Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Luxation

Schematische Darstellung einer Hüftluxation (Ausrenkung des Hüftgelenks) Wenn der Oberschenkelkopf nicht mehr zentral im Gelenk liegt und nach oben weggerutscht, spricht man von einer Luxation des Hüftgelenks. Das betroffene Hüftgelenk ist instabil und muss vom Arzt zurück in die normale Stellung gebracht werden (Reposition). © Gelenk-Klinik

Bei einer Luxation (lat. luxare „verrenken“) verschieben sich die Gelenkflächen gegeneinander, sodass sie nicht mehr regelrecht zueinander in Kontakt stehen. Aufgrund von äußerer Gewalteinwirkung, beispielsweise durch einen Sturz, tritt der Gelenkkopf aus der Gelenkpfanne heraus.

Am häufigsten ist die Schulter von einer Luxation (Schulterluxation) betroffen. Auch Kapseln und Bänder, die das Gelenk stabilisieren, werden bei einer Luxation verletzt. Man erkennt die Gelenkverletzung an einer sichtbaren Deformität, die oftmals mit Schwellungen oder einem Hämatom (Bluterguss) einhergeht. Das luxierte Gelenk sollte durch einen Arzt wieder in die richtige Position gebracht (Reposition) und geschont werden. Die Luxation ist eine schwere Komplikation nach der Operation einer Hüftprothese (Hüftluxation).

Schulterluxation und Schulterinstabilität: Auskugeln und Einrenken der Schulter

Intaktes Schultergelenk

Der enorme Bewegungsumfang macht das Schultergelenk mit seinen stabilisierenden Weichteilstrukturen anfällig für Verletzungen.

Eine Instabilität mit Luxationen (Ausrenkungen) der Schulter kann anlagebedingt sein, ist aber wesentlich öfter Folge einer traumatischen, unfallbedingten Erstluxation. Ein plötzlicher, unvorhergesehener Kraftimpuls führt bei einer bereits bestehenden maximalen Bewegungsauslenkung des Schultergelenks zur Schulterluxation.

Luxation des Ellenbogengelenks führt zu Instabilität

Bei vielen Sturzereignissen fängt sich der Mensch instinktiv mit den Armen und den Händen ab, um Verletzungen von Kopf und Gesicht zu vermeiden.

Bei vielen Sturzereignissen fängt sich der Mensch instinktiv mit den Armen und den Händen ab, um Verletzungen von Kopf und Gesicht zu vermeiden.

Die dabei auftretende Energie muss von der Hand, dem Unter- und dem Oberarm aufgenommen werden. Der größte Teil der Sturzenergie wird durch den Radius (Speiche) im Bereich des Handgelenkes aufgenommen und dann zum Ellenbogengelenk weitergeleitet, wo es typischerweise zu Radiuskopfbrüchen (Radiuskopfbruch) oder Ellenbogenluxationen kommen kann.

Vordere Knieschmerzen: Patelladysplasie, Patellaspitzensyndrom und Patellaluxation

Untersuchung der Patellafunktion Untersuchung der Patellafunktion (Funktion der Kniescheibe) durch Beobachtung des Patellalaufs bei Beugung und Streckung des Kniegelenks. © Gelenk-Klinik

Eine Fehlformung der Kniescheibe bezeichnet der Mediziner auch als Patelladysplasie. Die Patella ist ein von vorne gesehen dreieckiger Knochen. Sie ist gelenkig sowohl mit dem Oberschenkelknochen (Femur) als auch mit dem Schienbein (Tibia) verbunden.

Nicht immer führt die Patelladysplasie zu Knieschmerzen oder muss orthopädisch behandelt werden. Viele Patienten mit Patelladysplasie fühlen sich in ihrem Alltag nicht beeinträchtigt.

Dennoch begünstigt die einseitige Belastung des Gelenkknorpels des patellofemoralen Gelenks (zwischen Kniescheibe und Oberschenkelknochen) Knieschmerzen und Kniearthrose. Die Fehlform der Patella ist meist angeboren.

Beim Älterwerden kann die unebene Oberfläche der Patella im Kniegelenk einen Knorpelschaden verursachen (retropatellare Arthrose). Es ist sehr wichtig, die Patelladysplasie zu behandeln, bevor sich daraus eine Kniearthrose entwickelt. Die Patelladysplasie ist oft im Zusammenhang mit einer Patellaluxation zu beobachten.

Monteggia-Fraktur: Ursachen, Diagnose und Behandlung

Verletzung des Ellenbogens mit Bruch der Elle und Luxation des Radiusköpfchens (Bado Typ 2) Röntgenbild: Verletzung des Ellenbogens mit Bruch der Ulna (Elle) und Luxation (Ausrenkung) des Radiusköpfchens (Klassifikation nach Bado: Typ 2). © Gelenk-Klinik.

Die Monteggia-Fraktur ist eine spezielle Verletzung des Unterarms. Die Elle ist in der Nähe des Ellenbogens gebrochen und gleichzeitig ist das Radiusköpfchen ausgerenkt. Diese spezielle Form der Luxationsfraktur wurde erstmalig von dem italienischen Chirurgen Giovanni Battista Monteggia (1762–1815) beschrieben. Die Monteggia-Fraktur macht lediglich 2–5 % aller Unterarmverletzungen aus. Die Kombination aus Knochenbruch der Ulna und Luxation des Radiuskopfes erfordert jedoch eine exakte Therapie, um Komplikationen wie eine eingeschränkte Funktion und chronische Schmerzen im Ellenbogengelenk zu vermeiden.

Vordere Knieschmerzen: Sehnenkorrektur bei Patellaluxation

Patellaluxation Röntgenbild: Luxation der Patella nach links. © Gelenk-Klinik

Schwere Fehlstellungen der Kniescheibe oder Patellaluxationen (Ausrenken der Kniescheibe) führen meistens zu starken vorderen Knieschmerzen. Ursächlich kann ein zu weit außen liegender Ansatz der Kniescheibensehne (Tuberositas tibiae) sein. Die Operation nach Blauth ist eine operative Therapie, die diesen knöchernen Ansatz am Schienbein (Tibia) nach innen versetzt. Dadurch verschiebt sich die Kniescheibe in ihrer Gleitbahn nach medial (innen). Die Operation nach Blauth wird in der Regel durchgeführt, wenn durch die laterale Retinakulumverlängerung kein ausreichender Erfolg erzielt werden kann und die Schmerzen im Knie weiter andauern.

Patellofemorales Schmerzsyndrom: laterale Retinakulumverlängerung bei vorderen Knieschmerzen

Kippstellung der Patella Kippstellung der Patella durch erhöhten Zug der seitlichen Haltebänder. Eine operative Verlängerung entlastet die Kniescheibe und reduziert Knieschmerzen. © Gelenk-Klinik

Wenn durch eine Fehlstellung zu viel Druck auf der seitlichen Kniescheibe (Patella) lastet, kann dies zu Knorpelverschleiß mit anschließendem Knochenschaden führen. Starke Knieschmerzen an der Vorderseite sind das Resultat. Um die Druckbelastung zu minimieren, verlängern wir das laterale (an der Außenseite liegende) Retinakulum (Halteband).

Die laterale Retinakulumverlängerung hat das bisher gängige Verfahren der Retinakulumspaltung (Lateral Release) abgelöst, da bei gleichem therapeutischen Effekt die Gefahr einer Instabilität der Patella reduziert ist.

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