Orthopädische Gelenk-Klinik

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Gicht

Gicht in verschiedenen Gelenken des Körpers Wenn sich in einem Gelenk Harnsäurekristalle ablagern, spricht man von Gicht. © Henrie, Adobe Stock

Gicht (Urikopathie) ist eine Harnsäurestoffwechselstörung und verläuft in Schüben. Enthält das Blut zu viel Harnsäure, entstehen Harnsäurekristalle, die sich vor allem in Gelenken ablagern. Schmerzen und Entzündungen sind die Folge. Meist ist das Großzehengrundgelenk als erstes betroffen, aber auch in anderen Gelenken, Schleimbeuteln (Bursae), Sehnen, in der Haut oder in den Nieren können sich Kristalle bilden. Betroffene können der Erkrankung mit körperlicher Aktivität, Gewichtsreduktion und purinarmer Ernährung vorbeugen. Vor allem Alkohol, Fleisch und Hülsenfrüchte sollten nur in Maßen konsumiert werden. Gichtpatienten sollten zudem mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen. Bei akuten Gichtanfällen hilft Kühlung und Hochlagerung des betroffenen Gelenkes. Typische Medikamente, die den Harnsäurespiegel senken und Gichtanfällen vorbeugen, sind z. B. Allopurinol oder Colchicin.

Synonym: 
Urikopathie

Fersenschmerzen bei Älteren: Ursachen, Symptome, Therapie

Gichttophi (Gichtballen) im Großzehengrundgelenk Sehr häufig ist das Großzehengrundgelenk von Gicht betroffen. Harnsäurekristalle lagern sich in Gelenknähe ab und führen zu entzündlichen Veränderungen, Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit. © Gelenk-Klinik

Fersenschmerzen bei älteren Patienten sind häufig. Im Alter verringern sich die Elastizität und Belastbarkeit von Bändern und Sehnen im Fuß. Die muskuläre Spannung im Fuß und in den Fußgewölben lässt nach, wodurch ältere Menschen nicht selten einen Knick-Senkfuß entwickeln oder sich bereits bestehende Fehlstellungen immer deutlicher ausprägen. Das Fettpolster an der Ferse wird ebenfalls kleiner.

Gicht (Arthritis urica): Ursachen, Symptome, Behandlung

Darstellung der gichtanfälligen Gelenke Neben dem Großzehengrundgelenk sind Fuß- oder Sprunggelenke, Knie, Hand- und Ellenbogengelenk häufig von Gicht betroffen. © Gelenk-Klinik

Gicht ist eine Störung des Stoffwechsels, bei der erhöhte Harnsäurewerte im Blut Entzündungen und starke Schmerzen in einer Vielzahl von Gelenken des Körpers auslösen. Dazu gehören beispielsweise Knie, Hand, Ellenbogen, Finger oder Sprunggelenke. Typischerweise treten bei vielen unserer Patienten die ersten schmerzhaften Gichtzeichen am Großzehengrundgelenk auf.

Konservative Therapie von Knieschmerzen bei Rheuma

rohes Gemüse Eine ausgewogene Ernährung mit wenig tierischen Produkten wirkt entzündlichen Prozessen in den Gelenken entgegen. Betroffene können ihre Knieschmerzen auf diese Weise in den Griff bekommen. © monticellllo, Fotolia

Zahlreiche Ursachen können rheumatisch bedingte Knieschmerzen auslösen. Dazu gehören Autoimmunerkrankungen oder Stoffwechselstörungen wie Gicht oder Hämochromatose. Die rheumatische Entzündung ist deswegen so gefährlich, weil sie direkt den Gelenkknorpel im Kniegelenk angreift. Deswegen ist es wichtig, die Entzündungen so schnell wie möglich zu vermindern. Das geschieht in der Regel durch medikamentöse Behandlung mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) sowie immunmodulierenden Medikamenten.

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