Orthopädische Gelenk-Klinik

Orthopädische Gelenk-Klinik

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Anlaufschmerz

Von Anlaufschmerz oder auch Loslaufschmerz spricht man, wenn Gelenkschmerzen oder Sehnenschmerzen zu Beginn einer Bewegung auftreten. Dies kann beispielsweise morgens nach dem Aufstehen oder nach langem Sitzen der Fall sein. Anlaufschmerzen sind ein erstes Zeichen für eine Arthrose (Gelenkverschleiß) oder Arthritis (Gelenkentzündung). Häufig äußern sich auch Sehnenansatzentzündungen wie z.B. Achillodynie oder Patellasehnenentzündung ("Runners Knee") als Anlaufschmerz. Ursachen dafür sind beispielsweise fortgeschrittenes Lebensalter oder Überlastung (z. B. durch Leistungssport). Vor allem im Bereich der Hüft- und Kniegelenke klagen viele Betroffene über die typischen Schmerzen.

Arthrose: Untersuchung und Diagnose

Klinische Untersuchung der Hüftarthrose Die klinische Untersuchung der Hüftarthrose schließt die Beweglichkeitsprüfung der Gelenke mit ein. Ein Impingement - eine Bewegungsblockade z.B. der Hüfte in eine Richtung ist ein deutliches Indiz für erhöhte Arthrosegefahr. © Gelenk-Klinik.de

Charakteristisch für Arthrose ist der sogenannte Anlaufschmerz: Das Gelenk benötigt nach Ruhe oder am frühen Morgen einige Zeit, bis es wieder schmerzfrei funktioniert.

Schmerzmuster wie Anlaufschmerz oder Ruheschmerz wird durch das Patientengespräch ermittelt. Danach kann der Arzt durch die klinische Untersuchung Zeichen wie Schwellung, Überwärmung des Gelenks, Reibegeräusche und die Koordination untersuchen.

Gelenkschmerzen können neben der Arthrose auch viele andere Ursachen haben. Diese Ursachen müssen durch eine gründliche Labor-Untersuchung des Stoffwechsels geklärt werden: Entzündungserkrankungen, Gicht, Diabetes, Rheuma und Osteonekrose können ebenfalls zu langanhaltenden, stechenden Gelenkschmerzen führen. Deswegen müssen Entzündungswerte, Rheumafaktoren und Stoffwechselwerte wie Harnsäure vorsorglich genau bestimmt werden. Die Labor-Untersuchung der Gelenksflüssigkeit nach lokaler Entnahme aus dem Gelenk kann diese Untersuchung ergänzen.

Die Röntgenuntersuchung unter Gewichts-Belastung des betroffenen Gelenks gibt den deutlichsten Hinweis auf den Zustand des Gelenkknorpels: Ist die Knorpelschicht im Röntgenbild schmaler geworden oder nicht mehr vorhanden, ist die Diagnose einer Arthrose gesichert.

MRT Bilder können darüberhinaus Daten zum Zustand der Sehnen und Bänder sowie Menisken und anderer Weichteile liefern. Damit können wir über die Bestimmung des Arthrosestadiums hinaus bereits zur Klärung der Ursachen beitragen, und möglicherweise noch gelenkerhaltende Behandlungsmöglichkeiten finden.

Arthrose: Knorpelaufbau, Regeneration und Funktion

Prinzip der Knorpelfunktion: Ein dünner Wasserfilm kann tonnenschwere Gewichte tragen. Prinzip des Knorpels: Ein dünner Wasserfilm kann tonnenschwere Gewichte tragen, ohne zu reissen. Bei Belastung wird auf der Knorpeloberfläche durch Kompression des Bindegewebes ein dünner Wasserfilm entstehen, der diese Funktion übernimmt. © Brent Moore über Wikimedia.org

Arthrose ist eine Erkrankung der Gelenk-Knorpel. Knorpel ist ein mikroskopisches Netz das aus langen, regelmäßig wie ein Netz angeordneten Proteinfasern gebildet wird. Dieses Netz ist stark wasserbindend. Korpelgewebe wird von der sogenannten Synovialflüssigkeit (Gelenkschmiere) durchtränkt und ernährt. Durch diese Wasserbindung entsteht die Elastizität des Gelenkknorpels: Sie kann die größten Belastungen standhalten, solange das knorpelbildende Bindegewebe gesund ist. Durch den Flüssigkeitsfilm, den jede Belastung durch Kompression des Knorpelgewebes auf der Oberfläche hervorbringt, entstehen die sehr niedrigen Reibungswerte an der Knorpeloberfläche.

Knorpelgewebe werden nicht direkt durchblutet. Der für die Regeneration wichtige Flüssigkeitsaustausch und Stoffwechsel setzt die Pumpwirkung durch regelmäßige, möglichst sanfte Bewegungen voraus. Knorpelverletzungen oder einseitige Belastungen etwa durch O-Beine oder nach Kreuzbandriss können den mikroskopischen Aufbau der Knorpelgewebe stören. Das kann langfristig zu Arthrose führen. Der Gelenkknorpel unterliegt einer natürlichen Alterung, wie jedes Bindegewebe auch.

Arthrose: Gelenkerhaltende und knochenerhaltende Therapie

ArthroseAlle Gelenke des menschlichen Körpers können von Arthrose befallen sein. Bei Arthrose wird der als gleitende Schicht für die Gelenkbeweglichkeit essentielle Gelenkknorpel abgebaut. Das Gelenk wird schmerzhaft, kann sich entzünden und versteift. © iStockphoto.com/Eraxion

Arthrose - Gelenkverschleiß - kann nach Knorpelverlust und entzündlicher Schwellung des Gelenks zur völligen Einsteifung führen. Arthrose ist heutzutage aber nicht nur nicht nur eine schicksalhafte, unaufhaltsame Erkrankung der Gelenke.

Über 5 Mio. Patienten mit Arthrose gibt es in Deutschland. Damit ist Arthrose die häufigste Gelenkerkrankung.

Konkrete Ursachen der Arthrose lokalisieren wir in der Lebensweise und der allgemeinen körperlichen Verfassung. Vermeidung von Genussgiften, nährstoffreiche entzündungshemmende Ernährung (wenig Alkohol, Kaffe und rotes Fleisch) und Bewegung unterstützen die gesunde Gelenksfunktion.

Arthrose hat bei allen Patienten in ähnlicher Weise beobachtbare Stadien: Der Knorpel wird rissig, bekommt Lücken. Schließlich wird die Knorpelschicht bei Arthrose ganz abgebaut. das Gelenk ist nicht mehr gleitfähig.

Arthrose kann alle Gelenke betreffen: Knie, Hüfte, Sprunggelenk, Schulter, die Finger- und Zehengelenke und die Wirbelsäulengelenke.

Vor allem bei den über 50 Jährigen wird Arthrose zum Massenphänomen. Männer sind etwas früher von Gelenkverschleiß betroffen, Frauen holen im höheren Lebensalter aber deutlich auf und stellen ab dem Alter von 55 Jahren die Mehrzahl der Arthrosepatienten.

Sprunggelenksarthrose: Ursachen, Symptome und gelenkerhaltende Therapie

SprunggelenksarthroseArthrose im Sprunggelenk entsteht, wenn die Knorpelschicht im Sprunggelenk verloren geht. Für die Arthrose im Sprunggelenk sind viele Ursachen möglich. © FOTOLIA

Der Sprunggelenksarthrose können völlig verschiedene Ursachen zugrunde liegen.

Der Sprunggelenksspezialist sucht die Ursache der Beschwerden: beispielsweise einen freien Gelenkkörper; eine Beinfehlstellung oder eine Bandverletzung; eine Fehlstellung im Sprunggelenk.

Wie kann die Arthrose im Sprunggelenk noch gestoppt werden?

Kniearthrose: Gelenkerhalt bei Arthrose im Kniegelenk

Kniearthrose ist eine sehr häufige Form der Arthrose

Untersuchung der Kniearthrose durch UltraschallUntersuchung der Kniearthrose durch Ultraschall. Schwellungen, Ergüsse und Entzündungszeichen bei aktivierter Kniearthrose können mit Ultraschall gut untersucht werden. © Gelenk-Klinik

Kniearthrose (medizinisch Gonarthrose) ist die vorzeitige Abnutzung des Kniegelenks. Kniearthrose ist die häufigste Form der Arthrose bei Menschen. Nur Hüftarthrose ist häufiger. Unsere Kniegelenke sind besonders starken Belastungen ausgesetzt. Das Kniegelenk ist komplex aufgebaut.

Es wird gebildet aus dem Oberschenkelknochen (Femur), der Kniescheibe (Patella)und dem Schienbein (Tibia). Sowohl die Gleitverbindung zur Kniescheibe als auch das Gelenk zum Schienbein mit seinen beiden Kammern kann von Arthrose betroffen sein.

Hüftarthrose (Coxarthrose): Gelenkerhaltende Therapie des Hüftgelenks

(oder Coxarthrose

coxarthrose-Die ersten Hinweise auf eine Hüftarthrose bekommt der Hüftspezialist durch eine sorgfältige klinische Untersuchung des Patienten. Bei Hüftarthrose wird die Rotation des Beines um die eigene Achse schmerzhaft. © Gelenk-Klinik

Der Knorpelverschleiß der Hüfte, die Coxarthrose (Hüftarthrose), ist eine weit verbreitete degenerative Erkrankung. Viele Menschen leiden im Lauf ihres Lebens unter Hüftbeschwerden durch eine Coxarthrose, denn sie ist noch vor der Kniearthrose die häufigste Form der Arthrose beim Menschen.

Fußwurzelarthrose (Arthrose des Lisfranc-Gelenks)

Was ist eine Fußwurzelarthrose?

Fusswurzelarthrose - Arthrose des Lisfrancgelenks Arthrose der Fußwurzelknochen

Die Fußwurzel-Arthrose ist eine Verschleißerkrankung - also Arthrose - der Gelenke der Fußwurzelknochen. Diese Arthrose der Fußknochen entsteht aus Knorpelschäden mit im weiteren Verlauf eintretenden Entzündungen und Reizungen. Die Fußwurzelgelenke dienen in erster Linie zur Stabilisierung des Fußgewölbes und der Dämpfung beim gehen und Laufen. Diese ist zu unterscheiden von den oberen und unteren Sprunggelenkabschnitten des Fußes.

Arthrose der Fußwurzel tritt besonders bei Frauen ohne eindeutig erkennbare Ursache auf. Häufig sehen wir die Fußarthros ebeidseits. Spezielle Risikofaktoren in der Lebensführung sind nicht bekannt.

Knieschmerzen - was hilft? Habe ich gefährliche oder harmlose Schmerzen?

Knieschmerzen sind ein Warnsignal des Körpers

Knieschmerzen sind ein Warnsignal: Sportverletzungen, Abnutzung, Fehlstellung oder Überlastung ist die Ursache.Knieschmerzen, die mit Schwellungen, Ödemen, Ergüssen und Weichteilveränderungen einhergehen, können besonders gut mit dem Ultraschall untersucht werden. © Gelenk-Klinik Prof. Dr. Sven Ostermeier

Knieschmerzen sind ein Volksleiden: Allein in Deutschland sind etwa fünf bis zehn Millionen Menschen davon betroffen. Es gibt sehr unterschiedliche Arten von Knieschmerzen. Nur eine gründliche ärztliche Untersuchung kann im Einzelfall die genauen Ursachen der Knieschmerzen klären.

Ellbogenschmerzen: Was tun, wenn der Ellenbogen Probleme macht?

Ellenbogen SchmerzDas Ellenbogengelenk wird von drei Knochen gebildet, dem Oberarmknochen (Humerus), der Elle (Ulna) und der Speiche (Radius). Zusätzlich werden die Knochen durch Bänder und Muskeln fixiert. Lediglich Beugung und Streckung sowie Einwärtsdrehung und Auswärtsdrehung sind möglich. Der Ellenbogen ist ein sogenanntes Drehscharniergelenk. © Fotolia.com

Schmerzen im Arm können vielerlei Ursachen haben. Die Gelenke und Schleimbeutel können sich bei starker Belastung entzünden. Eine Entzündung kann zu Ergüssen und Schwellungen führen, Kalkablagerungen können die Muskelsehnen reizen. Auch Unfallfolgen oder ein Impingement-Syndrom können starke Schmerzen hervorrufen. Nicht selten lassen sich Schmerzen im Arm aber auf eine Halswirbelsäulenerkrankung zurückführen.

Stechende Ellenbogenschmerzen (Tennisarm oder Meusarm) haben meist eine spezifische, berufsbedingte Überlastung als Ursache.

Schulterarthrose: Untersuchung und gelenkerhaltende Therapie

Untersuchung der Schulterarthrose mit Ultraschall Untersuchung der Schulterarthrose im Ultraschall zeigt Schwellungen, Ergüsse, Kalkdepots, Sehnenrisse und Symptome der Schulterarthrose. © Gelenk-Klinik

Man unterscheidet zwischen einer primären und einer sekundären Form der Schulterarthrose (Omarthrose ist der medizinische Begriff für Schulterarthrose). Eine sekundäre Schulterarthrose hat eine konkrete Ursache, eine primäre Schulterarthrose entsteht scheinbar von selbst. Beiden Formen gemeinsam ist der zunehmende Verschleiß des Gelenks, der schließlich zu einem Verbrauch des Gelenkknorpels im Schultergelenk führt. Diese Verschleißerkrankung ist häufig die Folge von mechanischen Überlastungen, Schäden an der Rotatorenmanschette, Entzündungen oder Unfällen. Die Beschwerden äußern sich meist in uncharakteristischen Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkungen der Schulter.

Was passiert bei einer Schulterarthrose?

Hüftschmerzen und Leistenschmerzen richtig verstehen

HüftschmerzenHüftschmerzen haben vielfältige Ursachen. Der Schmerzauslöser und die genaue Ursache der Hüftschmerzen können in einer klinischen Untersuchung ermittelt werden. © Gelenk-Klinik

Hüftschmerzen gehören zu den am weitesten verbreiteten Gelenkschmerzen. Sie sind für Patienten ohne ärztliche Unterstützung schwer zu beurteilen. Bei schweren oder lang andauernden Hüftschmerzen empfehlen wir daher auch stets die Unterstützung durch einen Hüftspezialisten.

Fersensporn, Fersenschmerz und Entzündung der Plantarsehne (Plantarfasziitis)

Operation des plantaren Fersenschmerzes Die Operation des plantaren Fersenschmerzes ist nur in Ausnahmefällen notwendig © Gelenk-Klinik

Der Fersensporn - oberer Fersenschmerz und unterer Fersenschmerz - äußert sich in Form von stechenden Schmerzen im Fuß. Meistens tritt dieser Schmerz in der Fersenregion auf.

Entweder in der Höhe des Absatzes als oberer Fersensporn oder als Schmerz an der Fußsohle: das ist der untere Fersensporn.

Fersenschmerz sollte auf jeden Fall beachtet und angemessen diagnostiziert werden. Lernen Sie im folgenden Artikel, wie der Fußspezialist bei der Diagnose vorgeht. Sie können auch vieles selbst dazu beitragen, Fersenschmerz zu vermeiden und gesund zu bleiben.

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FOCUS-Empfehlung

Vortrag 25.09.18, 19:30

"Arthrose und Gelenkschmerzen"
PD Dr med. Bastian Marquaß PD Dr. Bastian Marquaß
" Knorpeltherapie oder Prothesen bei Knieschmerzen?"
 
PD Dr. Bastian Marquaß
"Ellenbogenschmerzen: Übungen und orthopädische Therapie bei Tennisarm, Arthrose, oder Bursitis"