Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

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DVT-Unteruschung: 3D Untersuchung von Knochengewebe mit Hilfe von als Schnittbild ausgewerten Röntgenbildern

Digitale Volumentomografie (DVT) in der Orthopädie: Fuß- und Sprunggelenkschirurgie

Osteochondrosis dissecans im Sprunggelenk Ansicht des Sprunggelenks von hinten in der 3-D Digitalen Volumentomografie (DVT): Von oben kommen Schienbein (Tibia, links) und Wadenbein (Fibula, rechts) und bilden gemeinsam die Sprunggelenksgabel. Fußseitiger Gelenkpartner, der das gesamte Körpergewicht aufnimmt, ist das Sprungbein (Talus). Die DVT (digitale Volumentomografie) bildet vor allem die knöcherne Strukturen sehr gut ab. Weichteilstrukturen sind mit dem MRT wesentlich detaillierter zu sehen. © Gelenk-Klinik

Die Digitale Volumentomografe (DVT) ist ein röntgenbasiertes Schnittbildverfahren zur 3-D Rekonstruktionen der untersuchten knöchernen Strukturen. Es ist durchaus mit dem CT (Computertomografie) vergleichbar. Im Englischen spricht man daher von einem "cone beam CT", wenn ein DVT gemeint ist. Anders als beim CT, wo der Röntgenstrahl sehr eng gebündelt ist, sendet das DVT einen kegelförmig auseinanderlaufenden Strahl aus (cone beam=Kegel-Strahl).

Die DVT Aufnahme kann wesentlich zeitsparender durchgeführt werden, als eine CT- oder MRT Aufnahme. Die Aufnahmezeit beträgt nur wenige Sekunden.

Darstellung von Knochengewebe und Gelenken durch die digitale Volumentomografie

Der veränderte Strahlengang führt zu einer insgesamt höheren Bild-Auflösung, als der eng gebündelte Strahlengang beim CT. Die Darstellung von Knochengewebe ist daher im DVT detaillierter, als in CT oder im MRT. Die Darstellung von Weichteilgewebe ist dahingegen auf Grund der Röntgenstrahlen nicht möglich. Hier sind CT oder MRT im Vorteil.

Im Wesentlichen ist das DVT eine Variante des bekannten CT (Computertomografie) bei höhrerer Auflösung von knöchernen Geweben ist im DVT. Legt man mehr Wert auf die Darstellung von Weichteilen, ist das MRT oder auch das normale CT vorzuziehen.

DVT - digitale Volumentomografie - ist eine relativ strahlungsarme Untersuchung  des Knochens und der Gelenke. In diesem Bild wird ein Kniegelenk, Sprunggelenk oder Fuß unter Gewichtsbelastung untersucht. Solche belasteten Aufnahmen liefern wertvolle funktionelle Informationen als Schnittbilder, die man mit unbelasteten Aufnahmen in einem CT oder einem MRt so nicht erhält. DVT - digitale Volumentomografie - ist eine relativ strahlungsarme Untersuchung des Knochens und der Gelenke. In diesem Bild wird ein Kniegelenk, Sprunggelenk oder Fuß unter Gewichtsbelastung untersucht. Solche belasteten Aufnahmen liefern wertvolle funktionelle Informationen als Schnittbilder, die man mit unbelasteten Aufnahmen in einem CT oder einem MRT so nicht erhält. © Gelenk-Klinik

Digitale Volumentompgrafie (DVT): Schnittbildaufnahmen an Fuß- und Sprunggelenk und Gewichtsbelastung

Im Bereich der Diagnostik von Fuß- und Sprunggelenkserkrankungen hat die digitale Volumentomografie den Vorteil, dass sie auch unter Gewichtsbelastung durchgeführt werden kann. Das bedeutet: Die Patienten stehen, wie beim Röntgen, mit dem ganzen Körpergewicht auf den zu untersuchenden Gelenken. Die Bauart vieler DVT-Geräte erlaubt die räumliche (3-D) Aufnahme von Fuß- und Sprunggelenk unter Gewichtsbelastung. Andere Schnittbildverfahren wie CT (Computertomografie) oder MRT (Magnetresonanztomografie) resultieren zwar ebenfalls in einer 3-D Information der untersuchten Gelenke. Wenn der Patient aber - wie bauartbedingt im MRT oder CT - bei der Untersuchung liegen, verhalten sich die unbelasteten Gelenke nicht wie in einer normalen belasteten Situation.

Weil die Patienten bei MRT (Magnetresonanztomografie) oder CT (Computertomografie) nicht mit dem gesamten Körpergewicht das untersuchte Gelenk belasten, fehlt die funktionelle Information, die man nur unter Gewichtsbelastung sieht.

Diese wichtige funktionelle Diagnostik wird also nur unter Gewichtsbelastung zugänglich. Alternativen für die Diagnose von Fuß- und Sprunggelenk sind hier funktionelle Röntgenuntersuchung und Podometrie (Fußdruckmessung).

Die funktionelle Untersuchung ist immer eine Untersuchung, in der das Gelenk durch Körpergewicht belastet wird. Sie offenbart Fehlstellungen und biomechanische Änderungen, die erst unter Gewicht offenkundig werden. Ohne die Auswirkungen der Gewichtsbelastung weiß der Spezialist nicht, was der tatsächliche (funktionelle) Status der untersuchten Gelenke ist.

Die Auswirkung von Fehlstellungen, Bandinsuffizienzen oder Bänderrissen sowie knöchernen Fehlstellungen werden bei Aufnahmen im Liegen nicht, oder nur unzureichend dargestellt.

Differenzierte klassische Röntgenuntersuchungen unter Gewichtsbelastung sind wegen der funktionellen Information, nach den Richtlinien notwendig, um ein Gelenk wirklich zu beurteilen.

Wenn die Digitale Volumentomografie (DVT) wissenschaftlich etabliert ist, hat sie das Potential, die Röntgenuntersuchung zu ergänzen oder zu ersetzen und darüberhinaus auch detaillierte 3-D Bilder von Belastungssituationen der Gelenke zu liefern.

Kombination von 3-D Information und funktioneller Betrachtung

Mit Hilfe der digitalen Volumentomografie (DVT) können auch Fehlstellungen und funktionelle Aspekte von Fuß und Sprunggelenk im 3-D Bild dargestellt werden. Fehlstellungen werden unter Belastung sofort sichtbar.

Diese Information ist besonders wichtig, wenn Implantate oder Prothesen untersucht werden müssen. Anders als die MRT-Untersuchung ist das DVT auch bei Metall-Implantaten arm an Artefakten. Artefakte sind Bildstörungen z.B. durch Metallimplantate, die die Auswertung der Bilder erschweren. Der Einbau der Implantate oder Prothesen in die knöcherne Umgebung kann mit dem DVT, ebenso wie mit dem CT, sehr gut dargestellt werden. Und anders als im CT (Computertomografie), ist diese detaillierte knöcherne Untersuchung auch im Stehen - unter Gewichtsbelastung - möglich.

Mit dem DVT  - digitale Volumentomografie -können die komplexen Gelenke und Knochen des Fußes und Sprunggelenks besonders gut dargestellt werden. Knöcherne Veränderungen, Cysten, Osteophyten (Knochenspornen)  oder die Knochenheilung nach Frakturen kann mit Hilfe des DVT aus den tiefgeweblichen Schnittbildern in hoher Auflösung dreidimensional aufbereitet werden. Mit dem DVT - digitale Volumentomografie -können die komplexen Gelenke und Knochen des Fußes und Sprunggelenks besonders gut dargestellt werden. Knöcherne Veränderungen, Cysten, Osteophyten (Knochenspornen), Tumore oder die Knochenheilung nach Frakturen kann mit Hilfe des DVT aus den tiefgeweblichen Schnittbildern in hoher Auflösung dreidimensional aufbereitet werden. Dieses Bild zeigt die Einstellung des DVT Gerätes bei der Fußuntersuchung bzw. Sprunggelenksuntersuchung unter Gewichtsbelastung. © Gelenk-Klinik

Strahlenbelastung durch die DVT Diagnostik

Bei der DVT-Diagnostik erfolgt eine geringfügige Belastung des Organismus mit Röntgenstrahlen. Diese Belastung liegt etwa in der Größenordnung von etwa 50% einer normalen CT-Untersuchung. Sie liegt etwas höher, als die Strahlenbelastung einer Röntgenuntersuchung.

Weil eine konventionelle Röntgenuntersuchung zur Einhaltung der Diagnoserichtlinien ebenfalls immer notwendig ist, kommt Strahlendosis bei der Anwendung des DVT immer hinzu, ersetzt aber zum derzeitigen Stand der Richtlinien noch keine anderen röntgenbasierten Untersuchungen. Daher müssen wir wir den medizinischen Mehrwert einer DVT Untersuchung im Einzelfall gut begründen. Bei Aufnahmen im Fuß und Sprunggelenksbereich gelingt uns das aber sehr gut. Die Aufnahme unter Belastung liefert wertvolle zusätzliche Erkenntnisse über die Situation im Inneren der Knochen und Gelenke, vor allem bei der OP-Vorbereitung kommt das zum Tragen.

Auch nach der Verlaufskontrolle nach Osteosynthese-Operationen, zB. Sprunggelenksarthrodese oder Triple-Arthrodese des unteren Sprunggelenks oder Endoprothesen-Operationen am Sprungelenk.

Die Rolle der DVT in der orthopädische Diagnostik

Eine besondere Rolle für die DVT sehen wir in der präoperativen Diagnostik zur verbesserten OP-Planung. In der Verlaufskontrolle zB. nach therapeutischer Versteifung (Arthrodese) oder Einbau einer Prothese liegt ein weiteres Anwendungsgebiet, bei dem die hohe Auflösung knöcherner Strukturen unter Belastung wichtige Informationen liefert .

Vor allem die Korrekturosteotomie (knöcherne Korrekturoperation durch Osteosynthese) kann mit Hilfe des DVT gut vorbereitet werden, weil die Situation unter Gewichtsbelastung dargestellt wird.

Das DVT wird in dieser Einstellung zur Darstellung der knöchernen Verhältnisse in Handgelenk und Hand verwendet. Frakturen, Daumensattelegelenksarthrose oder Arthrose der Fingergelenke können mit Hilfe der digitalen volumentomografie in großenm Detail dargestellt werden. sowohl für die Diagnostik als auch für die unmittelbare Operationsvorbereitung ist die damit gewonnene 3-D Information über den Status der Knochen und Gelenke sehr hilfreich. Das DVT wird in dieser Einstellung zur Darstellung der knöchernen Verhältnisse in Handgelenk und Hand verwendet. Frakturen, Daumensattelegelenksarthrose oder Arthrose der Fingergelenke können mit Hilfe der digitalen volumentomografie in großenm Detail dargestellt werden. sowohl für die Diagnostik als auch für die unmittelbare Operationsvorbereitung ist die miot dem DVT gewonnene 3-D Information über den Status der Knochen und Gelenke sehr hilfreich. © Gelenk-Klinik

Einsatzgebiete an Fuß- und Sprunggelenk

Stellenwert der DVT-Diagnostik in der Orthopädie

Die Digitale Volumentomografie (DVT) ist relativ neu in die orthopädische Diagnostik eingeführt worden. Sie hat noch keine weite Verbreitung. Die diagnostischen Standards, die von für Röntgenbildern abgeleitet werden können, sowie definierte Richtlinien für Indikationssstellung auf der Basis der DVT Bildgebung, werden in der Orthopädie noch erarbeitet.

Der HNO-Bereich, sowie die Kieferchirurgie sind in der Etablierung des DVT schon wesentlich weiter. Im Kopfbereich hat man bereits ensprechende Diagnosestandards wissenschaftlich erarbeitet.

Spezialisierte Orthopäden können mit dem DVT in Einzelfällen einen diagnostischen Mehrwert erzielen, der die Anwendung medizinisch rechtfertigt. Allerdings müssen die Ergebnisse der DVT-Untersuchung immer auch durch andere Verfahren abgesichert werden, wenn sie zu einer konkreten Indikationsstellung (Krankheitsfeststellung), Therapieplanung sowie zur Absicherung eines Therapieergebnisses herangezogen werden sollen.

Fachkenntnisse nach der Röntgenverordnung

Die Befundung von DVT-Bildern ist auch Orthopäden nach Erwerb der Fachkunde Teilgebietsradiologie-DVT möglich. Dieser teilradiologische Fachkundenachweis ist Voraussetzung dafür, dass DVT-Untersuchungen ärztlich angeordnet und befundet werden dürfen.

Digitale Volumentomografie (DVT) ist für gesetzlich Versicherte eine Selbstzahlerleistung

Als in der Orthopädie relativ neue Diagnosemethode ist die Digitale Volumentomografie (DVT) bisher noch nicht konform mit den Behandlungsrichtlinie der orthopädischen Fachgesellschaften oder dem Erstattungskatalog gesetzlicher Kassen. Die gesetzlichen Kassen (gKV) erstatten diese Untersuchung bisher daher nicht. Der Zusammenhang zwischen den Erkenntnissen der DVT-Bildgebung und anerkannter Krankheitsdiagnostik ist in der Orthopädie für die gesetzlichen Kassen noch nicht wissenschaftlich abgesichert.

Auch die orthopädischen Fachgesellschaften haben noch keine verbindlichen Richtlinien für die Anwendung der DVT-Diagnostik erarbeitet. Wir bieten die DVT Bildgebung mit Befundung unseren Patienten in ausgewählten Fällen deswegen als Privatleistung bzw. Selbstzahlerleistung an.

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Seminar "Gesunde Füße"

Stabilisierende Übungen zu den Aussnbändern des Fußgelenks

Halbtageskurs für Patienten - Aktivprogramm für schmerzfreie Füße.

"Fehlbelastungen mit Übungen zu Hause selbst beheben"

Termine
  • 11. Oktober 2018
  • 13. Dezember 2018

Zeit:
9:00-13:00 Uhr

Seminar Anmeldung

Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkschirurgie (ZFS)

Dr Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

Dr. med. Thomas Schneider
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

 
Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Freiburg Dr. med. Martin Rinio
Facharzt für Orthopädie
Chirurgie und Unfallchirurgie