Orthopädische Gelenk-Klinik

MVZ Gelenk-Klinik
EndoProthetikZentrum
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Gelenkerhaltende Operation von Fuß und Sprunggelenk

Fuß

Fußschmerzen: Ursachen, Diagnose und Hilfe

Fußschmerzen: Untersuchung der Beinachse Bei Fußschmerzen gehört die Untersuchung der Beinachse und der Stellung der Ferse zu den grundlegenden Aufgaben des Fußspezialisten. © Gelenk-Klinik

Der Fuß ist der Körperteil, der die größte Last durch das Körpergewicht trägt. Folglich ist er anfällig für Überlastungen, die zu Fußschmerzen führen. Aber auch andere Ursachen wie Fehlstellungen (z. B. Hallux valgus), Verletzungen der Knochen, Sehnen und Bänder, Entzündungen oder Gelenkverschleiß (Arthrose) können zu Fußschmerzen führen. Häufig hilft bereits ein Wechsel des Schuhwerks, damit die Schmerzen abklingen. Dauern die Fußschmerzen allerdings länger als drei Tage an oder ist eine Belastung des Fußes nicht mehr möglich, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Auch starke Schwellungen, Blutergüsse (Hämatome), Überwärmung oder äußere Verformungen des Fußes sind deutliche Warnzeichen, die eine orthopädische Untersuchung verlangen.

Klumpfuß bei Neugeborenen-Diagnose und Behandlung

Sehr gutes Behandlungsergebnis bei einseitigem Klumpfuß rechts. Die Behandlung eines einseitigen Klumpfußes auf der rechten Seite zeigt bei diesem Kleinkind ein sehr gutes Ergebnis. © Gelenk-Klinik

Die Ausprägung eines Klumpfußes beim Säugling kann unterschiedlich stark sein, aber auch für Laien sind die Veränderungen zu gesunden Füßen unverkennbar: Der betroffene Fuß ist einwärts gedreht und häufig befindet sich eine tiefe Falte an der Fußsohle. Die Ferse fühlt sich weich an und steht wegen einer verkürzten Achillessehne nach oben. Besonders beim einseitigen Klumpfuß fällt auf, dass die Wade am betroffenen Fuß schmächtiger ist als auf der Gegenseite.

Hallux valgus: Konservativ behandeln oder operieren?

Hallux valgus mit entzündetem Schleimbeutel Der Hallux valgus (lat. Schiefzehe) ist die Fehlstellung der Großzehe im Großzehengrundgelenk: Charakteristisch ist der Knick der Großzehe nach außen. Durch den zunehmenden Konflikt mit dem Schuh entsteht durch Reibung eine Entzündung des Schleimbeutels (Bursa) im Großzehengrundgelenk, häufig gefolgt von einer weiteren Schwellung. © Gelenk-Klinik

Der Hallux valgus (Ballenzeh) ist eine Fehlstellung des großen Zehs im Großzehengrundgelenk.

Häufig ist der Hallux valgus anlagebedingt. Inzwischen ist aber auch bekannt, dass enge Schuhe mit hohen Absätzen zum Spreizfuß und damit zur Entwicklung des Hallux valgus beitragen können. Der Hallux valgus ist bei frühzeitiger Diagnose gut mit konservativen Methoden behandelbar.

Knick-Senkfuß (Schwäche der Tibialis-posterior-Sehne)

Knick-Senkfuß Knick-Senkfuß mit geschwächter Tibialis-posterior-Sehne (gelb): Diese Sehne ist für die normale Ausprägung des Fußlängsgewölbes mitverantwortlich. Eine operative Therapie bei einem Knick-Senkfuß hat zwei Ansätze: 1. Stabilisierung des Fußlängsgewölbes durch ein Knochenimplantat (rot eingezeichnet). 2. Straffung der Tibialis-posterior-Sehne durch eine Sehnentransplantation. © Dr. Thomas Schneider

Der Knick-Senkfuß ist eine Abweichung von der normalen Form des Fußes. Das Fußlängsgewölbe ist nicht mehr richtig ausgeprägt und der Fuß kippt nach innen.

Die gesunde Form des Fußes ist keine statische Funktion der Fußknochen, sondern eine dynamische Funktion der Muskeln, Sehnen und Bänder, die alle 42 Knochen des Fußes miteinander verbinden.

Man unterscheidet den kindlichen Knick-Senkfuß vom Knick-Senkfuß des Erwachsenen. Der kindliche Knick-Senkfuß ist ein normales Entwicklungsstadium des Menschen. Bei Erwachsenen ist der Knick-Senkfuß ein Zeichen von Fußverfall. Viele Ursachen können die Funktion des Fußgewölbes beeinflussen. Damit kann der Patient auch selbst vieles für seine Fußgesundheit tun.

Bei Hallux rigidus (Arthrose des Großzehengelenks) beweglich erhalten oder versteifen?

Hallux rigidus (Arthrose des Großzehengrundgelenks) Als Hallux rigidus bezeichnet man eine Arthrose im Großzehengrundgelenk. © Gelenk-Klinik

Als Hallux rigidus bezeichnet man die Arthrose im Großzehengrundgelenk. Häufig ist der Hallux rigidus die Folge einer Fehlstellung der Großzehe (Hallux valgus). Die steife Großzehe (Hallux rigidus) ist eine abnutzungsbedingte Erkrankung (Arthrose) des Grundgelenks der Großzehe. Die Abrollbewegung des Fußes wird dadurch schmerzhaft. Das Gangbild der Patienten ändert sich durch die Arthrose der Großzehe.

Für Hallux rigidus typisch ist eine Ausweichbewegung über die Außenkante des Fußes, die zu einem charakteristischen Abnutzungsmuster führt.

Spreizfuß: Konservativ behandeln oder operieren?

Spreizfuß: Fehlstellung der Mittelfußknochen durch Verbreiterung des zentralen Vorfußes Die Mittelfußknochen sind beim Spreizfuß fächerförmig ausgebreitet, anstatt gerade nach vorne zu zeigen. © Henrie / Fotolia

Bei einem Spreizfuß (lat. Pes transversoplanus) ist das Fußquergewölbe eingesunken. Die Mittelfußknochen weichen auseinander, statt gerade nach vorne zu zeigen. Der Vorfuß ist stark verbreitert, sodass Betroffene Schwierigkeiten haben, passende Schuhe zu finden. Auslöser für die Fehlstellung können Bindegewebsschwächen, Übergewicht und falsches Schuhwerk sein. Folgen sind vor allem Schwielenbildung und Schmerzen im Bereich der 2. bis 4. Mittelfußköpfchen, da diese durch das veränderte Gangbild stark belastet werden. Auch Schleimbeutelentzündungen (Bursitis) im Bereich des Vorfußes können aus der Spreizfußfehlstellung resultieren. Der Spreizfuß wird vor allem konservativ behandelt durch Schuhanpassung, Einlagen und Fußübungen. In schweren Fällen kann eine Spreizfußoperation helfen.

Hohlfuß (Pes excavatus): Symptome, Diagnose, konservative Therapie

Der Hohlfuß (pes excavatus) ist an einer zu starken Wölbung des Fußes erkennbar. Er ist gewissermaßen das Gegenteil des Knick-Senkfußes. Der Fuß ist durch die Fehlstellung des Fußgewölbes stark verkürzt. Es gibt verschiedene Formen des Hohlfußes, je nachdem, ob die Gewichtsverteilung eher hinten oder vorne ist. Die Formen des Fersenhohlfußes und des Hackenhohlfußes werden voneinander unterschieden.

Der Plattfuß und der Hohlfuß unterscheiden sich in der Stellung des Fußlängsgewölbes. Beim Plattfuß ist das Fußlängsgewölbe abgesenkt. Bein Hohlfuß ist das Fußlängsgewölbe deutlich angehoben, der Rist des Fußes ist als besonders stark gewölbt. © Henrie @fotolia Der Plattfuß und der Hohlfuß unterscheiden sich in der Stellung des Fußlängsgewölbes. Beim Plattfuß ist das Fußlängsgewölbe abgesenkt. Beim Hohlfuß ist das Fußlängsgewölbe deutlich angehoben, der Rist des Fußes ist als besonders stark gewölbt. ©Henrie @fotolia

Achillodynie: Achillessehnenentzündung und Achillessehnenruptur

Funktion der Achillessehne Die Funktion der Achillessehne: Der Kraftübertrag des Wadenmuskels auf das Fersenbein ermöglicht das kraftvolle Anheben des Fersenbeins vom Boden. Bei durchtrennter Achillessehne (Achillesehnenruptur) ist diese Bewegung nicht mehr möglich.

Die zwischen Wadenmuskulatur und Fersenbein verlaufende Achillessehne (Tendo calcaneus) ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Sie ist durchschnittlich 20 bis 25 cm lang und verbindet (als gemeinsame Endsehne des dreiköpfigen Wadenmuskels) die Wadenmuskulatur über ihren Ansatz am Fersenbein mit dem Fuß. Die Achillessehne sorgt zudem dafür, dass der Fuß beim Abdruck vom Boden im Sprunggelenk zur Fußsohle hin gebeugt und leicht nach innen gedreht wird.

Wenn wir laufen, wirken bei jedem Schritt Kräfte auf die Achillessehne, die das 10-fache des eigenen Körpergewichts überschreiten können. Noch höher sind diese Kräfte bei Sprungbelastungen.

Die Achillessehnenentzündung (Achillodynie) ist eine schmerzhafte degenerative Erkrankung der Achillessehne. Bei weitergehender Überlastung ist sogar ein Achillessehnenriss (Ruptur) möglich. Die Ruptur der Achillessehne erfordert meistens eine operative Naht.

Morton Neurom: Metatarsalgie (Mittelfußschmerzen) behandeln

Das Morton Neurom kann manuell durch den sog. Mulders Click untersucht werden. Dabei ertastet der Arzt das Morton Neurom zwischen den Zehenstrahlen. Das Morton Neurom ist eine schmerzhafte, entzündliche Verdickung eines Mittelfußnerven. Das sog. Mulder-Zeichen, das sich beim Ertasten der Fußsohle durch ein Klicken äußert, hilft dem Arzt bei der Diagnose des Morton Neuroms. © Gelenk-Klinik

Hauptauslöser von chronischen Mittelfußschmerzen (Metatarsalgie) ist das sogenannte Morton Neurom oder die Morton Neuralgie. Das Morton Neurom ist die häufigste Mittelfußerkrankung bei Frauen. Aber auch Männer – vor allem Laufsportler – sind recht häufig von einer Metatarsalgie betroffen. Viele Patienten mit Morton Neurom können sich durch eine Änderung Ihrer Gewohnheiten selbst helfen.

Stressfraktur oder Ermüdungsbruch im Fuß

Stressfraktur durch erhöhte Belastung Eine Marschfraktur bzw. Stressfraktur am Metatarsalknochen ist das Resultat einer übermäßigen Belastung (z. B. beim Sport). © zphoto83 @ stock.adobe.com

Synonyme: Stressfraktur, Marschfraktur, Ermüdungsbruch

Eine Stressfraktur ist das Resultat einer übermäßigen Belastung von Knochen. Meist tritt sie dann auf, wenn sich das Knochengewebe noch nicht durch Knochenumbau und Verstärkung an eine Belastung angepasst hat.

Eine Stressfraktur kann auch dann auftreten, wenn das Skelett sich nicht mehr durch Mineralisation und Strukturaufbau an Belastungen anpassen kann, zum Beispiel bei der Osteoporose.

Fersensporn, Fersenschmerz und Entzündung der Plantarsehne (Plantarfasziitis)

Untersuchung durch den Fußspezialisten Der Fußspezialist untersucht den Fuß auf Schmerzen und Beweglichkeitseinschränkungen. © Gelenk-Klinik

Der Fersensporn – oberer und unterer Fersenschmerz – äußert sich in Form von stechenden Schmerzen im Fuß. Meistens tritt dieser Schmerz in der Fersenregion auf, entweder in Höhe des Absatzes als oberer Fersensporn oder als unterer Fersensporn durch Schmerzen an der Fußsohle.

Fersenschmerz sollte auf jeden Fall beachtet und angemessen diagnostiziert werden. Sie können selbst dazu beitragen, Fersenschmerzen zu vermeiden und gesund zu bleiben.

Haglundferse: Entstehung, Rückbildung, Therapie

Klinisches Bild einer Haglundferse Die Haglundferse ist eine Formabweichung des Fersenbeins (Calcaneus), die auch von außen deutlich sichtbar ist. © Gelenk-Klinik

Die Haglundferse (Haglundexostose) ist eine Formabweichung des Fersenbeins. Man spricht auch von einem oberen Fersensporn. Dabei kommt es zu einer Verkalkung des Ansatzes der Achillessehne am Fersenbein. Durch den Druck des knöchernen Fortsatzes im Schuh treten oft Entzündungen oder Schwellungen der Weichteile wie z. B. der Schleimbeutel auf. Diese Reizerscheinungen stehen vor allem im Zusammenhang mit einem Hohlfuß. Der Patient verspürt häufig plötzlich auftretende messerstichartige Schmerzen im Bereich der Ferse. Dem Fußspezialisten stehen eine Reihe von möglichen Behandlungen zur Verfügung. Das Stadium der Haglundferse bestimmt die Wahl der geeigneten Therapie.

Hammerzeh und Krallenzeh (Digitus malleus): Ursachen, Symptome, Behandlung

Hammerzeh Hammerzeh mit charakteristischer Beugung des Endglieds. © Gelenk-Klinik Krallenzeh Krallenzehen äußern sich durch eine Überstreckung im Grundglied und eine Beugung im End- oder Mittelglied des Zehs. © Gelenk-Klinik

Hammerzehen (Digitus malleus) und Krallenzehen sind Fehlstellungen der Zehen. Meist ist die zweite bis vierte Zehe betroffen. Die klinische Form ist auffällig. Sie äußert sich durch eine Beugung im Endglied des Zehs. Bei Krallenzehen ist zusätzlich das Grundglied überstreckt. Meist finden sich Hammerzehen und Krallenzehen in Verbindung mit Deformitäten des Vorfußes wie beispielsweise einem Hallux valgus. Ursächlich ist häufig falsches Schuhwerk. Bringt eine konservative Therapie mittels Schuheinlagen, Zügelverbänden oder Physiotherapie keine Besserung der Beschwerden, kann eine Operation helfen.

Diagnose von Fußschmerzen: Wie untersucht der Fußspezialist?

Fußschmerzen treten bei fast jedem Menschen irgendwann auf. Fußschmerzen treten bei fast jedem Menschen irgendwann auf. © Gelenk-Klinik

Füße haben zahlreiche Schwachstellen, die besonders bei hoher Belastung, höherem Lebensalter oder erblichen Anlagen zum Vorschein kommen. Am Vorfuß können Fehlstellungen der Zehen (Ballenzeh oder Hallux valgus) das Leben erschweren und Fußschmerzen beim Auftreten oder Abrollen verursachen. Wenn das Fußgewölbe seine Funktion verliert, sind Knick-Senkfuß und Spreizfuß die Folge. Solche Fußfehlstellungen führen häufig zu Schmerzen mittig unter dem Fuß oder zu Schmerzen an der Fußaußenkante. Auch die Ferse ist anfällig: Fersensporn und Haglundexostose machen das Gehen durch unteren und oberen Fersenschmerz zur Qual. Bei Schmerzen am Fußrücken liegt häufig eine Überlastung vor. Aber auch Fehlstellungen, Entzündungen oder Arthrose können hinter den Fußschmerzen im Fußrücken stecken. Generell gilt: Wenn die Schmerzen über mehrere Tage anhalten oder verstärkt bei Belastung auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Schneiderballen (Digitus quintus varus)

Schneiderballen klinisch: Bei einem Spreizfuß steht das Zehenköpfchen des 5. Zehs über. Schneiderballen klinisch: Bei einem Spreizfuß steht das Zehenköpfchen des 5. Zehs über. © Gelenk-Klinik

Ein Schneiderballen ist eine Exostose (Überbein) außen am kleinen Zeh (5. Metatarsale). Diese hervorstehende Schwellung am Kleinzehenballen betrifft das Grundgelenk des kleinen Zehs mit dem Metatarsalknochen. Die Metatarsalknochen sind die fünf langen Knochen des Mittelfußes. Der Schneiderballen ist mit dem Hallux valgus im Bereich der Großzehe vergleichbar. Er tritt aber wesentlich seltener auf. Ursachen und Symptome sind ähnlich.

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Seminar "Gesunde Füße"

Stabilisierende Übungen zu den Aussenbändern des Fußgelenks

Halbtageskurs für Patienten - Aktivprogramm für schmerzfreie Füße.

"Fehlbelastungen mit Übungen zu Hause selbst beheben"

Termine
  • Do, 18.06.2020
  • Do, 10. Sep. 2020
  • Do, 29. Okt. 2020
  • Do, 17. Dez. 2020

Zeit:
9:00-13:00 Uhr

Seminar Anmeldung

Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkschirurgie (ZFS)

Dr Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

Dr. med. Thomas Schneider
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie

 
Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Freiburg Dr. med. Martin Rinio
Facharzt für Orthopädie
Chirurgie und Unfallchirurgie