung können Bindegewebsschwächen, Übergewicht und falsches Schuhwerk sein. Folgen sind vor allem Schwielenbildung und Schmerzen im Bereich der 2. bis 4. Mittelfußköpfchen, da diese durch das veränderte Gangbild stark belastet werden. Auch eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) im Bereich des Vorfußes kann aus der Spreizfußfehlstellung resultieren. Der Spreizfuß wird vor allem konservativ behandelt durch Schuhanpassung, Einlagen und Fußübungen. In schweren Fällen kann eine Spreizfußoperation helfen.

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Prof. Dr. Sven Ostermeier, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

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