Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Morbus Perthes

Bei Morbus Perthes handelt es sich um eine Wachstumsstörung des Hüftkopfes, die vermutlich infolge einer Durchblutungsstörung auftritt. Die genauen Ursachen sind noch ungeklärt. Meist sind Kinder zwischen dem 2. Und 10. Lebensjahr betroffen. Die Erkrankung führt zu einem Absterben des Knochengewebes (Nekrose) im nicht mehr ausreichend durchbluteten Hüftkopf. Schmerzen im Oberschenkel, in der Hüfte oder im Knie sowie auffälliges Hinken bei körperlichen Aktivitäten können Hinweise für einen Morbus Perthes sein. Entlastung des betroffenen Gelenks und physiotherapeutische Maßnahmen zielen darauf ab, die Gelenkbeweglichkeit zu erhalten und zu verbessern. Bei einer fortgeschrittenen →Nekrose oder starken Verformung des Hüftkopfes kann häufig nur noch Operation helfen, die Gelenkbeweglichkeit wiederherzustellen.

Operation bei Hüftkopfnekrose

Anbohrung des Hüftkopfes bei Hüftkopfnekrose Im Frühstadium der Hüftkopfnekrose hat sich die Anbohrung (Core Dekompression) des Femurkopfes als Behandlungsoption bewährt. © Gelenk-Klinik

Die konservative Therapie der avaskulären Hüftkopfnekrose (Absterben des Hüftkopfes aufgrund einer Minderversorgung mit Nährstoffen) bringt häufig keine guten Ergebnisse. Patienten mit avaskulärer Nekrose (AVN) des Hüftgelenks leiden weiterhin unter starken Einschränkungen und Hüftschmerzen.

Im Vergleich zu den konservativen Therapien zeigt die operative Therapie der avaskulären Nekrose im Hüftgelenk eine deutliche krankheitsverzögernde oder heilende Wirkung. Für die Entscheidung, welche Operation bei der Hüftkopfnekrose aussichtsreich ist, ist es notwendig, den Einbruch des Hüftkopfes zu erkennen (ARCO-Klassifikation: Übergang Stadium II zu Stadium III).

Hüftkopfnekrose (Knochennekrose des Hüftgelenks)

Einbruch des Oberschenkelkopfes aufgrund der NekroseEine Minderdurchblutung des Hüftkopfes ist ursächlich für die Entstehung einer Hüftkopfnekrose. © Gelenk-Klinik

Als Hüftkopfnekrose (oder Femurkopfnekrose/absterbender Hüftkopf) bezeichnet man ein Absterben des lebenden Knochengewebes. Aufgrund einer Minderdurchblutung demineralisiert der Hüftknochen und verliert seine Stabilität. Betroffene verspüren bei Belastung Schmerzen in der Leiste, die vor allem bei einer Innenrotation des Beines auftreten. In späteren Stadien treten die Schmerzen auch in Ruhe auf.

Die Hüftkopfnekrose des Erwachsenen scheint eine der typischen Zivilisationskrankheiten zu sein. Vergleichbar einem Herzinfarkt sind auch beim Hüftinfarkt Risikofaktoren wie Rauchen, zu hohe Blutfettwerte und übermäßiger Alkoholkonsum ursächlich. Daher erkranken pro Jahr mehrere tausend Menschen in Deutschland an einer Hüftkopfnekrose. Sie tritt vorrangig bei Patienten zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auf. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Der absterbende Hüftkopf vermindert die Lebensqualität der Betroffenen massiv. In 30–70 % der Fälle tritt eine beidseitige Hüftkopfnekrose auf. Wird nicht frühzeitig stadiengerecht therapiert, entstehen irreparable Schäden am Hüftgelenk, die zu einer beschleunigten Arthrose im Hüftgelenk führen, obwohl der Knorpel selbst gar nicht direkt von der Durchblutungsstörung betroffen ist.

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