Orthopädische Gelenk-Klinik

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autolog

Knorpeltransplantation im Kniegelenk Für eine Knorpelzelltransplantation werden dem Patienten in einer Arthroskopie gesunde, autologe Knorpelzellen entnommen und im Labor vermehrt. In einer zweiten Operation implantiert der Operateur diese Knorpelzellen in die Defekte im Gelenk. © dissoid, Fotolia

Autolog (griech. auto "selbst", log "Verhältnis") bedeutet körpereigen oder vom eigenen Körper stammend. Beispielsweise die Injektion von autologem plättchenreichen Plasma (A-PRP) oder das OATS-Verfahren (osteochondrale autologe Transplantation) arbeiten mit körpereigenem Gewebe. Bei der Übertragung von autologem Gewebe treten keine Abstoßungsreaktionen nach der Transplantation auf.

Das Gegenteil von autolog ist allogen, also körperfremd. Vor der Transplantation von allogenem Gewebe oder allogenen Zellen schließt man die Abstoßung des übertragenen Gewebes mithilfe von labortechnischen Untersuchungen wie Blutgruppenbestimmung und Typisierung der HLA (humanes Leukozyten-Antigen)-Proteine.

Synonym: 
autogen

Außenbandriss im Knie: Symptome, Diagnose, Behandlung

Außenbandriss am Knie Der Außenbandes im Kniegelenk tritt häufig im Rahmen einer Sportverletzung auf. © Gelenk-Klinik

Bei einem Außenbandriss ist das an der Außenseite des Knies verlaufende Band (Ligamentum collaterale laterale = LCL) verletzt. Es entspringt am Oberschenkelknochen (Femur) und setzt am oberen Ende des Wadenbeins (Fibula) an. Der Außenbandriss tritt häufig als Begleitverletzung zusammen mit anderen Knieverletzungen auf. So gehen etwa 16 % aller vorderen Kreuzbandrisse mit einer Verletzung des Außenbandes einher.

Im Vergleich zum Innenband reißt das Außenband im Knie wesentlich seltener. Das Verhältnis der beiden Verletzungen beträgt etwa 16:1. Der Grund dafür liegt vor allem in der Anatomie: Während das Innenband mit dem Innenmeniskus verwachsen ist, verläuft das Außenband isoliert und ist nicht mit dem Außenmeniskus verbunden. Bei einer Verletzung des Außenmeniskus ist die Gefahr eines Außenbandrisses also geringer.

Die Behandlung des Außenbandrisses am Knie erfolgt in der Regel operativ. Nur inkomplette Bänderrisse oder Bandzerrungen, bei denen die Kontinuität des Bandes bestehen bleibt, lassen sich konservativ behandeln.

Autologes plättchenreiches Plasma (A-PRP) bei Arthrose und Sportverletzungen

Aktivierte Thrombozyten mit Tentakeln an Wunde. Wenn Thrombozyten aktiviert sind, bilden sie kleine Tentakeln aus. Diese helfen ihnen, an der Wunde haften zu bleiben und zu verklumpen. Auf diese Weise verschließen sie die Verletzung. © royaltystockphoto, Fotolia

Die Behandlung von Krankheiten und Verletzungen mit körpereigenen Substanzen aus dem Blut ist in der Medizin schon seit Jahren etabliert. Bereits im 19. Jahrhundert wurden erste Eigenbluttherapien zur Behandlung von Infektionskrankheiten durchgeführt. Bei Eigenbluttherapien wird dem Patienten stets eine kleine Menge des eigenen Blutes aus der Armvene abgenommen, verarbeitet und konzentriert in das Gelenk mit Arthrose oder eine entzündete Sehne injiziert. Die Behandlung mit autologem plättchenreichen Plasma (A-PRP), bei der vor allem die Blutplättchen verarbeitet werden, ist eine spezifische Form der Eigenbluttherapie.

Vor allem bei Knorpelschäden (Arthrose), Sehnen- oder Bandverletzungen, Muskelzerrungen und Entzündungen verschiedener Weichteilgewebe, z. B. Schleimbeutel (Bursitis) oder Sehnenscheidenentzündungen (Tendinitis) hat sich die Methode in der Praxis bewährt.

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