MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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79194 Gundelfingen
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Die tarsale Instabilität bezeichnet eine krankhafte Überbeweglichkeit bzw. verminderte Stabilität der Gelenke zwischhen den Fußwurzelknochen (Intertarsalgelenke). Dadurch können sich die Fußwurzelknochen unter Belastung gegeneinander verschieben. Typische Folgen sind belastungsabhängige Schmerzen im Mittelfuß oder Fußgewölbe, Schwellung, Unsicherheit beim Gehen sowie eine zunehmende Abflachung des Fußgewölbes. Bei fortgeschrittener Instabilität kann sich eine sichtbare Fehlstellung mit Knickstellung der Ferse entwickeln.
Eine tarsale Instabilität kann durch verschiedene Faktoren entstehen. Häufig liegt ihr eine Schwäche oder Schädigung der Bänder zugrunde, etwa nach einem Umknicken, einer Verletzung der Fußwurzel oder durch chronische Überlastung. Auch eine Dysfunktion der Tibialis-posterior-Sehne, die das Fußgewölbe stützt, kann die Stabilität der Fußwurzel beeinträchtigen. Darüber hinaus kommen angeborene oder erworbene Fußfehlstellungen (insbesondere ein Knick-Senkfuß), Arthrose, Nervenerkrankungen mit Sensibilitätsverlust sowie frühere Verletzungen der Chopart-Gelenklinie als Ursachen infrage.
Die Diagnose beruht auf der klinischen Untersuchung, Belastungsaufnahmen und – je nach Befund – einer MRT. Therapeutisch stehen zunächst Einlagen, stabilisierendes Schuhwerk, Physiotherapie und Belastungsanpassung im Vordergrund. Bei bleibender Instabilität, fortschreitender Fehlstellung oder Arthrose kann eine operative Stabilisierung bzw. Versteifung erforderlich werden.