Orthopädische Gelenk-Klinik

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Ellenbogen: Freier Gelenkkörper (Osteochondrosis dissecans)

Eine häufige Ursache der Ellenbogenschmerzen sind Bewegungseinschränkungen aufgrund von freien Gelenkkörpern. Freie Gelenkkörper sind kleine Fragmente von Knorpel oder Knochen oder beidem, die die natürliche Bewegung des Gelenkes durch Einklemmung im Gelenkspalt einschränken. Das Ellenbogengelenk zeigt hierbei eine relative Häufung dieser Erkankung.

So können sich freie Gelenkkörper im Bereich des hinteren Ellenbogengelenkes, als auch im Bereich des vorderen Ellenbogengelenkes finden. Diese finden sich zum Teil im Gelenk zwischen der Speiche und dem Oberarmknochen, als auch zwischen der Elle und dem Oberarmknochen. Je nach Lokalisation führen diese dann zu Einschränkungen der Beweglichkeit in Streckung oder Beugung.

Symptom ist hierbei eine schmerzhafte, plötzliche Blockade im Gelenk, die zum Teil nach Schütteln des Gelenkes wieder verschwindet oder zum Teil auch anhaltend bleibt und zu anhaltenden Schmerzen und zum Teil zur Anschwellung des Gelenkes führt.

Ursache dieser freien Gelenkkörper sind häufig Sturzverletzung oder Überbelastung im Bereich des Ellenbogengelenkes. Dabei kommt es durch die auftretenden Kräfte zu kleinsten Absprengungen von Knorpel oder/und Knochen, die dann im Laufe der Zeit in der Gelenkflüssigkeit weiterwachsen können und ab einer gewissen Größe zu den oben beschriebenen Beschwerden führen können.

Eine Sonderform der freien Gelenkkörper stellt die sogenannte Osteochondrosis dissecans dar. Diese auch als Gelenkmaus bezeichneten freien Gelenkkörper sind größere Abscherungen von Knorpel-Knochen-Fragmenten mit einer Häufig im sogenannten Radiohumeralgelenk, das heißt, das Gelenk zwischen Speiche und Oberarmknochen.

Man unterscheidet je nach Größe und Lokalisation dieses Fragmentes auf verschiedene Stadien. Ganz klar hiervon abzugrenzen sind freie Gelenkkörper, die auf Basis eines sogenannten Morbus Panner entstehen. Der Morbus Panner beschreibt eine Knochennekrose, als den Untergang oder das Absterben von Knochen im Bereich des Oberarmknochens, genauer gesagt, im sogenannten Capitulum humeri. Das ist der Bereich des Oberarmknochens, der das gelenkige Gegenstück zur Speiche im Ellenbogengelenk darstellt.

Diese Erkrankung betrifft meist nur Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren. Hier ist häufig eine operative Therapie nicht notwendig, da sich in diesem Alter die Selbstheilungskräfte des kindlichen Skelettes meist eine vollständige Ausheilung ohne Therapie ermöglichen.

Wie gesagt, hier ist die Osteochondrosis dissecans des Erwachsenenalters scharf abzugrenzen. Dieses betrifft vor allen Dingen Patienten über dem 20. Lebensjahr und zeigt eine Häufung bei insbesondere sportlich engagierten Patienten.

Je nach Größe der Osteochondrosis dissecans ist die alleinige Entfernung oder der Versuch der Refixation in arthroskopischer und offener Operationstechnik zu empfehlen. Zur Diagnostik empfiehlt sich in allen Bereichen der freien Gelenkkörper das normale Röntgenbild des Ellenbogens in 2 Ebenen, gegebenenfalls mit speziellen Schrägaufnahmen. Darüber hinaus die Kernspintomographie, als auch ergänzend computertomographische Untersuchung zur genauen Lokalisation des freien Gelenkkörpers und zur weiteren Operationsplanung.

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PD. Dr. med. Bastian Marquaß, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

PD. Dr. med. Bastian Marquaß, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

 

Dr. Martin Rinio, Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Freiburg Dr. med. Martin Rinio, Facharzt für Orthopädie, Chirurgie und Unfallchirurgie