Orthopädische Gelenk-Klinik

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Hüftschnupfen

Entzündung des Hüftgelenks (Coxitis) Eine Hüftentzündung kann durch Keime (bakteriell) oder abakteriell verursacht werden. © Gelenk-Klinik

Der Hüftschnupfen, lateinisch Coxitis fugax ("vorübergehende Hüftentzündung"), ist eine aseptische (nicht von Keimen ausgelöste) Erkrankung des Hüftgelenks und betrifft in der Hauptsache Kinder im Alter zwischen 4 bis 10 Jahren.

Bei Jungen ist der Hüftschnupfen etwas häufiger als bei Mädchen. Kinder mit Hüftschnupen humpeln und sind in ihrer Hüftbeweglichkeit eingeschränkt. Die Schmerzen können bis ins Knie ausstrahlen. In den meisten Fällen heilt ein Hüftschnupfen nach wenigen Wochen von allein und ohne Spätfolgen wieder aus. Zur Abgrenzung von Hüfterkrankungen mit ähnlichen Symptomen (Morbus Perthes, Hüftkopflösung, Hüftdysplasie, bakterielle Hüftentzündung) untersucht der Arzt das Hüftgelenk mithilfe von Ultraschall oder Röntgen. Es zeigt sich beim Hüftschnupfen typischerweise ein deutlicher Gelenkerguss. Labormedizinische Untersuchungen des Blutes können erhöhte Entzündungswerte wie eine beschleunigte Blutsenkung ergeben, da einem Hüftschnupfen häufig eine virale Atemwegsinfektion mit Fieber vorausgeht. Hüftschnupfen wird mit kurzzeitiger Gabe von Schmerzmitteln therapiert.

Synonym: 
Coxitis fugax

Hüftschmerzen und Leistenschmerzen richtig verstehen

Hüftschmerzen Hüftschmerzen haben vielfältige Ursachen. Der Arzt ermittelt den Schmerzauslöser und die genaue Ursache der Hüftschmerzen in einer klinischen Untersuchung. © Gelenk-Klinik

Hüftschmerzen machen sich oft im Bereich der Leisten, im "Knick" zwischen Oberschenkel und Unterbauch bemerkbar. In vielen Fällen strahlen sie auch in eines oder beide Beine aus. Umgekehrt können Schmerzen aus der Lendenwirbelsäule in die Hüftregion ausstrahlen.

Hüftschmerzen gehören zu den am weitesten verbreiteten Gelenkschmerzen. Sie sind für Patienten ohne ärztliche Unterstützung schwer zu beurteilen. Bei schweren oder lang andauernden Hüftschmerzen empfehlen wir daher stets die Unterstützung durch einen Hüftspezialisten.

Wenn Krankengymnastik und Schmerzmittel nicht mehr weiterhelfen, kann die Hüfte minimalinvasiv – durch Hüftarthroskopie – operiert werden. Eine durch Hüftarthrose geschädigte Hüfte muss durch eine Hüftprothese ersetzt werden.

Hüftkopfnekrose (Knochennekrose des Hüftgelenks)

Einbruch des Oberschenkelkopfes aufgrund der Nekrose Eine Minderdurchblutung des Hüftkopfes ist ursächlich für die Entstehung einer Hüftkopfnekrose. © Gelenk-Klinik

Als Hüftkopfnekrose (oder Femurkopfnekrose bzw. absterbender Hüftkopf) bezeichnet man ein Absterben des lebenden Knochengewebes. Aufgrund einer Minderdurchblutung demineralisiert der Hüftknochen und verliert seine Stabilität. Betroffene verspüren bei Belastung Schmerzen in der Leiste, die vor allem bei einer Innenrotation des Beines auftreten. In späteren Stadien treten die Schmerzen auch in Ruhe auf.

Die Hüftkopfnekrose des Erwachsenen scheint eine der typischen Zivilisationskrankheiten zu sein. Vergleichbar einem Herzinfarkt sind auch beim Hüftinfarkt Risikofaktoren wie Rauchen, zu hohe Blutfettwerte und übermäßiger Alkoholkonsum ursächlich. Daher erkranken pro Jahr mehrere tausend Menschen in Deutschland an einer Hüftkopfnekrose. Sie tritt vorrangig bei Patienten zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr auf. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Der absterbende Hüftkopf vermindert die Lebensqualität der Betroffenen massiv. In 30–70 % der Fälle tritt eine beidseitige Hüftkopfnekrose auf. Wird nicht frühzeitig stadiengerecht therapiert, entstehen irreparable Schäden am Hüftgelenk, die zu einer beschleunigten Arthrose im Hüftgelenk führen, obwohl der Knorpel selbst gar nicht direkt von der Durchblutungsstörung betroffen ist.

Coxitis (Hüftgelenksentzündung): Symptome, Ursachen, Behandlung

Entzündetes Hüftgelenk (Coxitis) Eine Coxitis (Entzündung des Hüftgelenks) kann bakteriell (durch Keime) oder abakteriell verursacht werden. © Gelenk-Klinik

Synonyme der Coxitis:

  • Hüftgelenksentzündung
  • Coxarthritis
  • Arthritis der Hüfte
  • Koxitis
  • Koxarthritis

Die Coxitis (lat. coxa „Hüfte“) ist die Entzündung des Hüftgelenks. Sie kann in seltenen Fällen durch infektiöse Entzündungen des Hüftgelenkes mit Bakterien verursacht werden. Eine solche Entzündung geht meist mit starken Schmerzen im Hüftgelenk sowie häufig auch mit allgemeinen Symptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit und Herzschlagbeschleunigung einher. Die massive Schonhaltung des Beines ist häufig ausschlaggebend für die notwendige Entlastung und Sicherung der Diagnose.

Wesentlich häufiger sind akute Entzündungen im Gelenk als Folge einer aktivierten Arthrose (Gelenkverschleiß) oder im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung. Diese können ebenfalls zu einer massiven Belastungseinschränkung und Schonhaltung führen.

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Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Chirurgie in Freiburg

Dr. med. Martin Rinio
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Dr Thomas Schneider, Facharzt für Orthopädie in Freiburg

Dr. med. Thomas Schneider
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