Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
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Monteggia-Fraktur

Klassifikation der Monteggia-Fraktur nach Bado Klassifikation der Monteggia-Fraktur nach Bado in vier Typen: Typ 1: Bruch der Elle (proximal, im oberen Drittel) und ventrale (bauchseitige) Luxation des Radiusköpfchens. Typ 2: Bruch der Elle (proximal) und dorsale (rückseitige) Luxation des Radiusköpfchens. Typ 3: Bruch der Elle im Bereich der Metaphyse und ventrale oder seitliche Luxation des Radiusköpfchens. Typ 4: Bruch von Elle und Speiche (proximal) und ventrale Luxation des Radiusköpfchens. © Gelenk-Klinik

Die Monteggia-Fraktur wurde nach dem italienischen Chirurgen Giovanni Battista Monteggia (1762–1815) benannt. Sie beschreibt eine spezielle Verletzung des Unterarmes. Nahe dem Ellenbogengelenk ist die Elle (Ulna) gebrochen, gleichzeitig ist das Radiusköpfchen (Caput radii) ausgerenkt (luxiert).

Als Begleitverletzung ist das Ringband zwischen Radiusköpfchen und Elle (Ligamentum anulare radii) häufig verletzt. Oft entsteht eine Monteggia-Fraktur duch einen Sturz auf den gestreckten Arm. Die Einteilung der verschiedenen Schweregrade einer Monteggia-Fraktur erfolgt nach der Klassifikation nach Bado. Eine Monteggia-Fraktur kann schwerwiegende Spätfolgen wie Lähmung des Nervus radialis, Ellenbogensteife, chronische Instabilität im Ellenbogengelenk oder das Kompartmentsyndrom haben. Meist wird eine Monteggia-Fraktur operativ behandelt mittels Reposition des Radiusköpfchens und Plattenosteosynthese. Sonderfälle einer Monteggia-Fraktur sind die Monteggia-like-Verletzung, die kindliche Monteggia-Verletzung und die Galeazzi-Fraktur (Reverse-Monteggia-Fraktur).

Ursachen: Wie entsteht Arthrose?

Sportverletzungen können Arthrose als Folge haben Unfälle (Traumata) und Sportverletzungen an Bändern, Sehnen und Knorpel können Arthrose als Spätfolge haben. © massimhokuto, Adobe

Die Ursachen der Arthrose sind vielfältig. Arthrose ist eine multifaktoriell bedingte Erkrankung, das heißt, es existiert nicht ein einziger Auslöser, sondern erst das Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren führt zur Krankheit.

Auf einige auslösende Faktoren haben Betroffene keinen Einfluss. Dazu zählen zum Beispiel Alter, Geschlecht oder die genetische Veranlagung für vorzeitigen Gelenkverschleiß.

Andere Risikofaktoren wie beispielsweise Beinfehlstellungen (X- und O-Bein), Knorpel-, Band- und Knochenverletzungen durch Traumata oder eine unzureichend behandelte Hüftdysplasie aus der Kindheit können sich direkt auf betroffene Gelenke auswirken. Langfristig verursachen diese Faktoren degenerative arthrotische Veränderungen. Daneben gibt es Risikofaktoren, die Sie selbst beeinflussen können: Hierzu zählen regelmäßige Bewegung, Normalgewicht, ausgewogene, arthrosegerechte Ernährung und die Vermeidung von Nikotin und Alkohol.

Kompartmentsyndrom am Fuß: Ursachen, Spätfolgen und Therapie

Querschnitt des Unterschenkels mit den vier Muskellogen. Querschnitt des linken Unterschenkels. Die Abbildung zeigt die vier verschiedenen Muskellogen (Kompartimente) des Unterschenkels. © Gelenk-Klinik.

Das Kompartmentsyndrom ist eine krankhafte Druckerhöhung in den Muskellogen und verursacht eine Mangeldurchblutung des Gewebes. Die Logen bündeln Gruppen von Muskeln, die ähnliche Funktionen ausüben. Straffes Bindegewebe (Faszien) umfasst jede Muskelloge. Meist entsteht ein Kompartmentsyndrom als Komplikation nach Unfällen durch Verletzungen, Schwellungen oder Einblutungen. Durch Anschwellen des Gewebes erhöht sich der Innendruck in den abgegrenzten Muskelgruppen. Damit das Muskelgewebe und die Nerven gesund und intakt bleiben, muss ein Kompartmentsyndrom schnellstmöglichst erkannt und ärztlich behandelt werden.

Monteggia-Fraktur: Ursachen, Diagnose und Behandlung

Verletzung des Ellenbogens mit Bruch der Elle und Luxation des Radiusköpfchens (Bado Typ 2) Röntgenbild: Verletzung des Ellenbogens mit Bruch der Ulna (Elle) und Luxation (Ausrenkung) des Radiusköpfchens (Klassifikation nach Bado: Typ 2). © Gelenk-Klinik.

Die Monteggia-Fraktur ist eine spezielle Verletzung des Unterarms. Die Elle ist in der Nähe des Ellenbogens gebrochen und gleichzeitig ist das Radiusköpfchen ausgerenkt. Diese spezielle Form der Luxationsfraktur wurde erstmalig von dem italienischen Chirurgen Giovanni Battista Monteggia (1762–1815) beschrieben. Die Monteggia-Fraktur macht lediglich 2–5 % aller Unterarmverletzungen aus. Die Kombination aus Knochenbruch der Ulna und Luxation des Radiuskopfes erfordert jedoch eine exakte Therapie, um Komplikationen wie eine eingeschränkte Funktion, chronische Schmerzen im Ellenbogengelenk und Ellenbogenarthrose zu vermeiden.

Radiusköpfchenfraktur: Symptome, Diagnose und Behandlung

dislozierte (verschobene) Radiusköpfchenfraktur im DVT Die digitale Volumentomografie zeigt eine dislozierte (verschobene) Radiusköpfchenfraktur. © Gelenk-Klinik

Die Radiusköpfchenfraktur ist ein Bruch im ellenbogennahen Anteil des Speichenknochens (Radius). Diese Verletzung ist mit 30 % der häufigste Bruch am Ellenbogengelenk beim Erwachsenen. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen. Die Fraktur entsteht beim Sturz auf die Hand bei gestrecktem oder leicht gebeugtem Arm. Die Unfallenergie wird dabei am Handgelenk aufgenommen und durch den Radius zum Ellenbogen geleitet, wodurch die Verletzung des Radiusköpfchens oder des Radiushalses entsteht. Man spricht in diesem Fall von einer indirekten Gewalteinwirkung als Auslöser für die Radiusköpfchenfraktur. Viel seltener entsteht der Bruch durch einen direkten Sturz oder Schlag auf den Ellenbogen.

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PD Dr. Bastian Marquaß PD Dr. med. habil. Bastian Marquaß

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Ellenbogenchirurgie

PD. Dr. med. Bastian Marquaß, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

PD. Dr. med. Bastian Marquaß, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie