Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
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Gonarthrose

Gonarthrose Kniegelenk mit Gonarthrose: Verschleißt die Knorpelschicht, reiben die Knochenflächen im Kniegelenk aufeinander und es entstehen Schmerzen. © Viewmedica

Als Gonarthrose (Kniearthrose) bezeichnet man den Verschleiß der Knorpelschicht des Kniegelenks. Zu den häufigsten Ursachen zählen Übergewicht, Fehlbelastung (z. B. durch Sport), Verletzungen oder angeborene Fehlstellungen (z. B. X- oder O-Beine).

Im Anfangsstadium sind Patienten mit Gonarthrose meist schmerzfrei. Erst später können Belastungsschmerzen – vor allem beim Treppensteigen, Bergablaufen oder nach längeren Ruhepausen – Hinweise auf den Verschleiß im Kniegelenk geben. Auch Knack- und Reibegeräusche (→Krepitation), Schwellung und Überwärmung zählen zu den typischen Symptomen der Gonarthrose.

Schmerzstillende Medikamente wie Ibuprofen können in Akutphasen Abhilfe schaffen. Um die Ernährung des Knorpels zu verbessern, sollten Betroffene physikalische Therapiemaßnahmen (z. B. Wärme- und Kältetherapie) durchführen oder pflanzliche Mittel wie Teufelskralle einnehmen. Gezielte Physiotherapie hilft, das Kniegelenk muskulär zu stabilisieren. Wiederherstellen lässt sich der Knorpel auf diese Weise allerdings nicht. Führen konservative Maßnahmen nicht zum gewünschten Ergebnis, bieten operative Maßnahmen wie die körpereigene Knorpeltransplantation (ACT) oder der Einsatz einer Knieprothese die Möglichkeit, Schmerzfreiheit und körperliche Belastbarkeit wiederherzustellen.

Synonym: 
Kniearthrose

Osteochondrosis dissecans (OD) im Knie: Symptome, Diagnose und Behandlung

Osteochondrosis dissecans im Kniegelenk Zunächst kommt es zu einer Minderdurchblutung des Knochens (links) unterhalb des Gelenkknorpels. Im weiteren Krankheitsverlauf kann sich das abgestorbene Knorpel-Knochen-Fragment (Dissekat) vom umliegenden gesunden Gewebe lösen (rechts). @ Gelenk-Klinik

Die Osteochondrosis dissecans bezeichnet das Absterben kleiner Knochenbezirke unterhalb des Gelenkknorpels im Knie. Diese Erkrankung tritt meist bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 5 bis 20 Jahren auf. Das frühzeitige Erkennen und Behandeln der Osteochondrosis dissecans ist wichtig. Schreitet die Erkrankung unbehandelt fort, nimmt auch der Gelenkknorpel Schaden. Folge kann ein vorzeitiger Gelenkverschleiß (Arthrose) mit chronischen Beschwerden und Funktionsstörungen des Kniegelenks sein.

Arthrose vorbeugen: Ernährung und Bewegung

Eine gesunde Ernährung kann Arthrose vorbeugen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann Arthrose vorbeugen. © monticellllo, Fotolia

Arthrose (Gelenkverschleiß) betrifft viele Menschen. Fast jeder zweite Mensch über 50 Jahren hat bereits deutliche Anzeichen einer Arthrose. Fehl- oder Überbelastung führen zum Verschleiß des Gelenkknorpels. Das Gelenk beginnt zu schmerzen, wird weniger belastbar und kann schließlich sogar unbeweglich werden. Wegen Arthrose erfolgen allein in Deutschland jedes Jahr über 300.000 Operationen mit künstlichem Hüft- oder Kniegelenkersatz.

Eine gesunde Ernährung kann gegensteuern und das Fortschreiten der Arthrose verlangsamen oder stoppen. Außerdem ist ausreichende Bewegung wichtig, um Arthrose vorzubeugen. Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren verbessern die Knorpelernährung und fördern die Beweglichkeit der Gelenke.

Laterale Knieteilprothese: Schlittenprothese des äußeren Kniegelenks

Schlittenprothese im Kniegelenk Röntgenbild einer lateralen Schlittenprothese: Die Knieteilprothese ersetzt lediglich den abgenutzten Knorpel im äußeren Anteil des Kniegelenks. Die gesunden Knorpelflächen bleiben erhalten. © Gelenk-Klinik

Die Kniearthrose betrifft nicht immer beide Gelenkhälften (Kompartimente) des Knies gleichzeitig. Der Knorpel kann in einem Teil des Knies bereits sehr abgenutzt sein, während er in einem anderen Bereich noch in gutem Zustand ist.

Man nennt die Arthrose des inneren Knies auch mediale Gonarthrose. Ist der äußere Anteil des Kniegelenks von Arthrose betroffen, spricht der Kniespezialist von einer lateralen Gonarthrose.

Kniearthrose: Praktische Knieübungen und Physiotherapie

Physiotherapie und Sport bei Kniearthrose Physiotherapie und Sport verbessern die Gelenkfunktion und reduzieren chronische Schmerzen bei Kniearthrose. © AndreyPopov, iStock

Als Kniearthrose (Gonarthrose) bezeichnet man den fortschreitenden Gelenkverschleiß im Kniegelenk. Sie ist eine der häufigsten Gründe für chronische Knieschmerzen. Mit gelenkerhaltenden konservativen Maßnahmen können Sie dem Verschleiß entgegenwirken und Knieschmerzen reduzieren.

Übungen bei Kniearthrose kräftigen die Muskulatur rund um das Kniegelenk. Sie verbessern zudem die Beweglichkeit und Koordination des Knies.

Knieschmerzen in der Kniekehle

Grafische Darstellung einer Bakerzyste Verschiedene Knieverletzungen (z. B Meniskusriss) führen dazu, dass das Knie vermehrt Gelenkflüssigkeit produziert. Irgendwann kann die Gelenkkapsel die Flüssigkeit nicht mehr halten und stülpt aus. Eine sogenannte Bakerzyste entsteht. © Artemida-psy, Fotolia

Schmerzen in der Kniekehle entstehen oft durch eine Verletzung am Innenmeniskus. Der Innenmeniskus ist mit der Gelenkkapsel fest verbunden, sodass diese mit verletzt wird, wenn der Innenmeniskus beschädigt wird.

Schmerz in der Kniekehle kann durch eine klinische Untersuchung und durch ein MRT untersucht werden. Kommt eine schmerzhafte Schwellung in der Kniekehle hinzu – die Bakerzyste – verstärkt dies den Verdacht einer Meniskusverletzung an der Innenseite. Eine Ultraschalluntersuchung hilft bei der Diagnose. Auch eine Kniearthrose kann lokalisierte Schmerzen in der Kniekehle verursachen. Bei Verdacht auf Kniearthrose veranlasst der Kniespezialist eine Röntgen- und MRT-Untersuchung.

Knieschmerzen beim Treppensteigen

Kreuzband Die Funktion des Kreuzbandes kann klinisch durch eine Reihe von Tests geprüft werden. Der Schubladentest zeigt das Wackelknie, das der Patient auch beim Bergabgehen oder beim Hinuntergehen einer Treppe als Instabilität spürt, wenn das vordere Kreuzband nicht mehr richtig funktioniert. © Gelenk-Klinik/Prof. Dr. Sven Ostermeier

Knieschmerzen beim Treppensteigen können durch Kniearthrose hinter der Patella (Kniescheibe) ausgelöst werden. Auch eine Instabilität der Patella kann beim Beugen des Knies oder beim Treppensteigen schmerzhaft werden. Schmerzen beim Treppensteigen sind in der Regel belastungsabhängig.

Röntgenbilder und Kernspin (MRT) zeigen Abnutzungen der Knorpelfläche oder lokale Schäden im Knie.

Knieschmerzen – Übungen zum Selbermachen

Übung Knie pendeln lassen 1. Übung: Knie pendeln lassen. Die durch Pendeln angeregte Bildung von Gelenkschmiere hilft gegen Knieschmerzen. © Gelenk-Klinik.de

Im Folgenden empfehlen wir Ihnen einfache Übungen gegen Knieschmerzen. Bitte beachten Sie, dass Sie länger andauernde Knieschmerzen stets orthopädisch untersuchen lassen sollten. Diese Übungen sind also nur nach einer ärztlichen Abklärung empfehlenswert.

Knieschmerzen durch Arthrose

Knieschmerzen bei Arthrose Bei einer Arthrose des Kniegelenks reiben die Gelenkflächen von Ober- und Unterschenkelknochen schmerzhaft aufeinander. © Henrie, Fotolia

Die Grundlage der Therapie einer Gonarthrose (Gelenkverschleiß im Knie) ist eigentlich immer eine Anpassung des Lebensstils. Die wenigsten Patienten mit Kniearthrose benötigen jemals eine Operation oder gar eine Knieprothese. Zentral für die Therapie der Kniearthrose ist die Anpassung der Ernährung (wenig Fleisch, wenig Zucker, viel Gemüse und nährstoffreiche Kost) und der Lebensweise. Wenn es gelingt, ist eine Gewichtsreduktion sehr vorteilhaft: Mit jedem Kilo weniger auf dem Knie reduzieren Sie Ihre Knieschmerzen und die Knieentzündungen. Dadurch verlängert sich die Lebensdauer Ihres Kniegelenks deutlich.

Knieschmerzen nach dem Joggen oder nach dem Sport

Joggerin beim Laufen Wenn Sportler an Knieschmerzen leiden, ist häufig falsches Schuhwerk dafür verantwortlich. Aber auch bestimmte Erkrankungen können die belastungsabhängigen Knieschmerzen beim Joggen verursachen. © Daxiao Productions, Fotolia

Viele Läufer haben Knieschmerzen nach dem Joggen. Vor allem bei Trainingsanfängern oder nach längerer Sportpause ist das normal und nicht besorgniserregend. Wir haben für Knieschmerzen beim Joggen folgende Faustregel:

Kniearthrose: Gelenkerhalt bei Arthrose im Kniegelenk

Untersuchung der Kniearthrose durch Ultraschall Untersuchung der Kniearthrose: Ultraschall zeigt Schwellungen, Ergüsse und Entzündungszeichen bei aktivierter Kniearthrose. © Gelenk-Klinik

Kniearthrose (Gonarthrose) ist die vorzeitige Abnutzung des Kniegelenks. Sie ist neben der Hüftarthrose die häufigste Form der Arthrose bei Menschen. Unsere komplex aufgebauten Kniegelenke sind besonders starken Belastungen durch das Körpergewicht ausgesetzt.

Im Kniegelenk treffen Oberschenkelknochen (Femur), Kniescheibe (Patella) und Schienbein (Tibia) aufeinander. Sowohl die Gleitverbindung zur Kniescheibe als auch das Gelenk zum Schienbein mit seinen beiden Kammern kann von Arthrose betroffen sein.

Knieschmerzen nachts oder nach dem Aufstehen

Älterer Mann mit Knieschmerzen Knieschmerzen nachts oder in Ruhe sind häufig ein Zeichen für entzündliche Prozesse im Kniegelenk. Rheuma oder Arthrose können dafür verantwortlich sein. © Africa Studio, Fotolia

Treten Knieschmerzen nach dem Aufstehen oder nach Ruhephasen auf, ist häufig eine entzündlich aktivierte Arthrose (Gelenkverschleiß) oder eine rheumatoide Arthritis (Gelenkentzündung) dafür verantwortlich. Während Betroffene die Knieschmerzen anfänglich nur unter Belastung verspüren, können die Beschwerden bei fortschreitender Gelenkzerstörung oder -entzündung auch nachts oder in Ruhe auftreten. Auch Morgensteifigkeit sowie Rötung und Schwellung des Knies sind typische Symptome dieser Erkrankungen.

Eigenbluttherapie: Autologes plättchenreiches Plasma (A-PRP) bei Arthrose und Sportverletzungen

Wenn Thrombozyten aktiviert sind, bilden sie kleine Tentakeln aus. Diese helfen ihnen, an der Wunde haften zu bleiben und zu verklumpen. Auf diese Weise verschließen sie die Verletzung. BILD 1: Wenn Thrombozyten aktiviert sind, bilden sie kleine Tentakeln aus. Diese helfen ihnen, an der Wunde haften zu bleiben und zu verklumpen. Auf diese Weise verschließen sie die Verletzung. © royaltystockphoto, Fotolia

Die Eigenblutbehandlung von Krankheiten und Verletzungen mit körpereigenen Substanzen hat sich in der Medizin schon seit Jahren bewährt. Bereits im 19. Jahrhundert wurden erste Eigenbluttherapien zur Behandlung von Infektionskrankheiten durchgeführt. Bei Eigenbluttherapien wird dem Patienten stets eine kleine Menge des eigenen Blutes ais der Armvene abgenommen, verarbeitet und konzentriert an eine schmerzende Stelle injiziert. Die A-PRP-Therapie, bei der vor allem die Blutplättchen verarbeitet werden, ist eine spezifische Form der Eigenbluttherapie.

Retropatellararthrose (Kniescheibenarthrose): konservativ oder operativ behandeln?

Patellofemorale Knieteilprothese Patellofemorale Knieteilprothese: Ein Metallimplantat zwischen den beiden Oberschenkelrollen kleidet die Gleitrinne der Patella (Trochlea) aus. Ein gleitfähiges Polyethylen-Implantat auf der Rückseite der Kniescheibe bildet die Gleitpaarung mit dem Titanimplantat. Wir ziehen die einwachsenden, knochensparenden HemiCAP-Implantate den zementierten Implantaten vor. © 2med

Die patellofemorale bzw. retropatellare Arthrose ist die seltenste Form der Kniearthrose. Hauptursachen der Arthrose des Patellofemoralgelenks, das Oberschenkelknochen und Kniescheibe verbindet, sind Fehlbildungen der Patella (Kniescheibe) bzw. der patellaren Gleitrinne (Trochlea) im Oberschenkelknochen. Auch Traumata (Verletzungen) wie eine Patellafraktur oder osteochondrale Läsionen (Verletzungen des Gelenkknorpels und des darunterliegenden Knochens) sind häufige Ursachen.

Die gelenkerhaltende Behandlung der Retropatellararthrose steht im Vordergrund. Weichteileingriffe an den Sehnen, die die Patella führen, können die Position der Patella und die Kraftübertragung auf das femoropatellare Gelenk verbessern.

Wenn ein gelenkerhaltendes Vorgehen nicht mehr möglich ist, weil der Knorpel komplett abgenutzt ist, kann eine Knieteilprothese das patellofemorale Gelenk ersetzen.

Hyaluronsäure bei Arthrose und Gelenkentzündung

Prinzip der Knorpelfunktion: Ein dünner Wasserfilm kann tonnenschwere Gewichte tragen. Prinzip der Knorpelfunktion: Wasserbindendes Gewebe kann durch die Tragkraft des gebundenen Wassers tonnenschwere Gewichte tragen. Die Wasserbindung im gesunden Bindegewebe des Knorpels ist also das Funktionsprinzip eines gesunden Gelenks. © Brent Moore über Wikimedia.org

Durch Spritzen von Hyaluronsäure ins Gelenk (sog. Viskosupplementation, Erhöhung der Gleitfähigkeit im Gelenk) verbessern sich die Beschwerden in frühen Stadien der Arthrose (Arthrose Grad II bis Grad IV) meist nebenwirkungsfrei. Diese Verbesserung kann über Monate oder Jahre anhalten. Viele Arthrosepatienten erfahren also eine wesentlich bessere Belastbarkeit. Bei Hüftarthrose, Kniearthrose und Sprunggelenksarthrose spüren die Patienten eine deutliche Zunahme der maximalen Gehstrecke.

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