Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
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Osteoporose

Die Osteoporose (griech. osteon „Knochen“ und poros „Pore“) ist eine chronische Erkrankung, bei der das Verhältnis zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau zugunsten des Abbaus gestört ist. Aufgrund eines veränderten Hormonhaushaltes lagert der Knochen nicht mehr ausreichend Kalzium ein und verliert an Substanz. Ursächlich können Hormonschwankungen in den Wechseljahren oder verschiedene Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion) sein. Betroffene klagen oftmals über Rückenschmerzen und erleiden im fortgeschritten Stadium häufiger Knochenbrüche. Um dem Knochenabbau vorzubeugen, sollten Patienten auf eine kalziumreiche Ernährung achten und gegebenenfalls Vitamin D substituieren. Zudem ist körperliches Training und ausreichende Bewegung für Menschen mit Osteoporose wichtig.

Wirbelbruch bei Osteoporose durch Elastoplastie schmerzfrei aufrichten

Eine Wirbelkörperfraktur lässt den Wirbelknochen im Rückgrat schmerzhaft kollabieren. Betroffen sind meist ältere Frauen. Unbehandelt führen diese Wirbelbrüche zum sogenannten Witwenbuckel. Form und Höhe der Wirbelsäule ändern sich dauerhaft. Mit Hilfe der inzwischen mehr als 10.000 mal pro Jahr durchgeführten

Osteoporose: Symptome, Ursachen Behandlung

4 Stadien der Osteoporose4 Stadien der Osteoporose: Der Kalziumgehalt im Knochen verringert sich, die Knochendichte nimmt ab und der Knochen wird spröde. Im Endstadium bricht der Knochen sehr leicht. © crevis, Fotolia

Osteoporose (Knochenschwund) ist eine Erkrankung des Knochens, die häufig im Alter auftritt. Sie führt dazu, dass die Knochenmasse abnimmt und der Knochen anfälliger für Brüche (Frakturen) wird. Auch die Knochenstruktur verändert sich. Durch die geringere Tragfähigkeit des Knochens kommt es zu einer Instabilität des Skeletts. Die Krankheit tritt bei Frauen meist postmenopausal (nach den Wechseljahren) auf. Daher liegt das Risiko, an einer Osteoporose zu erkranken, für Frauen ab 50 Jahren mit ca. 24 % deutlich höher als bei Männern, die nur zu etwa 6 % betroffen sind.

Wirbelbruch bei Osteoporose: Schmerztherapie und Behandlung

Wirbelkörperbruch durch OsteoporoseIst das Knochengewebe im Wirbelkörper durch Osteoporose instabil, können harmlose Alltagssituationen zu einem Wirbelkörperbruch führen. Dabei kollabiert der Knochen und die Höhe des Wirbels vermindert sich. © freshidea, Fotolia

Osteoporose beschreibt eine Abnahme der Knochensubstanz bei gleichzeitiger Verschlechterung der Knochenqualität. Der Knochenschwund betrifft das gesamte Skelett des Menschen. Durch Osteoporose können Wirbelkörper so brüchig werden, dass sie einbrechen und dramatisch an Höhe verlieren. Man spricht auch von einer Sinterung oder Sinterungsfraktur des Wirbels. Ein Wirbelkörperbruch ist oft sehr schmerzhaft. Der Höhenverlust des gebrochenen Wirbelkörpers wirkt sich zusätzlich auf die Funktion und Beweglichkeit der Wirbelsäule aus. Auch die Körpergröße kann durch einen kollabierten Wirbelkörper abnehmen.

Hüftprothese bei Osteoporose – wirksame Strategien zur Vermeidung von Komplikationen

Osteoporose am OberschenkelhalsDie Osteoporose tritt besonders häufig am Oberschenkelhals auf. Der Knochenschwund stellt die Endoprothetik (Prothesenversorgung) vor eine besondere Herausforderung. © bilderzwerg, Fotolia

Etwa 30 % der Frauen und 7 % der Männer, bei denen eine Hüftprothesenversorgung notwendig ist, leiden unter einer Osteoporose (Knochenschwund). Meist sind ältere Patienten von Osteoporose betroffen. Die Osteoporose verschlechtert die Ausgangssituation für eine Hüftprothese.

Aufgrund der verminderten Knochendichte kann sich die Hüftprothese schneller lockern. Die Wahrscheinlichkeit ist erhöht, dass Knochen um die Prothese herum brechen. Durch eine Anpassung der Befestigung und der Modellauswahl der Hüftprothese können wir diese Risiken aber wirksam vermindern.

Osteoporose-Behandlung: Kyphoplastie bei Wirbelkörperbruch

Behandlung von Osteoporose mittels Vesselplastie oder KyphoplastieBehandlung von Osteoporose: Kyphoplastie und Vesselplastie richten einen gebrochenen Wirbel mit Knochenzement wieder auf. © Sagittaria

Die Kyphoplastie wie auch die Vesselplastie sind Verfahren zur Stabilisierung und Aufrichtung von meist osteoporotischen Wirbelkörperbrüchen. Weit verbreitete Nebenwirkungen der Kyphoplastie wie Anschlussfrakturen lassen sich mit elastischem Material besser kontrollieren. Nach der operativen Stabilisierung der Wirbelkörperbrüche klingen die Schmerzen meist sofort ab.

Knochendichtemessung: Osteoporose Vorsorgeuntersuchung (Osteodensitometrie)

Bei einer Osteoporose verringert sich die Knochendichte.Bei einer Osteoporose verringert sich die Knochendichte. Die Knochendichtemessung ermittelt die Wahrscheinlichkeit für einen osteoporosebedingten Knochenbruch. © Henrie, Fotolia

Die Knochendichtemessung oder auch Osteodensitometrie ist eine nebenwirkungsfreie, international anerkannte Methode, um die Gefährdung für eine Osteoporose festzustellen. Die Untersuchung ermittelt die Dichte, also den Mineralsalzgehalt des Knochens. Damit bestimmt das schmerzfreie Verfahren das osteoporoseabhängige Frakturrisiko und kontrolliert das Ansprechen der Therapie.

Osteoporose der Wirbelsäule und konservative Behandlung

KnochenstrukturIm Alter verringert sich der Kalziumgehalt im Knochen. Die Gefahr einer Osteoporose steigt. © fotoliaxrender, Fotolia

Wichtig für die Vorbeugung von Osteoporose sind Vorsorge und eine vorausschauende Lebensweise. Neben Bewegung begünstigt eine ausgeglichene und gemüsereiche Ernährung mit viel Kalzium und Milchprodukten die Skelettgesundheit. Dabei ist vor allem Bewegung im Freien gesundheitsfördernd. Vitamin D begünstigt den Kalziumeinbau in den Knochen.

Elastoplastie – Stabilisierung von gebrochenen Wirbeln bei Osteoporose

ElastoplastieDie Elastoplastie ist die Wiederaufrichtung und Stabilisierung des Wirbelbruchs mit elastischem Silikon. © Via4spine

Bruch und Kollaps von porösen Wirbelkörpern sind die häufigsten Folgen von Osteoporose. Die Wirbelkörper verlieren dabei an Höhe. Der resultierende Bruch ist sehr schmerzhaft. Mittels Elastoplastie lässt sich der Wirbelkörper wieder auffüllen und aufrichten.

Als Antwort auf die mit 20–25 % recht hohe Rate an Anschlussfrakturen nach der Behandlung mit Knochenzement wurden elastische Silikon-Füllmaterialien entwickelt. Sie versprechen, die Haltbarkeit der Augmentation (Wiederauffüllung) der Wirbelkörper erheblich zu verbessern. Die elastische Lastverteilung innerhalb des Wirbels vermeidet Spannungen und weitere Brüche.

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