Orthopädische Gelenk-Klinik

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Hüftschmerzen

Hüftarthroskopie oder Hüftspiegelung

(oder Hüftgelenksspiegelung)

Hüftarthroskopie zur genauen Diagnose und zur Operation der Hüfte

HueftarthroskopieHüftarthroskopie oder Hüftspiegelung

Eine Hüftarthroskopie ist ein operativer Eingriff, der auch als schlüssellochchirurgischer Eingriff bezeichnet wird. Das Arthroskop ist eine spezielle Optik - sprich Kamera - und ein spezielles Lichtleitersystem, mit dem der Chirurg im Gelenk diagnostizieren und behandeln kann. Dieses Verfahren setzt sich gerade bei tiefliegenden Gelenken wie dem Hüftgelenk, aber auch am Sprunggelenk und dem Schultergelenk in den letzten Jahren mehr und mehr durch. Besonderer Vorteil ist die schonende Behandlung: Dank der kleinen Schnitte ist die Weichteilschädigung im Gelenk geringer, als bei einer offenen Operation. Weniger Hüft- und Leistenschmerzen nach dem Eingriff sind die Folge.

Beispiel für Hüftschmerzen bei einem 36 jährigen Lauf-Sportler

Ein 36 Jähriger Mann sportlich aktiv. Intensives Lauftraining zuvor über viele Jahre Fußballspieler. Gibt seit einigen Monaten vermehrt Beschwerden mit Einschränkungen der Alltagsaktivität an. An einen Unfall kann er sich nicht erinnern.

Die Schmerzen werden wie eine Spange über der Leiste und seitlich liegend angegeben. Das Stechen kann nicht bewusst ausgelöst werden, aber wenn die Schmerzen eintreten, kann er einige Schritte nicht gehen.

Im Anschluss bessern sich die Beschwerden oft wieder. Es bleibt nur eine geringe Reizung zurück.

Ein Druckgefühl in der Leiste verbleibt. Nach dem Sport, also dem Lauftraining gibt er einige Tage vermehrt Einschränkungen in der Hüfte an. Die Beweglichkeit in der Hüfte wird vom Patienten schon immer eingeschränkt empfunden. Dies hat eher etwas zugenommen. Dieser Patient zeigt nach Untersuchung durch eine Hüftarthroskopie eine Labrumläsion mit Knorpelschaden bei begleitend vorhandener anatomischer Fehlform des Hüftgelenkes. Das ist eine sog. einklemmende Hüfte bei einem Hüft-Impingement.

Ablauf einer Hüftarthroskopie

Welche Beschwerden können mit einer Hüft-Arthroskopie behandelt werden?

Schmerzen im Hüftgelenk können eine Vielzahl von Ursachen haben. Dem Betroffenen ist häufig nur mit einer ausgiebigen Befragung und Untersuchung eine Diagnose zu nennen. Die Behandlung anhaltender Beschwerden im Hüftgelenk kann eine Spiegelung des Gelenks notwenig machen.

Belastungsabhängige Schmerzen in der Leiste oder Hüftschmerzen werden häufig genannt. Die Schmerzen im Hüftgelenk können als Anlaufschmerz oder als Ruheschmerz vorhanden sein.

Sind Bewegungseinschränkungen vorhanden, werden diese erst spät von den Betroffenen erkannt.

Gelenkblockierungen oder plötzlich einschießende Schmerzen in der Leiste oder außen an der Hüfte sind kein seltenes Symptom, und können auf freie Gelenkkörper hinweisen.

Wie wird die Hüftarthroskopie durchgeführt?

Hüftarthroskopie unter Zug, Extension Hüftarthroskopie unter Röntgensicht. Während der Hüftarthroskopie wird durch Zug am Bein Raum im Hüftgelenk geschaffen für die endoskopische Sicht und eine minimalinvasive Operation . © Gelenk-Klinik.de

Die Hüftarthroskopie oder Gelenkspiegelung des Hüftgelenkes ist ein Verfahren, bei dem sowohl der Gelenkspalt zwischen Oberschenkelkopf und Hüftpfanne als auch der übrige Gelenkraum untersucht werden kann. Hierfür wurden spezielle Instrumente entwickelt, um die Operation mit der notwendigen Sicherheit durchführen zu können. Die Spiegelung wird in einer Allgemeinnarkose durchgeführt.

In der Regel werden mindestens zwei Zugangswege zum Hüftgelenk über kleinste Hautschnitte verwendet. Um während der Hüftarthroskopie den Gelenkspalt zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne untersuchen zu können, ist ein Zug am Bein erforderlich.

Dies kann in Seitenlage oder Rückenlage durchgeführt werden. Wir führen die Gelenkspiegelung des Hüftgelenkes in Rückenlage durch. Zusätzliche Kontrolle bietet ein Bildwandler. Dies ist ein mobiler Röntgenapparat, der während des Eingriffs das operative Handeln live darstellt.

Die Bilder der Kamera werden aus dem Hüftgelenk über eine Kamera-Monitorkette übertragen. Der Operateur kann sozusagen live die Behandlung am Bildschirm überwachen. Nach der vollständigen Untersuchung des Hüftgelenkes mit dem Arthroskop werden alle notwendigen Therapieschritte eingeleitet.

Wann wird eine Arthroskopie des Hüftgelenkes notwendig?

Hüftarthroskopie unter Zug, Extension Hüftarthroskopie unter endoskopischer Sicht. Die Abbildung zeigt ein anatomisch normales Hüftgelenk mit Knorpelflächen von Oberschenkelkopf, Hüftgelenkspfanne und Fettkörper © Gelenk-Klinik.de

Im Rahmen der  Hüftarthroskopie können folgende Therapien durchgeführt werden:

  • Entfernung freier Gelenkkörper aus dem Hüftgelenk
  • Behandlung von Knorpelschäden im Hüftgelenk
  • Behandlung von Erkrankungen der Gelenkschleimhaut des Hüftgelenkes
  • Behandlung von Formstörungen des Hüftgelenkes (Impingement der Hüfte)
  • Therapie von Schäden der Gelenklippe (Labrumverletzungen oder -schäden)

Entfernung freier Gelenkkörper bei der Hüftarthroskopie

Huefte Entfernung freier Gelenkkörper Hüftarthrsokopie Die Hüftarthroskopie eignet sich besonders zur Entfernung freier Gelenk-Körper im Hüftgelenk. Diese freien Gelenk-Körper können den Gelenk-Verschleiß (Hüftarthrose) beschleunigen. © Gelenk-Klinik.de

Die Entfernung und damit die Beseitigung mechanisch störender Partikel aus dem Hüftgelenk ist eine Domäne der arthroskopischen Therapie.

Die freien Gelenkkörper sammeln sich zumeist im unteren Gelenkabschnitt und können durch Einklemmungen weitere Strukturen im Gelenk schädigen.

Diese freien Gelenkkörper folgen in Rückenlage des Patienten der Schwerkraft und sinken im Gelenk langsam nach unten.

Dort können sie während der hüftarthroskopischen Gelenksspiegelung vom Operateur gefunden und während der Hüftarthroskopie entfernt werden.

Grundsätzlich können freie Gelenkkörper also überall im Hüftgelenk auftreten.

Labrumglättungen oder Labrumnähte im Rahmen der Hüftarthroskopie

Arthroskopisches Bild Labrumverletzung HüftgelenkArthroskopisches Bild einer Labrumverletzung (Hüftgelenk-Lippe) am Hüftgelenk © Gelenk-klinik.de

Die Gelenklippe (Labrum) schließt am Rand der Hüftpfanne das innere Hüftgelenk gegen den Körper ab. Diese Gelenklippe kann bei Verletzung im Hüftgelenkspalt einklemmen.

So eine Einklemmung des Labrums kann Hüftarthrose auslösen, wenn sie nicht beseitigt wird.

Die arthroskopischen Therapie des Hüftgelenks kann das Labrum entweder glätten oder sogar entfernen. Hüftarthroskopie kann die Gelenklippe aber auch wieder herstellen. Das ist die sog. rekonstruierende Behandlung der Gelenklippe durch Hüftarthroskopie.

Die Rekonstruktion der Gelenklippe erfolgt mit speziellen Nähten und wird vollendoskopisch und arthroskopisch durchgeführt. Wichtig ist die Untersuchung der Rissursache des Labrums. Nur wenn die Ursache - etwa ein Unfall - geklärt wird, ist eine langfristige Besserung des Hüftgelenks und nachhaltige Prävention der Hüftarthrose möglich. Bei der Glättung der Gelenklippe (Labrum) durch Hüftarthroskopie werden die einklemmenden Gewebeanteile schonend entfernt.

Die Entscheidung, ob eine Gelenklippe entfernt oder erhalten werden soll, entscheidet der Orthopäde anhand der Beobachtungen vor der Operation. Aber auch während der Hüftarthroskopie können in direkter Sicht auf das Gelenk sogenannte intraoperativen Befunde erfolgen, die zu einer Behandlungsentscheidung führen.

Wann wird die Gelenklippe eher entfernt? In der Gelenklippe vorhandene Hohlräume (intralabrale Zysten) sprechen gegen einen Erhalt der Struktur. Diese Hohlräume können auftreten, wenn der Labrumriss nicht nur das Labrum selbst, sondern den angrenzenden Knorpel betrifft. Dann kommt es häufig zu einer Hohlraumbildung im Knochen unter der Gelenklippe (paralabrale Zysten), und die Gelenklippe kann nicht mehr genäht werden.

Zystenbehandlung im Knochen am Pfannenrand (Pfannenerker unter der Gelenklippe)

Bei kleinen Hohlräumen (Zysten) unter dem Pfannenrand sind Anbohrungen unter der Gelenklippe unter der Hüftarthroskopie meist als Behandlung ausreichend. Dies dient zur Druckentlastung. Bei großen Zysten führt man eine Auffüllung der Hohlräume nach Ausräumung durch.

Arthroseprävention, Knorpelbehandlung und Knorpelglättungen bei der Hüftarthroskopie

Knorpelschaden Hüftgelenk Hüftarthroskopie Bei einer Hüftgelenksspiegelung (Hüftarthroskopie) kann ein Knorpelschaden im Hüftgelenk durch direkte Sicht im Endoskop festgestellt werden. Arthrose erkennt der Orthopäde an rissigen, rauen Knorpeloberflächen. Dadurch wird die Reibung im Hüftgelenk erhöht, der Teufelskreis der Hüftarthrose hat begonnen © Gelenk-klinik.de

Neben Strukturschäden am Gelenk und dem Bewegungsmechanismus achtet der Orthopäde bei der Hüftarthroskopie vor allem auf den Zustand des Gelenkknorpels im Hüftgelenk.

Ist der Knorpel im Hüftgelenk bereits aufgeraut, uneben und weich hat die Hüftarthrose begonnen.

Hüftarthrose ist ein sich selbst verstärkender Prozess.

Beschädigter Knorpel kann sich ablösen und als freier Partikel (freier Gelenkkörper) im Gelenk umherschwimmen. Das verursacht überhöhte Reibung und Abnutzung an bisher noch glatten Stellen des Hüftgelenks.

Abgelöste Partikel im Gelenk können eine weitere Schädigung verursachen. Diese Ablösung von Knorpelpartikeln im Hüftgelenk wird dann wahrscheinlicher, wenn der Knorpel seine elastische Konsistenz und Elastizität verloren hat.

Daher ist Hüftarthrose eine Krankheit, die im Anfangsstadium recht gut zu behandeln ist. Wird die Hüftarthrose jedoch vernachlässigt, hat der Patient bei fortgeschrittener Hüftarthrose (Coxarthrose) immer weniger gelenkerhaltende Behandlungsmöglichkeiten. Früherkennung ist also wesentlich für eine gelenkerhaltende Hüftarthroskopie.

Hüftgelenkerhaltende Knorpelglättung durch Hüftarthroskopie

Abrasion Hüftgelenk Spiegelung Hüfte Knorpelschaden im Hüftgelenk kann bei einer Hüftgelenks-Spiegelung festgestellt werden: Ist der Knorpel faserig und rissig geworden, hat die Hüftarthrose bereits begonnen. © Gelenk-klinik.de

Beschädigter Knorpel kann im Rahmen einer arthroskopischen Therapie vorsichtig und oberflächlich geglättet werden.

Die radikale großflächige Abtragung des Knorpels im Hüftgelenk ist für den Patienten wenig erfolgreich.

Knorpelbildende Maßnahmen mit Anfrischung des Knochens unterhalb des geschädigten Knorpels eignen sich besser zur Faserknorpelbildung.

Wie wird während der Hüftarthroskopie diese Mikrofrakturierung zur Knorpelneubildung durchgeführt?

Mit einem spitzen Werkzeug wird die Knochenlamelle durchbrochen, die den Knochen gegen das Gelenk abschließt. Das darunterliegende Knochengewebe ist durchblutet. Daher entstehen leicht blutende Verletzungen im knorpelgeschädigten Gelenkbereich. Diese leicht blutenden Verletzungen an der beschädigten Gelenkregion führt zu einer natürlichen Verschorfung des Gelenks durch das geronnene Blut. Blut und Knochenmark mit differenzierungsfähigen Stammzellen wandern in den Bereich der Knorpelzerstörung ein.

Unter dem sich bildenden Schorf kommt es dann während einer Phase der Gelenkentlastung zur Bildung eines faserigen, wenig elastischen Ersatzknorpels mit etwas minderwertigen Gleit-Eigenschaften.

Knorpelschaden Hüftgelenk Hüftgelenksarthroskopie ArthroskopieArthroskopische Mikrofrakturierung bei Knorpelschaden Hüftgelenk. Dabei wird der Knochen angebohrt. Unter dem Blutschorf bildet sich faseriger Ersatzknorpel. Wann immer möglich wird die Knorpelzelltransplantation bevorzugt: Sie bringt bessere Ergebnisse für den Patienten. © Gelenk-Klinik.de

Diese Knorpelregeneration durch Mikrofrakturierung durch Anbohrung des Knochens unter dem beschädigten Knorpel hat bei bei kleinen, festumschriebenen Knorpelverletzungen im Kniegelenk einen höheren Stellenwert, als im Hüftgelenk. Im Hüftgelenk hat Mikrofrakturierung jedoch bei weitem nicht den Erfolg in der Behandlung akuter Knorpelschäden.

Die klinischen Ergebnisse der Korpelregeneration durch Mikrofrakturierung im Hüftgelenk sind nicht zufriedenstellend.

Die schlechten Ergebnisse der Mikrofrakturierung (Faserknorpelbildung nach Anbohren des Knochens) in der Hüfte im Vergleich zum Knie können an der Belastungssituation der Hüfte liegen. Anders als das Knie ist das Hüftgelenk nicht in der für die Faserknorpelbildung wichtigen Heilungszeit wirklich entlastbar. Die Faserknorpelbildung im Hüftgelenk wird dadurch sicherlich gestört. Die insgesamt beobachtete Lebens-Qualität für Patienten nach der Mikrofrakturierung im Hüftgelenk ist daher nicht sehr befriedigend.

Knorpeltransplantation unter Hüftarthroskopie bei unfallbedingten Knorpelverletzungen

Knorpelschaden Hüftgelenk Mikrofrakturierung ArthroskopieDie gelben Kügelchen (Sphäroide) sind im Labor nachgezüchtete Knorpelzellen. Sie hüftarthroskopisch mit einem kleinen Plastikrohr auf den Knorpelschaden des Oberschenkelkopfes aufgebracht. Wann immer möglich wird bei definierten Schäden im Gelenkknorpel der Hüfte die Knorpelzelltransplantation bevorzugt: Sie bringt bessere Ergebnisse für den Patienten. © Gelenk-Klinik.de

Knorpeltransplantationen können auch im Hüftgelenk kleinere Knorpelschäden etwa nach Unfall oder akuten Sportverletzungen sehr nachhaltig behandeln.

Wie wird eine hüftarthroskopische Knorpeltransplantation durchgeführt?

Bei der Knorpeltransplantation entsteht an der Stelle der Knorpelverletzung nach 6-12 Monaten echter, elastischer Gelenkknorpel mit den elastischen Eigenschaften und der Stabilität des unverletzten Hüftgelenks.

Diese Therapie beruht auf der Verpflanzung echter, körpereigener (autologer) Knorpelzellen. Die Knorpelzellen werden in einem wenig belasteten Teil des Hüftgelenks als höchstens Reiskorn-großes Stück gewonnen. In einem mehrwöchigen Laborprozess werden diese Zellen in einem speziellen Nährmedium vervielfacht: Sie stammen jedoch von den körpereigenen Zellen des Patienten ab und haben genau deren Eigenschaften.

Dieser Vorgang der Knorpelregeneration durch Zellwachstum ist in dem natürlichen, nicht durch Blutgefässe versorgten Hüftgelenk, nicht zu erreichen. Weil im Hüftgelenk Nährstoffe nur durch ungerichtete Bewegung der Körperflüssigkeit in das Gewebe gelangt, sind die Regenerationsmöglichkeiten beschränkt. Man spricht hier von einem gering ernährten (bradytrophen) Gewebe. In dem Laborprozess zur Vermehrung der Knorpelgewebe wird diese natürliche Beschränkung der Regenerationsfähigkeit geringfügig ernährter (bradytropher) Gewebe umgangen.

Wann kann eine Knorpeltransplantation im Hüftgelenk Erfolg haben?

Knorpeltransplantation im Hüftgelenk setzt eine frische, nicht durch Arthrose bedingte Knorpelschädigung voraus. Die die Schädigung umgebenden Knorpelbereiche müssen glatt, elastisch und belastbar sein und eine intakte Knorpel-Oberfläche haben. Großflächige Knorpelschäden und Arthroseschäden sowie entzündliche Veränderungen des Hüftgelenks sind nicht die Voraussetzung für eine erfolgreiche Knorpeltransplantation am Hüftgelenk.

Wie muss die Nachbehandlung nach Knorpeltransplantation am Hüftgelenk erfolgen?

Die Nachbehandlung nach hüftarthroskopisch durchgeführter Knorpeltransplantation ist wegen der besonders hohen Belastung des Knorpels im Hüftgelenk besonders anspruchsvoll. Vor allem wichtig ist eine sechswöchige Totalentlastung des Hüftkopfes. Totalentlastung des Hüftgelenks bedeutet: Der Patient nicht auf die betroffene Hüfte stehen. Er darf aber auch im Liegen auf der Seite des operierten Hüftgelenks das gestreckte Bein nicht heben.

Wann ist die Knorpeltransplantation am Hüftgelenk medizinisch angezeigt?

Allgemein muss man Knorpeltransplantation am Hüftgelenk schon wegen der anspruchsvollen nachbehandlung und der relativ hohen Kosten für die Knorpelzüchtung sehr defensiv wahrnehmen. Nur für frische, traumatische und festumschriebene Knorpelverletzungen in kleineren Bereichen wird hüftarthroskopische Knorpeltransplantation als wertvolle Therapiemöglichkeit in Erwägung gezogen.

Entzündung des Hüftgelenks: Schleimhautabtragung durch Hüftarthroskopie

Schleimhaut, knorpel, Zusammenhang, HhueftgelenkUnter endoskopischer Sicht wird während der Hüftarthroskopie eine Schleimhautentzündung des Hüftgelenks dargestellt. Die Schleimhautentzündung kann zahlreiche Ursachen haben. Die Behandlung hängt von der genauen Ursache ab. Während der Hüftarthroskopie kann eine Gewebsprobe gewinnen. © Gelenk-Klinik.de

Es gibt viele Ursachen für eine Schleimhautentzündung im Hüftgelenk. Die Behandlung des Hüftgelenks bei Schleimhautentzündung muss sich an der jeweiligen Ursache orientieren.

Welche Ursachen für Schleimhautentzündungen der Hüfte gibt es?

  • Aktivierte Arthrose mit entzündlichen Veränderungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Rheumatische Entzündungen
  • Stoffwechselerkrankungen

Wie kann der Orthopäde die genaue Ursache der Schleimhautentzündung des Hüftgelenks ermitteln?

Während der Hüftarthroskopie werden mit Hilfe einer kleinsten Stanze kleine Gewebsproben gewonnen. Diese können in einer Laboruntersuchung Auskunft über die genaue Ursache der Schleimhautentzündung der Hüfte geben.

Die Entfernung entzündeter Gewebeanteile oder gerissener Bandstrukturen wie dem Ligamentum capitis femoris (Hüftkopfband) aus dem Gelenk ist häufig Teil der Arthroskopie im Hüftgelenk. Je nach Ursache der Schleimhautentzündung oder Knorpelschädigung gibt es unterschiedliche Ansätze für die hüftarthroskopische Therapie.

Knochenabtragende Operationen im Rahmen einer Hüftarthroskopie

Arthroskopie der Huefte, Operationsbild Knochenabtragung.jpg

Welche Veränderungen des Hüftgelenks können eine Hüftarthroskopie erforderlich machen?

Zu den knöchernen Veränderungen des Hüftgelenks gehört vor allem die Veränderung des Hüftkopfes. Auch eine knöcherne Veränderung des Hüftgelenkspfannenrandes kann mit Hüftarthroskopie behandelt werden.

Wenn Hüftgelenkskopf und Hüftgelenkspfanne mechanisch nicht zueinander passen, kann eine Anpassung der Knochenanteile des Hüftgelenks durch Hüftarthroskopie erforderlich werden. Die dabei erforderliche Operation wird als hüftarthroskopische Rekonturierung des Hüftgelenks bezeichnet.

Die Früherkennung solcher knöcherner Fehlstellungen ist besonders wichtig, um der Entstehung von Hüftarthrose wirksam vorzubeugen. Bleiben Formstörungen des Hüftgelenks unbehandelt, ist eine frühzeitige Entstehung von Hüftarthrose fast unvermeidlich. Diese mechanischen Probleme erhöhen den Druck auf bestimmte Stellen des Gelenkknorpels erheblich. Der Knorpel kann vorzeitig abnutzen und rissig werden, Hüftarthrose entsteht.

Die Veränderung der Knochenform am Schenkelhals und Pfannenrand kann bei entsprechenden anatomischen Verhältnissen am Hüftgelenk arthroskopisch durchgeführt werden. Diese Rekonturierung ist sonst nur offen chirurgisch nach Auskugelung des Hüftgelenkes möglich. 

Welche Behandlung benötigen Sie nach einer Arthroskopie des Hüftgelenks?

Die Einschränkungen nach einer Spiegelung des Gelenkes sind im Wesentlichen von dem durchgeführten Eingriff im Hüftgelenk abhängig. Bei körperlicher Schonung, das heißt Verzicht auf Sport und Zusatzbelastungen ist die Vollbelastung in den ersten beiden Wochen nach der Arthroskopie sinnvoll. Unterarmgehstützen können Ihnen in dieser Phase hilfreich sein. Die krankengymnastische Behandlung verhindert Bewegungseinschränkungen nach dem Eingriff. Die Thromboseprophylaxe verringert das Risiko für Blutgerinnsel in den Beinvenen.

Wird Knochen im Rahmen eines Impingements der Hüfte abgetragen oder Knorpel bei Knorpelschäden des Hüftgelenkes behandelt, ist je nach Ausmaß des Eingriffes eine Teilbelastung des Beines nach der Operation nötig.

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