MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Fixateur externe zur Stabilisierung der Unterschenkelknochen nach einer Fraktur. Die Stifte sind in den Knochen verankert und über eine feste Schiene miteinander verbunden. Auf diese Weise halten sie die Knochenbruchstücke von außen in der korrekten Lage. © Isara, Adobe
Unter einem Fixateur (lat. figere "befestigen") versteht man in der Chirurgie ein Haltesystem, das während der Heilung nach einem Knochenbruch oDrder einer Operation die Knochen stabilisiert. Die Fixierung ermöglicht das korrekte Zusammenwachsen der einzelnen Knochenbruchstücke und verhindert, dass sich die Fragmente verschieben.
Unterschieden werden zwei Formen, wobei mit dem Begriff „Fixateur“ meist der Fixateur externe (lat. externus "außen") gemeint ist. Der Fixateur externe besteht aus einem außerhalb des Körpers liegenden Metallgestell, das mit Schrauben oder Stiften im Knochen verankert ist. Auf diese Weise hält es die im Körper liegenden Knochenbestandteile am richtigen Platz. Der Fixateur hat den Vorteil, dass er schnell anzubringen ist und wird deshalb gerne in der Notfallversorgung genutzt. Auch bei offenen Wunden und komplizierten Brüchen mit Weichteilschäden ist er hilfreich. Nachteilig ist jedoch die Infektionsgefahr an der Eintrittsstelle der Stifte, die eine penible hygienische Versorgung erforderlich machen.
Beim Fixateur interne handelt es sich um eine innere Fixierung, die im Rahmen einer Operation erfolgt. Verwendet werden dazu meist Platten, Schrauben, Drähte oder Marknägel. Auch diese Metallteile halten die Knochenbruchstücke am richtigen Ort – nur eben innerhalb des Körpers. Sie werden nach der Heilung bei einer Zweit-OP entfernt oder bleiben in einigen Fällen auch auf Dauer im Körper.