Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
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Orthopaedische Spezialisten für Knie, Fuß, Sprunggelenk. Hüfte, Wirbelsäule und Schulter

Kältetherapie und Wärmetherapie

  1. Was bewirkt Kältetherapie?
  2. Kältetherapie bei Entzündungen
  3. Vorsicht bei Kälteanwendungen
  4. Warum wirkt Wärme schmerzlindernd?
  5. Welche Möglichkeiten der Wärmetherapie gibt es?
Tiefenwärmetherapie mittels Infrarotstrahlung Die wIRA-Strahlung bringt Wärme in tiefe Gewebestrukturen ein. Dies wirkt schmerzlindernd und aktiviert den Stoffwechsel. © Gelenkreha

Die Wärmetherapie und die Kältetherapie sind Anwendungen aus dem Bereich der physikalischen Therapiemethoden. Der Überbegriff für den gezielten Einsatz von Wärme- und Kältebehandlungen ist die Thermotherapie. Die Applikation von Wärme und Kälte bietet eine effektive Alternative bzw. Erweiterung der operativen und medikamentösen Therapie. Die Spezialisten für Rehabilitative Medizin aus der Gelenk-Klinik Freiburg beraten Sie gerne, welche Anwendung für Sie infrage kommt.

Was bewirkt Kältetherapie?

Die Applikation von Kälte bewirkt eine Verengung der Blutgefäße und vermindert somit die Durchblutung. Zudem blockiert Kälte die Schmerzrezeptoren, was zur verminderten Schmerzwahrnehmung beiträgt. Auch Schwellungen und Entzündungen gehen durch die Anwendung von Kälte zurück.

Anwendung von Kälte bei Knieschmerzen Kälte blockiert die lokalen Schmerzrezeptoren, weshalb sie bei Entzündungen und akuten Verletzungen zum Einsatz kommt. © Rido, Adobe Stock

Kältetherapie bei Entzündungen

Generell ist zu sagen, dass bei allen entzündlich aktiven Prozessen (akute Schleimbeutelentzündung, akute Tendinitis calcarea, akute Arthritis) in der Regel Kälte anzuwenden ist. Grund dafür ist, dass Wärmezufuhr den floriden Entzündungsprozess noch steigert und damit die Schmerzen verstärkt.

Vorsicht bei Kälteanwendungen

Die Applikation von Kälte stellt eine Gefahr dar, da vielen Patienten nicht bewusst ist, dass bei zu starker direkter Kältezufuhr eine Schädigung der Haut mit Zerstörung der Blutgefäße eintreten kann. Es kann ein Effekt wie nach einer Verbrennung eintreten.

Wir bevorzugen deshalb Kälteapplikationen mit speziellen Geräten, die ähnlich einem Kältenebel angewendet werden. Eine weitere Möglichkeit bieten Cryo-Cuff-Kühlgeräte, bei denen die von kalter Flüssigkeit durchströmte Manschette auf das erkrankte Gelenk aufgelegt wird. Diese ist jedoch nie so kalt wie eine direkt auf die Haut gelegte Kühlkompresse oder Eis.

Generell gilt: Kälte in Form von Eis und Kühlkompressen darf nie in direktem Kontakt zur Haut stehen, sondern muss immer durch ein dazwischen liegendes Gewebe abgemildert werden. Andernfalls sind Verbrennungen unvermeidbar. Dies liegt vor allem daran, dass durch Kälte die Schmerzrezeptoren so gedämpft werden, dass der Patient erst viel zu spät merkt, dass eine Schädigung der Haut eingetreten ist.

Warum wirkt Wärme schmerzlindernd?

Wärmetherapie mittels heißem Bad Ein heißes Bad kann verspannungsbedingte Muskelschmerzen lindern und die Durchblutung im Gewebe verbessern. © C. Strom, Adobe Stock

Wärme ist insbesondere im Wirbelsäulenbereich (Rückenschmerzen) immer dann indiziert, wenn massiv verspannte Muskelgruppen durchblutungsgemindert sind. Durch die verminderte Durchblutung kommt es zu einem Abfall des pH-Wertes mit Gewebsazidose (Übersäuerung) und Anreicherung von sauren Stoffwechselprodukten im Gewebe, welche die Chemorezeptoren reizen.

Dieser Vorgang ist vergleichbar mit dem Prozess beim Joggen, wenn sich Milchsäure ansammelt und damit Seitenstechen auslöst. Der chemische Reiz löst Schmerzen aus, die Schmerzen führen zu weiterer Verspannung, die Verspannung führt zu weiterer Durchblutungsminderung. Dieser Teufelskreis lässt sich oftmals gut mit Wärme durchbrechen.

Welche Möglichkeiten der Wärmetherapie gibt es?

Wärmetherapie in der Orthopädie bei:

Wärme erweitert die Gefäße und wirkt durchblutungsfördernd. Dies kurbelt auch den Stoffwechsel im Gewebe an. Zudem entspannt Wärme die Muskulatur und verbessert die Verteilung der Gelenkflüssigkeit, indem sie die Viskosität erhöht.

Zahlreiche Wärmeanwendungen können Sie zuhause oder im privaten Bereich durchführen. Dazu zählen beispielsweise Wärmeauflagen, Wärmepflaster, heiße Bäder oder Saunagänge.

Im Rahmen einer physiotherapeutischen Behandlung stehen noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung. So kommt beispielsweise Infrarotstrahlung zum Einsatz, die Wärme in tiefere Gewebeschichten einbringen kann. Auch Behandlungen mit einer heißen Rolle oder mit Fangopackungen zählen zu den bewährten Verfahren der Wärmetherapie.

Wärmetherapie mit heißer Rolle Die heiße Rolle ist eine physikalische Therapiemaßnahme, die lokale Wärme und Massage kombiniert. © Werner, Fotolia
Literaturangaben
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