Orthopädische Gelenk-Klinik

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Gürtelrose

Gürtelrose am seitlichen Rumpf. Ausschlag mit Rötung und Bläschen bei Gürtelrose. Typisch ist die streifenförmige Ausbreitung am Rumpf. Der Inhalt der Bläschen ist ansteckend. © photohasan, adobe

Die Gürtelrose oder auch Herpes Zoster (von altgriech. herpein=kriechend, zoster=Gürtel) zeigt sich als streifenförmiger, vor allem am Rumpf auftretender, juckender, schmerzender und ansteckender Ausschlag. Die nacheinander auftretenden Bläschen und Verkrustungen heilen meist innerhalb von zwei bis drei Wochen ab.

Ursache ist die Reaktivierung von Varizellen-Viren, die sich nach einer Windpockeninfektion in der Kindheit in die Spinalganglien oder in bestimmte Gehirnzellen zurückgezogen haben. Durch ein intaktes Immunsystem werden sie dort jahrzehntelang in Schach gehalten. Im Alter, wenn das Immunsystem insgesamt schwächer wird, aber auch bei Erkrankungen des Immunsystems oder bei Einnahme immunmodulierender Medikamente, leben die Viren wieder auf. Dann wandern sie aus der Nervenzelle über die Nervenbahn in den vom Spinalnerven innervierten Hautbereich. Da die Nerven am Rumpf streifenförmig – etwa parallel zur Unterkante der Rippen – angeordnet sind, entsteht der typische gürtelförmige Ausschlag.

Stammen die Viren aus Nervenzellen des Gehirns, können sie Augen oder Ohren befallen und dort zu Seh- und Hörstörungen führen. Weitere Komplikationen sind Hirnhautentzündungen, Gefäßentzündungen oder die Ausbreitung des Zosters über die gesamte Körperoberfläche.

Der Bläscheninhalt ist ansteckend und kann über eine Schmierinfektion bei Personen, die keine Windpocken durchgemacht haben und nicht geimpft sind, zu Windpocken führen.

Behandelt wird symptomatisch mit feuchten Umschlägen, juckreizstillenden Lotionen und Schmerzmitteln, in ausgeprägten Fällen auch mit Virostatika. Weil die Gürtelrose oft auch nach dem Abheilen weiter Beschwerden macht, wird älteren Menschen empfohlen, sich dagegen impfen zu lassen.

Synonym: 
Herpes Zoster

Rückenschmerzen im mittleren Rücken, Rückenschmerzen im oberen Rücken

Aufbau der Wirbelsäule aus drei Segmenten Rückenspezialisten teilen die Wirbelsäule in drei Bereiche ein: Lendenwirbelsäule (LWS, rot), Brustwirbelsäule (BWS, blau) und Halswirbelsäule (HWS, gelb). Im Bereich der LWS wird der Rücken auch unterer Rücken genannt, im Bereich der BWS mittlerer oder oberer Rücken. Die Halswirbelsäule bildet den Nacken oder Nackenbereich. © SciePro, Adobe Stock

Rückenschmerzen im mittleren Rücken oder oberen Rücken, also etwa vom unteren Bereich des Brustkorbs bis zur Höhe des oberen Randes der Schulterblätter, sind deutlich seltener als Kreuzschmerzen oder Schmerzen im Nackenbereich (Nackenschmerzen oder HWS-Syndrom). Ebenso wie diese beruhen sie aber meist auf Verspannungen und Fehlhaltungen und zählen damit zu den unspezifischen Rückenschmerzen. Ernste Erkrankungen stecken also nur selten hinter Rückenschmerzen im mittleren oder oberen Rücken, die häufig auch als BWS-Syndrom bezeichnet werden. Ob harmlos oder ernst - dies zu unterscheiden ist Aufgabe des Rückenspezialisten. Er erkennt, ob Selbsthilfemaßnahmen für die Linderung der Schmerzen ausreichen oder ob spezifische Maßnahmen erforderlich sind.

Neuromodulation bei Rückenschmerzen und Beinschmerzen

Schema Neuromodulation Bei der Neuromodulation sendet ein kleines, unter der Haut liegendes Gerät elektrische Impulse an das Rückenmark. So können Rückenschmerzen gelindert werden. © Gelenk-Klinik

Chronische Rückenschmerzen belasten die Betroffenen oft extrem. Viele geliebte Alltagstätigkeiten sind unmöglich, und greift man zu Schmerzmitteln, drohen Nebenwirkungen und Abhängigkeit. Für manche Patienten eignet sich jedoch eine neue Methode zur Schmerzlinderung: Die Rückenmarkstimulation, die auf einer Form der Neuromodulation beruht. Dabei dämmt man mit elektrischen Impulsen die Schmerzleitung im Rückenmark ein. In Deutschland sind ca. 30.000 Patienten damit versorgt. Weltweit schätzt man bis etwa 350.000 Schmerzpatienten, die mit einer Rückenmarkstimulation behandelt werden.

BWS-Syndrom: Schmerzen in der Brustwirbelsäule

BWS-Syndrom: Schmerzen in der Brustwirbelsäule Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule bezeichnet man auch als BWS-Syndrom. © magicmine, iStock

Unter das BWS-Syndrom (Brustwirbelsäulen-Syndrom) fallen mehrere Ursachen für Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule. Häufigste Auslöser für ein BWS-Syndrom sind Blockaden aufgrund von degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule (z. B. Arthrose der Facettengelenke, Bandscheibenvorfälle). Diese sind in vielen Fällen auf unsere zumeist sitzende Tätigkeit und den Bewegungsmangel zurückzuführen. Aber auch angeborene oder erworbene Fehlstellungen der Wirbelsäule (z. B. Skoliose und Morbus Scheuermann), Unfälle oder osteoporotische Wirbelkörperbrüche spielen eine Rolle.

Neben den Schmerzen in den Brustwirbelsäule, die häufig das Atmen erschweren oder bis zur Atemnot führen können, sind auch Muskelverhärtungen typisch für ein BWS-Syndrom. In der Regel lassen sich Schmerzen in der Brustwirbelsäule konservativ behandeln. Hilfreich sind Physiotherapie, physikalische Therapie (Wärme, Kälte) oder spezielle Übungen zur Haltungskorrektur und Kräftigung der Rückenmuskulatur. In seltenen Fällen muss eine Operation durchgeführt werden, um die Rückenmarksnerven zu entlasten.

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Wirbelsäule und Rücken

PD Dr. med. David-Christopher Kubosch, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie

PD Dr med. Kubosch
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Spezialist für Wirbelsäule