Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

Alte Bundesstr. 58, 79194 Gundelfingen

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Wirbelsäulen-Operation

Operationen der Wirbelsäule werden immer dann durchgeführt, Rückenschmerzen durch Physiotherapie oder konservative Behandlung nicht mehr zu beherrschen sind. Wirbelsäulen-OPs betreffen die Wirbelkörper, die Bandscheibe und die Nervenstränge.

"Failed back surgery"-Syndrom: Epiduroskopie für Wirbelsäule mit postoperativem Rückenschmerz

Das postoperative Schmerzsyndrom nach Wirbelsäulenoperationen im Lendenwirbelbereich (LWS) tritt relativ häufig nach operativen Dekompression oder nach Versteifung der Lendenwirbelsäule auf. Die Ursache ist eine überschießende Narbenbildung (Fibrose) im Bereich der Operation. Diese Narbenbildung führt zu Druck auf den Nerven sowie zu einer Verklebung (Adhäsion) der Epidura. Die Epidura ist die schützende Hülle des Spinalkanals. Die Epiduroskopie löst die Verklebungen und Narbenbildungen lokal mit Hilfe eines innerhalb der Epidura in den Spinalkanal eingeführten Katheters.

Wirbelsäulen-Operationen: Schonend, endoskopisch operieren

Auch und gerade bei Eingriffen an der Wirbelsäule bringen minimal-invasive Eingriffe (MIS) gegenüber offenen Operationen erhebliche Vorteile für die Patienten.

Großflächige, schmerzauslösende Narben werden so vermieden. Eine erfolgreiche Operation setzt die genaue Lokalisation der schmerzauslösenden Ursache voraus.

Neben den üblichen Komplikationsmöglichkeiten operativer Eingriffe an der Wirbelsäule (Gefäß-/Nervenläsion, Blutung, Infektion) ist die Hauptgefahr offener operativer Eingriffe an der Wirbelsäule die post-operative Narbenbildung, die oftmals erst Jahre nach dem Eingriff eine zunehmende Verschlechterung der Beschwerden für den Patienten verursachen kann. Zur Minimierung dieser Risiken haben wir uns auf minimal-invasive Verfahren, sog. MIS-Techniken konzentriert.

Operation bei Rückenschmerzen: Wann ist es wirklich nötig?

Häufig wird in der Öffentlichkeit der Vorwurf erhoben, dass zu viele Wirbelsäulenoperationen durchgeführt werden. In unterschiedlichen Ländern werden die Patienten tatsächlich unterschiedlich häufig an der Wirbelsäule operiert. Deutschland liegt hier mit c.a. 500 offenen chirurgischen Eingriffen an der Wirbelsäule pro 100.00 Einwohner tatsächlich weit vorne.

Rückenleiden können meist durch Abwarten und mit Physiotherapie und Schmerzmitteln therapiert werden. Wann muss bei Rücken- und Bandscheibenbeschwerden wirklich operiert werden?

Nukleoplastie - Dekompression der Nervenfasern nach Bandscheibenvorfall

NucleoplastieNucleoplastie ist eine Minimalinvasives Verfahren zur Operation eines Bandscheibenvorfalls.© Viewmedica

Bei der Nucleoplastie handelt es sich um ein minimalinvasives Verfahren zur Therapie bandscheibenbedingter Rückenschmerzen und Beinschmerzen. Behandelt werden kleinere Bandscheibenvorfälle oder Bandscheibenvorwölbungen, die den festen Fasering der Bandscheibe nicht durchbrochen haben und somit einem offenen chirurgischen Verfahren mit operativer Entfernung des Bandscheibenmaterials nicht zugänglich sind. Das Prinzip beruht hier auf einer minimalen Schrumpfung des gallertartigen Bandscheibenkernes. Durch den eintretenden Schrumpfungseffekt zieht sich die nach hinten zum Rückenmark vorgewölbte Bandscheibe zurück, der eingeengte Nerv wird entlastet, Beinschmerzen und Rückenschmerzen klingen ab.

Epidurale Endoskopie - ein neues Verfahren der minimalinvasiven Wirbelsäulenchirurgie

Viele Patienten mit chronischen Rückenschmerzen können die genaue Lokalisation ihrer Schmerzen nicht angeben, weil oftmals der Ort der Schmerzentstehung nicht mit dem subjektiv als Schmerzort wahr genommenem Ort übereinstimmt. Durch vorausgegangene Operationen mit alten Narben, Traumata oder Verwachsungen, treten häufig ähnliche, sich überschneidende Symptome auf, die die Schmerzen auslösen und die Eingrenzung der anatomischen Ursache erschweren. Insbesondere voroperierte Patienten mit Postdisektomiesyndrom entziehen sich aufgrund ihrer Vorgeschichte häufig einer klaren Diagnostik.

PASHA®-Katheter (EPRF-Therapie): Therapie chronischer Rückenschmerzen

Der PASHA®-Katheter ist eine minimalinvasive Schmerztherapie durch elektrische Neuromodulation: Das ist die dauerhafte Änderung der Schmerzleitung nach hochfrequenter Strombehandlung durch eine in die Nähe der schmerzleitenden Fasern eingebrachte kleine Elektrode, die an einem flexiblen Schlauch (Katheter) befestigt ist. Diese minimalinvasive Schmerztherapie wird als "Epidurale gepulste Radiofrequenztherapie" (EPRF) bezeichnet. Der übliche Name für diese EPRF-Therapie (PASHA®-Katheter) stammt von dem Erfinder dieses Verfahrens (Dr. Omar Pasha).

Facettengelenksdenervierung: Thermokoagulation bei Wirbelsäulenarthose

Facettengelenks-DenervierungFacettengelenks-Denervierung: bei dieser Minimalinvasiven Prozedur wird der Schmerz bei Facettengelenksarthrose bekämpft. © Viewmedica

Wie jedes Gelenk des menschlichen Körpers besitzt auch das Facettengelenk eine Gelenkkapsel, die neben der Gelenkführung auch die Versorgung des Gelenks durch einsprossende Gefässe und Nerven gewährleistet. Kommt es durch die Arthrose des Facettengelenks zur Reizung der Gelenkkapsel, so werden diese Schmerzen als Rückenschmerzen zu den Schmerzzentren im Rückenmark und im Gehirn weitergeleitet. Hierbei spielt ein spezieller Nerv, der Ramus dorsalis, die Schlüsselrolle.

Bandscheibenprothese: Bewegliche Wirbelsäule trotz Bandscheibendegeneration

Cervikale Bandscheibenprothese kann die Biologische Bandscheibe ersetzen Abbildung einer cervikalen (Halswirbelsäule) Bandscheibenprothese M6-C. © Spinal Kinetics

Seit über 10 Jahren gibt es Bandscheibenprothesen. Nach vielen Verbesserungen sind künstliche Bandscheiben inzwischen eine ernsthafte und weit verbreitete Therapie bei Degeneration der Bandscheiben.

Die Bandscheibenprothese bietet vor allem eine vielversprechende Alternative, wenn nach Degeneration der Bandscheibe die Versteifung von Wirbeln der Wirbelsäule vorgeschlagen wird.

Was versprechen sich Wirbelsäulenexperten von der künstlichen Bandscheibe?

Diese Bandscheibenprothesen sollen zu einer besseren Beweglichkeit in einem von Bandscheibendegeneration betroffenen Segment der Wirbelsäule beitragen.

OP bei Bandscheibenvorwölbung: Disc-FX-Operation der Bandscheibe

Bandscheibenvorwölbung-OperationOperation von Bandscheibenvorwölbungen und discogenen Rückenschmerzen durch das Disc-FX-System

Disc-FX stellt eine Entwicklung im Bereich der minimal-invasiven Wirbelsäulenoperation dar. Disc-FX bietet einen endoskopischen Arbeitszugang durch eine Hohlnadel mit einem Durchmesser von nur 2 mm. Dieser Zugang bietet die Möglichkeit, Bandscheibengewebe innerhalb und außerhalb des Spinalkanals (extra- und intraspinal) zu entfernen. Auch eine Veränderung des Bandscheibenfaserringes kann vorgenommen werden.

Hydrogel - Auffüllen (Augmentation) der Bandscheibe mit knorpelartigem Gel

Die degenerierte Bandscheibe hat ein reduziertes Volumen. Die Höhe des Bandscheibenfaches ist vermindert. Die Facettengelenke (Wirbelgelenke) werden zunehmend belastet und können die sogenannte Facettengelenksarthrose entwickeln. Durch Injektion des wasserbindenden Hydrogels wird Wasser in die Bandscheibe gezogen. Das Volumen vergrößert sich - Rückenschmerzen lassen nach.  © www.arthrovision.de Durch Injektion des wasserbindenden Hydrogels in die Bandscheibe wird wieder Wasser in der Bandscheibe angereichert. Das Volumen, und damit die Höhe des Bandscheibenfaches vergrößert sich. Die Bandscheibenfunktion wird wieder besser ausgefüllt. Das Hydrogelverfahren ist für die LWS zugelassen. © www.arthrovision.de

Rückenschmerzen können eine ganze Anzahl verschiedener Ursachen haben.

Eine häufige Ursache von Rückenschmerzen ist die Degeneration oder eine Erkrankung der Bandscheibe. Der Verschleiß oder der Untergang von Bandscheibengewebe - bis hin zum Bandscheibenvorfall - ist Teil des normalen Alterungsprozesses. Verlust von Wasser, sowie der Untergang der Proteinstruktur führen im Laufe des Lebens zu einer Veränderung der Bandscheibe. Diese wird weniger elastisch, brüchig und verliert Höhe.

Kyphoplastie bei Wirbelkörperbruch

Vesselplastie Behandlung OsteoporosKyphoplastie und Vesselplastie sind die minimalinvasive Aufrichtung des gebrochenen Wirbels mit Knochenzement

Die Kyphoplastie, wie auch die Vesselplastie sind Verfahren zur Stabilisierung und Aufrichtung von meist osteoporotischen Wirbelkörperbrüchen. Weit verbreitete Nebenwirkungen der Kyphoplastie wie Anschlussfrakturen können mit elastischem Material besser kontrolliert werden. Die operativen Stabilisierung des Wirbelkörperbrüche wird meist von einem sofortigen Nachlassen der Schmerzen begleitet. Die zusammengesunkenen Wirbelkörper können meist wieder aufgerichtet werden.

Elastoplastie - Elastische Stabilisierung von gebrochenen Wirbeln

ElastoplastieElastoplastie ist die Wiederaufrichtung und Stabilisierung des Wirbelbruchs mit elastischem Silikon. © Via4spine

Bruch und Kollaps von porösen Wirbelkörpern ist eine der häufigsten Folgen von Osteoporose. Die Wirbelkörper verlieren dabei an Höhe. Der resultierende Bruch ist sehr schmerzhaft. Der Wirbelkörper kann wieder aufgerichtet und aufgefüllt werden.

Als Antwort auf die mit 20-25% recht hohe Rate an Anschlussfrakturen nach der Behandlung mit Knochenzement wurden elastische Silikon-Füllmaterialien entwickelt. Sie kommen mit dem Versprechen, die Haltbarkeit der Wirbelkörper Augmentation (Wiederauffüllung) erheblich zu verbessern. Die elastische Lastverteilung innerhalb des Wirbels vermeidet Spannungen und weitere Brüche.

Operation der Lumbalstenose (Wirbelkanalstenose) durch X-STOP

Im Laufe eines Lebens nimmt der Wassergehalt einer Bandscheibe ab. Dadurch verliert das Bandscheibengewebe mit der Zeit seine Elastizität, wird spröde und schrumpft durch die anhaltende Druckbelastung in der Höhe zusammen.

xstop

Als Folge davon kann Bandscheibengewebe in den Wirbelkanal vordringen oder die Nervenaustrittslöcher durch die Höhenminderung im Bandscheibenfach eingeengt werden. In Verbindung mit knöchernen Anbauten im Wirbelkanal zum Beispiel durch Hypertrophie der Wirbelgelenke kommt es zur Einengung des Wirbelkanals, zur schmerzhaften Spinalkanalstenose.

Interventionelle Schmerztherapie bei chronischen Rückenschmerzen

Was bedeutet interventionelle Schmerztherapie?

Viele Patienten leiden trotz langjähriger konservativer und zum Teil operativer Therapie unter chronischen Rückenschmerzen und Beinschmerzen. Die Ursachen hierfür sind ebenso zahlreich wie komplex. So sind greifen gestörte Schmerzregelkreise auf zellulärer Ebene, biomechanische Störungen, degenerative Veränderungen, Operationsfolgen sowie gestörte Schmerzverarbeitung ineinander.

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