Orthopädische Gelenk-Klinik

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Freier Gelenkkörper im Ellenbogen (Osteochondrosis dissecans)

  1. Was ist Osteochondrosis dissecans?
  2. Symptome der freien Gelenkkörper im Ellenbogen
  3. Ursachen für freie Gelenkkörper im Ellenbogengelenk
  4. Diagnose: Wie untersucht der Arzt den Ellenbogen mit freien Gelenkkörpern?
  5. Entfernung freier Gelenkkörper im Ellenbogen
Ellenbogenschmerzen bei einem freien Gelenkkörper Ellenbogenschmerzen mit einer Gelenkblockade deuten auf freie Gelenkkörper hin. © Sentello, Adobe Stock

Eine häufige Ursache für Ellenbogenschmerzen sind freie Gelenkkörper. Es handelt sich dabei um kleine Fragmente von Knorpel oder Knochen, die im Gelenkspalt einklemmen und so die natürliche Bewegung des Gelenkes einschränken. Das Ellenbogengelenk ist im Vergleich zu anderen Gelenken häufig von dieser Erkrankung betroffen.

Es können sich freie Gelenkkörper im Bereich des hinteren oder vorderen Ellenbogengelenkes befinden. Sie liegen zum Teil im Gelenk zwischen Speiche (Radius) und Oberarmknochen (Humerus) oder zwischen Elle (Ulna) und Oberarmknochen. Je nach Lokalisation führen diese dann zu Einschränkungen der Beweglichkeit beim Strecken oder Beugen.

Was ist Osteochondrosis dissecans?

Ellenbogengelenk mit Osteochondrosis dissecans Löst sich ein Knochen-Knorpel-Stück im Ellenbogengelenk, spricht man von Osteochondrosis dissecans. © Viewmedica

Eine Sonderform der freien Gelenkkörper ist die sogenannte Osteochondrosis dissecans. Diese auch als Gelenkmaus bezeichneten freien Gelenkkörper sind größere Abscherungen von Knorpel-Knochen-Fragmenten. Häufig ist das Radiohumeralgelenk betroffen, also das Gelenk zwischen Speiche und Oberarmknochen.

Man unterscheidet je nach Größe und Lokalisation des Fragmentes verschiedene Stadien. Ganz klar hiervon abzugrenzen sind freie Gelenkkörper, die auf Basis eines sogenannten Morbus Panner entstehen. Morbus Panner beschreibt eine Knochennekrose, also das Absterben von Knochen im sogenannten Capitulum humeri. Das ist der Bereich des Oberarmknochens, der das gelenkige Gegenstück zur Speiche im Ellenbogengelenk darstellt.

Diese Erkrankung betrifft meist nur Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren. Hier ist häufig keine operative Therapie notwendig, da die Selbstheilungskräfte des kindlichen Skelettes meist eine vollständige Ausheilung ohne Therapie ermöglichen.

Die Osteochondrosis dissecans im Erwachsenenalter ist scharf davon abzugrenzen. Sie betrifft insbesondere Patienten über dem 20. Lebensjahr und häuft sich bei sportlich engagierten Menschen.

Symptome der freien Gelenkkörper im Ellenbogen

Das Hauptsymptom der freien Gelenkkörper ist eine schmerzhafte, plötzliche Blockade im Gelenk, die zum Teil nach Schütteln des Ellenbogens wieder verschwindet. In manchen Fällen hält sie länger an und führt zu dauerhaften Schmerzen oder zur Schwellung des Gelenkes.

Ursachen für freie Gelenkkörper im Ellenbogengelenk

Ursachen der freien Gelenkkörper sind häufig Sturzverletzungen oder Überlastungen im Bereich des Ellenbogens. Dabei kommt es durch die auftretenden Kräfte zu kleinsten Absprengungen von Knorpel und/oder Knochen, die dann im Laufe der Zeit in der Gelenkflüssigkeit weiterwachsen können. Diese führen ab einer gewissen Größe zu den oben beschriebenen Beschwerden.

Auch eine Erkrankung der Gelenkschleimhaut kann zur Bildung freier Gelenkkörper beitragen.

Diagnose: Wie untersucht der Arzt den Ellenbogen mit freien Gelenkkörpern?

Zur Diagnostik der freien Gelenkkörper empfiehlt sich ein normales Röntgenbild des Ellenbogens in 2 Ebenen, gegebenenfalls mit speziellen Schrägaufnahmen. Darüber hinaus ist eine Kernspintomographie (MRT) und ergänzend eine computertomografische Untersuchung zur genauen Lokalisation des freien Gelenkkörpers und zur weiteren Operationsplanung sinnvoll.

Entfernung freier Gelenkkörper im Ellenbogen

Je nach Größe der Osteochondrosis dissecans ist eine Entfernung des freien Gelenkkörpers oder der Versuch der Refixation in arthroskopischer Operationstechnik zu empfehlen.

Die Operation kann in Vollnarkose oder unter lokaler Betäubung erfolgen und dauert meist nicht länger als eine Stunde. Mittels Arthroskopie sind nur minimale Hautschnitte erforderlich und die Narbenbildung fällt gering aus. Meist können Sie bereits nach 2 Wochen in Ihren Beruf zurückkehren. Menschen, die schwer körperlich arbeiten, empfehlen wir eine längere Krankschreibung.

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PD. Dr. med. Bastian Marquaß, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

PD. Dr. med. Bastian Marquaß, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

 

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