Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
Tel: (0761) 791170
Mail: patienten@gelenk-klinik.de

Diskektomie

Eine Diskektomie (griech. diskos „Scheibe“ und ektomé „herausschneiden“, „entfernen“) bezeichnet die operative Entfernung eines Bandscheibenvorfalls. Dafür setzt der Operateur einen Hautschnitt auf Höhe des ausgetretenen Bandscheibenmaterials. Nach Durchtrennung des zwischen den Wirbeln verlaufenden Ligamentum flavum (gelbes Band) kann er das in den Wirbelkanal gelangte Gewebe entfernen und so die gequetschten Nervenwurzeln entlasten.

Neuromodulation bei Rückenschmerzen und Beinschmerzen

Schema Neuromodulation Bei der Neuromodulation schickt ein kleiner, unter der Haut eingepflanzter Impulsgenerator elektrische Impulse über Elektroden an das Rückenmark. Durch diese Impulse wird die Schmerzwahrnehmung gelindert. © Gelenk-Klinik

Chronische Rückenschmerzen belasten die Betroffenen oft extrem. Viele geliebte Alltagstätigkeiten sind unmöglich, und greift man zu Schmerzmitteln, drohen Nebenwirkungen und Abhängigkeit. Für manche Patienten eignet sich jedoch eine neue Methode zur Schmerzlinderung: Die Rückenmarkstimulation, die auf einer Form der Neuromodulation beruht. Dabei dämmt man mit elektrischen Impulsen die Schmerzleitung im Rückenmark ein. In Deutschland sind ca. 30.000 Patienten damit versorgt. Weltweit schätzt man bis etwa 350.000 Schmerzpatienten, die mit einer Rückenmarkstimulation behandelt werden.

Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule (LWS): Symptome, Diagnose und Behandlung

Darstellung eines Bandscheibenvorfalls

Bei neun von zehn Patienten tritt ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) auf. Die Folgen sind starke Rückenschmerzen, die bis in die Beine ausstrahlen können, sowie je nach Schweregrad Taubheitsgefühle oder sogar Lähmungen.

Je nach Ursache und Grad der Schädigung greifen die Wirbelsäulen-Spezialisten der Gelenk-Klinik auf verschiedene konservative und operative Behandlungsansätze zurück. Vielen Betroffenen kann mit intensiver Wärmetherapie, bestimmten Lagerungstechniken und Physiotherapie nachhaltig geholfen werden.

Bandscheibenvorfall: Wie erkennt und behandelt der Spezialist den Diskusprolaps?

Schematische Darstellung eines Bandscheibenvorfalls Darstellung eines Bandscheibenvorfalls (Diskusprolaps). Der innere Bandscheibenkern (dunkelblau) durchbricht den äußeren Faserring (hellblau) und kann einen Spinalnerven (gelb) komprimieren. Ausfallerscheinungen und Lähmungen können die Folge sein. © Gelenk-Klinik

Bei einem Bandscheibenvorfall reißt der zähe Faserknorpel der Bandscheibe. Ihr gallertiger Kern tritt in den Wirbelkanal aus. Drückt der Gallertkern auf einen Rückenmarksnerven, leiden Betroffene unter starken Rückenschmerzen, die teilweise bis in Arme und Beine ausstrahlen. Kribbeln, Taubheit und Lähmungen können hinzukommen.

Den Wirbelsäulen-Spezialisten der Gelenk-Klinik steht ein breites Spektrum an therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung, Patienten mit einem Bandscheibenvorfall wieder zu weitgehender Schmerzfreiheit und Mobilität zu verhelfen. Diese reichen von individuell angepasster Schmerzbehandlung direkt an der geschädigten Bandscheibe (Infiltration) über minimalinvasive Eingriffe bis hin zum Einsatz einer Bandscheibenprothese.

Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule (HWS): Symptome, Diagnose und Behandlung

Darstellung der Armregionen, die von bestimmten Spinalnerven der Halswirbelsäule versorgt werden. Jeder Spinalnerv der Halswirbelsäule versorgt eine bestimmte Armregion mit sensorischen und motorischen Impulsen. Anhand der Schmerzen und Ausfallerscheinungen beim Patienten kann der Arzt auf das betroffene Segment der Halswirbelsäule schließen. © Gelenk-Klinik

Bei einem Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule (HWS) tritt Material aus dem inneren Gallertkern einer Bandscheibe im Halsbereich durch den umhüllenden Faserring nach außen. Es drückt auf das Rückenmark oder die Rückenmarksnerven (Spinalnerven) in einem bestimmten Abschnitt der Halswirbelsäule. Die Quetschung der Nerven löst die für einen HWS-Bandscheibenvorfall typischen Symptome aus: starke Nackenschmerzen, Arm- und Schulterbeschwerden.

Wem kann die Bandscheibenprothese helfen?

Bandscheibenvorfall Discus prolaps Das Rückenmark oder die Nervenwurzeln können durch das Material einer Bandscheibe beim Bandscheibenvorfall (Discus Prolaps) unter Druck geraten. Schmerzen, Lähmungen, neurologische Ausfälle sind häufig die Folge © Istockphoto.com

Die meisten Menschen machen beim Älterwerden einen milden Verlauf der Bandscheibendegeneration durch: Das ist noch kein Grund zur Besorgnis. Mit leichten Verspannungen und gelegentlicher Nackensteife oder Kopfschmerzen können die meisten Patienten leben. Hier kann Physiotherapie (Übungen) helfen. Dieses Training unterstützt den Patienten im Alltag.

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Wirbelsäule und Rücken

PD Dr. med. David-Christopher Kubosch, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie

PD Dr med. Kubosch
Facharzt für Orthopädie, Spezialist für Wirbelsäule

Prof. Dr. med. Sven Gläsker, Facharzt für Neurochirurgie

Prof. Dr. med. Sven Gläsker
Facharzt für Neurochirurgie