Orthopädische Gelenk-Klinik

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tarsale Instabilität

Fußwurzelknochen Die Fußwurzel umfasst sieben Fußwurzelknochen (Ossa tarsi): das Sprungbein, das Fersenbein, das Kahnbein, drei Keilbeine und das Würfelbein. Eine tarsale Instabilität kann verschiedene dieser Knochen und die zwischen ihnen gelegenen Gelenke betreffen, vor allem Sprungbein, Fersenbein, Kahnbein und Würfelbein. © Gelenk-Klinik

Die tarsale Instabilität bezeichnet eine krankhafte Überbeweglichkeit bzw. verminderte Stabilität der Gelenke zwischhen den Fußwurzelknochen (Intertarsalgelenke). Dadurch können sich die Fußwurzelknochen unter Belastung gegeneinander verschieben. Typische Folgen sind belastungsabhängige Schmerzen im Mittelfuß oder Fußgewölbe, Schwellung, Unsicherheit beim Gehen sowie eine zunehmende Abflachung des Fußgewölbes. Bei fortgeschrittener Instabilität kann sich eine sichtbare Fehlstellung mit Knickstellung der Ferse entwickeln.

Eine tarsale Instabilität kann durch verschiedene Faktoren entstehen. Häufig liegt ihr eine Schwäche oder Schädigung der Bänder zugrunde, etwa nach einem Umknicken, einer Verletzung der Fußwurzel oder durch chronische Überlastung. Auch eine Dysfunktion der Tibialis-posterior-Sehne, die das Fußgewölbe stützt, kann die Stabilität der Fußwurzel beeinträchtigen. Darüber hinaus kommen angeborene oder erworbene Fußfehlstellungen (insbesondere ein Knick-Senkfuß), Arthrose, Nervenerkrankungen mit Sensibilitätsverlust sowie frühere Verletzungen der Chopart-Gelenklinie als Ursachen infrage.

Die Diagnose beruht auf der klinischen Untersuchung, Belastungsaufnahmen und – je nach Befund – einer MRT. Therapeutisch stehen zunächst Einlagen, stabilisierendes Schuhwerk, Physiotherapie und Belastungsanpassung im Vordergrund. Bei bleibender Instabilität, fortschreitender Fehlstellung oder Arthrose kann eine operative Stabilisierung bzw. Versteifung erforderlich werden.

Das Sinus-tarsi-Syndrom: Fußschmerzen am Außenknöchel

Lage des Sinus tarsi Beim Sinus-tarsi-syndrom leiden die Betroffenen an Fußschmerzen im Bereich des Außenknöchels, möglicherweise mit Rötung und Schwellung. © Gelenk-Klinik

Das Sinus-tarsi-Syndrom ist eine Diagnose, die über die Lage des Schmerzes vor dem Außenknöchel über der anatomischen Struktur des Sinus tarsi beschrieben wird. Der Sinus tarsi ist eine kanalförmige Vertiefung zwischen Fersenbein (Calcaneus) und Sprungbein (Talus). Der Sinus tarsi grenzt an das hintere untere Sprunggelenk (USG) und vorne an das obere untere Sprunggelenk. Im Sinus tarsi verlaufen eine Vielzahl von Nerven und Bändern.

Die Bezeichnung Sinus-tarsi-Syndrom ist als Überbegriff für mehrere Erkrankungen zu verstehen, die nur verlässlich von einem Spezialisten für Fuß- und Sprunggelenkserkrankungen differenziert und angepasst therapiert werden können.

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