Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
Alte Bundesstr. 58
79194 Gundelfingen
Tel: (0761) 791170
Mail: patienten@gelenk-klinik.de

hyalin

Knorpelzellen mit Interzellularsubstanz. Bei hyalinem Knorpel sind die einzelnen Knorpelzellen (rot) in eine transparente Interzellularsubstanz eingebettet. © Ganimedes über Wikimedia.org

Hyalin (altgriech. hyalos "Glas") beschreibt in der medizinischen Gewebekunde (Histologie) durchscheinende, transparente Strukturen. Hierzu gehört beispielsweise hyaliner Knorpel, der zwischen den Knorpelzellen (Chondrozyten) aus sehr viel durchsichtiger Interzellularsubstanz besteht. In hyalinem Knorpel befinden sich kaum Blutgefäße, sodass er sich über Diffusion aus der Synovialflüssigkeit mit Nährstoffen versorgt. Hyaliner Knorpel kommt vor in Gelenken, Rippen, Nase, Luftröhre und Wachstumsfugen zwischen Epiphyse und Metaphyse von Röhrenknochen vor.

Knorpeltransplantation bei Knorpelschaden im Knie

Knorpeltransplantation bei Defekten im Gelenkknorpel Defekte im Gelenkknorpel können verschiedene Ursachen haben: Vor allem Fehlstellungen der Beinachse, Überlastung und Traumata (Verletzungen) führen zu einer schmerzhaften Arthrose im Kniegelenk. Die Transplantation von körpereigenem Gelenkknorpel kann solche Defekte behandeln. © Viewmedica

Bei der Knorpeltransplantation oder auch Knorpelzell- oder Chondrozytentransplantation handelt es sich um ein neuartiges Operationsverfahren, das Knorpeldefekte mithilfe von körpereigenen Knorpelzellen repariert. Es wird von wenigen Spezialisten in Deutschland routiniert und erfolgreich durchgeführt. Der Gründer der Orthopädischen Gelenk-Klinik in Gundelfingen war der erste Arzt weltweit, der diesen Eingriff erfolgreich arthroskopisch (minimalinvasiv) durchgeführte. Er hat diese Methode mit entwickelt und Ärzte in dieser Operationstechnik ausgebildet.

Hyaluronsäure bei Arthrose und Gelenkentzündung

Prinzip der Knorpelfunktion: Ein dünner Wasserfilm kann tonnenschwere Gewichte tragen. Prinzip der Knorpelfunktion: Wasserbindendes Gewebe kann durch die Tragkraft des gebundenen Wassers tonnenschwere Gewichte tragen. Die Wasserbindung im gesunden Bindegewebe des Knorpels ist also das Funktionsprinzip eines gesunden Gelenks. © Brent Moore über Wikimedia.org

Durch Spritzen von Hyaluronsäure ins Gelenk (sog. Viskosupplementation, Erhöhung der Gleitfähigkeit im Gelenk) verbessern sich die Beschwerden in frühen Stadien der Arthrose (Arthrose Grad II bis Grad IV) meist nebenwirkungsfrei. Diese Verbesserung kann über Monate oder Jahre anhalten. Viele Arthrosepatienten erfahren also eine wesentlich bessere Belastbarkeit. Bei Hüftarthrose, Kniearthrose und Sprunggelenksarthrose spüren die Patienten eine deutliche Zunahme der maximalen Gehstrecke.

Ursachen: Wie entsteht Arthrose?

Sportverletzungen können Arthrose als Folge haben Unfälle (Traumata) und Sportverletzungen an Bändern, Sehnen und Knorpel können Arthrose als Spätfolge haben. © massimhokuto, Adobe

Die Ursachen der Arthrose sind vielfältig. Arthrose ist eine multifaktoriell bedingte Erkrankung, das heißt, es existiert nicht ein einziger Auslöser, sondern erst das Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren führt zur Krankheit.

Auf einige auslösende Faktoren haben Betroffene keinen Einfluss. Dazu zählen zum Beispiel Alter, Geschlecht oder die genetische Veranlagung für vorzeitigen Gelenkverschleiß.

Andere Risikofaktoren wie beispielsweise Beinfehlstellungen (X- und O-Bein), Knorpel-, Band- und Knochenverletzungen durch Traumata oder eine unzureichend behandelte Hüftdysplasie aus der Kindheit können sich direkt auf betroffene Gelenke auswirken. Langfristig verursachen diese Faktoren degenerative arthrotische Veränderungen. Daneben gibt es Risikofaktoren, die Sie selbst beeinflussen können: Hierzu zählen regelmäßige Bewegung, Normalgewicht, ausgewogene, arthrosegerechte Ernährung und die Vermeidung von Nikotin und Alkohol.

Omarthrose: Untersuchung und gelenkerhaltende Therapie der Schulterarthrose

Schulterarthrose (Omarthrose) Das Schultergelenk besteht aus dem runden Oberarmkopf (Caput humeri) und der passgenauen, leicht konkaven Pfanne (Glenoid) des Schultergelenks. Beide Gelenkpartner sind mit einer schützenden Knorpelschicht überzogen. Bei Schulterarthrose ist dieser Gelenkknorpel geschädigt und das Aneinanderreiben der Knochen verursacht Schulterschmerzen. © Viewmedica

Omarthrose ist der Gelenkverschleiß des Schultergelenks. Omarthrose verursacht langfristig die schmerzhafte Einsteifung des Schultergelenks. Patienten mit Schulterarthrose haben am Morgen zunächst Anlaufschmerzen. Auf ein schmerzfreies Intervall folgen Schmerzen bei jeder Art Belastung der Schulter.

Die Beschwerden bei Schulterarthrose beginnen oft schleichend. Betroffene nehmen die Anfangssymptome der Omarthrose häufig nicht ernst und die Beschwerden steigern sich über mehrere Jahre. Bei rechtzeitiger ärztlicher Behandlung kann die Omarthrose durch einen Schulterspezialisten in vielen Fällen gelenkerhaltend behandelt werden. Im Endstadium der Omarthrose stehen dem Spezialisten verschiedene Modelle an Schulterprothesen zur Verfügung, die er individuell an die Bedürfnisse der Patienten anpasst und mit denen er ihnen wieder zu guter Schulterfunktion und -beweglichkeit verhilft.

Osteochondrosis dissecans (OD) im Sprunggelenk: Knochen-Knorpelschaden im Talus

MRT-Aufnahme einer Osteochondrosis dissecans am Sprungbein MRT einer Osteochondrosis dissecans im Sprungbein. Markiert ist ein halbkreisförmiger nekrotischer Bereich im Sprungbein mit Wassereinlagerung (Ödem). © Gelenk-Klinik

Osteochondrosis dissecans (OD) im Sprunggelenk ist eine Erkrankung der Gelenkfläche und beschreibt das Absterben begrenzter Bezirke zwischen Knorpel und Knochen im Gelenk. Osteochondrosis dissecans wird medizinisch auch als osteochondrale Läsion bezeichnet. Im Endstadium der Osteochondrosis dissecans löst sich ein Knochen-Knorpelfragment (Dissekat) ab, was zur schmerzhaften Blockade des Sprunggelenks (Impingement im Sprunggelenk) und langfristig zur Sprunggelenksarthrose führen kann.

Die Osteochondrosis dissecans am Sprunggelenk ist eine seltene Erkrankung: In 75 % aller Fälle von Osteochondrosis dissecans ist das Kniegelenk betroffen, nur 5 % aller Fälle betreffen das Sprunggelenk.

Dem orthopädischen Spezialisten für Sprunggelenkserkrankungen stehen verschiedene operative Möglichkeiten bei der Behandlung der Osteochondrosis dissecans im Sprunggelenk zur Verfügung, die er individuell für jeden Patienten abwägt. Die Wahl der Therapie richtet sich dabei vorrangig nach dem Patientenalter und dem Stadium der Erkrankung.

Hüftarthrose (Coxarthrose): gelenkerhaltende Therapie bei Verschleiß des Hüftgelenks

Coxarthrose Die ersten Hinweise auf eine Hüftarthrose bekommt der Hüftspezialist durch eine sorgfältige körperliche Untersuchung des Patienten. Bei Hüftarthrose schmerzt die Rotation des Beines um die eigene Achse. © Gelenk-Klinik

Als Hüftarthrose (Coxarthrose) bezeichnet man eine fortschreitende Abnutzung des Gelenkknorpels im Hüftgelenk. Die degenerative, verschleißbedingte Erkrankung des Hüftgelenks entwickelt sich meist schleichend über Jahre hinweg. Zu Beginn der Arthrose treten keine oder nur geringe Beschwerden auf. Erst mit zunehmendem Verlust der Knorpelschicht verspürt der Patient Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Durch Physiotherapie, Eigenübungen, Anpassungen der Ernährung und des Lebensstils sowie Gewichtsreduktion lässt sich der Verlauf der Hüftarthrose in vielen Fällen verlangsamen oder stoppen. Im fortgeschrittenen Krankheitsstadium können Spezialisten für Hüftbehandlungen durch operative Maßnahmen wie eine Hüftarthroskopie, eine Knorpeltransplantation oder eine Hüftprothese die Beweglichkeit der Hüfte wiederherstellen und dem Patienten zu schmerzfreier Mobilität und Lebensqualität verhelfen.

Kniearthrose (Gonarthrose): Gelenkerhalt bei Arthrose im Kniegelenk

Untersuchung der Kniearthrose durch Ultraschall Untersuchung der Kniearthrose: Ultraschall zeigt Schwellungen, Ergüsse und Entzündungszeichen bei aktivierter Kniearthrose. © Gelenk-Klinik

Kniearthrose (Gonarthrose) ist der Knorpelverschleiß im Kniegelenk. Bei fortgeschrittener Kniearthrose reiben die Knochen im Knie ohne schützende Knorpelschicht schmerzhaft aneinander. Die Kniearthrose ist neben der Hüftarthrose die häufigste Form der Arthrose (Knorpelverschleiß) beim Menschen.

Unsere komplex aufgebauten Kniegelenke sind besonders starken Belastungen durch das Körpergewicht ausgesetzt. Im Kniegelenk treffen Oberschenkelknochen (Femur), Kniescheibe (Patella) und Schienbein (Tibia) aufeinander. Sowohl die Gleitverbindung zur Kniescheibe als auch das Gelenk zum Schienbein mit seinen beiden Kammern kann von Arthrose betroffen sein.

Wenn Sie morgens bei den ersten Schritten Schmerzen verspüren oder das Kniegelenk nach dem Wandern oder Joggen häufig geschwollen und überwärmt ist und zusätzlich die Beweglichkeit abnimmt, sollten Sie Ihr Kniegelenk von einem orthopädischen Kniespezialisten untersuchen lassen.

Knieschmerzen nach Meniskusriss: Symptome, Therapie, Operation

Meniskusriss im Hinterhorn des innenmeniskus Schematische Darstellung einer Ruptur des Innenmeniskus, der häufiger als der Außenmeniskus von Verletzungen betroffen ist. Der Riss befindet sich im hinteren Anteil, dem Hinterhorn des Innenmeniskus. © Gelenk-Klinik

Der Meniskusriss ist eine der häufigsten Verletzungen des Kniegelenks. Jeder Unfall, der zu einer gewaltsamen Verdrehung oder einem Abknicken des Kniegelenks führt, kann einen Meniskusriss auslösen. Die Verletzungsgefahr ist umso größer, je mehr Gewicht oder Beschleunigung im Moment der Verletzung auf das Knie wirkt. Je weiter das Kniegelenk nach innen verdreht und in Richtung X-Bein eingeknickt ist, desto höher ist das Risiko einer Meniskusverletzung.

Jedes Kniegelenk hat einen Innen- und einen Außenmeniskus. Es handelt sich dabei um halbmondförmige knorpelähnliche Weichteilstrukturen, die wie Stoßdämpfer zwischen Schienbein- und Oberschenkelknochen liegen. Ein akut gerissener Meniskus führt sofort zu stechenden Schmerzen, einer Schwellung des Kniegelenks und deutlichen Bewegungseinschränkungen beim Strecken oder Beugen des Knies. Manchmal ist das Kniegelenk wie “blockiert”. Dagegen macht sich ein mit der Zeit verschlissener Meniskus durch allmähliche Beschwerden wie Belastungsschmerzen und gelegentliche Blockaden bemerkbar.

In manchen Fällen können die Beschwerden eines Meniskusrisses durch Ruhigstellung, Schonung und begleitende Physiotherapie von alleine ausheilen. Bei chronischen Knieschmerzen oder einer Blockade des Kniegelenks kann der orthopädische Kniespezialist mit einem operativen Eingriff helfen.

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