Orthopädische Gelenk-Klinik

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Pincer-Impingement

Grafik Pincer-Impingement Links: normales Hüftgelenk. Rechts: Hüftgelenk mit Pincer-Impingement. Beim Pincer-Impingement ist die Hüftgelenkspfanne vertieft und schlägt an den Oberschenkelkopf an (rot). © Gelenk-Klinik

Das Pincer-Impingement (engl. pincer "Beißzange", impingement "Anstoßen") zählt wie das Cam-Impingement zu den schmerzhaften Anschlagsyndromen der Hüfte. Beim Pincer-Impingement ist die Vertiefung der Hüftpfanne größer als normal, so dass der Hüftkopf tiefer gelagert ist. Beim Patienten liegt also eine Coxa profunda vor. Dadurch stößt der Oberschenkelhals am Pfannenrand an und schädigt langfristig die knorpelige Gelenklippe. Vom Pincer-Impingement sind hauptsächlich Frauen mittleren Alters betroffen.

Hüftschmerzen und Leistenschmerzen richtig verstehen

Hüftschmerzen Hüftschmerzen haben vielfältige Ursachen. Der Arzt ermittelt den Schmerzauslöser und die genaue Ursache der Hüftschmerzen in einer klinischen Untersuchung. © Gelenk-Klinik

Hüftschmerzen gehören zu den am weitesten verbreiteten Gelenkschmerzen. Falsche Bewegungen oder einseitige Belastung können zu Schmerzen in der Hüfte führen. Umgekehrt können Schmerzen aus der Lendenwirbelsäule in die Hüftregion ausstrahlen. Hüftschmerzen sind für Patienten ohne ärztliche Unterstützung schwer zu beurteilen. Bei schweren oder lang andauernden Hüftschmerzen sowie bei Schwellungen, Rötungen, Verformungen oder Fieber empfehlen wir daher stets die Unterstützung durch einen Hüftspezialisten. Dieser wird Ihre Hüfte und umliegende Gewebe und Knochen genau untersuchen.

Wenn Krankengymnastik und Schmerzmittel nicht mehr weiterhelfen, kann die Hüfte minimalinvasiv mithilfe einer Hüftarthroskopie operiert werden. Eine durch Hüftarthrose geschädigte Hüfte kann der Spezialist mit einer Hüftprothese behandeln.

Impingement der Hüfte durch Hüftarthroskopie behandeln

Röntgenbild Cam-Impingement Hüftgelenk mit CAM-Impingement. Das CAM- oder Nockenwellen-Impingement ist eine knöcherne Erhöhung am Oberschenkelkopf, die an die Hüftpfanne (Acetabulum) anschlägt (rot eingezeichnet). © Gelenk-Klinik.de

Das Hüftimpingement (femoroacetabuläres Impingement oder kurz: FAI) wurde erst vor einigen Jahren als Ursache von vielen Fällen der Hüftarthrose erkannt. Wir haben herausgefunden, dass viele Patienten, die früh an Hüftarthrose erkrankten, keine kugelförmigen Oberschenkelköpfe hatten. Diese Formveränderung führt zu bewegungsabhängigen Hüftschmerzen. Der Hüftspezialist kann das Hüftimpingement sehr gut klinisch oder durch Röntgenbilder diagnostizieren. Die Früherkennung des Hüftimpingements ist wichtig, weil es einen gelenkerhaltenden operativen Eingriff erlaubt.

Der Orthopäde kann die Form des Oberschenkelkopfes operativ wiederherstellen, bevor das dauernde knöcherne Anschlagen (engl. "to impinge") bei bestimmten Bewegungen zur Hüftarthrose führt. Das macht die Hüftarthroskopie bei Hüftimpingement zu einer wichtigen, das Hüftgelenk erhaltenden Operation.

Impingement-Syndrom der Hüfte: Schmerzhafte Blockade des Hüftgelenks

schmerzende Hüfte Beim Impingement-Syndrom der Hüfte kommt es zu einer Blockade im Gelenk. Diese kann mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen einhergehen. © peterschreiber.media, Fotolia

Das Impingement-Syndrom der Hüfte wird auch als einklemmende oder blockierte Hüfte bezeichnet. Dabei ist der Gelenkspalt zwischen dem Kopf des Oberschenkelknochens und der Hüftgelenkspfanne (Acetabulum) aufgrund von knöchernen Veränderungen verschmälert. Man spricht daher auch von einem femoroacetabulären Impingement, kurz FAI.

Vor allem beim Bewegen des Hüftgelenks leiden Betroffene unter starken Schmerzen, die bis in den Oberschenkel ausstrahlen können. Bei einem beginnenden Hüftimpingement können die Schmerzen mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln oder Bewegungsübungen behandelt werden. Um die Ursache einer blockierten Hüfte zu behandeln, ist ein operativer Eingriff durch einen Hüftspezialisten erforderlich.

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Facharzt für Orthopädie, Chirurgie und Unfallchirurgie an der Gelenk-Klinik