Orthopädische Gelenk-Klinik

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Fluorid

Aufgaben von Fluorid im Körper Fluorid sorgt für Festigkeit von Knochen und Zähnen. © Gelenk-Klinik

Fluoride sind Salze des chemischen Elements Fluor. Sie sorgen neben anderen Mineralstoffen für die Festigkeit der Zähne und der Knochen. Fluoride werden z. B. in die Knochenstruktur eingelagert, was die Stabilität und Widerstandsfähigkeit des Knochens gegenüber Belastungen erhöht. Außerdem hemmen sie knochenabbauende Zellen, die Osteoklasten, und wirken damit der Osteoporose entgegen. Auch für den Zahnschmelz sind Fluoride wichtig: Sie fördern Reparaturmechanismen im Zahn und verringern das Risiko für Entkalkungen und Zahnschmelzdefekte. Durch die Bildung einer Art Schutzschicht auf dem Zahn bewahren sie ihn vor Säureangriffen. Bei einer Unterversorgung mit Fluoriden droht deshalb Karies.

Eine akute Überdosierung mit Fluoriden führt zu Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Extreme Vergiftungen (5 bis 10 g bei Erwachsenen) können tödlich enden. Auch eine chronische Überversorgung schadet den Zähnen und den Knochen (Skelettfluorose). In schweren Fällen kommt es zu Verkalkungen von Gelenken und Sehnen mit starken Schmerzen und Steifigkeit. Solche Beschwerden entwickeln sich bei Erwachsenen allerdings erst, wenn sie über mehr als zehn Jahre hinweg mehr als 10 mg Fluoride pro Tag aufnehmen.

Der Tagesbedarf von 25- bis 51-jährigen Erwachsenen liegt bei etwa 3 mg/Tag. Enthalten sind Fluoride in Schwarztee und Seefisch. Aber auch Leber, Getreide und Fleisch gelten als Fluoridlieferanten. Mineralwässer mit einem Fluoridgehalt über 1 mg/l gelten als fluoridreich. Auch Trinkwasser kann Fluoride enthalten, die Menge ist bei der zuständigen Gemeinde zu erfragen.

Insgesamt nehmen Erwachsene aus natürlichen Quellen täglich nur etwa 0,4 bis 1,5 mg Fluoride auf. Zum Schutz vor Karies empfehlen Zahnärzte ihnen deshalb, fluoridhaltige Zahnpasten zu verwenden. Der Höchstgehalt an Fluoriden beträgt in Zahnpasten ca. 150 mg/Tube (ca. 1500 ppm bzw. 0,15 %).

Bei Kindern muss man mit Fluoriden vorsichtig sein, weil es bei ihnen schnell sowohl zu einer akuten als auch zu einer chronischen Vergiftung kommen kann. Für Kleinkinder mit einem Gewicht von ca. 15 kg sind schon 150 mg Fluorid tödlich. Weil sie Zahnpasta leicht verschlucken, dürfen bei Säuglingen und Kleinkindern keine fluoridhaltigen Zahnpasten für Erwachsene verwendet werden.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung beträgt die angemessene Fluoridzufuhr für Ein- bis Dreijährige 0,7 mg Fluorid pro Tag, für Kinder ab vier Jahren 1,0, ab sieben Jahren 1,5 und von 10 bis 13 Jahren 2,1 mg Fluorid/Tag. Säuglinge sollten (unter ärztlicher Betreuung) bis zum Zahndurchbruch ein Fluoridsupplement erhalten. Danach werden als Kariesschutz für Kinder entweder Supplemente oder spezielle, auf Kinder zugeschnittene fluoridhaltge Zahnpasten empfohlen./p>

Wirbelbruch bei Osteoporose: Schmerztherapie und Behandlung

Wirbelkörperbruch durch Osteoporose Ist das Knochengewebe im Wirbelkörper durch Osteoporose instabil, können harmlose Alltagssituationen zu einem Wirbelkörperbruch führen. Dabei kollabiert der Knochen und die Höhe des Wirbels vermindert sich. © freshidea, Fotolia

Osteoporose beschreibt die Abnahme der Knochensubstanz bei gleichzeitiger Verschlechterung der Knochenqualität. Der Knochenschwund betrifft das gesamte Skelett eines Menschen. Durch Osteoporose können Wirbelkörper so brüchig werden, dass sie einbrechen und dramatisch an Höhe verlieren. Man spricht auch von einer Sinterung oder Sinterungsfraktur des Wirbels. Ein Wirbelkörperbruch ist oft sehr schmerzhaft. Der Höhenverlust des gebrochenen Wirbelkörpers wirkt sich zusätzlich auf die Funktion und Beweglichkeit der Wirbelsäule aus. Auch die Körpergröße kann durch einen kollabierten Wirbelkörper abnehmen.

Osteoporose: Symptome, Ursachen, Therapie

Vergleich gesunder Knochen und Knochen mit Osteoporose Bei einem gesunden Knochen ist die Knochenstruktur wesentlich dichter und stabiler als bei einem Knochen mit Osteoporose. © Gelenk-Klinik

Osteoporose ist eine Skeletterkrankung, bei der die Knochenmasse abnimmt und die Knochensubstanz porös wird. Osteoporose verringert die Knochendichte und -festigkeit. Dadurch werden die Knochen spröde und instabil.

Der Oberschenkelhals und die Wirbelkörper sind häufig von osteoporotischen Knochenbrüchen betroffen.

Frauen ab der Menopause haben aufgrund des veränderten Hormonhaushalts ein erhöhtes Risiko zu erkranken. Aber auch eine Mangelernährung und zu wenig Sonnenlicht begünstigen eine Osteoporose.

Daher können eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und Sonnenlicht den Verlauf der Osteoporose günstig beeinflussen.

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