Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Osteonekrose

Die Knochennekrose (Osteonekrose) ist das schwierig zu behandelnde Absterben von Knochenzellen im Skelett. Ursachen sind schwer zu ermitteln. Frakturen, Traumata (Gewalteinwirkung) oder Überlastung sind Ursachen. Auch Alkoholismus oder Behandlung mit Kortison bzw. Steroiddoping können Nekrosen im Knochengewebe hervorrufen. Durch die Nekrose verliert der Knochen seine Durchblutung. Er demineralisiert und wird immer anfälliger für eine Fraktur. Eine Osteonekrose unter der Gelenkfläche führt unbehandelt immer zu einer Arthrose.

Osteonekrose im Kniegelenk (Morbus Ahlbäck, Knochennekrose) gelenkerhaltend therapieren

MRT-Aufnahme von Morbus AhlbaeckMRT Aufnahme einer Knochennekrose im Knie. Der Gelenkspalt ist noch normal, ein Knorpelschaden liegt daher noch nicht vor. Deutlich sichtbar ist die Knochennekrose in der medialen Oberschenkelrolle. © Prof. Dr. med. Sven Ostermeier

Bei Knochen-Nekrose im Kniegelenk wird in einem nicht mehr durchbluteten Bereich Knochensubstanz abgebaut. Osteonekrose heißt daher übersetzt Knochen-Sterben. Es gibt viele Arten von Knochennekrose. Vollzieht sich die Nekrose am Kniegelenk, spricht man von Morbus Ahlbäck.

Auch im Hüftgelenk kann eine Knochennekrose auftreten. Man spricht dann von einer Hüftkopfnekrose.

Bei vielen Patienten bleibt die Schwächung des Knochens noch relativ folgenlos. Bei anderen führt das zur schweren Beschädigung des Kniegelenks. Frauen sind drei mal so häufig von aseptischer Osteonekrose im Knie (Morbus Ahlbäck) betroffen, wie Männer. Nur in wenigen Fällen kann die Nekrose durch eine konkrete Ursache erklärt werden

Operation bei Hüftkopfnekrose

Hueftkopfnekrose Anbohrung Hüftarthrose

Die konservative Therapie der avaskulären Hüftkopfnekrose (AVN) bringt häufig keine guten Ergebnisse. Die Patienten mit AVN des Hüftgelenkshaben weiterhin starke Einschränkungen und Hüftschmerzen.

Im Vergleich zu den konservativen Therapien zeigt die operative Therapie der avaskuläre Nekrose im Hüftgelenk eine deutliche krankheitsverzögernde oder heilende Wirkung.

Für die Entscheidung, welche Operation bei der Hüftkopfnekrose aussichtsreich ist, ist es notwendig, den Einbruch des Hüftkopfes zu erkennen (Übergang Stadium II zu ARCO Stadium III).

Osteochondrosis dissecans (OD) im Sprunggelenk

Osteochondrosis dissecans im SprunggelenkAnsicht des Sprunggelenks von hinten in der digitalen Volumentomografie (DVT): Von oben kommen Schienbein (Tibia, links) und Wadenbein (Fibula, rechts) und bilden gemeinsam die Sprunggelenksgabel. Der fußseitige Gelenkpartner, der das gesamte Körpergewicht aufnimmt, ist das Sprungbein (Talus). Eine Osteochondrosis dissecans des Sprunggelenks bildet sich immer am Talus aus. Meistens sind die konvexen Ränder des Talus von der OD betroffen. © Gelenk-Klinik

Als Osteochondrosis dissecans bezeichnet man das Absterben begrenzter Gelenkbezirke im an den Knochen grenzenden Knorpel. Im Krankheitsverlauf kommt es meistens zur Ablösung und Ausstoßung dieses Knochen-Knorpel-Stückes (Dissekat) aus seinem Lager (Mausbett) in den Gelenkraum. Dort kann es als freier Körper (Gelenkmaus) zu schmerzhaften Einklemmungen und Gelenkblockierungen führen.
Die Osteochondrosis dissecans kann grundsätzlich an jedem Gelenk auftreten. Meist sind jedoch die großen Gelenke Hüfte, Knie und Sprunggelenk betroffen.

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